Nachgefragt bei Ursula Heinen-Esser: Wie gefährdet ist der Erneuerbarenausbau?
Shownotes
EEG-Reform, Netzpaket, Gebäudemodernisierungsgesetz: Die Bundesregierung stellt derzeit die Weichen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien neu. In der Branche wächst jedoch die Sorge, dass die geplanten Gesetze nicht zum Turbo, sondern zum Hemmschuh für die Energiewende werden könnten. Bei den Berliner Energietagen sprachen wir mit Ursula Heinen-Esser, der Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), über die aktuellen Gesetzgebungsverfahren. Besonders kritisch sieht sie den sogenannten Redispatch-Vorbehalt, der neue Erneuerbarenanlagen in vielen Netzgebieten faktisch ausbremsen könnte.
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00:00:00:
00:00:00: Irgendwas mit Energie, der EnerGate Podcast.
00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer weiteren gemeinsamen Folge des Energietage- und das EnerGATE
00:00:15: Podcasts
00:00:16: zu den Berliner Energietagen.
00:00:19: Mein Name ist Christian Seelos und ich freue mich, dass in dieser Folge Ursula Heinen-Esser bei uns ist.
00:00:25: Herzlich willkommen Frau Heinenesser!
00:00:27: Guten Tag, schön, dass Sie dabei sein können.
00:00:29: Frau Heienesser, Sie sind jetzt seit einem halben Jahr Präsidentin des BEE.
00:00:34: Wenn wir mal so allgemein einsteigen wie beurteilen sie den Stand der erneuerbaren Energien?
00:00:40: Und die Rolle der Erneuerbare Energien?
00:00:42: denn zum aktuellen Zeitpunkt
00:00:44: Also Stand und Rolle der Erneuerbaren Energien sind eigentlich sehr stark.
00:00:49: Wir sind bei fast sechzig Prozent Anteil an der Stromerzeugung,
00:00:54: d.h.,
00:00:56: die Erneuermahnen sind wirklich systemsetzend.
00:00:59: Und das ist eine herausragende Leistung, die sich entwickelt hat in den vergangenen Jahren.
00:01:05: Aber heute stehen wir echt an einem Scheideweg!
00:01:08: D.h.
00:01:09: in welche Richtung geht es?
00:01:11: geht es weiter mit dem Ausbau der Erneuerbaren oder aber wird der Ausbau abgebremst?
00:01:17: und zurzeit diskutieren wir in einer ganzen Reihe Gesetze, die aus dem Wirtschaftsministerium kommen.
00:01:23: Und wenn man sich die Gesamtschau ansieht, wird es schwierig für die Erneuerbaren?
00:01:28: Die Bundesregierung ist exakt seit einem Jahr jetzt im Abend Gerade auch im Bereich der Energiepolitik einige Ziele gesetzt.
00:01:38: Eines ist die erneuerbaren Energien stärker an den Markt heranzuführen, das ist nicht wirklich neu, das haben andere Bundesregierung sich schon zum Ziel gesetzt.
00:01:47: ein weiteres Ziel ist den Ausbau der Stromnetze und der Neuerbahn Energien besser zu synchronisieren vor dem Hintergrund dass die Erneuerbahnen stark zulegen, wie Sie es auch gerade gesagt haben.
00:01:59: Teilweise geht's zwar auch wählenförmig aber tendenziell an einen starken und kontinuierlichen Ausbau Der Neuerbahnenergien, die Stromnetze kommen aber nicht so richtig hinterher.
00:02:09: Was heißt das für ihre Branche?
00:02:11: Na gut!
00:02:12: Es ist tatsächlich so dass die Netze nicht mitgewachsen sind.
00:02:16: Die haben nicht mit Stand gehalten mit dem Ausbau der Erneuerbaren und jetzt muss man im Netzausbau sehr stark investieren beziehungsweise einiges unternehmen damit die Netzer auch tatsächlich schritt halten können.
00:02:29: Wir diskutieren ja ein Netzpaket der Bundesregierung, wir diskutieren darüber hinaus den sogenannten Agnesprozess der Bundesnetzagentur.
00:02:38: Beide haben ja zum Ziel eigentlich die Systeme effizienter zu machen für mehr Synchronisierung zu sorgen.
00:02:47: aber zumindest mal das was jetzt aus dem Wirtschaftsministerium herausgekommen ist ist geeignet den Ausbau der Erneuerbaren abzubremsen und damit ein wesentlicher Meilenstein zu verlieren.
00:03:02: Dann lassen wir uns doch da mal in die Details reingehen, der Vorwurf dass die neuen energiepolitischen Weichenstellungen den erneuerbaren Ausbau ausbremsen könnten.
00:03:13: Den haben wir in den letzten Wochen und Monaten vermehrt gehört, wo man machen Sie das jetzt konkret fest?
00:03:19: Erst mal ist die Gesamtschau der Gesetze nicht geeignet, den Ausbau weiter zu befördern.
00:03:25: aber wenn wir uns zum Beispiel konkret das Thema Netze anschauen.
00:03:31: Das Wirtschaftsministerin möchte gerne den sogenannten Radiospatch-Vorbehalt einführen dass entschädigungslose Abregeln von Energie-von Anlagen in sogenannten kapazitätslimitierten Gebieten.
00:03:48: Was bedeutet das?
00:03:49: Heute erhalten natürlich diejenigen, die Energie erzeugen eine Entschädigung auch dann wenn sie abgeregelt werden.
00:03:56: künftig soll diese Entscheidigung entfallen Und damit rechnen sich Investitionen nicht mehr, denn diese Entschädigung soll über einen Zeitraum von zehn Jahren entfallen.
00:04:09: Jetzt stellen wir uns mal vor ein Investor möchte einen Windpark bauen ist in einem sogenannten kapazitätslimitierten Gebiet aber mit guten Windbedingungen beispielsweise.
00:04:22: er hat kann die Investition durchrechnen, aber er weiß nicht wann und wie oft er abgeregelt wird.
00:04:29: Das heißt für wie lange er kein Geld bekommt?
00:04:32: Und wenn man überhaupt keine Idee hat, wie sich das entwickelt, geht man auch nicht in eine solche Investition hinein.
00:04:41: Denn das ist ja kein Penance was am Geld investiert wird sondern das sind wirklich große Summen Und deshalb glauben wir, dass entsprechend weniger investiert wird.
00:04:54: Es gibt Studien, NRWs beispielsweise die von dreivierzig Milliarden Euro fehlenden Investitionen tatsächlich ausgehen.
00:05:03: Das
00:05:03: ist eine große Zahl!
00:05:05: Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche begründet diesen Vorschlag des Redis Patch-Vorbehalts ja durchaus auch mit den hohen Redispatch-Kosten.
00:05:15: Sie nennt dann die Zahl von drei Milliarden Euro pro Jahr, stimmt die Zahl aus ihrer Sicht denn eigentlich so was die erneuerbaren Energien betrifft?
00:05:23: Also die Zahl ist eigentlich eine echte Frechheit und das war zu sagen.
00:05:28: Wann?
00:05:28: in drei Milliarden euro entfallen an echten Abreglungskosten, vierhundertsechzig Millionen auf die erneuerbare Energie.
00:05:37: Der Rest entfällt auf die Bereithaltung von Kraftwerken beziehungsweise die Abriegelung von Kraftwerk.
00:05:45: Also von daher kann man von fossilen Kraftwerkeln.
00:05:48: Von daher kann ich glaube nicht von drei Millionen Euro für die Erneuerbaren sprechen sondern da sollte auch das Wirtschaftsministerium mit den korrekten Zahlen arbeiten.
00:05:59: Sie haben ja gerade ausgeführt, dass der Redis Patch Vorbehalt im Prinzip auch zu einer zehnjährigen Festschreibung das Status quo führen würde.
00:06:08: Und das ist natürlich eine Regel die Aus Sicht der erneuerbaren Branche so wie sie argumentieren jetzt alles andere als ausgewogen daherkommt.
00:06:18: Wie könnte denn ein Alternativvorschlag sein?
00:06:21: Denn Nachvollziehbar ist ja vielleicht durchaus schon auch, dass man sagt dort wo wir jetzt schon große Netzentpässe haben.
00:06:28: Wo wir den Ökostrom gar nicht mehr abtransportieren können in ungebremster Manier weiterhin erneuerbare Energien reinzubauen kann ja vielleicht auch nicht ganz das Ziel sein.
00:06:38: Natürlich nicht!
00:06:39: Wir kennen ja selbstverständlich auch die Problemstellung an also... Das ist völlig klar.
00:06:46: aber wir müssen das Problem lösen ohne die erneuerbaren Übergebühr zu belasten.
00:06:53: Und da gibt es eine Reihe von Vorschlägen, es gibt kleinere Vorschlage, sage ich mal, die dahingehend zum Beispiel tatsächlich abzuregeln... am Netzverknüpfungspunkt nicht an der Anlage, wie das zurzeit ist.
00:07:08: Inzwischen Anlage und Netzvergnüpfungspunkt beispielsweise die Möglichkeit für den Bau von Speichern, Elektronisöre
00:07:16: etc.,
00:07:17: tatsächlich zu geben so dass die Energie erst mal woanders hinfließen kann aber eben nicht abgeregelt werden kann.
00:07:25: Das wäre eine relativ einfache Möglichkeit um Entlastung auch für die Netze zu schaffen.
00:07:32: dann natürlich ein Riesenthema ist die Digitalisierung.
00:07:37: Was wir nicht verstehen, ist dass die Bundesregierung oder die Wirtschaftsministerin nicht quasi ein Digitalisierungspaket dem Netzpaket vorangestellt hat.
00:07:47: Das heißt, ein Großteil unserer Probleme liegt hier in der fehlenden Digitalisierung.
00:07:53: Manche Netze werden wirklich analog im Blindflug gefahren und auch hier ist es zu einer echten Offensive kommen.
00:08:02: Dann können sie auch wesentlich besser lokal steuern.
00:08:06: Und dann haben Sie sowohl im Agnes-Prozess als auch jetzt im Netzpaket, könnten Sie diskutieren, flexible Baukostenzuschüsse zu verlangen.
00:08:17: Also hier auch ein Instrument der lokalen Steuerung zu implementieren.
00:08:23: und dann gibt es sehr weitere Vorschläge beispielsweise von BET oder den Vorschlag den Jüngsten E EWV und ERNBW gemacht haben, auch zur lokalen Steuerung.
00:08:36: Die müssen wir uns noch mal ganz genau angucken wie sie tatsächlich auf die Errichtung neuer Anlagen wirken.
00:08:43: aber wie gesagt es liegen verschiedene Optionen auf dem Tisch und da sage ich Ihnen herzlichen Sie sind alle besser als das was aus dem Wirtschaftsministerium rausgekommen ist.
00:08:53: Sie haben ja im Rahmen der Berliner Energietage an einer Veranstaltung Teile genommen zusammen mit Christian Schmidt dem Leiter Stromabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums.
00:09:03: gab es denn Anzeichen, dass das Bundes Wirtschaftsministerium bereit ist die eine oder andere Regel auch noch mal anzupassen?
00:09:10: Ich würde sagen, die Zeichen waren widersprüchliche Natur.
00:09:14: Aber ich habe mich erst einmal gefreut in Canceland bislang mein Assoziatsministerium ja ein wenig zugeknöpft da wenn es darum ging Veranstaltungen zu besuchen, die von Erneuerbaren ausgerichtet wurden.
00:09:29: Und deshalb fand ich das schon mal ein positives Zeichen genauso wie er mehrfach in der Veranstaltung auch betont hat dass er zu Gesprächen zur Verfügung steht zum Austausch zur Verfügung stehen.
00:09:41: also sehr positiv.
00:09:42: nicht ganz so positiv also eher negativ sogar ist, dass er wirklich an dem Redis-Patch Vorbehalt festhält.
00:09:52: Also was er nicht nachvollzieht kann will wie man das auch immer bezeichnen mag, ist dass es wirklich ein echtes Investitionschemnis ist und ich glaube oder habe den Vater, dass das Ziel ist tatsächlich den Bau neuer Anlagen in den kapazitätslimitierten Gebieten zu verhindern.
00:10:15: Wozu führt das aber?
00:10:17: Wir haben... eine Karte erstellt, mithilfe der Daten in der Verteinheitsbetreiber.
00:10:23: In denen man sehen kann auch über mehrere Jahre hinweg sehen kann wie sich die limitierten Gebiete entwickelt haben.
00:10:31: Gebiete, die im vergangenen Jahr noch unter drei Prozent waren, drei Prozent ist ja die Schwelle um das geht sind im letzten Jahr bei drei Prozent gewesen und so können Sie sehen dass die Zahl der limitierten Gebiete immer weiter zuwächst Und das kann bedeutet dann eben, dass keine neuen Anlagen gebaut werden.
00:10:51: Diese Transmission hat Herr Schmidt noch nicht nachvollzogen und da hoffe ich, dass wir vielleicht auch noch ein paar Gesprächsmöglichkeiten haben.
00:11:01: Verbändeanhöhungen steht ja auch noch aus.
00:11:03: zum Netzpaket unsere Positionierung deutlich zu machen.
00:11:08: Gesprächsbedarf gibt es in diesem Jahr auch noch zu einem anderen großen Thema, denn auch eine Reform des Erneuerbaren Energiengesetzes steht an.
00:11:17: Eine große Reform.
00:11:19: die Vorschläge dazu sind mittlerweile bekannt und es gibt auch da ein großes einen großen Aufschrei aus der erneuerbare Branche Denn kleine Solaranlagen sollen künftig nicht mehr gefördert werden sondern am Markt teilnehmen.
00:11:37: Wie stehen Sie dazu?
00:11:39: Ja gut, das ist ja quasi schon eine rhetorische Frage die sie hier stellen.
00:11:45: Also wir lehnen diese Streifung der Vergütung bei Auftrag-PV Anlagen natürlich ab aus dem einfachen Grund weil Sie länger brauchen, um sich zu amatisieren.
00:11:57: Das ist der erste Punkt und das ist dann schon entscheidend ob jemand fünfzig oder sechszig Jahre alt ist, sich in PV-Anlage noch auf sein Haus setzen möchte.
00:12:07: Der guckt sich schon sehr genau an wann die Anlage tatsächlich, ich sage mal in Anfangstrichen abbezahlt ist bzw.
00:12:14: sich rechnet.
00:12:16: Zum zweiten ist Aufdach-PV ein echter Einstieg in die Welt der Erneuerbarm.
00:12:22: Die Initiative Klima Neutrales Deutschland hat mal eine Umfrage zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach gemacht, nach der auf die PV Investition meistens die Wallbox das E-Auto, die Wärmepumpe der Speicher etc.
00:12:40: folgt.
00:12:41: Das alles sollten wir politisch unterstützen.
00:12:45: Denn wenn es zu einer Stellkranze O-Zweibepreisung kommt, auch im Rahmen des ETS II, dann werden wenigen die nicht so elektrifiziert sind Zuhause, werden ganz übel das Nachsehen haben und sehr viel bezahlen müssen.
00:13:00: Und dann sehe ich schon von meinem geistigen Auge die Diskussion in der Politik Der Auftrag um Verschiebung Förderung etc.
00:13:12: Pp, alles was man jetzt einfacher und für kleines Geld haben könnte.
00:13:17: Aber programmatisch Herr Senos ist im EEG auch die Direktvermarktungspflicht für kleine Anlagen.
00:13:25: Jetzt stellen Sie sich mal den normalen Eigenheimbesitzer oder ich stelle mir mich vor, sage man, die jetzt ihren Strom selber vermarkten muss.
00:13:37: Ich habe doch überhaupt nicht die digitalen Voraussetzungen dazu, das zu machen und deshalb gilt auch im EEG.
00:13:47: Warum macht man nicht ein Digitalisierungspaket vorne weg?
00:13:52: Warum schafft man es nicht?
00:13:53: Wir haben jetzt einen Digitalisierungsministerium.
00:13:58: Da kann man doch mal sich anschauen was brauchen wir in der Energiebereich an dringend notwendiger Digitalisierung, wie bringen wir das voran?
00:14:08: Dass wir im Smart-Meter-Rollout so krottenschlecht sind liegt ja nicht daran dass die... Das muss ich jetzt mal ehrlich sagen.
00:14:16: Dass diejenigen, die die Smartmeter installieren so blöd und so langsam sind sondern dass wir es geschafft haben diesen relativ einfachen Vorgang mit Bürokratie Datenschutz etc.
00:14:28: so zu überladen, dass es nicht funktioniert.
00:14:32: Aber wenn die Voraussetzung nicht geschaffen ist kann die Direktvermarktung im EEG auch nicht geschafft werden?
00:14:39: Das ist ein interessanter Punkt den Sie ansprechen.
00:14:41: denn tatsächlich ist ja jetzt die Idee das kleinere Solaranlagen eben in diese direkte Vermarktungen gehen sollten.
00:14:48: dazu müssen sie steuerbar sein dafür brauchen sie digitale Infrastruktur.
00:14:52: aber wir haben bisher einen Rollout-Szenario dass nur Anlagen ab sieben KW überhaupt da mitdenkt und miteinbezieht.
00:15:02: Das heißt also, die Regierung müsse eben tatsächlich eigentlich ja erstmal diesen Schritt gehen den Bereich, den man jetzt mit in die Direktvermarktung schicken will auch mit digitaler Infrastruktur auszustatten was bisher quasi gar nicht der Fall ist.
00:15:14: so wie Sie sagen
00:15:15: Genau Das ist das Thema.
00:15:17: Die digitale Infrastruktur, es ist gut gesagt, fehlt.
00:15:21: Gibt es denn überhaupt Anbieter aus ihrer Sicht die diese Rolle jetzt übernehmen würden?
00:15:26: Also angenommen, die digitale Infrastruktur wäre auch da und die sollen ja ausgestattet werden?
00:15:30: Da bin ich mir wieder umsicher, dass sich Anbiete auftrennen wären.
00:15:35: Die sagen, hm, ist vielleicht eine Magnesche!
00:15:38: Aber bekommt das dann wirklich den Eigenheimbesitzern gut?
00:15:43: Das sind ja die nächsten Fragen.
00:15:46: Also ich halte diese Direktvermarktungspflicht für pamplett unausgegoren, Wie sie jetzt in dem, es ist ja nur ein League im Moment.
00:15:55: Wie sie in dem EEG-League beschrieben ist und ich bin jetzt mal gespannt auf die echte Ausgestaltungsmöglichkeit wie sie in die Verbände anhören gehen wird.
00:16:06: Das müssen wir tatsächlich eben noch abwarten.
00:16:09: Die Eckpunkte sind durch den League bekannt geworden Und die Diskussion hat sich vor allem auf das Segment der kleinen Solaranlagen jetzt auch fokussiert.
00:16:17: bei allem was Sie da bisher schon rauslesen konnten aus den Plänen zum EEG, ist da denn auch Positives aus Sicht der erneuerbaren Branche enthalten?
00:16:26: Also positiv ist auf jeden Fall dass wir die Differenzverträge bekommen werden.
00:16:32: Das ist sicherlich etwas, was wir gut finden.
00:16:35: Wir finden auch gut dass es produktionsabhängige Differenzverträge sein sollen also CFDs denn bei Produktionsunabhängigen die nur mit Referenzwerten arbeiten gibt es zu große Ungenauigkeiten.
00:16:52: Da ist aber jetzt wieder der Nachteil, wir hätten uns keine feste Linie gewünscht.
00:16:57: Also einen festen Preis sondern ein Korridor in dem sich das bewegt.
00:17:02: Aber das wird man sicherlich noch im Rahmen der Anhörung diskutieren.
00:17:07: Ein Stück weiter als die EEG-Reform, die ja bisher sozusagen noch gar nicht in offiziellen Papieren vorliegt ist die Umstellung und die Neuerung beim Gebäudeenergiegesetz das jetzt Gebäudemodernisierungsgesetz heißen soll.
00:17:24: Dort soll künftig Biomethane deutlich größere, stärkere Rolle einnehmen.
00:17:30: Wir kennen jetzt auch die Zahlen wie diese sogenannte Biomethan Treppe, also die Nutzung von Biometharen in Gasheizungen dann aussehen soll wie der Hochlauf ausgestaltet werden wird.
00:17:44: Heute ist Biomethan ja noch ein Nischenmarkt muss man eigentlich sagen kann.
00:17:47: Biomettan die Erwartung die jetzt auf einmal und relativ
00:17:52: doch
00:17:52: plötzlich an den Energieträger gestellt werden überhaupt erfüllen?
00:17:56: Naja, unsere Pfarrverminder sagen ja auf jeden Fall.
00:17:59: Es gibt umfangreiche Potenzialanalysen und Potentialstudien dass das auf jeden fall machbar ist.
00:18:07: man wird sich nur mal anschauen müssen welche Rolle soll?
00:18:13: das haben wir gestern auch auf den Energietagen diskutiert?
00:18:17: Welche Rolle soll Biogas dann eigentlich jetzt insgesamt spielen sei es im Strombereich als steuerbare Energie zur Verfügung stehen.
00:18:29: soll es wie jetzt im Gebäude Modernisierungsgesetz vorgesehen, soll es im Wärmebereich sein.
00:18:36: Welche Rolle soll es denn tatsächlich sein oder soll es sich aufsplitten?
00:18:41: Und da komme ich zu einem Thema was mir so ganz missfällt an den Gesetzen.
00:18:49: Es liegt dahinter kein energiepolitisches Leitbild also es gibt keine zentrale Idee.
00:18:57: Wo will die Bundesregierung denn in der Energiepolitik hin?
00:19:02: Klar, wir reden über Versorgungssicherheit, Resilienz.
00:19:05: Wir reden über Bezahlbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Klimaschutz – ein Dast!
00:19:11: Aber wie das erfüllt werden soll ist überhaupt nicht unterlegt.
00:19:18: Und deshalb ist es eben an dem Fall von Biogas und Gebäudemodernisierungsgesetz macht das so deutlich, dass schon zwei Abteilungen in einem Ministerium auf dieselbe Erzeugung zugreifen.
00:19:34: Aber sich nicht untereinander verständigen wie das denn jetzt aufgeteilt werden soll.
00:19:39: wenn sie verstehen was ich meine
00:19:41: Wir haben einerseits die Stromabteilung und für den Stromsektor, wo es auch im EEG zusätzliche Ziele gibt in Biogas-Anteil auszubauen.
00:19:52: Wir haben im Gebäude Modernisierungsgesetz jetzt auf einmal eine Tür, die aufgeht – man kann ja sagen ein Tor für Bio-Metan, das da aufgeht!
00:20:03: Gleichzeitig noch im Kraftstoffmarkt mit Neuerungen bei der sogenannten TAG-Quote der dort die Nachfrage weiter ausbauen könnte.
00:20:14: Das ist ja erstmal für die Betreiber von Biogasanlagen und potenziellen künftigen Herstellern, von Biometharen eine gute Nachricht.
00:20:22: aber wenn man auf den Markt blickt kann man natürlich Fragezeichen aufwerfen was das mit den Preisen dann auch künftig macht.
00:20:29: Wie gesagt wir müssen tatsächlich schauen wer welche Rolle spielt, wer wohin kommt Wer was erfüllen kann, wie sich die Preisentwicklung zeigt werden wir sehen.
00:20:45: Es ist jetzt ein bisschen technologieoffener.
00:20:47: auch die Bioträufe es ja nicht nur Biogas oder Bioöl oder so sondern sind jetzt auch andere Möglichkeiten im Gesetz geschaffen.
00:20:59: das muss man sich wirklich in der praktischen Ausgestaltung angucken.
00:21:03: Was mich natürlich noch viel mehr beschwert, ist dass das Ganze im Jahr zwanzigvierzig einfach abreißt.
00:21:11: Es gibt kein Gedanke über zwanziggvierzige hinaus und zwanzivfünfundvierzig ist eigentlich das Ziel des alten Gebäude-Energiegesetzes.
00:21:23: Also auch hier ist meines Erandens nicht sehr sauber gearbeitet worden.
00:21:27: Biotreppe endet bei sechzig Prozent, dann bleiben noch fünf Jahre zum eigentlichen Ziel der vollständigen Klimaneutralität.
00:21:36: Das ist
00:21:36: immer noch das Ziel der Bundesregierung.
00:21:39: So ist es auch im Koalitionsvertrag formuliert aber wir sehen doch gewisse Absetzungsbewegungen.
00:21:46: glauben Sie dass an diesem Ziel noch gerüttelt wird?
00:21:49: Geht ja nicht!
00:21:51: Also das glaube ich nicht, dass am Ziel gerüttelt wird.
00:21:54: Ich befürchte eher, dass man im Jahr zweizig-vierzig mit leeren Taschen da steht und sagt oh wir haben es noch nicht geschafft und oh!
00:22:02: Es sind doch nochmal im Jahr zwanzig dreißig so viele auf Öl und Gasheizung umgestiegen.
00:22:09: Da haben wir gar nicht mit gerechnet.
00:22:13: Das werden die praktischen Probleme sein und das ärgert mich auch so sehr.
00:22:19: Erst mal, dass Leute nochmal in Öl- und Gas gehen gegebenenfalls mit hohen Kosten am Ende des Tages, wobei ich schon vor bin, dass man jetzt diese Biogast oder Biotreppen usw.
00:22:33: konsequent einführen will.
00:22:35: Aber das andere ist, dass die Rechnung nicht bis zum Jahr zwanzig vormundvierzig trägt und das halte ich auch wirklich für ein Webfehler Herr Seelos des
00:22:46: Gesetzes.".
00:22:47: Dann sage ich vielen lieben Dank Frau Heinenesser für ihre Zeit und für das Gespräch, auch für die klaren Worte.
00:22:55: Und deutlichen Einschätzungen zu den aktuellen Gesetzgebungen.
00:23:00: Vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben, dass sie bei uns im Podcast waren, gemeinsam Podcast der Energietage von EnerGate.
00:23:09: Die weiteren Folgen, die wir anlässlich der Berliner Energietag in diesem Jahr gemeinsam aufgezeichnet haben Hinden wir Ihnen in den Show-Notes.
00:23:18: Teile davon habe ich auch zusammen mit Jürgen Pöschk dem Veranstalter der Berliner Energietage aufgenommen, also hören Sie gerne auch in diese Folgen rein.
00:23:27: und zum Schluss noch mal vielen Dank Frau Heineser.
00:23:30: Herzlichen
00:23:30: Dank!
00:23:33: Das war irgendwas mit Energie – Der EnerGate Podcast.
00:23:37: Tägliche Infos zur Energiewende liefern wir auf www.energate-messenger.de.
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