Nachgefragt bei Georg Gallmetzer - Wie entwickelt sich der Batteriespeichermarkt weiter?
Shownotes
Der Speichermarkt boomt - doch wie lassen sich immer mehr Batteriespeicher ins Netz integrieren, ohne dass sie die Netzstabilität negativ beeinflussen? In dieser Folge des energate-Podcasts erklärt Eco-Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer, warum flexible Netzanschlussverträge (FCAs) zur Schlüsseltechnologie werden - und warum bei deren Ausgestaltung die Kunst im richtigen Maß liegt.
Zugleich nimmt er die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung kritisch unter die Lupe: Für die ersten 8 bis 10 GW hält Gallmetzer neue Gaskraftwerke für nachvollziehbar - darüber hinaus plädiert er für echte Technologieoffenheit. Speicher könnten viele Aufgaben günstiger übernehmen, insbesondere bei der Absicherung von Lastspitzen. Warum kurze Speicherzeiten dabei kein Ausschlusskriterium sind, erläutert Georg Gallmetzer in der neuen Folge des energate-Podcasts.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zu irgendwas mit Energie, dem EnerGate Podcast heute mit einer neuen Folge des Formats nachgefragt und bei mir zu Gast ist Georg Geilmetzer Geschäftsführer das Speicherentwickler's und Betreiber's EcoStore.
00:00:23: herzlich Willkommen Herr Geilmitzer.
00:00:24: schön dass ihr hier sind.
00:00:25: Hallo Haselos Danke, dass ich das ein darf.
00:00:27: Herr Galmetzer wir wollen uns heute über den Speichermarkt gemeinsam unterhalten.
00:00:32: da ist einiges los.
00:00:34: Ich glaube das ist die meisten Hörerinnen und Hörern bekannt.
00:00:38: Wir werden aber in einige Details gehen.
00:00:40: bevor wir das tun möchten wir sie gerne kurz persönlich kennenlernen.
00:00:47: Was sollten wir über Sie wissen?
00:00:48: Familienvater Zur Groster, sprich aus Italien, Südtirol nach Deutschland gekommen für Studienzwecke und von Anfang an Energiewende, Enthusiast und an verschiedenen Stationen versucht Hebel anzulegen um da zu arbeiten wo der Impact des eigenen Handelns für das gelingende Energiewände gut ist.
00:01:10: Und tatsächlich habe ich am eigenen Leib erfahren dass sich das durchaus gewandelt hat über die letzten zwanzig Jahre.
00:01:20: Flexibilitätssegment der entscheidende ist.
00:01:23: Deshalb bin ich auch sehr froh mit EcoStore, eine Gründung von EcoStores zusammen mit Geschäftspartnern an dieser Stelle alle meiner Energie zu investieren.
00:01:32: Dann
00:01:33: lass uns doch kurz mal auf EcoStor blicken.
00:01:36: das Unternehmen hat zuletzt mit mehreren großen Speicherprojekten ja durchaus auf sich aufmerksam gemacht aber für alle Hörerinnen und Hörern die EcoStora bisher vielleicht noch nicht so gut kennen was es die Ambition ihres Unternehmens.
00:01:48: Wir
00:01:48: sind ganz früh in den Speichermarkt gekommen und wollten erst einmal demonstrieren, dass es Batteriespeicher als reale Flexibilitätsoption gibt über die man auch im großen Maßstäben reden und denken und sie einplanen muss.
00:02:03: Die ersten Jahre bei EcoStore ging's hauptsächlich darum erstmal im Mittelspannungsmaßstab, zehn-zwanzig MW-Projekte zu realisieren und zeigen.
00:02:12: Die gibt es wirklich um dann gleichzeitig Netzbetreiber Bundesnetzagentur Regierung zu überzeugen dass das ein neues Werkzeug in Instrumentenkasten der Energiewende ist mit dem man in Zukunft bitte planen soll.
00:02:29: durch die Tsunami Rhetorik der letzten ein zwei Jahre ist dieser Teil Überzeugungsarbeit nicht mehr notwendig.
00:02:36: wir haben Zumindest, was die Anflussbegehren gibt tatsächlich zu vieles Gute.
00:02:40: Aber wir haben natürlich in der Substanz draußen im Feld viel zu wenig Anlagen.
00:02:45: Deshalb Teil zweiter EkoStormission.
00:02:48: Wir müssen wirklich in großen Maßstab Substanz schaffen große Projekte in möglichst auch großer Anzahl und dann dritter Teil der Mission den Betrieb dieser Anlagen so gestalten dass die Wohlfahrt dabei maximiert wird.
00:03:04: das heißt einerseits Der Investor muss natürlich sein Geld zurückhalten, was investiert.
00:03:10: Das ist absolut legitim dass man Investitionsanreize schafft und dabei Substanz für Gewinnerzielung überglässt.
00:03:17: Dazu gehört aber auch das die Stromnetze im Umgang mit diesen Speichern die Versorgungssicherheit aufrecht erhalten können.
00:03:26: Das hat viel mit den Themen Redis Patch zu tun – mit den fehlenden Digitalisierungen in der Netzführung Aber auch mit der extrem hohen Dynamik der Batteriespeicher, die dieses neue Werkzeug technisch bedingt einfach mitbringt und nicht immer auch in die bestehende Infrastruktur hinein passt.
00:03:44: Es braucht einen Setting an Regeln.
00:03:46: Diese Regeln sind typischerweise unangenehm für Batterie-Speicherfinanzierer, weiße zu Erlöseinbußen führen Andererseits zwingend notwendig, damit Unfälle im Betrieb der Anlage im Stromnetz vermieden werden können.
00:04:00: Die Betriebsmittel nicht überfahren werden, Engpässe nicht provoziert werden.
00:04:05: Damit einfach dieses neue Werkzeug sich in die bestehende Welt so einbettet dass es zu einem Gewinn wird und nicht zu einer Gefahr.
00:04:12: Und da durften wir durch die Anlage Bullingstedt sehr früh im großen Maßstab Erfahrungen gewinnen was alles nicht geht und dann daraus die Konsequenzen ziehen was man alles tun muss, damit aus dem Nachteil tatsächlich ein Vorteil wird.
00:04:27: und da komme ich dann zum letzten Teil.
00:04:30: Batteriespracher können nicht nur so gefahren werden dass sie kein Ärger machen und Gewinne für die Investoren abwerfen sondern dass sich als netzdienliches Betriebsmittel eingesetzt werden und damit Netzausbau vermeiden, Netzauspau kosten senken und zusätzliche Anschlusskapazitäten für neue Erzeuger und Verbraucher schaffen ohne Netzausbau.
00:04:52: Das geht, das haben wir in Bolingstedt gezeigt und ich denke wenn es gelingt die Akzeptanz dieses Zusammenspiels zu kommunizieren danke auch dafür hier reden zu dürfen darüber und ist dann im großen Maßstab in die Praxis umzusetzen Dann hat EcoStore tatsächlich seinen Zweck erfüllt
00:05:13: Bandbreite unseres heutigen Gesprächs wahrscheinlich auch eröffnet und aufgezeigt.
00:05:19: Sie haben gerade auch den Tsunami angesprochen, von dem gerne mal die Rede ist wenn über die Entwicklung des Speichermarktes gesprochen wird.
00:05:28: lassen jetzt noch einmal zwei drei Schritte zurück vor den Tzunami machen denn ich kann mich sehr gut erinnern Ich habe sicherlich Deutlich mehr als einmal gehört, dass Batteriespeicher eigentlich erst ab den zwanzig dreißiger Jahren benötigt werden.
00:05:42: Könne sich da also Zeit lassen.
00:05:45: und jetzt sind wir doch noch deutlich vor den Zwanzig Dreißiger jahren Und wir erleben eine ganz andere Situation.
00:05:52: Wir erleben einen großen Boom im Speichermarkt zumindest was die Projektentwicklung erstmal angeht.
00:06:00: Sie haben auch gleichzeitig gesagt so viele Speicher haben wir ja eigentlich noch gar nicht im Markt.
00:06:05: aber Was hat aus Ihrer Sicht zu diesem Boom geführt?
00:06:08: Was sind die Gründe dafür?
00:06:09: Erst einmal sehen wir bei Batteriespeicher nichts Ungewöhnliches.
00:06:12: Es ist sogar eine Disruption nach dem Lehrbuch, wo man Konvergenz verschiedener positiv sich verstärkender Einflussfaktoren beobachtet, die zusammenkommen und die sich gegenseitig nochmal verstärken damit sehr schnell eine große Dynamik in ein etwas Marktliches passiert.
00:06:35: Und Destruktion kennt man aus vielen anderen Sektoren der Wirtschaft und des Wirtschaftslebens unter Technologie, dass so etwas im streng regulierten Energiesektor passiert ist allerdings neu.
00:06:47: Es kommen sinkende Batteriepreise zusammen mit einem Effekthor Volatilität durch die steigenden Erneuerbaren dadurch steigender Flexibilitätsbedarf.
00:06:58: Wir hatten Innovation in den Geschäftsmodellen, was die Speicherhaus alles machen können und Geld verdienen.
00:07:03: Das ist eine neue Ausschreibung gibt für verschiedene Bereiche Marktzugangsmöglichkeiten für Flexibilität in Strommarkten, Regelmärkten.
00:07:10: Wir hatten sehr niederschwellige Projektentwicklung für die Speicherung muss man auch sagen.
00:07:15: das hat sich jetzt natürlich geändert aber es war die letzten Jahre wirklich nicht schwer ein Speicher-Projekt baureif zu entwickeln Und wir hatten die Netzengeldbefreiung bis zum Jahr zwanzig neunzwanzig die ein entscheidender Faktor ist, damit das Geschäftsmodell über die Renditekriterien von privaten Investoren kommt.
00:07:31: Und wenn das gemeinsam auftritt dann ist es wie eine Popcorn Pfanne wo man ab einem bestimmten Zeitpunkt wo die Renditekriterien erfüllt sind plötzlich einen großen Zuwachs erwarten kann.
00:07:44: Es ist anders als im regulierten Bereich wo der Gesetzgeber die Hoheit hat kontrolliert ausschreibt, weil er einen Bedarfsplan hat.
00:07:58: Auch für die Netzentwicklung hatten wir ein Bedarbsplan und man kontrollierte Investitionen und das Volumen heraus.
00:08:04: Bei Batteriespeichern gibt es diesen Bedarf Plan oder die Möglichkeit ihn zu kontrollieren einfach nicht, weil es rein privat finanzierte Dinge sind.
00:08:13: Ich denke, dass ist auch Teil des Problems, weil in den Kreisen des Regulierers oder des Gesetzgebers dadurch ein Unbehagen entsteht.
00:08:23: Da ist eine Asset-Klasse, die kringt sich nicht in den Griff.
00:08:27: Die kam ohne dass man sie gerufen hat und die tut unkontrolliert aus Sicht des Wachstums erst mal das was der Markt tut Und der Markt zeigt wieder einmal dass er eigentlich stärker ist als der Regulierer.
00:08:40: Deshalb bin ich auch fest überzeugt dass die Batteriesubption ihren Weg gehen wird weil die Physik stärker isst.
00:08:47: Wir brauchen Zwischenspeicherungsmöglichkeiten von Volatiloson und Energie.
00:08:51: Die Physik will das Und auch der Markt ist stärker.
00:08:55: Die Solar- und Windenergie ist nun mal billig, wenn viel davon da ist – und das Strom ist teuer, wenn die fehlen!
00:09:01: Ich glaube, dass es von der Grundsatzanfrage nicht mehr aufzuhalten.
00:09:07: Seit wir Ende Mai von der Bundesnetzagentur gehört haben, dass sie die Batteriedisruption nicht ausbremsen möchte durch ein neues Netzengeldsystem, das zwar sich an der Finanzierung der Netzkosten durch Speicher beteiligt, diese aber auf einer Maß- und Höhe- und Mechanik macht das man weit investieren kann.
00:09:32: Glaube ich werden wir sehr viel Speicherzubau sehen und eben dadurch die Unumkehrbarkeit der Energiewende sicherstellen.
00:09:41: Das ist nämlich der Punkt wo Dinge privatwirtschaftlich investiert werden ohne dass der Regulator durch politische Großwetterlagen entscheidend darauf eingreifen kann ob Dinge passieren oder nicht.
00:09:52: Das sind wir jetzt noch nicht ganz, man sieht die Bundesregierung kann Wind- und Solarzubau ausbremsen oder verhindern.
00:10:00: Und Ecostore arbeitet hart an den Punkt dass dies in Zukunft nicht mehr möglich ist indem wir so viel Sprachkapazität schaffen das die Geschäftsmodelle von Wind und PV unabhängig macht von Förderung und Regulierung.
00:10:12: Das ist ein ganz entscheidender Punkt.
00:10:14: Ich verfolge den Energiemarkt ja auch schon seit einigen Jahren und es gab immer wieder die Diskussion und die Forderung, auch die erneuerbaren Energien müssen sich dem Markt stellen, die müssen in den Markt gehen.
00:10:29: Es wurde oftmals aus dem Kreise der etablierten Energiewirtschaft eben der Ruf nach mehrem Markt laut.
00:10:35: gleichzeitig hat sich aber genau dieser Teil der Energiewirtschaft eigentlich ein Stück weit immer mehr aus dem Markt zurückgezogen, denn es gibt mittlerweile Ausschreibungen für alles Mögliche.
00:10:47: Demnächst auch für Kraftwerke was ein großes Streitthema ist.
00:10:52: die Bundesregierung hatte angekündigt sie will alles besser machen als die Vorgängerregierung.
00:10:58: Es soll Technologie offener Ausschreiben geben.
00:11:01: genau darum gibt's jetzt eine intensive Diskussion Weil man doch merkt, dass diese Technologie auf ein Teil relativ beschränkt ist.
00:11:09: Nämlich auf eine einzige Technologie und Speicher außen fort bleiben.
00:11:15: Wie gucken Sie auf die ganze Diskussion rund um das Thema Kraftwerksstrategie- und Kapazitätsmechanismus?
00:11:21: Da ist ganz viel Ideologie drin.
00:11:23: Die Bundesregierung, da der Ampel vorwirft, ist der ideologische Grüne Ideologie, dasselbe Argument kann man jetzt mit einer anderen Farbe auch der jetzigen Bundesregierung vorwerfen.
00:11:34: Dass man sich ein bisschen zu wenig auf die Fakten stützt und zu wenig eigentlich die Interessen der Netzengeldzahler, der Verbraucher im Auge hat wo es klarer wird das die wirtschaftliche Vernunft.
00:11:51: nichts mit einem Gas-Only Kraftwerksegment zu tun hat.
00:11:56: Wir reden von den ersten zehn Gigawatt von einer Ausschluss von Alternativen außer Gaskraftwerke in der Kapazitätsmarkt.
00:12:05: Das kann man so sehen, ich will da als auch wirklich bei der Sache bleiben und den Übertragungsnetzbetreibern sehr eng zuhören die sagen wir brauchen tatsächlich ein gewisses Kontingent an Steuerbaren Kraftwerken, die dauerlastfähig sind und da können andere Technologien eben nicht so gut mithalten.
00:12:21: Batterie, Lasten oder Bulls wie es eben steuerbare große Kraftwerksblöcke sind.
00:12:26: in gewissen Ausmaß ist der Bedarf auch nachvollziehbar.
00:12:29: Wir haben aber auch von vielen Studien in den letzten Wochen gehört dass man ganz trockene Zahlen findet um nachzuweisen das er eine überschaubare Menge an Gaskraftwerk noch braucht um die Sicherheitslücke zu schließen.
00:12:43: Und die ersten zehn Geowatts sind da vielleicht schon das ausreichende Maß, wenn man genau hinschaut.
00:12:49: Würden wir nämlich wie die BIT-Studie aus März zeigt eine konsequente Elektrifizierung und Flexibilisierung des Energiesystems weiter treiben und dabei eben nicht die jetzigen Impulse der aktuellen Regierung weiterverfolgen sondern ist bis ein besser machen?
00:13:03: Würden wer darüber hinaus kaum mehr steuerbare Gaskraftwerke brauchen Flex-Lösungen und Top zu den ersten GW eigentlich schon schaffen die Versorgung sich als Lücke zu stopfen.
00:13:16: Deswegen plädiere ich wirklich ganz deutlich um mit allem Nachdruck, die Technologieoffenheit nach dem ersten zehn GW oder meinetwegen auch nachts ernstzunehmen und nicht nur dann reinzuschreiben wenn es einen gerade in ideologischen Kram passt wie bei der Brennstoff Diskussion von eFuels wo man auch sagt bitte Technologie Offenheit da ist es den konservativen Kräften recht.
00:13:40: Wenn es um Kraftwerk und Absicherung geht, dann bitte nicht, weil Technologieoffen ist ja immer da nicht ehrlich gemeint hat.
00:13:47: Ich kritisiere das und plädiere für einen echten technologioffenen Kapazitätsmarkt.
00:13:53: der hat für Flexibilitätstruktur am Ende nur eine geringe Bedeutung, weil er keine ausreichenden Investitionsanreize liefert, um allein dafür in Flexibility zu investieren.
00:14:07: gleichzeitig Auf der anderen Seite der Medaille heißt es, die Flexibilitätsoptionen kommen trotzdem und können sehr viel billiger.
00:14:15: Die selben Absicherungslücken stopfen, die nach den zehn Gewege Askraft übrig bleiben wie komplett Investitionsanreizen in neue Kraftwerke.
00:14:24: So das hat die BED nämlich auch ausgerechnet und die EV auch und wenn man weiter Studien schaut sieht man es auch.
00:14:30: Man kann sehr sehr viel Geld sparen bei Wahrung oder Versorgungssicherheit wenn man Technologieoffenheit wirklich durchdekliniert, wie es ja eigentlich nach Faktenlage sein sollte.
00:14:42: In der Hinsicht sind Speicher konkurrenzfähig zu Kraftwerken – warum?
00:14:47: Weil die Spitzenbedarfe in einer überschaubaren Dauer auftreten!
00:14:54: In Kombination mit eben den Grundbedarfen, die auch in Dunkelflauten über einige Wochen vorkommen können haben wir auch in den Spitzenbedarfe während der Dunkelflute.
00:15:05: Die man nicht mit grundlastfähigen Gaskraftwerken überbauen muss sondern wo man sehr gut Speicher begrenzte Flexibilitäten nutzen kann im Ausmaß von vier Stunden sechs Stunden acht Stunden je nach Derating Faktor um den Teil sehr viel billiger abzusichern.
00:15:23: Wir
00:15:24: sehen ja heute im Markt für Batteriespeicher vor allem zwei Stunden Speicher, der Trend geht jetzt aktuell eher dann eben Richtung vier Stunden speichern.
00:15:32: oftmals wird das Argument angeführt dass das eben nicht ausreicht um eine erforderliche Versorgungssicherheit darzustellen.
00:15:41: was halten Sie dem entgegen?
00:15:42: dass
00:15:42: es eine indifferenzierte Betrachtung ist.
00:15:44: Natürlich ist ein Zwei-Stunden-Speicher nach zwei Stunden leer, wenn er voll abgerufen wird – das ist aber nicht die Frage gewesen!
00:15:50: Kann einen Zwei Stundenspeicher vielleicht auch mit halber Leistung betrieben werden?
00:15:54: Wenn er weiß, die Energie ist über den längeren Zeitraum teuer und bei dem Zubau von vielen Speichern würden ja auch Zwei stundenspeicher angereizt werden ihre Energie über den längeren Zeitraum zu verteilen allein marklich getrieben.
00:16:08: Und wenn sie da noch in einem Kapazitätsmarkt mit einem De-Rating Faktor Was ist das?
00:16:12: Einem entsprechenden Faktor zur Bemessung des Versorgungs-Sicherheitsbeitrags eines Kurzfristspeichers.
00:16:19: So, der dann eben nicht eins ist – nicht Null, neun sondern meinetwegen Null Komma Eins, Null Koma Zwei was auch immer, da faire die Ratingfaktoren als zwei Stunden Speicherer sind.
00:16:26: Dann wird man von allen Flexibilitäten, auch kurzfrist speichern einen Beitrag zu Versorgungslücke wiederfinden.
00:16:33: und was in dieser Debatte eben auch zu kurz kommt….
00:16:37: Die Versorgingslücke isst keine Grundlastlücke!
00:16:40: Die hatten Profil und die hat immer ein Profil.
00:16:43: In der Nacht haben wir keinen Spitzenlastbedarf, den haben wir tagsüber und den sollten wir möglichst eben mit Spitzen Last fegen und daraus sehr viel günstigeren Flexibilitäten absichern.
00:16:56: Und dann kann man natürlich vier Stunden Kapazität bauen, die marktlich in Deutschland mit Sicherheit angereizt werden vielleicht auch sechs.
00:17:03: darüber hinaus wird es mit rein marktlichen Anreisen ein bisschen schwierig, aber auch der Blick nach England oder nach Belgien zeigt.
00:17:12: Zwei Dinge – erstens einmal man findet einen fairen Versorgungssicherheitsegivalenten Beitrag von Kurzfrists-Flexibilität.
00:17:19: Erstens und zweitens wenn man versucht einen Kapazitätsmarkt zur Regulierung macht man die Erfahrung dass man's beim ersten Aufschlag falsch macht.
00:17:27: Und dann Reformen braucht.
00:17:28: und die Reform der Reform und die reform der reform der Reform weil so eine komplexe Sache wie Absicherung regulatorisch schwer effizient geregelt kriegt.
00:17:37: Vielleicht müssen wir akzeptieren, dass in den ersten Tranchen der Regulierung auch was falsch gemacht wird?
00:17:44: Das ist besser als es gar nicht zu tun!
00:17:45: Sofern unterstütze ich jetzt schnell etwas zu machen im überschaubaren Ausmaß um dann zu lernen und es dann in Zukunft schrittweise besser zu machen.
00:17:53: Wie
00:17:53: wahrscheinlich ist das aus Ihrer Sicht, dass ich Speicher in technologieoffenen Ausschreibungen?
00:17:58: was er letztendlich ist?
00:17:59: Ist ja ein Preiswettbewerb, dass sich Speicher durchsetzen gegen Kraftwerke?
00:18:04: Ich
00:18:04: halte es für sehr wahrscheinlich weil ein Kraftwerk muss mit dem Geburtspreis ja initial gebaut werden Es gebe keinen anderen Grund mehr einen Gaskraftwerk zu bauen.
00:18:14: Der Markt dreht es nicht an.
00:18:16: Insofern haben wir da ein ziemlich dickes Missing Money Thema und das Missing Money eines vier Stunden Speichers im Kapazitätsmarkt ist null.
00:18:23: Der wird sowieso gebaut.
00:18:25: Ein sechs oder acht Stunden Speicher, der braucht ein bisschen Missing-Money Support aus dem Kapazitätsmarktum gebaut zu werden vielleicht in Zukunft auch weniger wenn die Batteriepreise weiter sinken oder sich andere Geschäftsmodelle verbessern.
00:18:38: Und wird sich dadurch, wenn die Rating Faktoren für den Spitzenlast Anteil fair gestaltet werden Trotz D-Ratingfaktor kleiner als ein Gaskraftwerk, wird bewerblich durchsetzen.
00:18:50: Das
00:18:50: heißt aber auf der anderen Seite eigentlich wenn man das weiter denkt wir sehen ja den Boom momentan.
00:18:56: also selbst wenn bei Weiten nicht alle Projekte umgesetzt werden die jetzt momentan irgendwo unterwegs sind wird trotzdem großes Volumen an Speicherkapazitäten entstehen.
00:19:10: rein marktlich getrieben brauchen.
00:19:12: brauchen die Batteriespeicher überhaupt?
00:19:14: Die Ausschreibung, die jetzt vom Bund geplant sind?
00:19:18: Nein.
00:19:18: Das haben wir ja gleich am Anfang schon geklärt.
00:19:20: Batteriespeicher kommen trotzdem.
00:19:22: Ausschreiben braucht es für Anlagen, die ansonsten nicht kommen würden, die die Versorgungssicherheit aber benötigt.
00:19:30: An der Stelle muss man sich schon fragen warum man Geld für Gaskraftwerke ausgeben will wenn abgestellte auf den Teil der Spitzenlast die Kurzfristspeicher nehmen können die Kapazität trotzdem kommt.
00:19:41: Das ist eine Diskussion um Gaskraftwerke in dem Markt gibt, halte ich für verständlich vor dem Hintergrund dass wir seit über fünfzehn Jahren über einen Kapazitätsmarktinstrument reden und initial dieses Werkzeug Batteriespeicher nicht aufm Schirm hatten oder Radar haben.
00:20:02: Es gab es einfach nicht, das gibt es erst seit ein paar Jahren.
00:20:05: Und trotzdem sagen wir mal gewisse Beharrungskräfte dieses zusätzliche neue Werkzeug nicht in den Radar aufnehmen möchten, weil sie seit vielen Jahren für die Umsetzung des Instruments betteln.
00:20:17: und jetzt endlich wo es kommt braucht man's vielleicht nicht mehr.
00:20:20: In dem Ausmaß weil wir plötzlich andere Möglichkeiten auch haben muss man deswegen trotzdem an das Instrument festhalten.
00:20:26: nein muss man nicht.
00:20:27: wenn neue Instrumente in den Kasten sind muss man die Überlegung neu machen.
00:20:31: was ist nach jetziger Überlegungen wo wir die Gesetze machen?
00:20:34: Das volkswirtschaftlich instrumenteste Mittel?
00:20:37: Und das ist sicher nicht mehr alles über Gas, was es vor fünfzehn Jahren vielleicht gewesen wäre.
00:20:41: Trotzdem
00:20:42: verstehe ich Sie ja so – sie sagen auch nicht auf der anderen Seite wir brauchen gar keine Kraftwerke als Absicherungsinstrument sondern wir diskutieren eben eher über das Volumen.
00:20:52: also brauchen wir über die acht bis zehn Gigawatt jetzt in der ersten Stufe angestoßen werden noch weitere größere Gigawattszahlen oder können wir's dabei belassen und gehen in den nächsten Stufen dann Wirklich technologieoffenen Wettbewerb und gucken was dabei rauskommt.
00:21:09: Ja genau, Gaskraftwerke bauen ist aus meiner Sicht nicht nur kostentechnisch das allerletzte Mittel sondern auch strategisch militärstrategisch geopolitisch.
00:21:19: schauen wir uns an wo der Brennstoff daher kommt?
00:21:21: Wir haben kein heimisches Gas oder zumindest viel zu wenig.
00:21:24: natürlich kann man etwas aus norwegen kriegen wenn mal die Hütte brennt aber wir haben zwei Preisschocks gerade hinter uns mit der ukraine krise, mit der iran krise.
00:21:33: das vertrauen in die zuverlässigkeit fossiler brennstoffe ist definitiv jetzt weg wo auch noch im iran gezeigt wird dass man uns mit einem nicht nachvollziehbaren handeln eines nicht näher genannten entscheiders am anderen ende vom ocean plötzlich eine ganze wirtschaft oder ein ganzes kontinent in die krise stürzen kann und gleichzeitig in fern ost Wirtschaften von der Gasversorgung kappen kann, weil sie noch viel gravierende Konsequenzen hat für die Nahrungsmittelversorgungen.
00:22:04: Für Dünger, für den Wirtschaftskreis oder für wirklich das Stromausfeld?
00:22:07: Nein!
00:22:08: Das ist keine richtige Strategie.
00:22:09: da muss jetzt endlich Schluss sein und Gas nur dort zulassen wo man es wirklich nicht mehr vermeiden kann als alles Letztes Mittel.
00:22:18: Gott sei Dank haben wir jetzt Alternativen.
00:22:21: Die sind nicht nur geostrategisch besser sondern auch noch billiger und umweltfreundlicher.
00:22:25: ja dann lass uns die doch Prioritär nutzen.
00:22:28: So wie sie es ausführen, benötigt diese alternative Technologie.
00:22:32: Also Speichertechnologien brauchen gar nicht so sehr einen gesetzlichen Rahmen aber gleichwohl ja doch ein regulatorischen Rahmen der weiterhin Wachstum zulässt.
00:22:44: haben sich schon die Weichenstellungen durch die Bundesnetzagentur angesprochen, ein Treiber für das wirklich große Interesse an der Entwicklung von Batteriespeichern ist ja die bisher gültige Netzentgeltbefreiung.
00:22:59: Die stand jetzt bis August.
00:23:01: zwanzig neunzwanzig gilt.
00:23:04: Sie haben vorhin schon angesprochen im vergangenen Monat hat die Bundesnetzagentur neue Eckpunkte vorgelegt wie es auch mit den Netzentgelten Verspeicher weitergehen soll.
00:23:16: Wie erleichtert?
00:23:18: Gucken Sie auf das, was die Bundesnetzagentur vorgeschlagen hat.
00:23:22: Ja schon ein bisschen erleichter, weil der Gatekeeper für den Speicherhochlauf war.
00:23:30: Diese eine Reform hat Grundsatzcharakter ob es mit dem Speicher-Hochlauf weitergehen kann oder ob er vorbei ist.
00:23:40: Die Regierung hat mit ihren Möglichkeiten zwar auch Einfluss Aber grundsätzlich geht es um die Netzengelte.
00:23:48: In aller Vorderfront sieht man auch in anderen Ländern, wo die Netzingelte prohibitiv hoch sind wird nicht den Speicher investiert.
00:23:55: In Deutschland hatten wir dieses Privileg über viele Jahre und die Venezuela hat natürlich mit Recht gesagt Momentan mal!
00:24:02: Wir müssen die Kostentragung der immer höher werdenden Netzkosten auf breitere Basis stellen und aus meiner Sicht eine kluge Entscheidung getroffen die Speicherer zusammen mit den Erzeugern in einen Topf zu werfen und die höhere Netzengelte an denen im Agnesprozess beschriebenen Indikatoren festzuhalten.
00:24:23: Das führt zu ungefähr vier bis sieben Euro pro Kilowatt am jährlichem Kapazitätspreis, die für Speicher nicht ganz unkritisch sind wenn man genau hinschaut.
00:24:33: fahren Speicher in Zukunft ja sehr häufig und vorausschließlich unter sogenannten FCEs, das heißt Verkehrsregeln mit denen sie sich praktisch im Stromnetz bewegen dürfen.
00:24:43: Die ihrerseits ja schon oft Regelnbeinheiten die die Rendite bis an den Rand der Investierbarkeit geführt haben.
00:24:50: hätte die Beine jetzt auch am Top noch höhere Netzengelde als die vier bis sieben Euro pro KW verlangt hätten beide Regelwerke zusammen, sprich FCEs und Netzengelte die Investierbarkeit gekippt.
00:25:06: So haben wir jetzt den Benchmark mit vier bis sieben Euro pro KW.
00:25:09: damit kann man unter moderaten FCE weiter investieren und ich gehe davon aus dass die Diskussion über FCE ist die ja noch lange weitergehen werden weiterhin in diesem moderaten Ausmaß stattfinden.
00:25:22: wie wird zum Beispiel jetzt mit Bullingstedt und dem Ion Konzern eine Lösung finden konnten, die in den nächsten Wochen ausgerollt wird und wie sie auch die UNWs vor sich haben.
00:25:35: Was noch nicht ganz ausgerullt ist aber was in Sicht ist das es auch moderate Regeln geben soll bevor
00:25:42: wir auf diese Details der FCA's, der flexiblen Netzanschlussverträge mal eingehen Und ich gerne noch mal auf dieses Thema Netzentgelte eingehen, weil so ganz gebannt ist die Gefahr ja erstmal nicht.
00:25:55: Weil die Bundesnetzagentur zumindest in der Perspektive davon spricht dass ein dynamisches Netzentgeld kommt und da ist gerne die Rede davon das dynamische Netzentgelt nicht unbedingt belastend sein soll sondern das es auch Chancen bietet und vielleicht sogar Chancenen für mehr Erlöse bietet.
00:26:12: glauben Sie daran?
00:26:13: Ja
00:26:14: glaube ich fest daran!
00:26:15: Die Frage kriegen wir es in dem Maße, wie sich diese Netzengelte in der Theorie zeigen auch in die Praxis umgesetzt.
00:26:22: Und da muss noch ganz viel darüber nachgedacht werden wann man diese Preissignale sendet weil das entscheidet darüber in welchem Ausmaß ein Speicher sein Verhalten lenkt oder ein Netzbetreiber das Speicherverhalten lenken kann und wie sehr ein Netz Betreiber mit dem gelenkten Speicher verhalten auch planen kann um seine Engpässe besser zu beherrschen.
00:26:46: Ich denke aber, das wird gelingen.
00:26:48: Weil wir bei der Diskussion über FCA ist Einspeiseverbote Bezugsverbote Einspeisigebote und Bezuggebote genau dieselbe Diskussion haben und Lösungen gefunden haben Und das macht mich optimistisch dass es auch für die dynamischen Netzengelde so kommt.
00:27:09: Man muss aber auch realistisch bleiben.
00:27:11: Es wird wahrscheinlich nicht gelingen auf jeder Netzebene und in jedem Netzgebiet solche Anreizprogramme umzusetzen und auch nicht in den nächsten zwei, drei Jahren.
00:27:22: So es wird länger dauern.
00:27:23: Es wird nicht überall passieren und vielleicht auch nur für manche Essert-Klasse und nicht alle.
00:27:27: Sie haben jetzt das Stichwort FCA schon ein paar Mal gegeben.
00:27:33: Warum reden wir darüber?
00:27:35: In der Vergangenheit war von Netzbetreibern doch immer wieder zu hören dass das Batteriespeicher per se eigentlich nicht netzdienlich sein.
00:27:43: sie nützen dem Netz nicht, weil es bestimmte Situationen geben kann.
00:27:48: In dem ein Speicherbetreiber vielleicht einen anderen Anreiz hat sein Speicher zu betreiben als es dem Netzbetreber in einer bestimmten Situation gerade lieb ist oder beziehungsweise was aus Netzsicht eben erforderlich ist.
00:28:03: FCA sollen genau diese Brücke schlagen.
00:28:06: können Sie vielleicht ganz kurz nochmal das Prinzip dieser net flexiblen Netzanschlussvereinbarung erläutern?
00:28:12: Ja, in Kürze.
00:28:13: Es sind Verkehrsregeln die eingeführt werden damit der Netzbetreiber unfallfrei sein Netz führen kann.
00:28:20: auf der einen Seite dann hat man ein Zustand von Netzneutralität wenn ich das so das Beschlagwort einführen kann herstellt.
00:28:28: es gibt darüber hinaus noch weitere Verkehrs regeln die sicherstellen dass ein Batteriespeicher auch noch netzdienlich gefahren werden kann und damit zum quasi netzbetriebsmittel wird.
00:28:39: Und Netzbetreiber und auch die Speicherbetreibers sind ja gerne mal in ihrer eigenen Bubble und definieren die Begrifflichkeiten so, wie es ihnen passt.
00:28:46: Bei der Diskussion mit Netzbetrieber vor nicht allzu langer Zeit hatten Speicher natürlich immer dann keine Berechtigung wenn sie nicht so gefahren werden wie ein Netzbetriebsmittel aus Sicht des Netzbetreibs Gefahren werden muss.
00:29:00: Immer streng, netzdienlich im Engst Sinne Und die Batteriespeicher, Entwickler und Betreiber dachten naja so lang ich dem Netz nicht wirklich im Weg bin und Netzengpässe provoziere muss sich ja mein eigenes Ding machen dürfen.
00:29:14: Wir haben hier einen offenen Markt und freien Wettbewerb.
00:29:17: warum allzu strenge Regeln?
00:29:19: Wir haben bei ECOS so gelernt dass man diese beiden Bubbles miteinander reden lassen muss und ein Vertrauensvorschuss in diese Diskussion einbringen muss weil es geht um sehr viel nämlich Das Ausmaß.
00:29:31: wie viel Batteriespeicher hat tatsächlich im Netz angeschlossen werden können.
00:29:36: Und da haben Batterie Speicher ein sehr großes Interesse, man kann über wenig Verkehrsregeln einfach auch nur sehr wenige Batterie-Speicher anschließen.
00:29:43: Dann sind erstens mal die Netze dicht und zweitens in den Netzen dann nicht mehr führbar wann zuviel los ist.
00:29:49: Wenn so viel, sagen wir mal, Störenfriede im Netz unkontrolliert unterwegs sind und das Potenzial haben nicht.
00:29:55: Den Ruf haben Batteriespeicher nicht zu unrecht verdient wenn man auf die allerersten Projekte schaut, die unkondrolliert im Netzrum fahren.
00:30:03: Auf der anderen Seite, wenn man zu strenge Regeln macht investiert keiner und da hat keiner was davon.
00:30:07: Nicht den investierter Speicher ist auch nicht netzdienlich für ein Netzbetreiber und er liefert auch keine Rendite für einen Betreiber.
00:30:14: Da geht es darum das richtige Maß zu finden wo die Optimierungsaufgabe dass man netzneutral, im besten Falle ein netzdienlichen Betrieb herstellt der noch investierbar ist.
00:30:25: Dann hat man nämlich maximal viel Flexibilität im System die gleichzeitig auch das tut was da Netzbetreiber will und gleichzeitig auch Renditen abwirft.
00:30:34: klingt ein bisschen wie die Quadratur des Kreises aber wir konnten in Bolingsted zeigen es gelingt und dass Eon verstanden hat dass man so ein Modell standardisieren und skalieren kann Und die üben BS werden das ja auch tun.
00:30:50: Das macht mich wiederum sehr froh, geholfen zu haben diese Schnittmenge zu finden mit EcoStore und zu helfen das zu skalieren.
00:31:00: Ich kann nur andere Stakeholder aus der Batteriesprachbranche oder von Netzbetreibern einladen sich intensiver mit der Frage auseinanderzusetzen warum man jetzt ein paar Schritte auf den anderen zugehen soll.
00:31:13: Erstens wird mir feststellen es tut gar nicht weh so lange man anständig miteinander redet.
00:31:18: Und zweitens, es entsteht tatsächlich ein großes Volumen anschließbarer Speicher.
00:31:24: Wir reden darüber die Netzantragsschlange abzuarbeiten und zwar nicht in dem Maße das man die Anträge wegwirft sondern dass mein Anschluss Zusagen erteilt am Ende des Tages.
00:31:33: Das geht nur darüber indem man die Regeln für den Betrieb der Speicher ausdefiniert und diese Schnittmengen herstellt.
00:31:41: haben sie jetzt erwähnt, in Schleswig-Holstein.
00:31:44: Sie haben dort, ich glaube so, in Betriebnahme den bundesweit größten Batteriespeicher dann gestartet und mit EON oder beziehungsweise der Tochter SH Netz eben genau einen solchen Vertrag abgeschlossen.
00:31:59: Sie habe mir von Verkehrsregeln gesprochen.
00:32:02: Ich stelle mir also meinetwegen mal eine Ampel vor und das ist sozusagen ihr Interesse dass diese Ampel möglichst häufig auf Grün steht und möglichst wenig rot.
00:32:12: Ist Ihnen das in der Vereinbarung mit Ehren gelungen?
00:32:15: Ja, es ist eine dynamische Ampel.
00:32:17: Die kennt man ja auch in verkehrsamen Zeiten das dass man die grüne Welle hat.
00:32:21: wenn kein Verkehr ist kann man ja Grün machen.
00:32:24: Der Fehler ist, dass man Ampeln versucht immer mittags auf rot zu stellen egal ob der Sonne scheint oder nicht.
00:32:29: Das ist Blödsinn.
00:32:31: Man muss schon ein bisschen näher ins Netz schauen ob wirklich im Netzen eng passt rot oder nicht.
00:32:35: und wenn keiner droht ist es fair dass da Speicher auch Vorfahrt kriegt und einspeisen darf.
00:32:43: Und das wird jetzt auch skaliert.
00:32:44: Das sind sogenannte voldynamische FCEs.
00:32:47: Es gilt ebenfalls auf der Bezugseite, dass man eben nur dann den anderen Anschlussnehmern im Netz Seiserzeuger oder Verbraucher Vorfahrt gibt als Speicher wenn diese auch tatsächlich einspeisen und beziehen wollen.
00:33:02: Wenn es netzfrei ist soll man grüne Ampel haben wenn man bei dem Bild bleibt.
00:33:07: Über diese Dynamik schafft man es die Brote-Ampelfase so kurz zu halten und die finanziellen Konsequenzen roter Ampeln so gering zu halten, dass Batteriesprachinvestition für Investoren tragfähig bleiben.
00:33:21: Äonetzvorstand Thomas König hat beim BDW-Kongress, der kürzlich in Berlin stattfand.
00:33:28: Also das große Branchentreffen des Energieferbandes gesagt.
00:33:32: Das sei gelungen die Einschränkung im Speicherbetrieb auf unter drei Prozent zu halten?
00:33:40: Ist das so eine Größenordnung?
00:33:41: wo sie auch sagen hat er recht oder stimmt es doch nicht immer ganz so?
00:33:45: Da hat er sich die falsche Zahl gemerkt, tatsächlich.
00:33:48: Also wir haben ja sehr intensiv geredet und auch Daten geliefert und da war neulich ein Kongress in Warschau wo paar Zahlen gefallen sind, da auch die drei Prozent aber nicht im dem Zusammenhang also es sind schon über zehn Prozent.
00:33:59: Hat Eva Zimmermann recht gehabt auf einem BDW-Kongress wo es dann eher Richtung fünfzehn-zwanzig Prozent geht Und das messen wir auch in Bolingstedt, da liegen wir so bei zwanzig Prozent am Ende.
00:34:08: Das muss ich schon auch sagen Es tut schon weh.
00:34:11: So ist es nicht und ich verstehe jeden Speicherbetreiber der Reflexe hat sich gegen diese Busfesseln erst einmal zur Wehr zu setzen, solange man nicht verstanden hat dass man die Zwingen braucht um überhaupt im Game zu sein.
00:34:23: Aber es ist mehr erstattet, vielmehr!
00:34:24: Okay das ist gut zu hören.
00:34:26: aber sind FCA's dann trotzdem aus ihrer Sicht der Schlüssel um künftig weitere Batteriespeicher in den Markt integrieren zu können und auch auf einem Gemeinsames miteinander zu kommen?
00:34:39: Ja,
00:34:39: selbstverständlich.
00:34:40: Sonst bleibt die Tür einfach zu wenn man Schlüssel nicht hat weil mehr Speicher aufnehmen die Nichtverkehrsregeln berücksichtigen ist halt schlichtweg auch technisch nicht mehr möglich.
00:34:51: Die Systembetreibbarkeit von Blindflug Flexibilität hat nur Aufnahmefähigkeit für ein geringes Maß.
00:35:00: so FCS sollen ja den blind flug des speicher Verhaltens in den Griff kriegen das eben nicht bei hoher erneuerbarer Einspeisung auch noch unkontrolliert Speiharrter zuspeisen, wenn gerade Marktsignale das wollen.
00:35:12: Weil wir ein gesamtdeutsches Strommarktgebiet haben, wollen wir es fast nicht aufmachen.
00:35:17: Aber darum geht's ja am Ende des Netz- und Marktnicht zwingend immer übereinander passen und dass FCEs diesen Missmatch vertraglich regeln müssen was einen Strompreis zu uns plitt marktlich geregelt hätte.
00:35:29: Wenn wir jetzt mal vorausschauen, Sie haben ja durchaus gesagt Natürlich ist die hohe Volatilität, die wir momentan im Markt haben durch die Schwank der neuerbaren Einspeisungen natürlich ein Trigger für den Speichermarkt.
00:35:42: Je mehr Speicher aber in den Markt kommen, ist ja die Annahme das diese Volatiltät auch wieder abnimmt.
00:35:48: Das soll ja auch so sein!
00:35:50: Wo kommen wir denn an einer Sättigungsgrenze und wie weit sind wir davon entfernt?
00:35:54: Das ist eine ganz spannende Frage.
00:35:56: Also wenn ich eines gelernt habe, ist das Batteriespeichern immer wieder im Geschäftsmodell bedroht wurden und an die Grenze der Investierbarkeit gebracht worden und dass man dann am Ende wieder was gefunden hat um weiter zu investieren in andere Layouts, in andere vielleicht Technologien mit anderen Geschäfts-Modellen.
00:36:13: aber ich glaube es geht noch lange, lange weiter so wie jetzt Standalone Lithium-Ion LFP basiert.
00:36:20: mit zwei bis vier Stunden Design kommt man natürlich an die Grenzen.
00:36:23: Und diese sind durch die Residuallast, wie wir sie auch in der Dunkelflaute haben ein Stück weit definiert und man kann jetzt noch schauen, wie viel Stromverbrauch haben wir denn in den zwanzig dreißigeren und vierziger Jahren?
00:36:35: Das hängt natürlich stark damit zusammen, dass die Abnahme von Strom ist.
00:36:40: Die Aufnahme vom Strom ist kein Thema.
00:36:41: da wird es immer genug bevahrend Windüberschüsse geben aber man muss einen Strom ja täglich wieder verkaufen.
00:36:47: Und wenn man da Residual-Lassprognosen nach Netzentwicklungsplan, Scenarium A B C und so weiter anschaut wird man bei um die Fünfzig, Sechzig, Siebzig Gewege irgendwann auch an den Zubaugrenzen für die vielen Investierbarkeit von Stendel und Bestchancer.
00:37:03: Aber jetzt haben wir da noch gute zehn bis fünfzehn Jahre vor uns, um das dahin zu kommen und bis dahin wird sich noch sehr viel tun.
00:37:10: Wir werden technologisch viele Dinge sehen.
00:37:13: vielleicht sehen wir eine Natiumpatterie, die nochmal ein Stück weit billiger ist.
00:37:17: Vielleicht sehen wir auch neue Geschäftsmodelle.
00:37:19: Wir werden auf jeden Fall den Behind-The-Meter Case sehen für eine erneuerbare Für Industriespeicher, was nochmal eine Verlängerung und eine Geschäftsmedellinnovation darstellt.
00:37:29: Und am Ende glaube ich das Speicher in jeder Ecke und in jeder Ritze des Strommarkts ihren Platz finden werden Egal in welcher Form das kann man noch nicht absehen.
00:37:42: Auch da muss EcoStorm mitgehen, weil wir heute Standalone hundert mw bis Gigawattgröße bauen.
00:37:48: Das wird vielleicht ewig in der Form nicht weiter gehen und dann müssen wir ständig an unseren Innovationen und Berechtigungen im Markt auch in den dreißigundvierzig Jahren arbeiten.
00:37:57: Jetzt haben
00:37:57: wir ja schon unglaubliche Kosten und Redaktionen im Speichermarkt gesehen.
00:38:02: ist es da noch weiterhin Luft drin?
00:38:04: Ich denke ein bisschen schon so.
00:38:06: Wir berühren jetzt wenn man auf LFP schaut Schon ein Stück weit auch die Grenze, wo Rohstoffkosten dann dominierende Rolle spielen.
00:38:14: andererseits sind Batterien ähnlich wie bei PV.
00:38:18: Da sind auch die Module nicht mehr.
00:38:20: Die einzige dominierende Kostengröße, wir haben Umspannwerke.
00:38:24: Wir haben Baukostenzuschüssewechselrichter, die Velloperfis, die auch gezahlt werden müssen ist eher so ein sich angleichender Anteil von vielleicht vier-fünf großen Kostenblöcken, die gemeinsam als Ganzes im Projekt optimiert werden können und weniger das eine Elementspeicherzellen oder Speichersystem alleine.
00:38:43: Aber selbst da beim Speichercellen sehe ich schon noch ein bisschen Luft nach unten.
00:38:46: in dem Fall Sofern nicht geopolitisch die Lage sich nicht wieder auf den Kopf stellt und China irgendwas macht mit Taiwan oder andere Probleme auftreten.
00:38:55: Aber selbst da denke ich mir, gibt es einen Ausweg weil man Werkzeuge importiert und nicht Verbrauchsküter.
00:39:06: Jede Sprachercontainer der bis zu einer geopolitischen Krise in Deutschland importiert wurde ist eine auf zwanzig oder mehr Jahre arbeitendes Erzeugungsasset und Flexibilitätsasset war es jetzt mal krisenunabhängig, seinen Job in Deutschland macht um uns resilient zu machen gegenüber unkontrollierten, unkollerbaren Import von Brennstoffen.
00:39:28: Das ist echt ein Unterschied in der Denkweise ob man jetzt laufend Kilowattstunden oder Kubikmeter über eine Pipeline importiert, die irgendwann gesprengt wird oder wenn Kanal zu ist oder eben einmalig Ein Werkzeug, was dann zwanzig dreißig Jahre lang seinen Job macht.
00:39:44: und dann Rohstoffe inländisch heimisch sind.
00:39:48: Diese erlauben kostengünstig mit Dann-Technologie diese zu recyceln und wieder lokal heimlich verfügbar zu machen.
00:39:55: Im Speichermarkt sind wir ja wie Sie auch gerade ansprechen ja auch hochabhängig.
00:39:59: letzten Endes muss man natürlich sagen von China Besteht da nochmal Hoffnung, dass sich im europäischen Markt etwas tut?
00:40:07: Mai braucht halt Zugang zu Rohstoffen.
00:40:13: Billigen Strom, billige Arbeitskräfte und über Jahrzehnte gewachsene Erfahrung Stichwort Scrap Rates haben wir alles nicht.
00:40:22: Also fundamental Chancen stehen erstmal ganz schlecht.
00:40:26: Wir haben jetzt eher mehr an die Pleitewelle von Initiativen als tatsächlich ein Aufwuchs.
00:40:31: Wenn wir jetzt einen Schwerpunkt legen auf Resilienzkriterien für zum Beispiel Elektromobilität oder militärische Anwendung, ist es vielleicht eine Chance im Wettbewerb viel zu teure Batterien trotzdem zu bauen und die Fabs hochzuziehen, die dann in einem zweiten Schritt schon mal da sind wenn wir dann die Ressourcen da haben, die wir vorübergehend noch aus eben den chinesischen Wertschöpfungsketten importieren Und eine Kombination aus Anreizung heimischer Produktion für Märkte, die man eben ein Stück weit subventioniert und teurere Produkte in Kauf zu nehmen.
00:41:06: Für das Aufbau von Infrastruktur, Kombination mit mittel- und langfristig Nutzung heimmischer Ressourcen Urban Mining auch für Stationärspeicherer und Emobilität kann es vielleicht ein Schuh werden auf lange Sicht.
00:41:19: Das muss man aber auf lange Sicht planen und durchziehen.
00:41:23: Das sehe ich momentan noch nicht!
00:41:26: Ja, da haben wir jetzt eine Reise unternommen in die Vorzunami-Welt im Speichermarkt bis zu einem Ausblick, in dem offen ist, ob es vielleicht doch noch mal eine europäische Produktion gibt.
00:41:40: Vielen Dank erst einmal bis dahin.
00:41:42: Gibt's noch einen Punkt den wir offengelassen haben?
00:41:44: Wir haben die Politik noch zu wenig gebäscht muss man schon auch sagen.
00:41:47: aber dafür ist der Podcast jetzt so kurz machen.
00:41:49: Ander Mal ich würde immer Ende einfach nur wie schon bei der Strategie für heimische Batterie zählen.
00:41:56: Ein Masterplan wünschen auch für die Elektrifizierung unserer Wirtschaft, den sehe ich nämlich momentan nicht.
00:42:04: Ich würde mir wünscht wir würden ganz konsequente Politik verfolgen das sachlich Richtige zu tun ideologiefrei und die Chancen des Marktes dabei eher zu nutzen als in alten Ressentiments zu hängen.
00:42:22: Und damit lasse ich den Politikteil jetzt auch liegen.
00:42:25: Ich denke, es wird sowieso passieren.
00:42:28: Der Markt und die Physik sind stärker als Regulierung des Aufbäumen alter Allianzen und derbender Dinosaurier – das lohnt sich nicht nachhaltig.
00:42:36: Meinerweise kann man gleich aufs neue Nachhaltigesetzen, da spart man Zeit um Kosten ja und eben Umweltverbeistung.
00:42:43: insofern All Electric ist aus meiner Sicht the way to go und das möchte ich noch mal bewerben.
00:42:48: Die energiepolitische Debatte, die haben wir noch bei Weypen nicht zu Ende geführt aber ich bin mir auch ziemlich sicher dass wir noch das ein oder andere Mal Gelegenheit haben da erneut darüber zu diskutieren denn da geht uns das Material sicherlich nicht aus.
00:43:02: Ich glaube das ist gewiss.
00:43:03: Herr Galmetz, vielen lieben Dank dass Sie bei uns im Podcast zu Besuch waren.
00:43:07: Vielen dank für Ihre Ausführung.
00:43:10: Wir bleiben natürlich auch Bei dem ganzen Thema Batteriespeicher am Ball, das beschäftigt uns auch immer wieder in unserem Energie-News Update.
00:43:20: In
00:43:20: unserem weiteren Podcast-Format.
00:43:23: Also hören Sie da auch gerne immer mal wieder rein.
00:43:25: und Herr Galmetzer ich freue mich auf jeden Fall wenn wir im Gespräch bleiben und vielen Dank dass sie heute hier waren.
00:43:30: Danke Herr Sellos!
00:43:33: Das war irgendwas mit Energie
00:43:35: der Energie-Podcast.
00:43:37: Tägliche Infos zur Energiewende
00:43:40: liefern wir www.energate-messenger.de.
Neuer Kommentar