Nachgefragt bei Tillmann von Schroeter: Warum setzt sich die Wärmepumpe durch?

Shownotes

Eine politische und mediale Kampagne hat die Wärmepumpen-Technologie in Verruf gebracht. Dabei werde häufig übersehen, dass die Technologie gegenüber anderen Heizsystemen klare Kostenvorteile biete, sagt Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland, in dieser Sonderfolge des energate-Podcasts anlässlich der Berliner Energietage. Trotz anhaltender Diskussionen um das Gebäudeenergiegesetz bleibe die Nachfrage hoch. Warum der Vaillant-Deutschland-Chef weiterhin 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr für realistisch hält und weshalb die Technologie in Deutschland aus seiner Sicht günstiger sein könnte und woran es liegt, dass das nicht der Fall ist, hören Sie in dieser Folge.

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00:00:00: Irgendwas mit Energie, der EnerGate Podcast.

00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.

00:00:10: Herzlich willkommen zu einer weiteren Sonderfolge des EnerGates Podcasts von den Berliner Energietagen!

00:00:16: Mein Name ist Christian Silos und an meiner Seite ist heute quasi wieder mein Co-und Mitmoderator Jürgen

00:00:22: Pösch.

00:00:22: Hallo Jürg, hallo Chris.

00:00:24: Schön dass ich bei den Energietagens zu Gast sein darf Dienstagmorgen auf und bei uns ist Doktor Tillmann von Schröter, Geschäftsführer von Weyland Deutschland.

00:00:36: Hallo Herr Schröder!

00:00:37: Guten Morgen!

00:00:38: Herr von Schrölters, Sie haben im Rahmen der Berliner Energietage am Montagabend bei einer

00:00:42: sehr

00:00:43: gut besuchten Veranstaltung mit dem Titel Wärmewende im Realitätscheck teilgenommen.

00:00:49: Geben sie uns zum Start doch mal einen Einblick.

00:00:52: wo steht denn die Energiewende beziehungsweise die Wärmewende aus Ihrer Sicht aktuell?

00:00:57: Also... Um das zusammenzufassen, wir haben die Wärmewende angeschoben.

00:01:01: Aber wir sind noch nicht auf der Geschwindigkeit, auf der wir sein wollen.

00:01:04: aber ich glaube es gibt sehr gute Chancen dort deutlich Geschwindigkeiten aufzunehmen und in der Gesamtgemengelage muss man sagen ist dezentrale Wärme erzeugen insbesondere durch Wärmpumpe.

00:01:17: natürlich dass Teeber Nummer eins sehr erfolgreich letztes Jahr schon mit dem größten Beitrag in der Co-Zwei Reduktion und auch gerade in dem aktuellen Szenar der hohen Energiepreise natürlich der Hebel der Stunde mit einer deutlichen Belebung, auch im S.C Sie

00:01:34: verweisen direkt auf... momentan gerade positive Entwicklung im Markt.

00:01:39: Das hat auch mit einem hohen Wärmepumpenabsatz zu tun, wenn wir noch mal ganz kurz auf die letzte Legislaturperiode zurückgucken und da war das Gebäude-Energiegesetz der große Aufreger auch ein Thema Nummer eins in allen möglichen Nachrichtenformaten.

00:01:58: jetzt kommt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz.

00:02:02: ist es Gebäuden Modernisierungs Gesetz aus Ihrer Sicht gutes Gesetz?

00:02:06: Also das ist natürlich heute noch schwer zu beurteilen, weil es ist ja noch nicht da.

00:02:12: Es sind Eckpunkte veröffentlicht.

00:02:14: ich glaube was diese Eckpunkten im Wesentlichen tun ist ein bisschen den Druck aus den Innenstädten mit einer Block-Bebauung rauszunehmen wo wir mal selbstkritisch als Industrie noch nicht die tollsten Lösungen anbieten in dem Sinne bezahlbaren Nachhaltigerheitssysteme.

00:02:33: und glaubte, sie wird diese Veränderung etwas Zeit geben für Innovationen noch mehr Traktion zu bekommen damit man eben auch eine bezahlbare Wärmerwende in diesen Innenstädten organisieren kann.

00:02:45: Vielleicht können wir da nochmal direkt einhaken Stück zurück denken.

00:02:49: vielleicht können Sie uns mal ein bisschen die Entwicklung der Heizungsindustrie in Deutschland nahebringen weil Wenn wir uns so zurückdenken, Wärmepumpe war anfangs sowas für Technikentusiasten.

00:03:01: Dann gab es ja schonen Bestrebungen das Thema nach vorne zu bringen.

00:03:07: dann gab's Vorbeherrte insbesondere mannwerke natürlich sehr stark und die Heizungsindustrie stand immer ein bisschen unter dem Generalverdacht nahe die wollen brennen wird bis zum sankt Nimmerleins tag verkaufen.

00:03:20: vielleicht können sie damals ein bisschen in die ihre Entwicklungen bei Weyland Revue passieren lassen.

00:03:26: Oh, das ist aber eine gefährliche Frage für jemanden der schon zwanzig Jahre bei Weyland ist?

00:03:31: Dann ist Revue passiert natürlich lang!

00:03:33: Also ich versuch's mal im Zeitraffer also klar... Die Versorgung der deutschen Häuser mit Wärme war sehr, sehr gaslastig über die letzten Jahre weil wir hatten immer sehr günstiges Gas.

00:03:48: es war die wirtschaftlichste Möglichkeit und im Vergleich zu anderen auch so mal relativ effizient und umweltfreundlich.

00:03:57: Begonnen hat der Umbau in den Nullerjahren, da ging es los mit Wärmepumpen insbesondere im Neubau und mit der ersten Welle einer Veränderung.

00:04:09: dann kam die Zehner Jahre.

00:04:11: Die würde ich mal unter dem Motto titulieren Stillrout der See.

00:04:16: Mit den Konflikten, die dann losgingen auch mit Russland und eher einer Schwämme von fossiler Energie- und niedrigen Energiepreisen waren die gezeichnet von.

00:04:27: es tut sich eigentlich so gut wie gar nichts und die Wärmenpumpe hat in Deutschland nicht den Weg richtig in Altbauten gefunden.

00:04:35: Und das änderte er sich als dann zwei Jahrtausend neunzehn klar wurde.

00:04:40: Mit der Weiterentwicklung kommen wir eigentlich bei unserem politischen Ziel, der Wärmewende nirgendwo hin.

00:04:45: Wir müssen was ändern und dann ging es dann auf einmal relativ schnell.

00:04:50: Sommer bis Herbst hat sich die Heizungsindustrie ein bisschen in die Auge gerieben.

00:04:54: weil war immer so das Vorwurf, die Politik kommt nicht in die Pötte, dann wird's aber schnell.

00:04:59: Dann war zu Weihnachten neunzehn klar, wir wollen da wirklich loslegen.

00:05:04: Und das war der Startschuss für eben erneuerbare Technologien auch im Altbau.

00:05:10: Und dann ging es los.

00:05:11: Dann begann Rollercoaster und eine Branche, die sehr viel Stabilität gewohnt war, hat angefangen mal sich in Flexibilität zu üben.

00:05:23: Also dann ging's sehr stark los mit dem Wachstum von einer neubaren Technologie – also sehe ich auch Biomasse- und Wärmpumpe – dann mit der Krise in Zweiundzwanzig, Explosion der Nachfrage, starkes Umbauen ... An Gegenbewegungen, als dann in der Bildzeitung stand jemand will einem die alte Öl oder Gasheizung weglegen.

00:05:46: Dann ging sozusagen das Pendel irgendwann in den Dreiundzwanzig zurück und so haben wir gelernt als Branche mit vielen Wellen klarzukommen und haben in den Jahren in den letzten ordentlich an Flexibilität hinzugelegt.

00:05:58: Und die Wellen, mit denen sie klarkommen mussten waren immer deutsche Wellen.

00:06:02: Also ich habe erlernt müssen und dürfen das Weilein global agieren, da kann Zahne zwischen... Können Sie da so eine Gewichtung vornehmen, wie wichtig deutsche Einflüsse auf die Entwicklung der Weltmarktführerindustrie in Deutschland ist?

00:06:18: Es waren nicht nur deutsche Wellen.

00:06:20: Weil also einmal gibt es natürlich den europäischen Green Deal und er geht in anderen europäischen Ländern nach der zugleichen Dingen geführt.

00:06:29: gleichzeitig war natürlich neben den Ukraine auch die Covid Ich nenn's mal Krise, eine Riesenschance für alle die ums Haus rum Dinge anbieten.

00:06:42: Weil wenn man nicht mehr auf Konzerte-, Restaurants- und Reisen geht dann baut man sein Nest.

00:06:48: also von daher war das natürlich in der partituläre Konjunktur aber auch in ganz Europa oder global dass da eben Dinge passiert sind.

00:06:57: Jetzt die Effekte, die wir spezifisch aus Veränderung deutscher Fördergesetze und Anreiz-Gesetze haben.

00:07:05: Und auch aus Verändern des Ordnungsrechtes ist natürlich Deutschland spezifik.

00:07:09: Da hilft es bei Weyland natürlich aber so sind die großen anderen Boschfists man

00:07:15: etc.,

00:07:15: alle aufgebaut hat das man eben internationaler ist.

00:07:18: Und für uns, wir haben achtzig Prozent unseres Geschäftsaushalt von Deutschland.

00:07:21: Das heißt die Veränderung starke Veränderungen im Heimatmarkt sind immer besonders wichtig weil Deutschland unser größter Markt ist.

00:07:30: aber wir stehen jetzt nicht nur auf dem deutschen Bein und das hat auch bei den Ausschlägen in den letzten Jahren geholfen.

00:07:39: Weil muss man sehen, der Heizungsmarkt in dreiundzwanzig ist knapp fünfzig Prozent gewachsen Alles auf Investition im nächsten Jahr ist er um knapp fünfzig Prozent zurückgegangen.

00:07:54: Dann ist man dann mit anderen Dingen beschäftigt, also diese Wellen sind natürlich schon substanziell und wenn man da ein bisschen globaler das austarieren kann und andere europäische Länder oder globale Länder haben einen anderen Trend, dann macht es das für den Gesamtunternehmen verdaubar an.

00:08:11: Welchen Anteil machen Gasheizungen bei Ihnen im Portfolio heute noch aus?

00:08:15: Wenn wir jetzt wieder von Deutschland anfangen gibt es noch Gasheizungen, aber wie letztes Jahr gesehen wurde auch ein Gesamtmarkt.

00:08:23: Da hat die Wärmpumpe klar die Nummer eins Position erhöht oder erklommen und so ist das bei uns auch also klar.

00:08:31: Stärkste Segment ist die Wermepumpe und wir haben aber immer noch sehr viele Etagen Heizungen wo wir heute keine super Alternativen haben, die effizient und bezahlbar sind.

00:08:45: Und deswegen werden in Deutschland dieses Jahr, sehe ich auch wieder zweieinertausend Gasheizungen verbaut und da sind auch Weyland-Heizungen dabei.

00:08:54: Die

00:08:55: Wärmepumpe steht mittlerweile trotzdem in Deutschland so wie Sie es gerade gesagt haben auf Nummer eins.

00:09:00: Es gab gerade im ersten Quartal einen deutlichen Markthochlauf.

00:09:03: jetzt kommt das Gebäudemodernisierungsgesetz dass noch nicht beschlossen ist aber wir kennen ja die Eckpunkte.

00:09:11: glauben sie dass das Gesetz Wie da zu einem Marktrückgang bei den Wärmepumpen führen könnte?

00:09:17: Wenn man die Treiber schaut, warum ist die Wärmpumpe so attraktiv.

00:09:20: Dann führt das zu deutlich niedrigeren Betriebskosten.

00:09:24: Nicht durchschnittlichen Betriebeskosten.

00:09:26: Ersparnis sind dreißig Prozent und

00:09:29: d.h.,

00:09:29: wenn ich irgendwo bei mir bohren kann oder einen Lüfter aufstellen kann, warum soll ich mir diese Dreißig-Betriebsgosten nicht holen?

00:09:38: Das macht halt keiner.

00:09:40: Und deswegen wird im alten gesetzten Wärmpumpen möglich und im neuen wird die Wärmepumpe möglich sein, und deswegen setzt sich das im Ein- und Zweifamilienhaus weiter durch.

00:09:50: Ich glaube, die wesentliche Veränderung jetzt von GEG und GMOD G so wie ich sie lese ist eben was machen wir mit den Innenstädten?

00:10:03: Die Leute, die da wohnen können häufig eine Wärmpumpe weder aufs Dach noch vor- noch hinter das Haus stellen.

00:10:10: Und dann ist es doch deutlich schwieriger mit den Alternativen.

00:10:15: was mache ich jetzt und vor allen Dingen von dem Hintergrund einer Heizungsinvestition des zwanzig fünfundzwanzig Jahre?

00:10:22: Was passiert denn in den nächsten zwanzich fünfund zwanzijahre auch mit der Energieversorgung?

00:10:27: Da sind halt die Herausforderungen dass wir Entweder wenn ich dann eine Wärmpupper nicht bauen kann über grüne Moleküle, also grüne Gase etc.

00:10:35: rede oder über die Fernwärme und beides.

00:10:40: wenn ich da auf die Grundstruktur der Kosten schaue wird es grob mindestens doppelt so teuer für denjenigen der wohnt, wenn ich auf eine Alternative gehe und das ist natürlich jetzt zahlpolitisch zu überlegen mit der Bezahlbarkeit was können wir da tun?

00:10:54: Und in der Demokratie muss man natürlich auch sagen, wenn man jedem sagt, ah kannst du weiter tun aber es kostet halt doppelt so viel.

00:11:00: Das ist jetzt nicht so sonderlich populär und deswegen müssen wir da noch stark daran arbeiten dass es da bessere Lösungen gibt.

00:11:06: Sind die zeitnah zu erwarten?

00:11:08: Also ich glaube das momentan enorm viel an Forschung, an Pilotprojekten da laufen und bin von Ausbildung Ingenieur überzeugt davon, dass da gute, gute Ideen auf den Weg sind.

00:11:25: Und wenn man noch mal zurückspult damals, zwanzig, neunzehn, zwanzig-zwanzig die Diskussion ob jetzt eine Wärmepumpe im Altbau geht oder nicht und ob es das jetzt auch geht ohne einen sechstelligen Betrag zu zahlen?

00:11:40: Also da haben wir vor ein paar Jahren Dinge diskutiert, die heute eine absolute Selbstverständlichkeit sind Und haben wir vor drei, vier Jahren über Energiemanagement-Sachen diskutiert.

00:11:53: und jetzt wenn ich schaue.

00:11:54: Ich kann es jetzt bei uns mit einer App anklicken, mache ein paar Klicks dann ist das Ding da.

00:11:59: Machen wir uns jetzt tausend Leute in der Woche also... Es gibt so viel Chance und Veränderung.

00:12:05: deswegen darf man die Augen nicht zu machen vor den Chancen die da höchstwahrscheinlich gerade sich entwickeln.

00:12:13: und ich bin mir sicher wenn wir hier in zwei Jahren sitzen Dann schauen wir auf die Sache ganz anders, weil wir tolle neue Entwicklungen haben.

00:12:21: Spannende Pilotprojekte gesehen haben und sehen auch mehr Familien aus kann man in der Block-Bebauung da skalieren.

00:12:27: Weil am Ende... Was ist der Trick der Wärmenpumpe?

00:12:31: Ich zieh mir naja wirst du wahrscheinlich drei Viertel der Energie aus der Umwelt wärme.

00:12:38: Die Innenstädte sind ja voller Umweltwärmer.

00:12:40: Es ist ja wärmer in der Innenstadt als draußen, also von daher ist es nur die Frage wie komme ich dran?

00:12:46: und da setze sich auf sehr viele pfiffige Ingenieure und den intensiven Wettbewerb, den's dort gibt und da bin ich mir sicher dass ich gute Ideen durchsetzen.

00:12:57: Ich stelle mir gerade vor ein Bürgermeister einer mittelgrößten Stadt hat Prüfgebiete ohne Ende wo Fernwärme nicht kommen wird Und wo natürlich im Bereich Nahwärme alle möglichen Lösungen diskutiert werden, besteht ja bei so hoch dynamischem System immer die Gefahr von Fehlinvestition.

00:13:18: Dass man jetzt zum Beispiel große Leitungsdraßen legt und dann kommt verändern in zwei Jahren und hat diese Lösung für die Innenstadt-Bebauung ist sicherlich auch eine wichtige Kommunikationsaufgabe, dass sie die Öffentlichkeit über die technischen Entwicklungen sehr frühzeitig verlässlich informieren oder?

00:13:36: Ja,

00:13:36: Kommunikation, darum geht es glaube ich in dieser Thematik zu achtzig Prozent.

00:13:43: Weil natürlich sehe ich ganz viele wirklich kritische Probleme und die haben wir noch nicht gelöst.

00:13:49: aber ich sehe auch wenn man mal den Blickwickel verändert Wir haben jetzt, ich glaub' noch knapp achtzehn Millionen fossilbetriebene Heizung Und ich bin mir sicher in den einen und zwei Familienhäusern Haben wir vierzehn

00:14:01: Mio.,

00:14:01: die können wir ganz locker machen.

00:14:03: Und bei den drei Millionen Mehrfamilienhäusern, die wir haben gibt es über eine Million, wo man drum herum oben drauf locker auch Wärmplum bauen kann.

00:14:13: Das bedeutet, wir haben fünfzehn Millionen Häuser, wo wir jetzt schon anfangen können und einfach.

00:14:19: Vielleicht müssen wir dann halt jetzt nochmal zwei Jahre, drei Jahre uns auf den Umbau dieser Häuser fokussieren Und uns dann den Spaß zu den Problemkindern, die wir haben noch nicht gelöst haben.

00:14:32: Die nehmen wir uns dann und wenn man die Bereitschaft hat da Schritt für Schritt schnell, die ganz klaren zu gehen, dann hat man auch nicht dieses Investitionsproblem in der größten Ordnung war.

00:14:42: ich verstehe das jetzt auch viele Kommunen sich dem stellen ihre Infrastruktur planen.

00:14:49: Ich glaube dass auch das nur ein guter Prozess ist weil wir sehen was ist die erste Planung?

00:14:54: Wir haben viele Konzepte gesehen auch sicherlich mit sehr viel Wärmennetzen.

00:15:00: Wenn man in Baden-Württemberg sich anschaut, sind jetzt gerade nicht gebaut, weil einfach zu teuer ist.

00:15:05: aber das ja auch eine Erkenntnis und dann muss man sich halt einen anderen Weg überlegen.

00:15:10: die Auseinandersetzung damit führt zu besseren Lösungen und ich glaube die Komplexität unserer Aufgabe erlaubt uns noch die nächsten Jahre darüber zu streiten was der beste Weg für uns alle.

00:15:24: Das

00:15:24: neue Heizungsgesetz bringt ja auch bei der Kostenaufteilung eine Neuerung mit sich.

00:15:28: Zumindest wird darüber gerade noch auf den Fraktionsebenen gesprochen, das künftig auch Gebäudeeigentümer sich an bestimmten Kosten und dann auch an die Netzentgelden mittlerweile, an den CO²-Kosten und dem Aufschlag für die Biokomponente, die geplant ist, beteiligen sollen.

00:15:47: Wer kommuniziert das eigentlich?

00:15:49: Weil auch das dürfte ein Thema sein, was vielleicht nicht bei jedem Gebäudeigentümer sofort ankommt.

00:15:56: Sehen Sie sich da auch als Hersteller in der Pflicht?

00:15:58: Sehe ich mich da voll in der pflicht?

00:16:00: darüber müsste ich nochmal nachdenken.

00:16:02: werden wir das thematisieren?

00:16:03: auf jeden Fall weil wir wollen ja gute technologie verkaufen die dem immobilien besitze auch spaß macht und Die die ganzen kompakt Komplexitätskosten, wenn jetzt ich mit dem Vermieter noch CO-Preise und Netzentgelte usw.

00:16:21: hin und her verrechnen muss ist nicht ein Thema was in der puren Logik oder in der puren Technik so verankert ist.

00:16:32: aber die ganzen Betriebskosten die mit dieser Lösung verbunden sind natürlich auch relevant und ich glaube technische Lösungen Diese Aufgabe dem Vermieter und dem Immobilienbesitzer des Leben einfacher machen, werden für ihn einfach attraktiver sein.

00:16:50: Und deswegen werden wir sicherlich darüber reden wenn wir Lösungen haben die dieses Dilemma lösen dass wir das klar als Vorteil kommunizieren.

00:16:58: Jetzt

00:16:59: hatten wir ja das alte Gebäudeenergie gesetzt.

00:17:02: Das ist ja in einer Zeit auf den Tisch gekommen, als wir gerade so aus der Gastkrise in Folge des Ukraine-Kriegs dann auch heraus kamen.

00:17:13: Und jetzt haben wir ein neues Gesetz das aber ja auch wieder im Zusammenhang mit einer Gaskrise gerade neu auf den Weg gebracht wird.

00:17:22: Wir haben jetzt aktuell durch den Iran Krieg zwar keine Versorgungssicherheitskrise, Trotzdem öffnen wir hierzulande für Gasheizung jetzt erst mal wieder stärker die Tür.

00:17:36: Wie ist das eigentlich in anderen Ländern?

00:17:38: Was kriegen Sie damit, wie wird da aktuell

00:17:40: diskutiert?".

00:17:42: Ich nehme in vielen Ländern ein bisschen anderer Ansatz wahr.

00:17:46: also wenn ich zum Beispiel an unseren Nachbarn in Holland schaue, die sind da an vielen Stellen deutlich pragmatischer Und getrieben auch an, weil hier so einfachen Sachen wie Photovoltaik für die war total verständlich.

00:17:57: Wenn ich jetzt eine Photovoltak-Anlage aufs Dach baue und ich brauche jetzt keinen Strom, dann muss sie halt abgeschaltet werden wenn ich den Strom nicht brauche.

00:18:06: Das sind ja bei uns noch systemisch andere Betrachtungen.

00:18:11: aber da sind die Länder teilweise anders und individueller und was dann für die Gemeinschaft keinen Benefit hat trägt auch die Gemeineschaft nicht.

00:18:21: Von diesem Hintergrund ist auch diese Entwicklung raus aus dem Gas häufig mit einem Tickenmeer Pragmatismus geprägt, also auch die ganze Diskussion bei uns.

00:18:31: kann man Hybride noch machen, die uns dann Lösungen mit, je nachdem wie der Energieverfügbarkeit ist mache ich halt eher elektrisch oder mit Gas und spare auch schon mal achtzig Prozent der CO-Mission wird auch da anders gesehen.

00:18:48: Und ich sehe auch in Osteruropa eine andere Position Richtung Bezahlbarkeit und von daher ist die Diskussion den anderen Ländern wirtschaftlicher und pragmatischer als die, die ich in Deutschland wahrnehme.

00:19:06: Und auch offener für die ersten kleinen Schritte in die richtige Richtung dass man da jetzt bereit ist mehr über Preis- und Markt zu regeln und weniger über Förderung und Ordnungsrecht.

00:19:24: das macht es auch noch ein bisschen einfacher in anderen Ländern.

00:19:27: Und wenn man sich anschaut, was das bedeutet in der verbauten Heiztechnik sieht man jetzt eine relativ große Spreitzung von Ländern die jetzt schon eigentlich durch sind mit der Elektrifizierung wie zum Beispiel in der Schweiz, Skandinavien etc.

00:19:45: und Länder die da noch einen weiteren Weg haben.

00:19:48: aber in der Breite ist es in Europa überall so der Wärm- und Absatz wächst und der Gasabsatz geht zurück.

00:19:55: Jetzt haben Sie mit dem Internet zu einem Bereich natürlich auch ein Themenbereich angesprochen, den man kein Wärmepumpenhersteller in Interviews im Podcast ersparen kann.

00:20:05: Warum sind Wärmpumpen in Deutschland so teuer?

00:20:07: Der Umbau mit einer Wärmenpumpe, wenn man da auf das Papier schaut und schaut was wird mir zum Beispiel England angeboten oder Holland dann sieht man dass der mobile Besitzer hier eine andere Rechnung oder ein anderes Angebot vorgelegt bekommt.

00:20:26: Und ich glaube es sind zwei, drei Effekte drinnen.

00:20:32: also erstens haben die deutschen anderen Anspruch an ihre Heizungen.

00:20:37: wir lieben es wenn unsere Heizung über zwanzig Jahre läuft und in Holland und England da sind wir zwischen acht und zwölf Jahre.

00:20:47: Das heißt, wir machen andere Systeme und wollen eine andere Langlebigkeit.

00:20:54: Und das ist insbesondere dadurch abgesichert, dass wir technisch anders bauen mit vielmehr mehr Speichern und einer thermischen niedriger Belastung.

00:21:04: Das ist ein Thema eins.

00:21:05: Zweitens haben wir einen anderen beim Wasserkampf vor als in vielen Ländern.

00:21:11: Wir brauchen da größere Systeme.

00:21:14: Und das letzte Thema ist, wir sind als Ingenieursnationen auch auf der Stromseite so dass man in vielen anderen europäischen Ländern einfach die Wärmenpumpe an den Haushaltsschluss anhängt.

00:21:29: Wir aber aus Sicherheitsgründen und anderen Gründen eigentlich wenn wir eine Wärmepumpe neu verbauen braucht jemand ja eigentlich fast jeder neuen Haushalts- schluss.

00:21:38: da hat man nochmal zwei bis viertausend Euro mehr auf der Uhr als in anderen Ländern.

00:21:43: Und dann vielleicht noch ein Zusatzthema.

00:21:47: Wir haben im Vergleich zu Frankreich, Frankreich in den Jahr two-tausend sechs angefangen mit Wärmpumpen im Altbau.

00:21:53: Wir waren damit bis zwanzigzwanzig gewartet.

00:21:58: Haben es aber jetzt geschafft innerhalb von vier Jahren da aufzuholen.

00:22:02: Das heißt einen Umbau.

00:22:04: was die Franzosen in zwanziger Jahren gemacht haben wir der Industrie und dem Handwerk innerhalb von fünf Jahren als Aufgabe gegeben, dass mit so viel Veränderungsdruck wir dann nicht in der gleichen Geschwindigkeit die Produktivität und Lernschritte gemacht haben wie zum Beispiel in Frankreich innerhalb von zwanzig Jahren.

00:22:28: Das ist glaube ich auch verständlich.

00:22:30: aber das gibt uns auch die Chance.

00:22:32: wenn man diese Lerneffekte jetzt weiter fortsetzen passiert gerade das, was wir alle sehen.

00:22:36: Wir haben einen sehr intensiven Wettbewerb auf der Industrie-Seite und der Verarbeitung.

00:22:40: Ich glaube jemand, der sich auch drum kümmert vielleicht zwei drei Angebote zu bekommen, der sieht dass da auch ein sehr sehr gute Angebot eine hohe Wirtschaftlichkeit in Deutschland inzwischen da sind.

00:22:52: wenn ich dieses Gespräch jetzt mal so auf einen Punkt bringe, sehe ich jemanden mir gegenüber der sehr entspannt eigentlich auf den Markt guckt und auch sagt die Wärmepumpe wird sich durchsetzen.

00:23:05: Das sehen wir in anderen Ländern.

00:23:08: mit etwas mehr Pragmatismus haben wir auch Potenziale mit den Kosten runterzukommen.

00:23:14: ist diese ganze Diskussion um die Heizungsgesetzgebung Damit auch irgendwie ein Stück weit überdreht und hinfällig, weil wir es vielleicht eigentlich gar nicht so detailliert bräuchten.

00:23:26: Weil sich der Markt ohnehin in Richtung Wärmepumpe bewegt?

00:23:30: Also ich glaube nicht dass der Trend den wir jetzt gerade sehen in den einen zwei Familienhäusern und den freistehenden mehr Familienhäuser ausreicht um unsere Klimaziele zu erreichen.

00:23:46: Und wir haben jetzt auch über die Förderkulisse und so weiter noch gar nicht gerede.

00:23:52: Also da sind ja aktuell auch eine ganze Reihe Anreize gesetzt, wo man auch darüber nachdenken muss.

00:24:00: okay wie lang mache ich die Technologieförderung?

00:24:04: Wie schmälte sich das gegebenenfalls ab?

00:24:06: also da ist noch viel zu tun und viel zu streiten weil es ja auch weitere Milliarden Investitionen braucht Und deswegen ist es gut, dass wir darüber diskutieren.

00:24:18: Ich sehe die Diskussion im Speckgürtel und im ländlichen Bereich als einfacher.

00:24:27: Ich seh's jetzt in der ganzen Frage in den Innenstädten herausfordern.

00:24:31: Und ich sehs auch noch auf der ganzen Energie- oder Elektroversorgung.

00:24:38: super spannend was wir da weiter machen Und wie wir da auch unsere Stromherausforderungen in Deutschland lösen.

00:24:46: Deswegen glaube ich gibt es viele Sachen, die noch wirklich gut sind dass wir da auserst stark uns einsetzen für und viel streiten um den richtigen Weg zu gehen weil mal dieser Sektor wenn man auch in die ganze Energiepolitik reingeht so wichtig ist für die Volkswirtschaft.

00:25:04: und ich glaube Uns wird es gut tun, wenn wir da sehr gute Entscheidungen treffen um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu fördern.

00:25:12: Wenn Sie es zuspitzen müssten und allen bis drei Forderungen an die Politik formulieren wollten würde Ihnen da was sehr Konkretes in der Aktuellen Situation einfällen?

00:25:22: Ich glaube dass wir eine große Chance haben in Deutschland wenn wir mehr Markt wagen Und das kann man super sehen.

00:25:31: jetzt an diesen ganzen ordnungspolitischen Sachen braucht man momentan nicht, um damit die Wärmpumpe sich da durchsetzt.

00:25:39: Aber ich kann viel besser an... an Strompreis und den Stromsteuern rein.

00:25:45: Also deswegen mehr Marktwagen, ich glaube es ist wichtig langfristige Orientierung zu geben weil wir jetzt am Umbau arbeiten unserer Infrastruktur und da hat eine Heizung ein zwanzigjähriger Horizont aber Energieinfrastruktur vierzig.

00:26:01: das heißt Wir brauchen eine klar beschriebene Vision und langfristigen Leitplanken dahin.

00:26:10: Und dann das dritte Thema, was ich sehe ist wenn wir gerade sehen aus geopolitischen Konflikten haben jetzt Schmerzen auf gewissen Themen.

00:26:22: Die annehmen und damit investiv umgehen, damit wir uns da entkoppeln und keine Pflaster kleben und da konsumtive Watte austreuen.

00:26:34: Das wären meine drei Bündsche!

00:26:36: Ja, dann vielen Dank von Schröter.

00:26:38: Dass Sie bei uns waren und vielen Dank lieber Jürgen, dass ich hier sein durfte!

00:26:42: Ja, lieber Chris auch vielen Dank an dich aber auch noch mal an Herrn Schröther.

00:26:46: Ich hoffe das ist nicht das letzte Mal gewesen, dass wir uns insgesamt sprechen und auf den Energietagen sprechen.

00:26:53: bis dahin alles Gute!

00:26:54: Vielen Dank euch Wesen zu sein hat was gemacht.

00:26:58: Das war irgendwas mit Energie der Energate Podcast.

00:27:03: Tägliche Infos zur Energiewende

00:27:05: liefern wir auf www.energate-messenger.de.

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