News-Update vom 30. April 2026 - Update zu aktuellen Energiegesetzen und ein Interview mit der BNetzA
Shownotes
Viel los in Berlin: Union und SPD streiten viel, derzeit bringen sie aber auch das ein oder andere Energiegesetz auf den Weg. In der heutigen Folge geben wir einen aktuellen Stand zu den letzten Änderungen am Kraftwerksgesetz, am Gebäudemodernisierungsgesetz und weiteren Gesetzgebungen für die Energiewende.
Außerdem sprechen wir über Einblicke, die uns die Bundesnetzagentur im Rahmen eines Interviews in die Neuaufstellung der Stromnetzentgelte gegeben hat. Und Michaela Tix berichtet von einem Branchentreffen der Fernwärmeunternehmen, bei dem sie in dieser Woche in Kassel zu Gast war.
Veranstaltungshinweis: Industry meets Energy Das energate Industrieforum am 20. Mai in Essen widmet sich in hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen und Praxisbeispielen Themen an der Schnittstelle zwischen Industrie und Energiewirtschaft. Weitere Infos und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.energate-events.de/p/energate-forum
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:04: Wir sprechen
00:00:05: mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zum News Update von Energate!
00:00:13: Mein Name ist Christian Silus und bei mir sind in dieser Woche genauso wie in der vergangenen Woche Michaela Tix und Karsten Kloth, hallo jetzt
00:00:21: mal Hallo.
00:00:22: Und noch eine parallele zur nächsten Woche haben wir bezeichnen Heute natürlich auch am Donnerstag wieder auf.
00:00:28: Morgen ist der erste Mai-Tag der Arbeit, den wollen wir nicht mit Arbeit verbringen sondern mit Freizeit.
00:00:35: Deshalb zeichnen wir schon am Donnersdag auf und es war eine kurze Woche die aber trotzdem ziemlich geschäftig war vor allem auch gerade in Berlin.
00:00:44: Es hat sich einiges getan bei verschiedenen energie relevanten Gesetzgebungsprozessen.
00:00:53: Wir zwei beide haben das ein bisschen vorbereitet.
00:00:55: Wir wollen zum Einstieg mal einen Überblick geben, was ist eigentlich gerade bei verschiedenen Gesetzen der aktuelle Stand?
00:01:02: und lass uns vielleicht mal da einsteigen wo das Gesetzgebungsverfahren schon ein bisschen weiter ist als bei den anderen nämlich beim Bundesbedarfsplangesetz.
00:01:11: Klingt ein bisschen kompliziert?
00:01:14: Ist das aber gar nicht so sehr, denn es geht darum dass wir künftig auf großen Stromautobahnen wieder Freileitungen bauen sollen.
00:01:21: Richtig!
00:01:22: Darum geht's.
00:01:22: die Novelle des Bundesbedarfsplanengesetzes ist jetzt durchs Kabinett gegangen und beschlossen worden.
00:01:29: Du hast gesagt die neuen Stromautobaan sollen künftig wieder als Freileitung gebaut werden der Erdkabelvorrang der entfällt sozusagen für den Ausbau, das übertragendes Netz.
00:01:39: Es werden fünf vierzig weitere Netzausbauvorhaben in den Bundesbedarfsplan aufgenommen und ja nicht ganz unumstritten das Ganze.
00:01:49: da gibt es Bundesländer die das gar nicht so doll finden Schleswig-Holstein Niedersachsen zum Beispiel.
00:01:57: Argument ist so ein bisschen die Akzeptanz bei Kommunen, Landwirtschaft, Anwohner und Gesellschaft im Allgemeinen.
00:02:03: Warnung vor Blockaden, Verzögerungen beim Netzausbau auch für möglichen Folgekosten durch Konflikte.
00:02:10: Das erinnert an die Position, die früher Bayern innehatte.
00:02:14: Wir erinnern uns es war den Erdkabelvorrang in die Bundespolitik von Horst Seehofer getragen hat.
00:02:22: Und im Jahr und zwei Jahrzehnte hat dann Markus Söder hier eine Kurswechsel hingelegt.
00:02:27: Und die Begründung ist natürlich Kosten, Senkung entlastet bei den Netzentgelten.
00:02:32: Und entsprechend dieser Kostenargumentation ist es eben jetzt auch so ausgestaltet worden.
00:02:39: Es hat allerdings noch ein paar Änderungen zuletzt gegeben im Kabinett.
00:02:43: Da hat man nochmal an einer oder anderen Stelle etwas entschärft und Ausnahmen vom Freileitungsvorrang, den wir ja jetzt haben quasi reingenommen etwa aus technischen Gründen oder wenn Erdkabel einfach kosteneffizienter sind.
00:02:58: Also auch da ist das Ganze noch etwas offen.
00:03:01: Tatsächlich eigentlich ein kurioser Vorgang weil damals gab es dann die Entscheidung Erd kabeln Vorrang zu gewähren war ja genau mit dem Thema Akzeptanz begründet, Erdkabel sind weniger sichtbar.
00:03:14: Dadurch schaffen wir mehr Akzeptanzen.
00:03:16: jetzt haben wir gelernt okay erdkabel sind aber auch ganz schön teuer und das geht auch zu lasten der akzeptanz.
00:03:20: deshalb geht jetzt alles wieder retour.
00:03:23: ich erinnere mich dass sich vor einigen jahren mal bei einer veranstaltung bayerischer freileitungsgegner war und ich habe genau den punkt damals schon so ein bisschen eingeworfen die frage der kosten und da wurde als journalist ganz schön angegangen Sondere Situation.
00:03:39: Jetzt sind wir wieder an der Stelle, also künftig wieder alles auf Freileitungen und der Weg ist damit zumindest im Bundeskabinett geebnet.
00:03:48: Und ja noch nicht ganz so weit bis das nächste Gesetzgebungsverfahren, auf das wir gucken wollen nämlich auch das neue Strom-VKG.
00:03:58: Wir müssen uns immer noch an den Namen gewöhnen.
00:04:00: letztendlich geht es um das Gesetz, dass die Kraftwerkstrategie und den folgenden Kapazitätsmarkt auf den Weg bringen soll.
00:04:08: Dieses Gesetz ist jetzt seit Mittwoch in der Verbändeanhörung.
00:04:12: Wir haben in der letzten Folge schon einigermaßen ausführlich darüber gesprochen.
00:04:16: Es geht im Kern in den ersten Schritten um die Ausschreibung von Gaskraftwerken Und dann auch in einem zweiten Schritt von Gaskraftwerken oder Batteriespeicher.
00:04:26: Das Ganze soll dann münden in einen technologieoffenen Kapazität Markt ab den Jahren.
00:04:33: Jetzt hat der Gesetzentwurf noch mal drei neue Seiten dazu gewonnen.
00:04:42: Steht da was Relevantes drin, Kasten?
00:04:43: Es sind eher Nachschärfungen, würde ich mal sagen die dort im Vergleich zum ersten Entwurf stattgefunden haben.
00:04:51: Also man hat bei den sogenannten Pönalisierungsregeln nochmal konkretisiert.
00:04:56: also diese Pönalen müssen erfolgreiche Bieter zahlen wenn sie über Zuschlag der Projekte nicht friskrecht realisieren und diese Höhe der Pönalen wurde etwas reduziert damit auch kleinere kommunale Akteure mitbieten können.
00:05:11: Was auch noch Erwählungen gefunden hat, sind die Gasmotoren.
00:05:13: Die waren vorher da ein bisschen untergegangen.
00:05:16: Das ist gegebenenfalls für Stadtwerke interessant und man hat den sogenannten Derating Faktor für die Technologien in Kraftwerksausschreibung ergänzt.
00:05:26: Das klingt spannend.
00:05:28: Kannst du uns ganz kurz erläutern, was dahinter steht?
00:05:31: Ja
00:05:31: ich versuch's also.
00:05:32: dieser Derating Faktor der gibt an wie viel Prozent der Nennleistung statistisch gesehen bei einer Dunkelflotte zur Verfügung stehen.
00:05:40: Also es ist ein Versorgungssicherheitsding orientiert sich auch am Versorgungssicherheitsmonitoring der Bundesnetzagentur.
00:05:47: also Gaskraftwerke haben relativ hohen Die Ratingfaktor Und Batteriespreicher zunächst nicht.
00:05:55: Wie gesagt, es geht um die Versorgungssicherheit an der Stelle und da hat man jetzt nochmal ein bisschen nachgeschäft.
00:06:02: Noch offen ist allerdings ein interessanter Punkt nämlich die Höchstwerte für Gebote bei den Ausschreibungen.
00:06:07: Da gibt's noch keine Zahlen... ...und ja!
00:06:09: Die Länder- und Verbände haben jetzt Zeit bis zum fünften Mai in Senf dazu zu geben und dann geht es im parlamentarischen Verfahren weiter.
00:06:16: Es
00:06:16: ist natürlich ein spannender Punkt, dass eigentlich gerade die zentralen Zahlen eben noch nicht enthalten sind nämlich die maximal zulässigen Höchstgebote.
00:06:26: daraus könnte man ja mal ableiten bei den ausgeschriebenen Kapazitätsmengen welcher Kosten da am Ende dabei auch rumkommen.
00:06:35: das können wir noch nicht.
00:06:36: trotzdem findet die Verwänderanhörung stattdich Bin gespannt, welches Feedback da kommt.
00:06:40: Also da ist auf jeden Fall noch eine Lücke geschlossen.
00:06:46: Zumindest ein Stück weit werden soll.
00:06:48: jetzt bei den Änderungen der kommunalen Wärmeplanung.
00:06:51: Da gibt es nochmal eine Anpassung des Wärmeplanungsgesetzes.
00:06:54: Es ist ebenfalls in der Verbändeanhörung also quasi das Gesetzeswerk in der Genese.
00:07:00: Da geht's vor allem um das vereinfachte Verfahren für kleinere Kommunen, das wird jetzt ausgeweitet.
00:07:07: Bisher galt ein vereinfachtes Verfahren bei der kommunalen Wärmeplanung für Kommunen bis Zehntausend Einwohner.
00:07:14: Das wird jetzt erhöht auf Fünfzehntausende Einwohner?
00:07:17: Genau!
00:07:17: Das nennt man die kleine Wärmeplanung sozusagen.
00:07:21: und bis fünfzehntausend Einwonerkommunen haben jetzt die Möglichkeit den Aufwand zu reduzieren.
00:07:26: also die Bestandsanalysen müssen nicht ganz so detailliert sein.
00:07:30: beispielsweise Ich brauche auch weniger Daten zur Wärmeplanung sammeln, also schon scheitfähiger Daten sind hier so ein Stichwort.
00:07:40: Das ist bislang alles recht aufwendig gewesen das einzusammeln.
00:07:44: Das brauchen die kleinen Kommunen dann nicht mehr in dieser Form machen wie es.
00:07:48: ursprünglich vorgesehen ist.
00:07:49: Auch die EU-Energieeffizienzrichtlinie EED soll mit dieser Gesetzesänderung ebenfalls umgesetzt werden, dazu ist vorgesehene das Kommune mehr als vierzigtausend Einwohner neben einer Wärmeplanung auch eine Kälteplanung vorlegen müssen.
00:08:05: vielleicht nochmal ein interessantes Detail an der Stelle.
00:08:08: Ich habe
00:08:08: vielleicht als kurze Ergänzung, ich habe mal versucht zu gucken wie viele Kommunen haben wir eigentlich mit weniger als zehntausend Einwohnern?
00:08:15: Also insgesamt gibt es in Deutschland wo unsere zwischen zehn und elf tausend Kommunen eine Zahl die ich gefunden hab sind.
00:08:21: zehntausend siebenhundert davon haben nach unterschiedlichen statistischen Angaben so rund sechs tausends sieben hundert weniger als Zehntausend Einwonner.
00:08:30: das wären dann so zweiundsechzig Prozent und durch die Verschiebung werden jetzt eher so siebzig Prozent der Kommunen von den komplexeren Verfahren befreit, also es ist eine gewisse Verschiebung.
00:08:42: macht aber auch nicht den riesen Anteil aus.
00:08:44: Dann lass uns doch mal noch auf weitere Themen gucken, bei denen sich eigentlich erst einmal weniger getan hat also wirklich im Prinzip wenig bis nichts getan hat sich beim EEG und beim Netzpaket zumindest in offiziellen Verlautbarungen zu folgen.
00:08:56: da wird hinter den Kulissen noch verhandelt.
00:08:59: beide hängen quasi in der Ressortabstimmung zwischen Union-und SPD fest.
00:09:03: Beim EEG geht es vor allem um die Streichung der EEG Förderung für kleine Solaranlagen.
00:09:08: beim Netz Paket Vorbehalts, bei dem viele sagen das führt zu einer erneuerbaren Ausbaubremse.
00:09:17: Da hat sich also jetzt in den zurückliegenden Tagen weniger getan.
00:09:21: Immer noch in der Ressortabstimmung ist auch das Gebäudemodernisierungsgesetz.
00:09:25: aber da hat sich jetzt einiges getan.
00:09:28: ich kann sagen ich habe gestern Abend begonnen den Podcast vorzubereiten und es hat sich dann über Nacht tatsächlich etwas geändert denn beim Gebäude-Modernisationsgesetz gibt's erst die erste Konkretisierung.
00:09:40: Das hiegen noch in der Ressortabstimmung, weil die SPD darauf gedrungen hat, dass es einen Klarnschutz für Mieter vor steigenden Gaskosten geben soll.
00:09:50: Und da gibt's jetzt Eckpunkte wie das geregelt werden
00:09:52: soll.".
00:09:53: Genau!
00:09:53: Da scheint er Knoten durchgeschlagen.
00:09:55: also gestern kam schon die Nachricht, dass die Fristen im bisherigen Gebäude-Energiegesetz verschoben werden sollen?
00:10:02: Das Problem ist ja, wenn sich nichts zu des Neugesetz noch nicht vorliegt und es sollte eigentlich schon längst im Kabinett sein wird jetzt wahrscheinlich erst soweit sein, dass dann ab dem ersten Juli die neuen Regeln nach dem alten Habekschen-Gesetz gelten.
00:10:17: Also wir sagen der Strenge in Anführungszeichen, für unsechzig Prozent erneuer waren im Passus für neue Heizung, der würde wirksam werden.
00:10:28: und das ist ja genau das was vor allen Dingen die Unionseite kappen möchte.
00:10:33: und da möchte man jetzt gegensteuern weil man eben noch nicht so weit ist indem man die Fristen verlängert vom Dreißigsten Juni auf den ein Dreißigsten Oktober, um eben das Neugesetz fertig zu haben bevor diese Regel einsetzt.
00:10:49: Der Knackpunkt Mieterschutz ja die SPD hat darauf gedrungen dass man da eine Regelung findet damit bei der neuen Regelung nicht einfach die Vermieter sagen ich baue Das ist eine fossile Heizung und interessiert mich ja nicht, weil der Vermieter muss die steigenden Kosten in diesem Zusammenhang tragen.
00:11:09: Auch für Biotreppe Biogas Und so weiter.
00:11:12: Und da hat man sich jetzt geeinigt, dass dieses Kostenrisiko zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt werden soll.
00:11:18: Das kam heute mit auch einem einseitigen Papier was kursierte.
00:11:22: Und plan ist eben jetzt das wenn eine neue fossile Heizung eingebaut wird der Vermietter an den Netzengelten und an den Bio-Brennstoffen beteiligt wird und auch an den CO² Kosten.
00:11:33: Dass die Regelungen betrifft dann alle bestehenden und künftigen Mitverhältnisse nach einem Heizungs-Tausch.
00:11:40: Es gibt aber auch eine interessante Einschränkung, die ist noch nicht ausformuliert.
00:11:45: Das wird dann wie andere Dinge auch im parlamentarischen Verfahren jetzt noch stattfinden.
00:11:49: Das ist eine Härtefallklausel für unmodernisierte Gebäude mit besonders niedrigen Mieten.
00:11:55: Das hat wohl die Unionsseite da noch so reingebracht nach dem Motto vermieten muss sich auch weiterhin Lohnen.
00:12:00: aussagen wir mal bei der günstigen alten Platte.
00:12:06: Wärmeversorgung, da gibt es so eine Regelung schon.
00:12:09: So eine CO²-Kostenaufteilung je nach Energieklasse der Gebäude trägt der Vermieter höhere Kosten oder bei besonders effizienten Gebäuden liegt der Mieteranteil höher.
00:12:22: aber das wird jetzt ausgeweitet und das ist interessant also einerseits auf den Biogasanteil in künftigen Gasheizungen.
00:12:32: Das ist schon spannend, also das hatten wir so bisher noch nicht.
00:12:35: Genau!
00:12:35: Das ist wirklich ein Novum dass bei den Gasnitz-Entgelten der Vermieter jetzt auch zur Kasse gebeten werden soll.
00:12:42: die ersten Reaktionen aus der Wohnungswirtschaft sind ja nicht gerade positiv um das mal freundlich auszudrücken.
00:12:49: von den großen hören wir Ja wir sind eh auf dem Weg.
00:12:52: tatsächlich wenn wir Sachen austauschen gehen wir schon wenn es sich kostentechnisch darstellen lassen kann in Richtung Fernwärme und große Wärmepumpe, aber vor allem bei den kleinen Vermietern.
00:13:04: Da sind ja kleinere Mehrfabrierenhäuser oder private Vermieter.
00:13:08: da ist es ja oft so dass vielleicht nur drei vier Wohnungen in so einem Haus drin sind wo möglich eine alte Gasheizung steht.
00:13:15: Eine Großwärmelpumpe deutlich teurer wäre als bisher und so dann oft noch auf die Gaslösungen zumindest zurückgegriffen werden könnte.
00:13:22: Und jetzt ist halt der Plan, dass tatsächlich auch die Vermieter sich bei den Gasnetzendgelt-Kosten helftig beteiligen.
00:13:30: Da ist der Unmut sehr hoch.
00:13:31: also Haus und Grund das ist ja ein klassischer Vertreter aus dem Bereich.
00:13:36: Die haben gesagt Dann können wir unser Geschäftsmodell mehr oder weniger einmotten.
00:13:40: Also da ist wirklich harte Kritik zu hören.
00:13:42: Auch beim großen Verbänden ist es so, dass sie vor allem auf die Betroffenheit kleineren Vermieter hinweisen.
00:13:49: Jetzt muss man noch schauen mit der Härtefallregelung, wie weit das greift und der Deutsche Mieterschutzbund der Jubel so ein Stück weit pochen jetzt aber darauf, dass diese Aussage auch tatsächlich ins Gesetz gegossen wird.
00:14:01: Dass sich das so in dem Gesetzestext wiederfindet.
00:14:04: Da gilt es erst mal abzuwarten wie die Härtefallregelung wirklich ins Gesetz findet und was die CDU dann noch aus ihrer Sicht dadurch gesetzt hat.
00:14:11: Die SPD jubelt.
00:14:12: also Herr Mürsch hat gesagt wenn Vermieter fossile Fakten schaffen dann müssen sie auch ökonomisch dafür die Verantwortung übernehmen.
00:14:20: Das ist glaube ich ein schönes Zitat, was es auch ausdrückt.
00:14:22: Wir erinnern uns die Biotreppe, die ja kommen soll für wenn man tatsächlich auf die Gasheizung nochmal zurückgreift ab dem Jahr zwanzig.
00:14:30: Da wird es drei oder vier Stufen geben insgesamt vier.
00:14:34: bei der ersten Durchsicht konnten wir jetzt noch keine Zahlen finden wie hoch jetzt dann der Biometharnanteil oder Wasserstoffanteil später sein soll.
00:14:43: aber auch da ist natürlich viel Fantasie gefragt.
00:14:44: Was heißt das jetzt eigentlich finanziell?
00:14:47: für die Betroffenen, weil wenn jetzt zwanzig Prozent Biometharen beigemischt werden muss oder zehn erst am Anfang und es steigt dann schrittweise.
00:14:54: Dann können das deutlich höhere Kosten sein.
00:14:57: Jetzt ist der biometharen Preis noch nicht so hoch.
00:14:59: aber wenn die Nachfrage steigt, das wissen wir alle, dann steigt auch der Preis.
00:15:03: und da ist halt die Frage auf was kommt.
00:15:05: müssen sich die Vermäscher jetzt einstellen?
00:15:07: Ich habe's für mich selber mal angefangen durchzurechnen, ich bin gar nicht mehr ganz bis zum Ende gekommen, aber ich hab' Beguckt, weil es diese Regelung ja ohnehin schon gibt.
00:15:17: Wir haben in unserer Familienwohnung so einen jährlichen Erdgasverbrauch von elf tausend Kilowattstunden und da machen die CO-Zweikosten dann vielleicht hundertzwanzig Euro aus.
00:15:26: also theoretisch könnte ich jetzt für meinen Vermieter dann sechzig Euro zurückverlangen, in dem Fall dass die Heizung gewechselt werden würde und die neue Gesetzgebung deiner entsprechenden Kraft tritt.
00:15:36: Aber kommt natürlich noch was dazu?
00:15:38: Die Netz entgelte dann erhöht sich das nochmal klar und der Biogas Anteil erlassen sich die Kosten heute noch nicht abschätzen.
00:15:44: wir werden mit einem geringen Anteil wahrscheinlich erst mal in die Biotreppe einsteigen aber er soll dann eben anwachsen und kann da schon einen größeren Betrag draus werden.
00:15:56: Klar, die Klage von Haus und Grund.
00:15:58: Ich würde mal sagen Klappern gehört zum Geschäft.
00:16:00: das ist natürlich ein bisschen übertrieben.
00:16:02: allerdings es ist halt auch nochmal eine Steuerungswirkung weil jeder Vermietende muss sich jetzt natürlich überlegen gehe ich diesem Pfad?
00:16:11: Und ich glaube tatsächlich dadurch dass dieses Gesetz hier an der Stelle noch einmal konkretisiert wird kann natürlich schon auch nochmal einen weiterer Schub eher in Richtung Wärmepumpe entstehen und eben dann doch weg von der Neuinvestition in der Gasheizung.
00:16:27: weil sich auch manche Kosten da glaube ich nicht so ganz absehen lassen.
00:16:31: Also darf man gespannt sein, wie es sich das auswirkt?
00:16:33: Ja genau bei den Gasnetzentgelten ist ja die große Graskugel.
00:16:36: Da gibt es Ermehnungen, die gehen stark nach oben je weniger Netzkunden am Netz sind.
00:16:40: eine sehr jöse Abschätzung können wir alle nicht jetzt im April im April machen aber in der Tat wird es natürlich nach oben gehen und da lässt sich ein Vermieter darauf ein auf dieses Risiko steigen.
00:16:53: die Gasnetze entgeltem muss er dann wirklich womöglich die Hälfte tragen.
00:16:57: Und ich denke, das ist ein starker Hebel wie du schon gesagt hast.
00:16:59: Mein Gefühl ist, dass neben der Lenkungswirkung durch die Kosten eventuell auch eine Lenkingswirkungen durch die Bürokratie stattfindet, die damit vielleicht einhergeht mit der Regelung so wie sie jetzt geplant ist.
00:17:11: also für mich hört sich das schon nach relativ komplizierten bürokratischen Regeln nach Aufwand auch letztlich für Mieter, Vermieter und so weiter an.
00:17:24: Das bleibt natürlich abzuwarten, aber ist vielleicht ein Argument dann auch.
00:17:27: Bleibt natürlich auch ab zu warten ob das der Vorschlag der jetzt so zwischen den Regierungsparteien erstmal verständigt worden ist?
00:17:34: Ob er tatsächlich dann auch durch das gesamte Gesetzgebungsverfahren durchkommt.
00:17:39: da legt ja noch einiges vor uns.
00:17:40: Aber der Zeitdruck ist klar.
00:17:42: die Koalition hat sich jetzt nochmal zusätzliche Zeit erkauft.
00:17:45: Du hast es gesagt durch eine nachträgliche Änderung dass immer noch bestehenden Gebäude Energiegesetzes vom ersten Juli jetzt erstmal auf den ersten November.
00:17:54: Das zeigt ja auch schon, dass die Regierung erst mal noch nicht ausgeht das dieses Gesetz sehr schnell dem Gesetzgebungsprozess durchläuft.
00:18:02: so hat man sich über den Sommer auch über nochmal Zeit erkauft um das Gesetz dann über die Zielline zu bringen.
00:18:08: Prima!
00:18:09: Dann erstmal vielen Dank für dieses Jahr.
00:18:11: ich hatte zwar anfangs gesagt kurze Update aber natürlich bei so vielen Gesetzen ist es ein bisschen ausführlicher.
00:18:17: Und da machen wir an der Stelle jetzt erstmal ein Deckel drauf und geben kurz ab für einen Veranstaltungshinweis.
00:18:29: Okay, dann sind wir zurück und kommen von Berlin nach Bonn Denn nicht nur im Energiegesetzgebungsbereich tut sich ganz viel sondern auch im Regulierungsbereich.
00:18:42: Die Bundesnetzagentur ist dabei die gesamte Netzendgeldstruktur neu zu sortieren.
00:18:49: Ziel ist es die netz entgelte und deren Struktur an die Erfordernisse der Energiewende stärker anzupassen, als das bisher der Fall ist.
00:18:57: Seit Dezember haben dazu jetzt zahlreiche Experten Workshops stattgefunden – bis her sechs ander Zahl zu unterschiedlichen Anpassungen.
00:19:06: Der Netzentgeldstruktur, dynamische Netzentgelte, Einspeiseentgelte Speicherentgelde.
00:19:11: da wurde intensiv mit der Branche diskutiert.
00:19:13: Used heute am Tag, an dem wir aufzeichnen findet jetzt auch nochmal ein Workshop zu den Industrienetzentgelden statt.
00:19:20: dieser Woche ein Interview veröffentlicht mit Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, mit Barbie Haller.
00:19:26: Und die hat uns einige Einblicke in die aktuellen Überlegungen der Bundesnetzagentur gegeben.
00:19:32: Ja dann erzähl doch mal.
00:19:33: ich glaube du hast ja zusammen mit dem Ron mit ihr gesprochen.
00:19:37: Ich glaub sie hat klare Botschaften gesendet!
00:19:40: Ja und nein, also ich denke eigentlich schon.
00:19:43: Also man konnte aus dem was ihr gesagt hat relativ viel rauslesen.
00:19:47: allerdings hat sie auch immer wieder darauf verwiesen dass die Bundesnetzagentur jetzt ganz viele Positionen und Stellungnahmen erstmal eingesammelt hat und jetzt an ihrem Festlegungsentwurf arbeitet.
00:19:58: Den will sie bis Ende Mai veröffentlichen, aber man konnte doch schon einiges rauslesen denn in den bisherigen Workshops und den ganzen Diskussionen die darum herum stattgefunden haben gab es schon einige starke Kritikpunkte.
00:20:13: und ein starker Kritikpunkt war unter anderem der Vorstoß der Bundesnetzagentur künftig dynamische Netzentgelte einzuführen.
00:20:20: Und da war in dem Interview sehr deutlich zu merken, dass die Bundesnetzagentur sich davon nicht abbringen lassen will weil sie absolut ihr Erfordernis sehen.
00:20:28: Die Netzentgeltstruktur stärker an die Volatilität des Stromsystems anzupassen.
00:20:35: und Sie sehen dynamische Netze entgelt als zentrales Mittel, die Systemkosten zu senken.
00:20:41: Das ist ja auch das Ziel der Bundesregierung und der Bundeswirtschaftsministerin.
00:20:45: Es ist im Energiewende-Monitoring klar vorgegeben.
00:20:48: Und an dieser Stelle will sich die Bundesnetzergentur definitiv nicht abbringen lassen.
00:20:53: Und Barbie Haller hat uns auch so kleinere Einblicke gegeben.
00:20:56: wie könnte das Ganze denn stattfinden?
00:20:59: Sie hat deutlich gemacht Ja, wir haben natürlich die Kritik zum Beispiel der Verteilnetzbetreiber vernommen.
00:21:04: Die haben über eine hohe Komplexität dieser dynamischen Netzentgelte geklagt und gesagt, poh das würde uns vor großer Herausforderung stellen.
00:21:11: deshalb sollen diese dynamische Netzentgeld jetzt erstmal auf den höheren Spannungsebenen also beginnen wahrscheinlich bei den übertragungsnetzen starten Und auch nur für Speicher gelten und dann soll es schrittweise runtergehen auf andere Spannungsebenen, auf anderen Technologien.
00:21:28: Fabiale hat keine Zahlen, kein Jahr genannt aber ich glaube eher dass das ein Prozess von mehreren Jahren ist.
00:21:33: Das heißt, wir schauen wahrscheinlich eher auf die Zwei-Tausenddreißiger Jahre und da wahrscheinlich auch eher auf Die Mitte erstattet.
00:21:37: Auf den Anfang.
00:21:38: Das heißt es ist mir eine gute Nachricht tatsächlich für die Verteilnetzbetreiber, dass sie noch kleine Schonfrist bekommen und sich vielleicht das neue komplexe System vorbereiten können.
00:21:47: Du hast ja auch gesagt ob bei den Industrienetz entgelten soll sich einiges tun, Industriekunden sollen tatsächlich lernen ihre Kapazität oder was sie im Netz brauchen besser einzuschätzen.
00:21:55: Auch dafür ist eine länger Vorbereitzungszeit nötig.
00:21:58: Da kam jetzt in der Woche mit einem Papier nochmal die Botschaft Wir sehen die Probleme, wir sehen die Umsetzungsschwierigkeiten.
00:22:05: Wir denken da noch mal grundsätzlich darüber nach.
00:22:07: aber das ist in diese Richtung gehen soll also dass Netzentgelte nicht dumm bleiben dürfen sondern dass sie einfach eine Lenkungswirkung aber neben der Anreiz neben der Finanzierungswirkungen haben müssen.
00:22:18: Das ist glaube ich ganz klar herausgekommen.
00:22:20: Ich glaub Das hört man immer wieder raus.
00:22:23: Die Bundesnetzergentur macht diese umfangreichen Konsultationen nicht zum Spaß und Zeitvertreib, sondern sie will schon auch die Position einholen und darauf eingehen.
00:22:32: Das zeigt sich bei der Diskussion über die dynamischen Netzentgelte, dass Sie jetzt erst mal nicht auf Verteilenebene kommen, das zeigt sich möglicherweise auch bei der Diskussion um die fortwährende Netzentgelt.
00:22:46: Befreiung für Batteriespeicher.
00:22:48: Die gilt noch für Projekte, die bis August zwanzigneunzwanzig ans Netz gehen und da gab es in diesen Workshops gewisse Fragezeichen dahinter.
00:22:58: Die Bundesnetzagentur hat argumentiert wenn wir jetzt den ganzen Netzentgeldrahmen neu machen dann ist nicht gesagt dass diese Netzentgeltbefreiung auch noch fortbestanden hat.
00:23:06: vielleicht ist dann schon ab Anfang ... eine Neuregelung da.
00:23:11: Barbie-Halle hat sich da an der Stelle nicht ganz so in die Karten gucken lassen, aber sie hat gesagt natürlich versteht Sie die Argumente von Unternehmen... ...die Investitionsentscheidungen getroffen haben und jetzt schon bei der Realisierung ihrer Projekte sind?
00:23:23: Sie hat auch sehr deutlich gemacht dass es überhaupt nicht die Absicht der Bundesnetzagentur wäre ein Fadenriss im Batteriespeichermarkt herbeizuführen durch Neuregelung.
00:23:32: Da war sie sehr deutlich das sie in Batterie speichern eine ganz wichtige Technologie für die Energiewende sehen sieht und ich finde es klang durchaus danach, dass es da wahrscheinlich auch noch mal ein Kompromiss gibt.
00:23:46: Sie hat bei der Neuregelung der Speicherentgelte die Zeitraum zwanzig neunzwanzig ohr oder zwanzich dreißig genannt.
00:23:52: also könnte auch sein das die Regelungen erst zwanzigg dreißigen Kraft treten und dann auch diese Entgeltbefreiung bis August neunzwanzig noch ihren Bestand hätte.
00:24:01: sie hat aber auch betont niemand muss Angst haben vor Speicherend gelten Weil die sollen so ausgestaltet werden, dass Speicherbetreiber auch die Möglichkeit haben mehr Löse zu erzielen.
00:24:11: Also die Idee dahinter ist ja tatsächlich das Speicher Betreiber die Fahrweise ihrer Anlagen an Bedürfnisse des Netzes anpassen und dann können sie auch ein Bonus zum Beispiel kriegen wenn es dem Netzbetreber gerade dient Und das hat sich auch deutlich gemacht keine einseitige Belastung Es sollen auch Erlösmöglichkeiten dabei sein.
00:24:31: und Sie isst auch nochmal auf das Thema FCA's also flexiblen Netzanschlussverträge eingegangen.
00:24:37: Da hat sie auch eine große Tür aufgemacht, hat gesagt das ist ein Lösungsweg den die Bundesnetzagentur sehr befürwortet und vielleicht kommt auch im Verbund mit FCA's eine Regelung mit der die Speicherbetreiber gut leben könnten.
00:24:50: Ich glaube neben den Speicher Betreibern ist es ja auch an Punkt denn die Elektriesebetreber umtreibt tatsächlich die Große Projekte planen.
00:24:57: da ist natürlich auch viel Unmut dar.
00:24:58: wenn man einen großen Elektrolyser hinstellt war man ja zumindest das bei den IPSI-Projekten, also von der EU geförderten oder von Deutschland gefördertem Projekt und davon ausgegangen, dass man eine Netzentgeltbefreiung durchbekommt.
00:25:09: Und diese Baustelle nicht noch gerade ein Abart zu arbeiten hat.
00:25:12: auch da wird man jetzt gespannt sein ob die Elektrolyseure tatsächlich betroffen sind oder ob sie auf den Vertrauensschutz bauen können, dass zumindest ist die IPSILE Projekte keine netzentgelte Zahlen
00:25:22: müssen.".
00:25:22: Und
00:25:22: vielleicht nicht ganz so gute Botschaften kam für die Erzeuger denn auf der Agenda der Bundesnetzagentur stehen neben Baukostenzuschüssen eine sinnvolle Lokalisierung neuer Erzeugungsanlagen bewirken sollen.
00:25:35: Auch das Thema Einspeise entgelte EEG-Anlagen, erneuerbaren Anlagen sind mittlerweile durchaus ein wesentlicher Treiber der Netzkosten und der Netzausbaukosten.
00:25:45: deshalb die Idee... diese auch künftig stärker an der Finanzierung der Netze zu beteiligen.
00:25:51: Eben dieses eine Instrument könnten Baukostenzuschüsse sein, ein anderes Instrument könnte Einspeise entgelte sein und das klang durchaus anders die Bundesnetzagentur alle beide Themen noch stark auf der Agenda hat und dass es nicht das eine oder das andere werden soll sondern es klingt so das wird ein ziemlich umfangreicher Instrumentenkasten.
00:26:10: Die Bundesnetzagentur ist ja eingestiegen eigentlich mit dem Ziel alles soll einfacher werden.
00:26:16: Da muss man drauf gucken, ob dieses Ziel wirklich erreicht wird.
00:26:21: Klar ist der Grundgedanke ist absolut nachvollziehbar die Netzendgeldstruktur so wie sie aktuell ist passt nicht mehr zu den Anforderungen der Energiewende.
00:26:30: da muss sich einiges tun aber eine neue Komplexität kommt auf jeden Fall auch mit rein.
00:26:34: Dann haben wir noch ein letztes Thema, auf das wir gucken wollten.
00:26:37: Michaela du warst nämlich unterwegs in dieser Woche und jetzt waren... Wir waren in Berlin, wir waren in Bonn.
00:26:43: Jetzt kommt eine Stadt ohne B!
00:26:44: Du warst im Kassel auf den Fachtagen Fernwärme.
00:26:49: Ja, mal der Fernwärmepronge aufs Gemüt geschaut.
00:26:53: Wir haben ja gerade über die Neuerung auch beim Gebäude Modernisierungsgesetz gesprochen.
00:26:57: Die waren da natürlich noch nicht ganz aktuell aber klar die Eckpunkte und die Zielrichtungen der neuen Wärmbewende-Gesetzgebung.
00:27:05: Wie war denn so die Stimmung bei der Wärmebranche?
00:27:07: Ich vermute sie wäre noch besser gewesen, wenn Sie jetzt die Eckpunkte wahrscheinlich schon auf den Tisch gelegen haben könnten... Wahnsinn jetzt aber nicht.
00:27:14: Also nur kurz Kassel, das ist eine Veranstaltung wie der AGFW meistens mit einem Stadtwerk gemeinsam ausrichtet.
00:27:20: Das ist so das Klassentreffen in der Fernwärmepranche könnte man sagen vom Umfang tausend Besucher.
00:27:26: es gibt auch noch eine Ausstellung also fünfzig Aussteller.
00:27:29: das geht von Rohrhersteller Leute die Software herstellen wie man Wärme oder Fernwämme günstiger steuern kann bis zur Leckagesuche bis zu ganz technischen Themen Aber natürlich auch die großen wirtschaftlichen Fragen welche Rolle spielt Fernwärme bei der Wärmewende.
00:27:44: Aktuell sind wir ungefähr bei fünfzehn Prozent, viele Stadtwerker und Kommunen planen ja durch die Wärmeplanung große Schritte auch große Städte wie Leipzig, zum Beispiel von dreißig auf fünfzig Prozent.
00:27:55: Da war jetzt auch ein Vertreter von Stadtwerken Leipziger, der einfach mal erzählt hat was heißt das denn jetzt für den Vertrieb?
00:28:01: Wenn ich mein Fernwärmennetz innerhalb von wenigen Jahren mit industrieller Abwärme z.B.
00:28:06: zu Teil für Grüne neue Chancen habe und neue Kunden sehr schnell ins Netz anschließen möchte weil ich hab ja große Investitionskosten und muss die auch umlegen können.
00:28:15: Und da ist viel Arbeit wirklich bei den Unternehmen gefragt.
00:28:18: also der ganze Vertrieb muss neu denken.
00:28:20: Früher war es, glaube ich eher so das einzelne Vertriebsmitarbeiter dann die Nachfrage eines Kunden weitergereicht haben im Netz gesprochen haben.
00:28:27: Wir haben da einen interessierten Kunden.
00:28:29: Können wir den anschließen oder nicht?
00:28:31: Was kostet das, wie wird der Vertrag ausgestaltet.
00:28:34: Jetzt ist es eher so dass ganze neue Straßenzüge erschlossen werden.
00:28:37: Das bedeutet natürlich neue Anforderungen im Vertrieb.
00:28:40: Es geht Richtung Kaltakquise.
00:28:41: man muss mit Menschen sprechen die noch nie neben dem was von Fernwerbe oder nicht viel von Fernwärme gehört haben außer den schlimmen Überschriften in der Zeitung da kommen immer große Fernwährmeldpreisschochs je nachdem welche Lokalzeitung berichtet ist auch sehr viel Stimmung tatsächlich mit an Bord.
00:28:56: Das war auch ein großes Thema auf der Tahrung.
00:28:58: Wie gestalte ich meine Preisgleitklauseln clever und vernünftig aus, damit diese schlechten Schlagzeilen eben nicht auf mein Unternehmen einen prasseln?
00:29:08: Und das zweite große Thema ist natürlich wir haben eine Vergrünung der Fernwärme.
00:29:12: Das wird auch Geld kosten.
00:29:14: da muss man ja auch ehrlich sein.
00:29:15: wie bilde ich das in meinen Verträgen gut ab?
00:29:18: weil viele Verträge haben halt diesen Erdgeistpreisindex jetzt noch drin.
00:29:22: Jetzt sind wir in normalen Zeiten des Irankriegs, die Erdgaspreise explodieren.
00:29:27: Das heißt das kommt immer mit einer gewaltigen Zeitverzögerung erst bei den Kunden an.
00:29:31: Wir erinnern uns zurück an die Gaskrise, als dann in den Jahr- und Jahrzehnten bei den Gaskunden die große Alarmstimmung war.
00:29:38: Bei den fernen Wärmeversorgern kam das alles mit einer Jahrverzögerung sogar noch später an.
00:29:42: Und dann ist das Verständnis der Kunden natürlich auch nicht mehr so hoch.
00:29:45: Wieso habe ich jetzt eine Rechnung, die jetzt zwanzig Prozent plus irgendwie draufsteht?
00:29:48: Was natürlich je nachdem, in welchem Objekt man wohnt, eine deutliche Kostensteigerung ist?
00:29:54: Das viel Kommunikation gefragt Auch viel verständnis.
00:29:57: wie kann ich diese Preiskleidklausen ändern um auch diese grüneren Verträge und auch die Investitionskosten, die ich ja habe für eine Grüne Fernwärme da besser abzubilden.
00:30:06: Das waren so die zwei Riesenthemen kann man vielleicht sagen.
00:30:10: Wie ist denn dann so?
00:30:10: der Eindruck, du hast über den Fernwärmevertrieb gesprochen?
00:30:14: Wir hatten ja eine Phase rund um das Gebäudeenergie gesetzt.
00:30:18: Dass die Fernwarm-Wärme als der große Heilspringer galt.
00:30:22: Alle haben gehofft, oh Gott!
00:30:24: Hoffentlich kommt die Fernwermer zu meinem Gebäud.
00:30:26: Das wird in den Kommunen jetzt intensiv geplant werden gerade über die Wärmeplanung kleineren Kommunen gesprochen, die größeren Kommunen mit mehr als hunderttausend Einwohnern müssen bis zum Mitte dieses Jahres ihre kommunalen Wärmeplanungen Abschließen.
00:30:39: Auf der anderen Seite hast du aber auch von den Überschriften in den Medien gesprochen, teure Fernwärme.
00:30:46: Grüne Fernwörme wird teurer als wahrscheinlich die, die wir bisher hatten.
00:30:52: Wie läuft das denn so?
00:30:53: Also ist die Begeisterung noch so groß?
00:30:54: Konntest du das irgendwie raushören?
00:30:56: werden die Diskussionen darum jetzt schwieriger?
00:30:59: Die Diskussionen sind schwierig.
00:31:00: Das Gebäude-Modellisierungsgesetz macht jetzt eine neue Tür wieder auf, also man kann sagen diese Fernwärmettagung findet alle zwei Jahre statt.
00:31:07: vor zwei Jahren war die Stimmung deutlich positiver.
00:31:11: da war so ein richtiger Aufsprung zu spüren.
00:31:13: Kommunen was machen, was?
00:31:15: Gaspreiskrise war noch mal da.
00:31:17: Es passiert, was es tut sich was und dann macht die Bundesregierung doch wieder die Tür für die Gasheizung auf.
00:31:22: Und da ist das Entsetzen natürlich erst einmal groß bei den Fernwärmevertrieben.
00:31:25: Ich sage wir haben jetzt Investitionen in unsere Gesellschaft an den Städten und Kommunen verklickert.
00:31:30: Wir müssen investieren, wir wollen Netze ausbauen.
00:31:33: und jetzt macht uns Berlin wieder hier einen Strich durch die Rechnung indem sie sagen hier die Gas Heizung darf jetzt doch wieder das Mittel der Wahl werden.
00:31:40: Da war das Entsetzen groß wie gesagt weil jetzt vor dem Entwurf, den wir heute aufm Tisch liegen haben es vielleicht wird's ein bisschen schwieriger jetzt auch wieder und vielleicht denkt der eine oder andere Vermieter jetzt doch noch mal in Richtung eher große Fernwärme um.
00:31:52: Es ist natürlich nicht in allen Teilen einer Stadt die Möglichkeiten fernwärmesystem anzuschließen.
00:31:59: Die schauen halt wirklich genau hin.
00:32:00: wenn ne große Trasse erstmal eins zwei drei vier fünf Kilometer irgendwo hingeführt werden muss um einen Stadtteil anzuschließen dann ist das schlichtlich wirtschaftlich.
00:32:09: Da hat man natürlich auf der anderen Seite auch vielleicht eine Frustration des Kunden, der vielleicht sagt ich möchte jetzt eben nicht in die Wärmepumpe investieren.
00:32:15: Ich würde mich bei der Fernwärme anschließen aber die Karten, die die Versorger jetzt aufmalen... können halt nur das abbilden, was sich wirtschaftlich darstellen lässt.
00:32:23: und da ist teilweise als Frustration dabei.
00:32:26: Teilweise auch Freude.
00:32:27: aber natürlich gucken nicht alle auch positiv auf dieses Fernwärmen.
00:32:29: Es ist ein ganz gemischtes Blick.
00:32:31: ich glaube der Vertrieb selbst ist sehr mühsam.
00:32:33: Datweckevertreter in Leipzig hat da so einen Einblick gegeben was es wirklich heißt mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen.
00:32:39: man muss sich vor Ort hinsetzen eine Vollkosten Rechnung durchführen was kostet die?
00:32:43: würde mich die Wärmepumpe kosten?
00:32:45: Was kostet mich die Fernwörme?
00:32:47: und solche Gespräche sind natürlich mit großen Wohnungsbaugesellschaften sehr viel einfacher als mit kleinen Hauseigentümergemeinschaften, die Tagen einmal im Jahr womöglich nur.
00:32:56: Man hat einen der vielleicht sehr skeptisch drin sitzt, der dann in dieser eigenen Versammlung drinsitzt und da ist viel Überzeugungsarbeit nötig weil man muss sich das schon vorstellen.
00:33:05: also ein mehr Familienhaus, das geht es in den fünfstelligen Bereich, die kosten.
00:33:09: Da muss man schon gute Argumente parat haben dass man die Fernwärme attraktiv verkauft.
00:33:14: Ja interessant auf jeden Fall zu hören Karsten und ich sind ja hier in Berlin, wir gucken natürlich immer auf die großen politischen Ebenen.
00:33:24: Spannend zu hören, wie die Praxis dann eigentlich darauf guckt und wie die Auswirkungen sind.
00:33:29: Die neuen Gesetzgebung gerade um das Gebäude Modernisierungsgesetz wird ja möglicherweise auch Auswirkung auf die kommunale Wärmenplanung in der ein oder anderen Stadt nochmal haben.
00:33:36: also vielleicht denkt der eine oder andere doch noch um schwierig da eine verlässliche Planung zum machen.
00:33:41: Immerhin eine kleine gute Nachricht für den Fernwärme gab es dann vielleicht diese Woche aus Berlin mit der Präsentation zur Haushalts-Eckpunkte.
00:33:51: Es ist ja eine Anhebung der BEW-Förderung geplant, das kann er vielleicht dann doch rauchen.
00:33:56: kleinen Schub geben, mal aus Berlin.
00:33:57: Okay
00:33:58: super!
00:33:58: Mit guten Nachrichten enden wir natürlich am allerliebsten vor allem wenn ein Feiertag vor uns ist.
00:34:04: und da wünschen wir allen Zuhörerinnen und Zuhören erstmal ein schönes langes Wochenende.
00:34:09: ich habe heute schon paar Mal gehört man sagt tanzt gut rein.
00:34:12: Ich weiß schon ich komme heute Abend nicht zum Tanzen aber wer tanzen mag viel Spaß dabei alle anderen eine schöne gute Erholung.
00:34:19: vielleicht hören sie den Popcast auch einfach am Wochenende.
00:34:22: jetzt ist am Wochenend noch ein bisschen mehr Zeit als sonst.
00:34:25: Wir sehen uns dann in der kommenden Woche wieder.
00:34:27: Bis dahin, alles Gute und
00:34:41: Tschüss!
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