News-Update vom 29. Mai 2026: Welchen Kurs die Bundesnetzagentur bei der Entgeltreform einschlägt

Shownotes

Nach zahlreichen Anhörungen und Workshops hat die Bundesnetzagentur ihren Pfad skizziert, wie die Stromnetzentgeltstruktur der Zukunft aussehen soll. Ziel ist es, die Entgeltsystematik an die Realitäten der Energiewende anzupassen. Inwieweit das mit den nun vorgelegten Plänen gelingt, welche Kritik es daran gibt und welche Lücken noch offen sind, darüber reden Michaela Tix, Ron Heinen und Host Christian Seelos in der aktuellen Folge.

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:00: Irgendwas mit Energie, der EnerGate Podcast.

00:00:04: Wir sprechen mit den

00:00:05: Menschen hinter der Energiewende.

00:00:10: Herzlich willkommen zum News Update von EnerGates!

00:00:12: Mein Name ist Christian Silos und bei mir sind heute Michaela Tix und Ron Heinen.

00:00:17: Hallo

00:00:18: ihr beiden!

00:00:19: Hallo!

00:00:20: Schön dass ihr dabei seid.

00:00:21: wir sind in unseren Folgen ja häufig schon ein bisschen nördig.

00:00:25: ich glaube das müssen wir uns selber eingestehen und ich glaube heute wird es vielleicht noch mal eine Stufe Nördiger, weil wir wollen über die Reform der allgemeinen Netzentgeltssystematik sprechen.

00:00:38: Wichtiges Thema, großes Thema.

00:00:41: Kurz Agnes hat die Bundesnetzagentur als zentraler Player immer ein Fäbel dafür sich irgendwie lustige Abkürzungen einfallen zu lassen auf zensweibliche Vornamen.

00:00:52: Bevor wer mit diesem Thema aber die Hörerinnen und Hörern gleich zum Anfang schon verschrecken?

00:00:57: ron, lass uns doch mal Kurz darauf gucken, du bist unser absoluter Regulierungs-Nerd mittlerweile.

00:01:04: Du hast schon so viele Workshops bei der Bundesnetzagentur verfolgt – viele, viele Stunden!

00:01:10: Warum ist Agnes so wichtig?

00:01:12: Das ist eine sehr gute Frage.

00:01:14: Ich muss aber eins noch vorweg sagen, wir haben auch schon so oft über Agnes gesprochen und ich glaube unsere Hörerinnen und Hörern sind da schon gut darauf vorbereitet.

00:01:21: und ja, wir werden ein bisschen abnürden – aber auch gar nicht so viel!

00:01:24: Also wir versuchen natürlich auch schön runterzubrechen.

00:01:26: also warum ist Agnis wichtig?

00:01:28: die aktuelle Netzengeldsystematik geht im Kern auf das Jahr zwei tausend fünf zurück.

00:01:33: Damals hatte Deutschland noch ein ganz anderes Energiesystem, einen Großteil des erzeugten Stroms stammte aus Kernenergie, Kohle und Erdgas.

00:01:42: Die erneuerbaren Splitten eigentlich kaum eine Rolle.

00:01:45: Jetzt, ein zwanzig Jahre später ist das natürlich komplett anders Und inhaltlich geht es also darum die neue Netzengeldsystematik fit für die Energieversorgung der Gegenwart- und Zukunft sozusagen zu machen.

00:01:57: Es passt einfach nicht mehr ins System wie unsere Netzengeltystematik heutzutage ausgestaltet ist.

00:02:03: Das zeigt sich ja auch alle, also die Kosten sind natürlich auch extrem gestiegen in den letzten Jahren.

00:02:08: Bei den Haushalten sind es rund dreißig Prozent der Stromrechnung, die die Netzengelte ausmachen, die Netz- und Engpassmanagementkosten steigen... Die Verteilung ist vielleicht auch nicht so ganz fair!

00:02:23: wird immer Volatiler, die Netzanschlusskapazitäten werden immer knapper.

00:02:26: Also es gibt relativ viele Gründe warum das eine neue Netzengeldsystematik braucht.

00:02:31: Deswegen hat die Bundesnetzagentur auch verschiedene Ziele formuliert, die so eine Netz-Engel-Systematik mit sich bringen soll.

00:02:36: Bei

00:02:36: Erhacknis geht's ja vor allem um die Kostenverteilung, die du angesprochen hast.

00:02:40: Wir kommen aus einem System wo vor allem die Anzahl der Netznutzer Die Erfordernis des Netzausbaus und der Netzkosten bestimmt hat, das hat sich aber längst gedreht.

00:02:50: Du hast es gerade sozusagen in einem ganz schnellen und kurzen historischen Abriss aufgezeigt.

00:02:55: Heute sind es ja vor allem die Millionen von Einspeisern, von Solaranlagen, Windanlagen, Speichern, Wärmepumpen, Elektroautos... die die Netzkosten und Kosten auch stärker mitbestimmen.

00:03:07: Und die sind bisher noch nicht beteiligt, genau da will die Bundesnetzagentur ja auch ansetzen und eben das neue System in diese Richtung drehen.

00:03:15: Genau

00:03:16: also wir sind von einem zentralen Energiesystem ein dezentrales... Energiesystem mittlerweile in der Überführung und das Ziel ist ja ganz klar, wo es hingehen soll.

00:03:25: Das ist der Kerngedanke, worum es bei Agnes geht.

00:03:29: Also das ist der inhaltliche Kerngedanke.

00:03:30: Und jetzt gibt's noch einen rechtlichen Hintergrund.

00:03:32: im Jahr zwanzig-einzwanzig hat er Europäische Gerichtshof die Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur bestätigt und festgelegt, dass bis zum einunddreißigsten zwölften, zwanzig achtundzwanzig die Netzengel-Systematik umgestellt werden muss durch die Bundesnetzagentur.

00:03:48: Das ist also sozusagen der zweite Grund warum das jetzt auch die Bundesnetzagenture macht und nicht das Bundeswirtschaftsministerium zb?

00:03:55: Weil die entsprechenden Verordnungen, die dem Ganzen zugrunde liegen dann zu diesem Datum auslaufen.

00:04:01: wir haben einen Teil hat die Bundesnetzagentur schon erneuert über den sogenannten Nestprozess.

00:04:08: Da ging es vor allem auch um den... Effizienz des Netzbetriebs, jetzt geht es vor allem um die Kostenverteilung.

00:04:16: Die Bundesnetzergentur hat zahlreiche Workshops durchgeführt und das wurde ja durchaus immer wieder gelobt dass die Bundesnetzagentur in dem ganzen Prozess die Branche oder die verschiedenen Branchen weil natürlich auch Industrie mit vertreten ist.

00:04:30: Die Speicherbetreiber, die Erneuerbarenbetreber, die Netzbetreiba.

00:04:34: also es gab viele Anhörungen, Workshobs, Austausch mit der Brange.

00:04:40: Heute reden wir eben darüber, weil die Bundesnetzagentur in dieser Woche quasi so eine Art erste Vorfestlegung veröffentlicht hat.

00:04:51: Also Ziel ist ja erstmal jetzt demnächst ein Festlegungsentwurf zu erstellen und das was uns jetzt seit dieser Woche vorliegt ist ja quasi sowas wie der Entwurf für den Festlegungen-Entwurf zeigt einmal auf, wie die Argumente der unterschiedlichen Branchen Vertreterinnen und Vertretern bei ja angekommen sind.

00:05:10: Und sie zeigt natürlich auch auf wo sie perspektivisch hin will.

00:05:13: Nimm uns mal mit was sind so die Kerneckpunkte?

00:05:16: Genau also im Grunde das glaube ich ist nochmal wichtig zu betonen dass es nicht der Festlegungsentwurf Das wurde im Vorfeld, glaube ich das eine oder andere Mal falsch verstanden und auch dann falsch in der Öffentlichkeit so gesagt.

00:05:29: Es ist ein Zwischenstandsbericht.

00:05:31: also die Bundesnetzagentur sagt sozusagen da stehen wir gerade und da arbeiten wir jetzt weiter es wird auch keine Konsultation dieses Zwischenstands geben, sondern es geht jetzt darum den Festlegungsentwurf zu veröffentlichen.

00:05:44: Das wollte ich einfach nur noch mal gesagt haben weil ich glaube das wird manchmal falsch dargestellt.

00:05:49: Ich kann es auch nicht die ganze Herleitung machen.

00:05:51: wir haben ja hier schon oft darüber gesprochen was die Pläne sind und im Kern bleibt's auch bei der inhaltlichen Ausrichtung.

00:05:59: also wir werden weiter zwischen Finanzierungs- und Anreizfunktionen unterscheiden.

00:06:04: Die Finanzierung funktion soll die Finanzierung der Netze Anreizen oder die Bezahlung machen und die Anreizfunktion soll dazu führen, dass Flexibilitäten und die Dynamisierung des Netzbetriebs ermöglicht werden.

00:06:19: Was ist jetzt passiert?

00:06:21: Wenn man es mal zusammenfassen sollte, würde ich sagen, ist die Bundesnetzagentur einen relativ großen Schritt auf die vor allem Netzbetreiber zugegangen und hat das System in den letzten Monaten noch einmal deutlich entschlagt.

00:06:37: Die Finanzierungsfunktion verzichtet jetzt auf einen Arbeitspreis und stattdessen sollen Einspeiser, Speicher- und Elektrolyseure bzw.

00:06:46: alle Anlagen ab dreißig KW einen Kapazitätspreis zwischen vier und sieben Euro je KW

00:06:52: zahlen.".

00:06:53: Das ist auch europarechtlich vorgegeben.

00:06:55: dieser Wert also das ist ein Maximalwert

00:06:57: d.h.,

00:06:58: da bewegt man sich auch wieder auf EU-Rechte, da hatte die Bundesnetzagentur glaube ich keinen Spielraum so wie ich das verstanden habe.

00:07:04: Kapazitätspreis statt ein Arbeitspreis.

00:07:07: Das Ziel ist, die Auswirkungen auf die Strommärkte möglichst zu vermeiden und deswegen der Weg über Kapazitäten.

00:07:13: Ich habe es dafür noch schon gesagt, Netzanschlusskapazitäten sind rar und deswegen macht das auch Sinn, über Kapakitäten zu gehen.

00:07:20: Alle Kunden, die jetzt weniger als dreißig KW haben also Haushaltskunden und Prosumer zahlen stattdessen einen Grund- und Arbeitspreise.

00:07:29: Im Grunde bleibt das System also so, wie es auch jetzt bekannt war.

00:07:32: So wie man's auf seiner Stromrechnung kennt.

00:07:34: Prosuma sollen dabei einen etwas höheren Grundpreis zahlen als normale Haushaltskunden weil sie sich so besser an der Netzfinanzierung beteiligen sollen.

00:07:42: Weil wir haben ja jetzt ein bisschen den Missstand dass man als Prosuma oft im Eigenverbrauch seinen eigenen Strom bezieht, aber natürlich die Netzfunktion und die Netzstabilität trotzdem erhalten bleibt.

00:07:56: Also man hat immer Strom auch wenn mal kein PV aufs Dach scheint.

00:08:00: deswegen sollen ProSymer ein bisschen mehr sich daran beteiligen und man geht jetzt also den Weg über einen etwas höheren Grundpreis und die Bundesnetzagentur geht davon aus dass es in der Regel so maximal eine Hundert Euro pro Jahr mehr kosten soll.

00:08:14: Und wie war da so die Reaktion?

00:08:15: Ich kann mir vorstellen, dass wir reden ja gerade darauf auf die Förderung für kleine Solaranlagen runterzuschrauben.

00:08:21: Ich vermute das da jetzt ein höherer Grundpreis jetzt für den Haushalt auch nicht besonders gut angekommen ist oder?

00:08:26: Ja also so richtig gut angekommen ist es nicht!

00:08:31: Der Bundeswehr, der BSW Solar zum Beispiel hat auch schon berechnet dass es in einzelnen Netzgebieten auch zu mehr als hundert Euro kommen könnte.

00:08:38: Also bei Bayernwerk zum Beispiel haben sie ausgerechnet das es hundredfünfzig Euro im Jahr sein könnte.

00:08:44: was glaube ich aber so ein bisschen?

00:08:45: Kernproblem ist glaube ich gar nicht so der Grundpreis, sondern das ist eine fehlende Flexibilisierung dadurch einfach.

00:08:52: Also es gibt keine Flexibilisierungsanreize über dieses Modell weil und dazu kommen wir dann gleich die Anreizfunktion noch nicht so richtig klar als dynamische Netzengelte vor allem in der Niederspannung.

00:09:04: da ist die Bundesnetzagentur noch sehr im Gerübeln wie das gestaltet werden kann und ich glaube dass es so vor allem diese Mischungen aus einem erhöhten Grundpreise unfehlenden Besiedungsanreizen, das ist so das Hauptproblem.

00:09:17: Dann lass uns doch vielleicht mal einen Schritt zurückgehen bevor wir dann sozusagen auch wahrscheinlich bei den dynamischen Netzentgälen nochmal rauskommen und darüber auch länger reden werden.

00:09:29: Es gab ja eine ganz große Diskussion eigentlich die jetzt auf die letzten Wochen bestimmt hat um das Thema Vertrauensschutz.

00:09:36: Die Bundesnetzagentur hat in Frage gestellt ob die Regelung die bisher vorgesehen war, dass Batteriespeicher-Elektrolyseure, die noch bis August zwanzigneunzwanzig ans Netz gehen.

00:09:50: Also genauer Stichtag vierte August zwantsichneunzwanzig, das die für Zwanzigjahre von den Netzentgelten befreit werden.

00:09:58: Da gab es dann in einzelnen Workshops Verlautbarung der Bundesnetzagentur die das in Frage gestellt haben.

00:10:05: Und das war tatsächlich ein Riesenaufreger, man sagt es ist ja auch so eine Grundfeste gerade in Deutschland wenn man einmal was gesetzlich zugesagt hat dann hat das bestand und die Bundesnetzagentur hat daran gerüttelt.

00:10:19: So und dieses rütteln lässt sich jetzt?

00:10:22: Es bleibt bei dem geltenden Vertrauensschutz!

00:10:26: bleibt beim Vertrauensschutz.

00:10:27: Böse Zungen würden auch behaupten, dass dieser Zwischenstandsbericht überhaupt nur entstanden ist weil man das klarstellen musste, dass es diesen Vertrauenschutz weiterhin geben wird.

00:10:38: aber dabei ist jetzt eine neue Bedingung hinzugekommen.

00:10:41: also vielleicht nochmal Ein Schritt ganz zurück, es geht nicht nur um Batteriespeicher.

00:10:45: Sondern die Bundesnetzagentur hat ein System entwickelt was für alle Anlagen also auch für Einspeiser und Elektrolyseure gilt.

00:10:52: Also erstmal ein vereinheitliches System.

00:10:55: das ist immer gut.

00:10:56: und jetzt ist diese Gewährung des Vertrauensschutzes an zwei Bedingungen gebunden.

00:11:01: Die erste Bedingung Die in Betriebnahme der Anlage muss bis zum vierten August, zwanzig neunzwanzig erfolgen.

00:11:08: Warum Vierter August, Zwanzig Neunzwantzig?

00:11:11: Das ist diese Regelung die im Paragraf hundertachzehn Absatz sechs Energiegewirtschaftsgesetz glaube ich damals festgelegt wurde das für eine Zeit von achtzehn Jahren die Netzengeldbefreiung gilt.

00:11:24: Das war es aus dem Jahr Zwei Tausend Elf.

00:11:26: Achtzehn Jahre sind wir beim vierten august, zwantsich neun zwanziger.

00:11:29: Das ist die Herleitung genau.

00:11:33: Da ist jetzt also die Bundesnetzagentur auf die Branche zugegangen und gesagt, das ist das Datum was eigentlich immer klar war.

00:11:39: Und das gewähren wir euch jetzt auch.

00:11:42: Das zweite, und das ist ein ganz spannender Kniff, ist die zweite Bedingung Die finale Investitionsentscheidung muss vor in Kraft treten der Agnesfestlegungen gefallen sein.

00:11:55: Äh sechsundzwanzig, also in diesem Jahr noch kommen.

00:12:02: Also ist das jetzt sozusagen die neue Deadline für den finalen Investitionsentscheid?

00:12:07: Also der erste Erste zwanzig sieben Zwanzig ist sozusagen danach ist man raus dann wird es kein Vertrauensschutz mehr geben.

00:12:15: Das heißt... Wahrscheinlich wird es jetzt einen ziemlichen Run auf alle Netzbetreiber gehen und jeder wird jetzt versuchen, noch sich Netzanschlüsse zu sichern.

00:12:26: Und dann halt auch möglichst schnell die Projekte so weitzukriegen dass man einen finalen Investitionsentscheid treffen kann.

00:12:32: Die Bundeslitzagentur hat auch definiert, was unter einem finalen Investitionsentscheid zu verstehen ist.

00:12:38: Und das sind und das ist der Fall wenn fünfzig Prozent des Investitionsvolumes schon verbindlich bestellt wurden.

00:12:45: Das heißt also da ist eine Definition mitgeliefert.

00:12:47: man kann nicht einfach nur sagen ja wir fällen den finalen Entscheid sondern es ist auch an die Bedingungen geknüpft dass auch Teile bestellt worden.

00:12:55: Achim Zerris leichter Regulierung bei der Bundeslitzer Agentur hat das auch begründet Weil man möchte wissen, mit wie vielen Anlagen man am fünften August zwanzig neunzwanzig sozusagen dann in die neue Netzengeldsystematik geht.

00:13:15: Also man möchte es einfach wissen und deswegen auch jetzt dieser relativ kurze Zeitraum damit man das dann halt weiß wenn man in die neuen Netzengel Systematik.

00:13:25: Und die letzten Geldbefreiung gilt dann für maximal zwanzig Jahre.

00:13:27: Maximal ist auch eine interessante Formulierung, weil vielleicht ist es auch weniger.

00:13:33: Das weiß ich nicht so genau.

00:13:35: Auf jeden Fall maximal zwante Jahre!

00:13:37: Nicht zwanzzig Jahre!

00:13:38: Alles klar, vielleicht hake ich das mal ein, da war der aufschraubende natürlich... groß, weil das ist ja eine neue Bedingung die vorher so nicht bekannt war.

00:13:45: Das wird einfach mal ein Beispiel zu machen bei einem großen Elektrolyseur in Hamburg am Kraftwerkstatt in Moorburg da sind die Anlagen schon bestellt, die koppen in den nächsten Wochen an.

00:13:54: also für solche Unternehmen ist das kein Problem.

00:13:56: Für manch andere aber die vielleicht nur einiges auf dem Papier haben aber eben noch keine Bestellungen ausgelöst haben wird es dann halt.

00:14:02: von der Zeit könnte das durchaus knapp werden?

00:14:04: Das ist auch die Reaktion.

00:14:05: also mein Kollege Thorsten und ich, wir haben uns ein bisschen ungehört bei Unter-Elektrisörbetreibern.

00:14:10: Drei haben wir angefragt einmal Luxkara, den großen Finanzierer die auch dieses große Projekt in Hamburg mit finanzieren einen kleinen Elektrisör Betreiber live der aber auch in Lubmin großes Projekt plant und da glaube ich noch nicht so richtig weit ist.

00:14:24: und noch ein dritten tatsächlich die EWE die auch ein großes Projekt planen und da war Unisono eigentlich die Einschätzung ja das macht es jetzt deutlich schwieriger.

00:14:33: also weil Da wird halt jetzt eine harte Sache, das bis zum Ende des Jahres dann schon alles da zu haben.

00:14:39: Durch wird es nochmal neu gewürfelt und trotzdem ist die das Signal.

00:14:45: aber was vom deutschen Wasserstoffverband kommt?

00:14:46: Das ist erst mal ein wichtiges Signal.

00:14:48: ne man hat da glaube ich schon gezittert innerhalb den Unternehmen vor allem auch bei denen die groß auch Förderergelder für die IBSAL-Projekte bekommen haben.

00:14:55: Alles ist durchgeplant, alles war da und jetzt wackelt er.

00:14:58: dieser vertrauensschutz.

00:14:59: von daher ist jetzt schon noch einmal das Signal Das bleibt jetzt zumindest in Großteil dabei ein wichtiges Signal, was die Branche doch durchaus begrüßt.

00:15:08: Und ich glaube das Argument der Branche also vor allem der Batteriespeicherbranche, die ja besonders laut beim Vertrauensschutz war, war auch immer dass es sehr viele Projekte gibt, die schon relativ weit fortgeschritten sind bei denen dass in Fragestellen des Vertrauenschutz dazu führen würde, dass man keinen finalen Investitionsentscheid trifft.

00:15:27: Und das ist sozusagen auch eins die Argumente der Bundesnetzagentur, dass wir halt vor allem weit fortgeschrittene Projekte, die nicht damit planen konnten, dass eine Netzengeldbefreiung nicht mehr geben wird und dass man denen halt zuvorkommt.

00:15:39: Aber ich glaube also das wurde so nicht gesagt aber das ist meine Interpretation eigentlich will man dieses Doppelsysteme nicht weil sonst hätte man ja gar nicht das infrage stellen müssen.

00:15:48: Das ist jetzt sozusagen der Kniff um die bereits weit fortgeschrittenen Projekte, um das denen zu gewähren.

00:15:54: Aber Neuprojekten halt auch klarzusagen so ja Pech gehabt!

00:15:58: Das ist glaube ich der Kniff, den man da gewählt hat.

00:16:00: Gleich deutlich, dass die zweite Sache ist natürlich... das eine ist jetzt viele Projekt, die damit geplant haben jetzt, ne?

00:16:05: Damit ihr jetzt auch weiterplanen dürft und es ist schon eine große Erleichtung für viele Player im Markt.

00:16:09: Die zweite große Frage ist aber was passiert danach?

00:16:12: Wie wird's mit diesen Sondernetzentgelten, die jetzt in dem Papier kommen?

00:16:15: wie würde das aussehen?

00:16:16: Und da ist jetzt auch der Ruf Es muss schnell etwas passieren haben, was passiert mit den Projekten ab im Jahr-Zwischen?

00:16:23: Wie geht es da weiter?

00:16:24: Es gibt Unternehmen die halt das Kapital einsammeln müssen.

00:16:29: Industriekunden müssen ja dann im Abnahmeverträge tatsächlich schließen und auch so große Projekte überhaupt zustande kommen können.

00:16:36: Und da ist jetzt die große Frage überall hin, was passiert ab im Jahre-Zweischen?

00:16:40: Und da soll wohl jetzt im nächsten Jahr doch einiges entwickelt werden.

00:16:45: ist auch da die Stellungnahmeunternehmen, ja wir wissen jetzt noch nicht genau wie es weitergeht.

00:16:48: Da müssen wir jetzt schnellstmöglich Klarheit haben damit wir unsere Projekte aufs Gleis bringen können.

00:16:53: Ich finde auch den Aspekt interessant mal zu hinterfragen Ist das dann überhaupt noch eine Netzendgeldbefreiung wenn dann später doch dynamische Netzentgelte kommen?

00:17:03: Also nur weil da das Wort dynamisch davorsteht, sind es ja trotzdem Netzentgelte die dann auch für Bestandsspeicher greifen werden.

00:17:11: Das hat Bundesnetzagentur Vizepräsidentin Barbie Haller an dem bei der Vorstellung auch nochmal deutlich gesagt.

00:17:20: also eine echte Netzentgeldbefreiung ist es nicht!

00:17:24: Es kommen die dynamischen Netzentgelte.

00:17:27: Die wird gerade in der Speicherbranche werden die nicht so negativ aufgenommen, weil Speicherbetreiber durchaus auch Chancen sehen im Rahmen von dynamischen Netzentgel sogar Zusatzerlöse zu erzählen.

00:17:39: Aber ob das dann so ist?

00:17:41: Das wissen wir stand heute eben nicht, weil noch völlig unklar ist in welcher Form die dynamischen Netzentgelte kommen.

00:17:46: Vielleicht nochmal als Hintergrund?

00:17:47: Weil ich glaube, wir haben noch gar nichts darüber gesprochen.

00:17:49: Der Vertrauensschutz gilt ausschließlich für die Finanzierungsfunktion der Netzentgälte also für die Kapazitätspreise und nicht für die nicht für dynamische Netzentgeld.

00:17:59: Über die haben wir jetzt auch noch gar nicht gesprochen.

00:18:01: Das sind die Anreizfunktionen.

00:18:03: nur damit verständlich ist warum das jetzt der Fall ist.

00:18:05: Weil es war nämlich auch ein Thema bei uns in der Redaktion, weil wir das am Anfang auch nicht so richtig verstanden hatten.

00:18:10: dreht sich das jetzt um eine komplette Netzengeldbefreiung oder nur um die Finanzierungsfunktion.

00:18:15: Aber so ist es definitiv, das hat Achim Seris auch nochmal uns gegenüber bestätigt.

00:18:21: der Vertrauenschutz wird ausschließlich für die Finanzierung Funktion gelten und wie du schon sagst ich glaube für Batteriespeicher.

00:18:27: die können damit ganz gut leben wenn Dynamisch-Netzengelte kommen PV-Betreiber bin ich mir schon deutlich unsicherer, ob der sich darüber so freut das dann vielleicht ab zwanzig zweiunddreißig dynamische Einspeisenetzentgelt zu bezahlen.

00:18:41: Der Ruf aus der Elektrizierbranche ist da auch ganz klar.

00:18:44: also ein dynamisches Sondernetzentgeld wäre auf jeden Fall sinnvoll.

00:18:47: es gibt ja auch Standorte tatsächlich wo viel Strom anfällt wo die Elektriziere quasi weg verbrauchen könnten und dass da auch eine Unterscheidung zwar sowohl von EWE als auch von Live, die ja hier auch in Deutschland als französischer Betreiber Wasserstoffprojekte planen.

00:19:02: Dass man da eine Unterscheidung hinbekommen muss das aber vielleicht auch so dynamisches Sondernetzentgeld da vielleicht nicht mal ausreicht und einen Baukostenzuschuss auch nicht sondern dass sich das vielleicht auch in der Vorhörung nochmal gesondert abdecken muss.

00:19:13: Aber dann lass uns doch mal drauf gucken wie ist jetzt der Fahrplan für die dynamischen Netzentgelte?

00:19:18: Weil da spielt die Bundesnetzagentur im Prinzip ein bisschen auf Zeit denn da es erstmal noch nicht wirklich klar Wie es da weitergeht, beziehungsweise ein Stück weit schon.

00:19:30: Die Bundesnetzagentur hat zumindest mal eine Skizze vorgezeichnet.

00:19:35: Ja genau also ich habe das mal so ein bisschen mit.

00:19:38: die Bundesnetzer Agentur tritt auf die Bremse... mit dem Beginn von Agnes kommen und das wird es definitiv nicht der Fall sein.

00:19:52: Also frühestens als Frühstessdatum ist das Jahr zwanzig dreißig angegeben, und da dann auch erst mal ausschließlich für Speicher auf der Übertragungsnetzebene.

00:20:01: Und da wurde so ein Zeitrahmen mehr öffnet Nach Möglichkeit bis zu zwanzig dreieinunddreißig Dynamischnetzengelte für Speicher eingeführt werden können.

00:20:11: Aber halt kein festes Datum, also da steht nicht.

00:20:14: Bis zwanzich dreiden Dreißig wird es definitiv Dynamische Netze in Gelde geben sondern nur nach Möglichkeit oder nach Wunsch.

00:20:20: ich weiß die genaue Formulierung weiß jetzt nicht mehr aber ist das auf jeden Fall nicht definitiv festgelegt.

00:20:24: Zwanzig dreiunddreißig sagst du finde ich spannend weil Du hast angangs eingeleitet als wir darüber gesprochen haben.

00:20:30: warum findet das Ganze eigentlich statt?

00:20:32: und Du hast gesagt, wir wollen die Netzerngeldsystematik an das Energiesystem der Gegenwart und der Zukunft anpassen.

00:20:42: Und wenn man das Wort Gegenwart dann da mal spiegeln und sagen, die kommen jetzt zwanzig drein-dreißig und das aber eben auch nur für Batteriespeicher und dann geht es stufenweise irgendwie weiter.

00:20:56: Das heißt also, dass zieht sich echt noch lange hin bis sich da was tut.

00:21:01: Im schlimmsten Fall, ja.

00:21:02: Also es wurde auch ein Fahrplan für Einspeiser eröffnet.

00:21:06: da soll's frühestens ab zwanzigzehn dreißig kommen nach Möglichkeit bis zwanzichfünfdreißig.

00:21:11: Da wären wir dann also.

00:21:12: das sind jetzt nur noch neun Jahre da wird sich auch viel tun.

00:21:17: Das ist natürlich den Punkt der durchaus auch kritisiert wurde dass dieser Punkt der Flexibilisierung des Anreizens von flexibem Fahrweisen jetzt doch arg nach hinten gerückt ist.

00:21:31: Noch ein Datum, ich weiß es ist viel vielleicht sind wir doch nördig unterwegs, vielleicht muss ich meine Ausnahme meinen Einspruch von vorhin doch zurücknehmen.

00:21:39: das Konzept für dynamische Netzengelte soll jetzt sieben zwanzig entwickelt werden also auch erst im kommenden Jahr und die Bundesnetzagentur begründet das einfach mit der Komplexität die so einen System erfordert.

00:21:50: und da sind wir wieder bei den Themen die uns immer wieder beschäftigen fehlender Digitalisierung gerade bei den Netzbetreibern hoher IT-Aufwand usw.

00:21:59: Also das sind die Themen, die irgendwie immer wieder dann kommen.

00:22:02: Achthundertfünfzig plus Netzbetreiber nicht jeder ist soweit und deswegen ist es glaube ich ein großer Schritt auch auf den Netz Betreiber zu, die damit vielleicht noch nicht so gut klarkommen.

00:22:12: Es gibt ja viele Detailfragen, die glaube ich tatsächlich knifflig sind.

00:22:17: Das geht darum... Welches Signal sendet so ein dynamisches Netzentgelt eigentlich zu welchem Zeitpunkt, also am Vortrag sozusagen da ihr hätt orientiert?

00:22:29: Dann kann es ziemlich zielungenau sein oder im schlechtesten Fall sogar eigentlich dann einen Signal senden das an dem eigentlichen Tag dann eher gegenteilig ist.

00:22:38: Also nachteilig und eben nicht gerade den Anforderungen im Netz tatsächlich entspricht.

00:22:45: Auf kürzere Fristen gesehen gibt es natürlich eine größere Komplexität bei der Umsetzung.

00:22:50: und ja, wenn man dann überlegt das muss irgendwie auf über eighthundertfünfzig verteilen Netzebenen realisiert werden.

00:22:59: Es ist auf jeden Fall ein echt großer Brotten!

00:23:01: Es ist super sinnvoll.

00:23:02: also da möchte ich das möchte ich gar nicht zumindest aus meiner Sicht gar nicht in April stellen.

00:23:07: Ich bin fest davon überzeugt dass wir dynamische Netzentgelte brauchen.

00:23:12: Sinnvoll ist besser früher als später.

00:23:14: Aber die Umsetzung ist natürlich in unserer Systemlandschaft, den wir nun mal haben mit einer Vielzahl an auch sehr kleinen Akteuren.

00:23:22: Mit weiterhin mangelnder Digitalisierung, mit Engpässen bei IT-Dienstleistern wirklich sehr herausfordernd.

00:23:29: Ja definitiv!

00:23:31: Also ich glaube... Es ist eine Verzögerung ja aber das Zielbild bleibt immer noch dasselbe.

00:23:38: und da muss man dann wieder zugestehen Es ist komplex, es ist anspruchsvoll.

00:23:45: Und alles jetzt mit Pauken und Trompeten auf das Jahr zwanzigneunzwanzig zuzuschneiden und zu sagen wir machen das jetzt.

00:23:52: Kostet was es wolle?

00:23:53: Das kann im Hinblick auf System Sicherheit natürlich auch nicht das Ziel sein wenn es noch nicht funktioniert.

00:23:59: Ich erinnere mich gut an einen Wortbeitrag von einem der Übertragungsnetzbetreiber.

00:24:04: ich glaube es war Anbrian bei dem Workshop in Dezember wo gesagt wurde Wenn Dynamisch-Netz in Gelte kommen dann wird das die Systemstabilität auch nochmal deutlich mehr herausfordern, weil da müssen wir wirklich genau sein.

00:24:16: Da führen selbst kleinste Fehler dazu dass die Systemsicherheit gefährdet ist.

00:24:20: und ich glaube solche Aussagen muss man ernst nehmen.

00:24:23: und vielleicht ist es dann auch gut, dass man dann sagt Wir gucken, dass wir es vernünftig machen und nicht so schnell wie möglich

00:24:29: Genau!

00:24:30: Die andere Seite der Medaille ist natürlich das... kritische Stimmen kommen und man sagt, die Bundeswehr kapituliert tatsächlich vom schlechten Digitalisierungsstand der Netzbetreiber.

00:24:40: Das ist halt die Kehrseite der Medaille, dass sie dafür auch ihr Fett wegkriegen wird und das mal sozusagen.

00:24:44: Dann lass uns mal noch auf ein anderes Thema gucken, was eben auch sehr, sehr strittig war.

00:24:49: Das es nämlich die Frage der Industrienetz entgelte.

00:24:54: Da geht es ähnlich, auch da spielt die Bundesnetzagentur auf Grund der Komplexität erstmal ein bisschen auf Zeit.

00:25:00: Also wir haben ja große Netzentgel-Rabatte für die Industrie an die sich die Industie gewöhnt hat, die sie tatsächlich braucht und wettbewerbsfähig zu sein – das ist immer eine große Kritikung – müssen die Netzentgelte das leisten.

00:25:12: oder wäre das vielleicht an anderer Stelle nicht besser aufgehoben?

00:25:14: Auf jeden Fall kommt es da jetzt zu einer Ziemlich in Erleichterung an der Einstelle das wurde auch schon im Vorfeld angedeutet also dieses bekannte Bandlast privilegt, dass heißt wenn ich durchproduziere und ein verlässlicher Stromlieferant bin was ja in heutigen Zeiten vielleicht nicht mehr so gefragt ist wie das früher mal der Fall war.

00:25:32: Stromabnehmer.

00:25:33: Dann habe ich meinen Bestand, also die Ausnahme wird hat sich verlängert bis zu einem Jahrzehnte.

00:25:40: Das heißt viele haben jetzt tatsächlich erst mal die Gewissheit es geht in irgendeiner Form weiter und ich stehe da nichts vor dem Nichts.

00:25:47: Die Erneuerbaren Branche sagt, oh mein Gott wie kann man so ein Relikt denn jetzt nochmal verlängern?

00:25:51: Das ist total das falsche Veganal.

00:25:54: Das sind immer noch fünf Jahre.

00:25:56: Das funktioniert nicht.

00:25:57: Das kann nicht sein!

00:25:58: Auf der anderen Seite tönt die Industrie.

00:26:01: Mein Gott, im Jahr two-thousand eindreißig.

00:26:02: damit komme ich gar nicht klar.

00:26:03: Ich brauche sehr viel mehr Zeit um mich auf das neue System einzustellen.

00:26:08: Also der chemische Verband hat gestern auch zum Beispiel gesagt mindestens zwei tausend sieben und dreißig werde angebracht sonst geht gar nichts.

00:26:15: also Die Wahrheit wird wahrscheinlich der Zwischending, wie bei vielen Dingen.

00:26:18: Aber das ist so die Spannungslage, die aufgemacht wird.

00:26:20: Zumindest können die Industrieunternehmen sich jetzt erstmal darauf verlassen, dass sie diese Endgeldrabatte jetzt erst mal in ihren nächsten Jahren weiterhin bekommen werden?

00:26:29: Eine Anmerkung Ende ein dreißig.

00:26:31: Also zweiunddreißig ist dann Ende des Bandlers Privilegs.

00:26:34: nur, dass es nicht falsch verstanden wird.

00:26:35: Genau.

00:26:36: Ansonsten bleibt's dabei.

00:26:37: also die Bundesnetzgarnatur unterscheidet auch hier zwischen Anreizfunktionen und Finanzierungsfunktion.

00:26:44: Entschuldigung, das wird jetzt erst mal darauf hinaus, dass auch da Kapazitätspreise kommen.

00:26:48: Wir haben ja in der industriellen Leistungspreis,

00:26:50: d.h.,

00:26:51: an den Spitzen orientiert sich das Endgeld... Da wird es also eine Zukunft einen kleinen Anreiz geben mit Arbeitspreis eins und Arbeitspreist zwei.

00:27:00: D.h.

00:27:00: Industrieunternehmen müssen sich überlegen welche Leistungen brauche ich dem Netz?

00:27:04: Was bestelle ich sozusagen mit Anführungszeichen?

00:27:06: Und das wird auch nochmal ein System sein was auch noch einmal große Veränderung tatsächlich im Markt bewirken wird.

00:27:13: Wie gucken wir denn im Großen und Ganzen darauf?

00:27:14: Mich würde mal eure Einschätzung interessieren.

00:27:18: Es war von der Entschärfung die Rede, Rondo hast gesagt Bundesnetzagentur tritt ein Stück weit auf die Bremse... wie fällt die Gesamtbewertung aus?

00:27:27: Ja ich glaube es ist immer die Frage der Perspektive.

00:27:29: Ich glaube wenn am Ende alle uns zufrieden sind dann hat man irgendwie auch was richtig gemacht.

00:27:35: also ich glaube alle Happy machen funktioniert nicht.

00:27:38: Stimmen geben, die sich selbst benachteiligt sehen, denen es nicht genug Tempo ist oder zu viel Tempo.

00:27:45: Das ist jetzt bei den Dynamischen Netzengelten länger dauern wird.

00:27:48: Darüber haben wir gerade schon gesprochen und ich glaube dafür gibt's eine Gründe.

00:27:52: Ich glaub insgesamt bleibt der eingeschlagene Weg erhalten was so ein bisschen... Problematisch ist, dass es jetzt halt.

00:28:01: Zwarzig sechsundzwanzig keine Klarheit darüber geben wird wie's denn dann zwanzig neunzwanziger aussehen wird weil einfach viele wichtige Detailfragen wie die Ausgestaltung der dynamischen Netzentgelte Wie die Aus Gestaltungen des Sondernetzentgels für Industriekunden auf zwanzich siebenzwanziges verschoben wurden auch wieder mit Gründen.

00:28:20: aber das heißt für die wirkliche Klarheit wird jetzt noch länger dauern.

00:28:25: Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Punkt, der mir so ein bißchen Bauchschmerzen bereitet weil es einfach eine Verzögerung ist die so nicht eingeplant war und die wir jetzt hinnehmen müssen.

00:28:37: Bundesnetzagentur ist ja auch angetreten mit dem Ziel das ganze Regulierungssystem einfacher schneller weniger bürokratisch zu machen.

00:28:47: Da ist meine Perspektive, das sehe ich nicht wirklich.

00:28:49: Ich glaube da sind viele Fallstricke dabei.

00:28:52: gerade dynamische Netzentgelte so sinnvoll wie sie sind werden auf jeden fall die Komplexität erhöhen.

00:28:57: aber es glaubt Es gibt auch andere Punkte die vielleicht noch gar nicht so genau gesehen werden.

00:29:01: wir sind relativ schnell über das Thema ProSumer hinweg gegangen Da künftig dann in erhöhter Grundpreis gefragt Das heißt auch für Netzbetreiber die müssen auch wirklich wissen wo ihre ProSumers sind.

00:29:16: Also da entsteht auch schon mal eine gewisse Komplexität bei den Industrienetzentgelten.

00:29:23: Es steht künftig in Frage, wenn es so weit ist dass Industrieunternehmen eine Bestellkapazität beantragen müssen und was passiert eigentlich mit in den Fällen?

00:29:34: Wurde das einfach nicht passiert weil vielleicht Industrie-Unternehmen gar nicht informiert darüber sind.

00:29:39: also ich glaube da sind viele Prozesse dahinter auch wirklich kompliziert sind, auch noch viele offene Fragen und wo es wahrscheinlich auch noch durchaus gewisse Streitereien dann auch zwischen einzelnen Akteuren geben wird um an der einen oder anderen Stelle für Klarheit zu sorgen.

00:29:55: Ich glaube Streichereien um die Deutungshoheit sind vorprogrammiert.

00:29:59: dafür ist einfach auch die Netzengeldsystematik zu wichtig und zu einflussreich.

00:30:03: das haben wir ganz zu Beginn schon gesagt.

00:30:06: aber das ist eine der wichtigsten Reformen im gesamten Stromsystem von dem alle betroffen sind und deswegen gibt es natürlich auch ein riesiges Gerangel, um wer sich da mit seinen Interessen am meisten durchsetzen kann.

00:30:20: Genau das Thema Prusuma ist mit Sicherheit ein Thema, das uns in den nächsten Wochen auch noch mal beschäftigen wird.

00:30:28: Allein die Definition eines Prusumas wie es die Bundesnetzagentur vorgeschlagen hat Detailiert und kompliziert, dass man da wahrscheinlich nochmal ein Rechtsanwalt ranziehen muss um sich erklären zu lassen was das jetzt eigentlich bedeutet.

00:30:42: Und was es dann halt auch nicht nur für den klassischen Prosumer sondern was ist dann auch für Energie Sharing, für Mieterstromodelle, für Kundenanlagen usw.

00:30:50: Bedeutet.

00:30:51: weil ich glaube das sind Bereiche die dadurch auch betroffen werden und das zeigt dann irgendwie auch wieder, wie komplex das ganze System mittlerweile geworden ist.

00:30:59: Dass man mit jeder Wortänderung schon wieder andere große... Herausforderungen mit sich zieht, also an Komplexität mangelt es nicht.

00:31:11: Ja Agnes war das Top-Thema dieser Woche.

00:31:16: bevor wir nochmal ganz kurz drauf gucken was sonst noch so los war geben wir einmal ab für eine Marktinformation So und dann sind wir wieder zurück.

00:31:31: nach einer langen Agnes Strecke kommt jetzt noch ne Kurzstrecke.

00:31:36: Michaela, du bist ja bei uns im Gasteam.

00:31:40: Du machst die Gas- und Wärmethemen.

00:31:42: Was war sonst noch auf jeden Fall lesenswert?

00:31:45: Was hast du mitgebracht?

00:31:47: eine Leseempfehlung?

00:31:48: Es geht um die Rückbaukosten.

00:31:49: Das ist schon im Gasbereich ein Riesenthema.

00:31:52: Da gab es in Dezember einen Urteil vom EUG Oldenburg.

00:31:56: da hat der IWE versucht tatsächlich Rückbauchosten beim Stelligen eines Gassenetzanschlusses Umzulegen.

00:32:02: auf einen Kunden hat er das No-Go bekommen vom Gericht, also ging es um tausend Euro.

00:32:07: Jetzt haben wir nochmal eine Abmahnung diese Woche bekommen oder wurde öffentlich tatsächlich dass man auch im Fernwärmebereich ein Versorger und zwar der Braunschweigerversorger BES Energy versucht hat auch Rückbaukosten um zu legen auf den Kunden.

00:32:20: Aber auch hier hat jetzt erst mal kein Gericht hineingesagt, sondern erstmal die Verbraucherschutzzentrale Niedersachsen, die eine Abmahnung erwirkt hat.

00:32:28: Also es ging auch um erheblichen Betrag.

00:32:30: also wenn der Versorger zurückgebaut hätte, also wirklich die Leitung aus dem Boden gerissen hätte dann wäre es um thirty-thausend Euro gegangen aber auch für die Trennung geworden.

00:32:39: Wenn man das einfach die Trenchung des Netzes vornimmt da wären's über fünftausend achthundert Euro gegangen und dass natürlich den Kunden auf eine Wärmepumpe umstellt Und dann keine Fernwärme, wenn man haben will.

00:32:50: Ein großer Betrag und da gab es jetzt erst mal eine Art Stoppungen tatsächlich durch diese Abmahnung.

00:32:57: BS Energy hat gesagt ja aufgrund dieses Urteils gehen sie jetzt bei allen Kunden erstmal in Vorleistung erheben keine Rückbaukosten und warten dann aber tatsächlich und das sagt auch der Branchenverband AGFW bis zu einer höchstrichterlächterliche Erklärung da ist oder Festsetzung durch das BGH vorher wird jetzt erst einmal Kein Kunde zur Kasse gebeten, aber das ist halt auch ein Riesenthema was im Gesetzgebungsverfahren jetzt mit der Färmeverordnung auch noch mal geklärt werden muss.

00:33:25: Was passiert eigentlich mit den Rückbaukosten?

00:33:27: Wie viel darf dein Netzbetreiber umlegen wie viel eben nicht?

00:33:30: und da Da wird es, glaube ich noch einiges zu schreiben geben in den nächsten Wochen.

00:33:35: Genau die Details zur Meldung im Fall Braunschweig nachzulesen bei uns auf www.energetmessenger.de.

00:33:41: und Ron du bist in der Stromrubrik tätig.

00:33:45: was sollten wir da lesen?

00:33:46: Also

00:33:47: ich habe eine meiner Meinung nach sehr schönen Text zum Thema Kabelklau an Lade sollen dieser Woche veröffentlicht.

00:33:52: ob jetzt wirklich schön ist.

00:33:54: also das ist ein schönes Thema aber der Inhalt nicht so schön weil das wirklich Riesenproblem geworden ist.

00:33:59: Ich hab insgesamt Sie sind ein Ladesäumenbetreiber, deutschlandweit und überregional befragt.

00:34:08: Die Rückmeldung waren ziemlich eindeutig, das Problem wird immer größer.

00:34:12: Allein bei MBW bewegen wir es mittlerweile in den mittleren Millionen Schaden und ich meine gerade für die Immobilität wo es da immer noch darum geht auch einfach dieses Gefühl der Sicherheit an der Ladeseule herzustellen ist natürlich ein Riesenproblem.

00:34:26: wenn man mit einem Prozent Restakku an die Ladeseul fahren möchte glücklich ist sie endlich gefunden zu haben und dann nackbeschnittenes Kabel vor einem liegt und man sich dann denkt ja was mache ich denn jetzt?

00:34:36: also da mein Tipp Da mal rein zu gucken, weil es geht nicht nur darum das Problem zu beschreiben sondern auch um mögliche Lösungswege und Lösungsanforderungen.

00:34:46: Der Titel ist etwas reißerisch dass die da des neuen Betreiber aufrüsten aber am Ende ist es das glaube ich auch so ein bisschen.

00:34:53: also man währt sich jetzt auch aktiv

00:34:55: Und ich bin in immer weiterer Sinne ja immer noch Teil des Politikteams von EnerGate.

00:34:58: Ich habe noch eine Meldung unseres Kollegen Karsten Kloth, der auch ab und zu hier im Podcast dabei ist mitgebracht – und zwar fordern die Länder, die Südländer Bayern und Baden-Württemberg Sonderregeln im eigenen Interesse im Rahmen des EEGs das Erneuerbare Energiengesetzes Die wünschen sich einerseits ein erhöhtes Ausschreibungsvolumen und wahrscheinlich mit ihren Projekten in den Südländern besser zum Zuge zu kommen, und dann auch noch eine Quote für Standorte im Süden.

00:35:30: Karsten Kloth hat sich das angeguckt, aufgeschrieben auch das nachzulesen bei uns auf www.energate-messenger.de und ich weiß natürlich wir haben auch Hörerinnen und Hörern aus der Schweiz, aus Österreich.

00:35:42: dort gibt es jeweils die landesspezifischen Themen und ich habe in diesen Tagen auch extra noch mal meine Kolleginnen und Kollegen appelliert sich auch durchaus mit spannenden Themen aus der Schweiz, aus Österreich einzubringen und ich hoffe dass wir demnächst dann wirklich auch mal einen Gast aus Österreich oder der Schweiz hier im Podcast haben.

00:36:04: Soweit für heute!

00:36:06: Ron, Michaela.

00:36:06: Vielen lieben Dank, dass ihr dabei wart.

00:36:08: Vielen Dank?

00:36:09: Danke!

00:36:10: Dann wollen wir gucken, ob wir nächstes Mal wieder etwas leichteren Brocken statt Aktien vorzuweisen können.

00:36:15: Ich bin gespannt.

00:36:16: Wir wollen immer gerne ein paar größere Brocken in unserem Podcast rein.

00:36:20: Das macht es ja auch

00:36:21: aus.

00:36:22: In diesem Sinne vielen lieben dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Woche.

00:36:25: Bis dahin eine gute Sonnige und schöne Zeit.

00:36:34: Tschüss!

00:36:36: Tägliche Infos zur Energiewende

00:36:38: liefern wir auf www.energate-messenger.de.

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