News-Update vom 5. Juni 2026 - Milliardensegen für die Energiewende?
Shownotes
Brüssel beschäftigen die Folgen des Iran-Kriegs offenbar weitaus mehr als Berlin. Die EU-Kommission öffnet daher nun die Tür zu neuen Schulden, um mit zusätzlichen Geldern die Energiewende anzuschieben. Um wie viel Geld es für Deutschland geht und ob die Bundesregierung davon überhaupt Gebrauch machen könnte, darüber reden wir in dieser Folge.
Außerdem beleuchtet Michael Hahn den aktuellen Stand zur Diskussion um den sogenannten Redispatch-Vorbehalt. Das Bundeswirtschaftsministerium spricht von "Gesprächsbereitschaft", signalisiert in der Sache bisher aber keinerlei Bewegung. Wo es aus Sicht von Erneuerbarenprojektierern, Netzbetreibern und Finanzierern hakt, ist ebenfalls Thema dieser Folge.
EU will Schuldenregeln für Energiewende lockern
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00:00:00:
00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zu unserem wöchentlichen News Update.
00:00:13: Mein Name ist Christian Seelos und bei mir sind heute Michael Hahn und Carsten Klo, hallo jetzt mal!
00:00:18: Hallo,
00:00:19: halla!
00:00:20: Schön dass ihr dabei seid.
00:00:21: wir gucken für manche auf eine kurze Woche zurück – für uns nicht.
00:00:26: Gestern war von Leichnam Feiertag im Süden und Westen der Bundesrepublik im Norden und bei uns im Osten.
00:00:33: in Berlin war kein Feiertage.
00:00:34: deshalb ist hier quasi eine Berliner Herrenrunde heute zusammengekommen im Podcast.
00:00:40: Und während sich manche ausgeruht haben, haben wir schön weiter gearbeitet.
00:00:45: Klar müssen ja auch die Wirtschaft am Laufen halten und das führt uns zum Thema Geld, Carsten und unserem ersten Thema.
00:00:52: Lasst uns aufs Geld gucken!
00:00:54: Die EU-Kommission hat in dieser Woche mit einer Meldung aufhorchen lassen.
00:00:59: es geht um Milliarden Möglicherweise für die Energiewende.
00:01:04: Was ist das Thema?
00:01:04: holen wir uns doch mal ab?
00:01:05: Ja, das war in der Tat eine sehr interessante Nachricht.
00:01:09: Die EU-Kommission wie die Schuldenregeln weiter locken und zwar diesmal eben für Investition in die Energievende Auslöser ist der Iran.
00:01:20: Krieg Und die Energiekrise, die wir an der Stelle zu verarbeiten haben und ja Das ist eine Forderung geht vor allen Dingen auf Italien zurück, die das schon vor Wochen ins Spiel gebracht haben.
00:01:34: Spanien verlangt es auch.
00:01:36: Die Mitgliedsstaaten sollen in den Jahren- ... bis zum Jahr- ... für Energiewende Ausgaben aufnehmen dürfen und zwar bis zu... Prozent des BIP über diesen Zeitraum.
00:01:55: Und ja, das kann sich summieren!
00:01:57: Also wenn wir mal auf Deutschland schauen zum Beispiel die Basis BIP für vier Komma fünf Billionen für zwei tausendfünfzehnzig anlegen dann kommen wir da auf einen zusätzlichen Spielraum von rund siebenzwanzig Milliarden Euro.
00:02:11: Das ist eine ordentliche Summe würde ich sagen.
00:02:13: Das ist auf jeden Fall ein ordentlicher Betrag und ich finde ja so'n bisschen aus der deutschen Wahrnehmung kommt, dass ja durchaus überraschend plötzlich.
00:02:22: daher liegt womöglich auch daran das in anderen europäischen Ländern die Folgen des Irankrieges ganz anders diskutiert werden als bei uns.
00:02:29: Ich finde immer noch, dass es bei uns verhältnismäßig ruhig is'.
00:02:32: Wir sind noch in der Phase, da's uns gerade der Spritpreis gedeckelt wird.
00:02:37: darf man gespannt sein ob diese Regelungen dann irgendwie verlängert wird.
00:02:40: aber eben auch bei den Gaspreisen wirkt sich die Radenkrise aus, auch wenn nicht so stark wie bei den direktölbasierten Produkten.
00:02:49: Aber du sagst jetzt ja in Deutschland könnte siebenundzwanzig Milliarden Euro zusätzlich nutzen?
00:02:57: Wie wahrscheinlich ist das denn dass?
00:02:58: für das Nutzen?
00:02:59: gibt es da schon eine erste Reaktion der Bundesregierung?
00:03:01: Da
00:03:02: haben diese Woche noch nichts gehört.
00:03:04: also in der Tat sprichst du es richtig an ist offenbar in anderen Ländern und europaweit anders wahrgenommen die Krise als in Deutschland.
00:03:12: In Brüssel hört man dann so Sätze wie Schwerste-Energie-Krise aller Zeiten, der Hinweis darauf dass dreißig Milliarden zusätzlich für fossile Brennstoffe durch den Iran Krieg ausgegeben werden würden.
00:03:23: und ja die Diskussion füllen wir in dieser Intensität hier nicht.
00:03:27: jetzt ist das ein Konstrukt was unter bestehende Ausnahmeregelungen fallen sollen und zwar die der Verteidigungsausgaben.
00:03:35: Und da haben wir ja seit zweitausendfünfzwanzig, haben wir da ja schon eine Flexibilisierung.
00:03:39: Das wäre bis zu eins Komma fünf Prozent des BEP über vier Jahre ohne Defizit Verfahren dort investieren dürfen.
00:03:47: und in dieses Konstrukt soll eben jetzt Ausgaben weiß beispielsweise für die Netze oder für Kaufprämie Autos oder oder weitere Förderprogramme wie auch immer reinfallen können
00:04:01: dass er echt also ich finde es wirklich bemerkenswert eigentlich, wenn man da auf die europäische Ebene guckt wie anders das doch durchaus eingeschätzt wird und klar.
00:04:12: Das hat natürlich auch einen Hintergrund dass wir gerade eine Bundesregierung haben, bei den fossilen Energien die Brücke eher länger baut.
00:04:22: Wir haben im Mobilitätsbereich die Abkehr vom Verbrenner aus.
00:04:26: also da geht es ja darum eben gerade die fossil basierten Kraftstoffe noch länger im Markt zu haben.
00:04:33: Der Wärme bei den Kraftwerken will die aktuelle Bundesregierung länger auf Erdgas setzen.
00:04:41: Die Diskussionen laufen noch, aber man merkt es kommt nicht so richtig opportun und diese Diskussion wird hier auf politischer Ebene eben bei Weidner auch nicht so stark geführt wie gerade jetzt auf europäischer Ebne.
00:04:55: das Zitat dass du gerade genannt hast größte Energiekrise aller Zeiten davon ist ja eigentlich nicht so.
00:05:02: Ich bin mir auch nicht sicher, inwieweit das jetzt alles so aufgegriffen wird.
00:05:08: Wir werden ja gleich nochmal auf das Thema Netz ein bisschen eingehen, Spoiler!
00:05:13: Und wir könnten natürlich da auch Geld gebrauchen um einiges voranzubringen.
00:05:21: und der erneuerbaren BEE zum Beispiel hat sich deutlich gefreut also... Ursula Hain-Esser, die BE-Präsidentin hat gesagt diese gewaltige Summe kann der Energiewende einen deutschen Schub geben und hat eben auch den ungelösten Irankonflikt verwiesen auf die deutsche Wirtschaft.
00:05:46: Ja aber wir führen hier offenbar eine etwas andere Diskussion.
00:05:50: in der Tat und du hast es angesprochen wie wahrscheinlich ist das dass wir Gebrauch machen von diesem Instrument und da bin ich mir tatsächlich nicht sicher.
00:06:01: Wir haben ja das Sondervermögen, wir haben die Verteidigungsausgaben zu Beginn der Legislatur, die gewaltigen Summen, die hier aufgenommen wurden und die politisch immer noch umstritten sind also die AfD kocht ihr Süppchen drauf sind wohl auch nicht ganz glücklich, mit dem wieder damit umgegangen wird.
00:06:27: Na ja wir haben ohnehin ja ne Schuldendebatte.
00:06:29: Deutschland stand bisher auf europäischer Ebene immer als Land auch da dass eine verhältnismäßig niedrige Schuldenquote hat.
00:06:38: das hat sich natürlich mit dem Beginn und auch quasi in der Übergangszeit zum Start der aktuellen Regierung durch die Sondervermögen geändert.
00:06:47: und gerade der Verdeidigungshaus halt.
00:06:50: Die Sonderschulden werden zu einer höheren Schuldenquote in Deutschland führen.
00:06:54: Und wenn man das hochrechnet, sieht man auch dass wir dann definitiv nicht mehr zu den Ländern gehören werden mit der niedrigen Schuldenquote sondern eher im oberen Level und man darf natürlich gespannt sein ob die Regierung davon Gebrauch macht.
00:07:08: Werden in der letzten Legislaturperiode ja als zentrales Instrument der Neuerbahn oder Energiewendefinanzierung den KTF, den Klima- und Transformationsfonds Der wurde auch zurückgefahren, klar einerseits auf Urteil oder nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aber später ja dann auch nochmal durch die aktuelle Bundesregierung.
00:07:31: Man hört auch wenig vom KTF.
00:07:33: deshalb... Ja ich bin mir da was heißt?
00:07:37: Ich bin mir nicht so sicher!
00:07:38: Ich hätte Zweifel ob die neue Bundesregierung, ob die alle aktuelle Regierung davon Gebrauch machen wird darf man gespannt sein.
00:07:47: Der Tat!
00:07:48: Kassen, du hast es schon gespoilert und dann lass uns die Michael mal mit in die Runde reinholen.
00:07:54: Kassen hat gerade schon den Erneuerbarenverband BEE angesprochen.
00:07:59: der hat in dieser Woche eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bundesverband Windenergie gemacht und da war Christian Schmidt der Leiter der Abteilung Strom im Bundeswirtschaftsministerium zu Gast.
00:08:10: Und ich glaube bei allen Diskussionen die momentan gerade geführt werden Um das EEG, um andere Themen kann man durchaus sagen für Christian Schmidt ein Auswärtsspiel.
00:08:21: Man kann aber gleichzeitig auch loben ich glaube er ist auch derjenige momentan im Bundeswirtschaftsministerium der genau sich diesen Termin stellt, der sich nicht vor der fachlichen Debatte scheut.
00:08:34: also er hält tatsächlich jetzt bei verschiedenen Veranstaltungen immer wieder den Kopf hin.
00:08:40: Und dieses Mal gab es bei der Veranstaltung, bei der du dabei warst Michael vor allem eine Diskussion um den Redis Patch Vorbehalt.
00:08:48: Ein Thema das uns schon länger umtreibt bevor wir da in die Details gehen holen ist und holen mal ganz kurz ab.
00:08:53: Wom geht's beim Redis patch Vorbealt?
00:08:54: Genau also der Redis-Patch Vorbehalten ist ein Instrument aus dem sogenannten Netzanschlusspaket des Bundeswirtschaftsministeriums.
00:09:02: damit will das Ministerium den Ausbau der erneuerbaren Energien besser steuern.
00:09:07: Also es sollen in sogenannten überlasteten Netzgebieten keine neuen Anlagen mehr dazukommen.
00:09:13: Es dürfen schon noch welche gebaut werden, diese würden dann aber über zehn Jahre keine Entschädigung mehr kriegen wenn sie abgeregelt werden weil zu viel Strom im Netz ist.
00:09:21: Ja
00:09:21: und dieser Vorschlag stößt in größeren Teilen der Branche nicht nur bei den Erneuerbaren sondern eben auch bei klassischen Energieunternehmen, die auch stark in erneuerbare Energien investieren bei Teilenden Netzbetreibern.
00:09:37: Bei Finanzierern doch deutlich auf Kritik.
00:09:41: wie verliefen die Diskussion bei der Veranstaltung?
00:09:43: Genau
00:09:44: also das war... Also ich schwitte mal behaupten es war kein leichter Termin für Christian Schmidt.
00:09:48: Es gibt sicherlich angenehmere Termine als sich den Fragen der erneubaren Branche zu stellen und das hat er aber auch getan.
00:09:54: Er hatte eine Keynote gehalten, er hat aber auch im Anschluss wirklich noch fleißig Fragen beantwortet, die da aus dem Publikum aufkam Und im Prinzip hat er das Instrument noch mal verteidigt.
00:10:03: Also er hat gesagt, es gibt laut Ansicht des Ministeriums kein besseres Instrument was diese Synchronisierung oder dieser besseren Ausgleich zwischen Erneuerbaren und Netzausbau hinkriegt.
00:10:14: Er hat dabei auch explizit zum Beispiel den Vorschlag von EWE und ENB-W genannt.
00:10:22: Im Prinzip hat der gesagt, dass Ministerium ist noch diskussionsbereit aber er hat auch signalisiert, dass bei dem Vorschlag jetzt erstmal bleibt.
00:10:29: Das ist ein interessanter Punkt, weil das haben wir schon öfter gehört.
00:10:32: Das haben wir auch schon von Ministerin Katharina Reiche gehört die bei dem Rheinischen Energieforum in Köln vor paar Wochen gesagt hat dass es jetzt erstmal so einen Gesprächsangebot.
00:10:42: aber auf der anderen Seite merkt man also das BMW rückt nicht ab von seiner Position.
00:10:49: ich glaube das war auch den Vorschlag von Christian Schmidt oder dem der Kinowt von Christian Schmitt deutlich anzuhören.
00:10:55: Also heißt ja wir diskutieren noch darüber Bewegung gibt es eigentlich bisher nicht.
00:11:02: Und ich habe einen interessanten Gedanken dazu gehört aus dem Teilnehmerkreis der Veranstaltung und dort hat mir jemand gesagt, dass das vielleicht auch daran liegt weil das Netzpaket jetzt sozusagen das erste eigene Gesetz ist was Katharina Reich und das Wirtschaftsministerium in dieser Legislatur aufgestellt haben und dass sie deshalb vielleicht so ein bisschen damit auch einen Punkt setzen wollen.
00:11:26: Aber es gibt ja Alternativvorschläge, du hast es gerade angesprochen.
00:11:28: Du hast einen Vorschlag von ENBW und EWE angesprochen.
00:11:33: die setzen vor allem auf flexible Netzanschlussverträge sogenannte FCA's und da würden sich Netzbetreibern Anlagen Betreiber im Printrieb prinzip darauf verständigen dass in bestimmten Phasen wo das Netz belastet ist dann Anlagen eben runter geregelt werden können.
00:11:53: Wenn es da keine Verständigung gibt, dann wären quasi die Alternativen im Anlagenanschluss erst nach Netzausbau.
00:12:00: ich glaube das dürfte für die Allermeisten eben keine Option sein weil du hast gerade gesagt dieser Redis Patch Vorbehalt der wäre ja auch vor zehn Jahren vorgesehen weil zehn Jahre momentan so als Standard für den Netzauspau und Neubau von Netzen Gelten, um dann Engpässe zu beheben.
00:12:17: in BWEWE sagen sonst noch.
00:12:19: Sonst bekäme ein alternativer Standort infrage.
00:12:22: okay gut das ist natürlich klar dass aus jedem Anlagenbetreiber natürlich unbenommen sich sonst irgendwie einen anderen Standort zu suchen.
00:12:30: es gab vorab ja auch schon den Vorschlag von dem Beratungsbüro BET unter der Überschrift System dienliche Netzsystem dientliche Anschluss Leistung die auch im ersten Schritt ein FCA also flexiblen Netzanschlussvertrag vorsehen, in der zweiten Stufe auch sagen.
00:12:49: Sonst na gut Anlagenanschluss nach ein Hetzausbau das ist eine Option die einfach nicht fallen wird.
00:12:54: aber die sagen wenn sich Netzbetreiber und erneuerbaren Anlage an Erneuerbare Anlagen Betreiber nicht auf FCA's verständigen können dann kommt quasi einen Instrument zum Greifen was beiden ein Stückchen wie tut.
00:13:10: Dann müssen sich beide die Redispatch-Kosten teilen und ich glaube, das würde auf jeden Fall auch den Druck auf die Netzbetreiber erhöhen.
00:13:16: Zu sagen, ich beschleunige auch!
00:13:18: Ich baue auch schneller Netzausse.
00:13:19: Ich finde, dass ist so der Kernkritikpunkt an dem Redispatched vorbei.
00:13:23: Dass man eigentlich sagt diese beiden Tempi, die unterschiedlich sind, erneuerbaren Ausbau, netzausbau... ...dass man die voll zugunsten der Netzbetriebe auslegt Da gar kein Instrument bisher vorgesehen ist, auch irgendwo noch mal den Druck für die Netzausbauzwelle oder auch eigene Vorschläge reinbringt.
00:13:41: Das ist ja immerhin das Bundeswirtschaftsministerium, dass es den Vorschlag auf den Tisch legt zu sagen wir haben hier nochmal ein Instrumentenkasten wo wir sagen Wir sehen bei den Übertragungsnetzen funktioniert das.
00:13:52: Wir kriegen Beschleunigung rein und das legen jetzt auch um auf die Verteilennetze Und das fehlt aber ja umwährend der Stelle.
00:13:58: Christian Schmidt hat ja auch sinngemäß gesagt, dass der Redis Patch Vorbehalt ein standardisierter SCA wäre.
00:14:06: Genauer hat er es nicht ausgeführt, aber er hat den Vorteil genannt an dem Instrument wäre auch... dass dann nicht mehr die Bundesnetzagentur eingeschaltet werden müsste, die erst noch über eine Konsultation und so weiter ein neues Verfahren festlegt.
00:14:21: Also er hat da auch mit Geschwindigkeit argumentiert, das Instrument halt schnell eine Lösung
00:14:26: liefert.".
00:14:26: Das finde ich ganz interessant und irgendwie passt es für mich aber alles noch nicht richtig zusammen.
00:14:32: Ich habe Christian Schmidt diese Woche auch gehört bei der BITCOM dem Digitalverband auf einer Veranstaltung zum Thema Rechenzentren – die wollen ja alle angeschlossen Und da wurde sinngemäß gesagt vom Herrn Schmidt.
00:14:46: dass FCA's künftig eine zentrale Rolle spielen werden und das die BNSA hier auch Kompetenzen bekommen soll, einen Rahmen setzen soll.
00:14:54: Klar jetzt kann man sagen der Redispatch-Vorbehalt ist einer Art FCA aber irgendwie passt es für mich noch nicht ganz zusammen.
00:15:03: Ja dem fehlt auch die Flexibilität meiner Meinung nach.
00:15:06: also ich glaube dass das vielleicht ja ein Versuch dieses Instrument irgendwie so ein bisschen diese Richtung zu drehen.
00:15:14: Christian Schmidt hat Bei deiner Veranstaltung, Michael ja auch gesagt es wäre ein temporäres Instrument.
00:15:19: Aber zehn Jahre sind halt schon eine ziemlich lange Definition von temporär.
00:15:23: Genau
00:15:23: und er hat auch nochmal gesagt dass nicht viele Regionen davon betroffen wären und das gibt natürlich auch einfach Regionen wo das Netz voll ist.
00:15:30: und ich habe mit einem Netzbetreiber gesprochen letzte Woche.
00:15:33: der hat mir gesagt als großer Netzbetrieber und der sagt wenn die noch irgendwo ne neue Windenergieanlage in manchen Regionen anschließen Die Anlage fängt nur an sich zu drehen, müssen Sie sie im Prinzip schon abregeln.
00:15:43: Also da ist halt wirklich einfach
00:15:45: kein Platz mehr.
00:15:45: Also grundsätzlich kann man natürlich verstehen das dort wo schon vielen Netzengpässe bestehen dass man dort nicht einen ungebremsten weiteren erneuerbaren Ausbau reinlegt.
00:15:56: Das ist glaube ich ganz klar.
00:15:57: aber dort wo netzengpäße bestehen müsse eben auch ein höherer Druck greifen die Netze auszubauen.
00:16:03: und ich glaube dass wir sozusagen genau der Punkt wo die Gespräche ansetzen müssen Wo meiner Meinung nach auch dieser Vorschlag eigentlich irgendwo ein Stück weit angepasst werden soll, weil momentan ließ es sich schon so als käme es rein aus dem Hause der Netzbetreiber oder und wir wissen ja kommt der Vorschlag auch her.
00:16:22: Nämlich aus dem Haus des größten deutschen verteilen Netz Betreibers.
00:16:27: Ich denke also, hier muss auf jeden Fall irgendwo noch eine Anpassung hin und das sagen Teile der Branche.
00:16:31: Das sagen eben auch Finanzierer weil auch bei deinem Veranstaltungthema untersagt vor allem die SPD, die ja momentan auch noch wesentliche Vorbehalte gegen diesen Vorschlag hat.
00:16:44: Deshalb sehen wir dieses Netzpaket ja auch noch nicht im Bundeskabinett.
00:16:49: Katharina Reiche hatte das Ziel, das Gesetz noch im Mai im Kabinett zu beschließen ist nicht passiert.
00:16:57: Wir sind jetzt Anfang Juni also nochmal geschoben worden eben auch weil der Koalitionspartner bisher damit nicht einverstanden ist.
00:17:04: Es steht für den zehnten Juni.
00:17:06: eine Kabinettszeitplanung wird gerade von Woche zu Woche zusammen mit der EEG-Novelle Und auch der Energieeffizienzrichtlinie quasi verschoben.
00:17:20: Man kann fast damit rechnen, dass es kommende Woche nicht der Fall sein wird.
00:17:25: Du hattest gerade noch den Punkt mit der Finanzierung angesprochen und das ist ja auch das was die erneuerbaren Branchen so kritisiert an diesem Vorbehalt, dass dadurch die Finanzierungen gefährdet sei von neuen Windenergieanlagen.
00:17:36: Dem hat Christian Schmidt aber auch recht deutlich widersprochen.
00:17:39: also er hat gesagt wenn Entscheidung erst mal steht, dass da eine Anlage gebaut werden darf.
00:17:45: Dann ändert sich an diesem Bestandsschutz auch nichts mehr.
00:17:47: also dann kriegt die Anlage die Vergütung für den nächsten zwanzig Jahre.
00:17:50: weil die Kritik der Branche war ja das ich diese Regionen in denen der Zubau nicht erlaubt sein könnte oder nur unter dieser Bedingungen erlauben sein könnte jedes Jahr verändern kann je nachdem wie die Windverhältnisse sind und hat aber klar gemacht wenn die Anlage erstmal steht und dann hat sie Bestandschutz
00:18:07: Wir gucken da weiter drauf.
00:18:08: Ich bin gespannt, ich würde fast vermuten dass der Entwurf tatsächlich erstmal so ins Kabinett geht und das die weitere inhaltliche Diskussion sich dann aufs Parlament und die parlamentarischen Diskussionen im Bundestag verschieben werden.
00:18:24: Da darf man auf jeden Fall gespannt sein.
00:18:26: Dann lass uns mal drauf gucken, was sonst noch los war.
00:18:29: Eure Leseempfehlung der Woche.
00:18:31: bevor wir dahin kommen habe ich aber erstmal noch eine Hör-Empfehlung denn in dieser Woche haben wir eine neue Folge unseres Podcasts Formats nachgefragt veröffentlicht und zwar mit Aurélie Almanie der Vorstandsvorsitzenden von inner city.
00:18:46: Ich war in Hannover hab' mit ihr gesprochen und auch da war es eigentlich Ähnliches Thema, wie das was wir gerade diskutiert haben.
00:18:54: also Oralial Mani fordert deutlich mehr Verlässlichkeit in eine klare Ausrichtung der Bundesregierung weil sie momentan schon auch den Eindruck oder das Gefühl hat dass die Bundesregierung ein Stück weit von dem bisherigen Klimakurs abrückt und sagt.
00:19:10: Sie sagt als Vertreterin eines Unternehmens, dass sich vollkommittet hat in der Vergangenheit zu den Klimazielen das massiv vorangeht bei der Wärmewende.
00:19:20: Das ist natürlich auch aus Unternehmen Sicht schädlich ist.
00:19:22: sie bringt da vor allem das Gebäude Modernisierungsgesetz an sagt es endet ein völlig falsches Signal weil Hannover steigt aus dem Erdgas im Wärmebereich aus.
00:19:34: und sie sagt wir haben halt jetzt einfach einen erhöhten Kommunikationsaufwand mit unseren Kundinnen und Kunden.
00:19:40: Sie rät dringend davon ab, jetzt nochmal eine Grundsatzdiskussion über die Klimaziele irgendwie anzufachen.
00:19:47: Und zwar ein interessantes Gespräch aber weitere Themen warum sie auch im Vergleich zu BDW oder VKU den Energieverbänden zum Beispiel für eine schnelle Einführung von dynamischen Netz entgelten ist war auch Thema im Podcast.
00:19:59: also hören Sie gerne rein auf allen Podcast-Plattformen zu finden.
00:20:04: So dann lasst uns auf die Berichterstattung im Messenger gucken.
00:20:09: Was ist deine Leseempfehlung für diese Woche?
00:20:11: Du hast vorhin gesagt, dass auch ein Weg ist.
00:20:13: Dass das Gesetz-Metzpaket erst mal durchs Kabinett geht und die weitere Auseinandersetzung dann im... im Parlamentarischen Verfahren stattfindet.
00:20:23: In der Tat haben wir das Thema ja auch beim Gebäudemonänisierungsgesetz, also dem neuen Heizungsgesetz.
00:20:29: Da gab es diese Woche auch was Interessantes und zwar haben die Fachausschüsse des Bundesrates sich mit der GEG-Novelle sozusagen beschäftigt – also Umweltausschuss und Wirtschaftsausschuss – und sind ziemlich hart mit dem Ganzen ins Gericht gegangen.
00:20:47: Stichwort handwerklich, mangelhaft nicht praxistauglich übermäßige Bürokratie.
00:20:52: Das sind so Sachen die drin standen vor allen Dingen der Umweltausschuss.
00:20:55: natürlich hat empfohlen Die sixty-fünf Prozent Regel wieder ins Gebäude modernisierungsgesetz aufzunehmen und die Biotreppe am besten komplett abzuschaffen.
00:21:06: Und wenn nicht abschaffen dann doch sehr viel strengere stufen halt auch einzuführen Vor allem mit den hundert prozent bis zwei tausend fünf vierzig also.
00:21:16: Man muss natürlich gucken, inwieweit der Bundesrat jetzt in Empfehlung auch folgt.
00:21:20: Am zwölften Juni beschäftigt sich der Bundesrate mit dem Gesetz und das ist aber spannend würde ich sagen.
00:21:29: da ist noch einiges im Feuer klingt
00:21:31: sehr deutlich also dass lohnt sich darauf jeden fall mal rein zu gucken.
00:21:34: Michael was deine diese empfehlung genau?
00:21:37: montag ging es bei uns um die dunkel flauten unter Stück weit auch über die Deutungshoheit von Dunkelflauten.
00:21:43: Anlass war eine Kurzstudie von dem Kraftwerksbetreiber Juniper.
00:21:47: Die sagen, dunkelflaubten treten heute im Schnitt alle drei Tage auf.
00:21:51: deswegen braucht es neue Kraftwerke also steuerbare Kraftwerkesprich Gaskraftwerke.
00:21:55: Es gibt aber auch ne andere Seite die sagen ebenso Natürlich, dunkle Flauten gehören in den erneuerbaren Energiesystemen einfach zur Tagesordnung.
00:22:03: Aber es gibt andere Wege damit unzugehen und das wären Flexibilitäten oder Last-Management.
00:22:09: Also auch ein hitzig diskutiertes... Thema.
00:22:12: Ich habe auch noch eine Leseempfehlung mitgebracht, ich hab in dieser Woche ein Interview mit Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der Initiative Energienspeichern geführt und wir haben nicht auf die Lage der Erdgas-Speicher momentan geguckt.
00:22:26: da liefert ihn es alle zwei Monate einen Bericht ab und er ist...die sind auch bei uns immer nachzulesen.
00:22:34: sondern wir haben mal voraus geguckt auf das Thema Wasserstoffspeicher und da gibt es aber ja durchaus einen Zusammenhang weil Wegen der schlechten Lage im Erdgas-Speichermarkt nicht nur sind die Speicher wenig befüllt, sondern es leidet auch immer mehr die Wirtschaftlichkeit der Speicher aus sich.
00:22:51: Der Betreiber.
00:22:51: deshalb gibt's auch erste Stilllegungen wie zum Beispiel dem bayerischen Speicher Breitbrunn und Sebastian Heinermann warnt davor dass das den Aufbau von Wasserstoffspeichern gefährdet.
00:23:02: Das hat etwas mit mit Kaverren und Porn speichern zu tun und deren Rolle ist in dem Interview ausgeführt und Sebastian interessanten Einblicke geben, wie die Politik auf das Thema gerade so guckt.
00:23:15: Er hat also in der Vergangenheit durchaus Kritik dass es nicht richtig wahrgenommen worden ist.
00:23:19: aber er sagt es gibt auch einzelne positive Beispiele.
00:23:23: aber er hat auch ein negativ Beispiel und all das ist nachzudesen auf energet-messenger.de.
00:23:31: Michael Karsten, wir sind am Ende angekommen.
00:23:33: Vielen lieben Dank, dass ihr dabei wart, dass Ihr auch in dieser für manche verkürzten Woche die Stellung gehalten habt.
00:23:40: heute noch mal und dann danken wir natürlich auch fürs Zuhören wünschen noch eine schöne Woche schönes Wochenende und wir hören uns in der kommenden Woche wieder.
00:23:50: bis dahin alles Gute und Tschüss!
00:23:59: Tägliche Infos zur Energiewende liefern wir auf www.energate-messenger.de.
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