News-Update vom 3. Juli 2026 - Ein Koalitionsauschuss, der es in sich hat - und: Neues zur Kommunalen Wärmeplanung
Shownotes
Eigentlich war die Debatte um den "Smart Meter light" schon durch, quasi politisch beerdigt. Doch jetzt hat der Koalitionsausschuss eine überraschende 180-Grad-Wende verkündet: Kunden ohne Pflicht zum Smart Meter sollen künftig auf ein abgespecktes Messsystem setzen können. Und das ist noch nicht alles: Auch beim Pflicht-Rollout will die Regierung aufs Tempo drücken und schon bis 2030 deutlich vorankommen. Welche Fragen damit verbunden sind und vor allem, was bisher noch offenbleibt, diskutieren wir in dieser Podcast-Folge.
Außerdem berichtet Michaela Tix vom Stand der kommunalen Wärmeplanung in Deutschlands Großstädten, für die am 30. Juni ein wichtiger Stichtag anstand.
Koalitionsausschuss will "Smart Meter light" einführen
Wärmeplanung der Großstädte läuft "besser als erwartet"
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Transkript anzeigen
00:00:00: Irgendwas mit Energie, der EnerGate Podcast.
00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zum News Update von EnerGates!
00:00:12: Mein Name ist Christian Seelos und bei mir sind Michaela Tix und Karsten Kloth.
00:00:17: Hallo ihr zwei!
00:00:19: Ja wir zeichnen auf am Freitagmorgen dritter Juli Wir verständigen uns ja immer so im Laufe der Woche.
00:00:27: zur Wochenmittel gibt es schon mal einen kleinen Rundruf welche Themen haben bei?
00:00:31: diese Woche?
00:00:32: für den Podcast werden einige Themen da schonmal erminotiert.
00:00:35: Und dann kam der Koalitionsausschuss dazwischen und hat
00:00:38: uns doch
00:00:39: durchaus ein bisschen überrascht mit einigen Energiethemen, denn in dem zwölfseitigen Papier das der Koalitionsausschuss nach seiner Sitzung vorgelegt hat ging es eben nicht nur um Rente, Steuer- und Arbeitsmarkt sondern tatsächlich doch um einige neue energiepolitische Weichenstellungen.
00:00:57: Ein paar Stichworte Deutschland von Beschleunigung verteilen Netzausbau, Priorisierung, Netzanschlüsse.
00:01:04: uns Matt Mieter leid casten Wir zwei beide haben uns das Thema angeguckt, obwohl wir am gestrigen Tag eigentlich beide unterwegs waren auf Veranstaltung.
00:01:15: Wir haben sonst von unterwegs aus irgendwie koordiniert.
00:01:18: Lass uns mal auf dieses überraschende Papier aus dem Koalitionsausschuss drauf gucken!
00:01:24: Was ist für dich die dickste Überraschung da drin?
00:01:26: Die dickste Übersetzung ist aus meiner Sicht die Einführungen von SmartMeterLight.
00:01:32: Also wie du richtig angedeutet hast, waren wir alles ein bisschen überrascht dass der Koalitionsausschuss doch Zeit gefunden hat sich auch mit ein paar Energiethemen zu befassen.
00:01:43: Die Dickenbrocken waren ja eher Rente Arbeit und so weiter.
00:01:47: aber sie haben eben da was reingeschrieben das eigentlich schon als politisch verworfen galt nämlich diesen Smart Meter Light Einführung.
00:01:57: Wirtschaftsministerin Reiche hatte eigentlich im Zuge des Energie wenn die Monitorings davon gesprochen, dass das eher kein Thema mehr ist.
00:02:06: Jetzt soll es doch kommen.
00:02:08: Zielgruppe sind Stromkunden, die nicht unter den verpflichtenden Smartmeter-Einbau fallen.
00:02:14: Also sie sollen die Möglichkeit bekommen so einen abgespeckten Smartmeter installieren zu können um eben dann von der Stromrechnung optimieren und kostengünstigere Verträge abschließen zu können.
00:02:29: Zybersecher soll das Ganze sein.
00:02:31: Mehr Wissen eigentlich jetzt zu diesem Zeitpunkt da auch noch nicht?
00:02:35: Also die Ankündigung muss erst mal wagen, aber ich glaube wenn man über das Thema Smart Meter Light spricht, müssen wir vielleicht nochmal einmal ganz kurz einmal einordnen was ist das überhaupt?
00:02:45: weil der Smart Meter Rollout in Deutschland eine äußerst komplizierte Sache und er wirft mit vielen Begrifflichkeiten um sich und guckt mir mal drauf Viele aus ihren Kellern vielleicht noch kennen, das sind die ganzen Altzähler mit Drehscheibe der sogenannte Ferrariszähler.
00:03:06: Das war sozusagen die Stufe eins.
00:03:10: diese Teile werden ja mittlerweile auch standardmäßig ersetzt durch die sogenannte moderne Messeinrichtung also letztendlich einfach ein digitalen Stromzähler Und dort wo sich bestimmte Anwendungen anbieten, das ist vor allem bei größeren Stromverbrauchern ab sechstausend Kilowatt Stunden pro Jahr und bei Betreibern von kleineren erneuerbaren Anlagen.
00:03:35: Da werden mittlerweile diese sogenannten Smart-Meter eingebaut.
00:03:39: aber aus Smart-mieter ist irgendwie schon so ein unklarer Begriff weil da kommt dann die Begrifflichkeit das intelligente Messsystem plus Math-Meter-Gateway rein.
00:03:48: Also man merkt schon, wir haben unheimlich komplizierte Begrifflichkeiten, die sich auch miteinander vermischen.
00:03:54: und wenn wir jetzt darauf gucken was ist das Math-meter Leid?
00:03:58: Dann ist es im Prinzip also ein digitaler Zähler der auch eine gewisse Kommunikationsfähigkeit hat über den sich aber keine Anlagen steuern lassen technologisch hochgerüstet ist, wie dieses umfassende System aus intelligenter Messeinrichtung und Madmita Gateway.
00:04:21: Also es ist eben auf jeden Fall in allererster Linie eine günstigere Variante eines digitalen Messgeräts.
00:04:29: Genau also für Eigenheimbesitzer die eine PV-Anlage auf dem Dach haben reicht das dann wahrscheinlich nicht aus, aber der normale Haushalt könnte sich eben diese abgespeckte Version installieren.
00:04:41: Könnte von dynamischen Stromtarifen profitieren.
00:04:46: und ja man erhofft sich einfach eine Beschleunigung des Ganzen.
00:04:50: denn wie du richtig gesagt hast der Smart Meter Rollout der stockt Das muss man deutlich so sagen.
00:04:58: Soll jetzt weiter beschleunigt werden, auch ambitionierter werden?
00:05:04: Es gibt einen neuen Plan für den Pflichtrollout.
00:05:07: Neunzig Prozent sollen bis Ende Zwei-Tausend Drei-Sich fertiggestellt sein.
00:05:13: Bisher galt das Ziel zwei-tausend Zweiunddreißig und das ist schon eine Herausforderung vor allen Dingen für ländliche Netzgebiete mit vielen Pflichteinbau-Fällen.
00:05:24: Aber wie gesagt, diese Leitversion betrifft dann eben nicht den Pflichtenbau sondern die normalen Haushalte.
00:05:29: Was
00:05:29: denkt ihr denn ihr beiden?
00:05:31: Woher kommt denn das Umdenken oder der Schwenk jetzt?
00:05:34: Die große
00:05:34: Überraschung für uns alle
00:05:36: Ich glaube dass es relativ eindeutig ist gibt ein gelegtes Papier aus EU Kommission Das EU Grid Package Dass auch nochmal den Druck auf den Smart Meter Ausbau in den EU Staaten erhöht.
00:05:49: ich glaube der Adressat In dem Punkt ist vor allem Deutschland, weil sehr viele europäische Länder sind technologisch einen anderen Weg gegangen.
00:05:58: Bei dem Rollout digital als Stromzähler.
00:06:02: Viele Länder haben längst annähernde hundert Prozentquote erreicht und nur in Deutschland hinken wir halt deutlich hinterher, weil wir ein sehr komplexen Weg gewählt haben.
00:06:12: Wir haben von Anfang an auch viele Verbrauchergruppen ganz außen vorgelassen eben den normalen Stromverbraucher die ohne EEG-Anlagen.
00:06:21: Und dieses Paket erhöht jetzt den Druck, weil das sagt bis zwanzig dreißig sollen fünfzig Prozent oder müssen fünfzig prozent aller Haushalte mit Smartmetern ausgestattet sein.
00:06:32: Das ist ganz interessant, weil die EU-Kommission hatte dieses Ziel schon mal deutlich ambitionierter formuliert nämlich achtzig Prozent und die hätten mittlerweile schon längst erreicht werden müssen.
00:06:45: Das ist in Deutschland stehen wir gerade mal irgendwo im niedrigen einstelligen Bereich.
00:06:49: Also, wir haben noch einen riesigen Weg zu gehen.
00:06:52: Ich denke schon dass vor dem Hintergrund dieses Grid Packages der EU-Kommission jetzt so ein gewisser Aktionismus in politischen Berlin nochmal entstanden ist.
00:07:02: Woher das dann auch stammt?
00:07:03: Ja
00:07:03: also genau geht es um ein EU Verordnungsentwurf mit Änderungen an die EU Elektrizitätsbindmarkverordnung die diese neuen Zahlen für die intelligenten Messsysteme eben aufwirft.
00:07:17: Du hast das gesagt, fünfzig Prozent aller Endkunden bis Ende zwei Tausend Dreißig Fünfzechzig bis Zweitausend Dreiunddreißig Das macht in der Tat Druck.
00:07:26: Wir wissen wir haben ja hierzulande Inzwischen sogar von der Bundesnetzagentur Verfahren gegen Messstellenbetreiber sieben Siebzig Verfahren weil die noch gar nicht begonnen haben.
00:07:38: und jetzt kommt Druck aus der EU.
00:07:41: Und genau das europäische Netzpaket macht auch Druck in Hinblick dann auf zum Beispiel die Verteilennetze, wo wir ja gleich nochmal drauf eingehen.
00:07:51: Auf jeden Fall ist das zustande kommen schon interessant.
00:07:54: Carsten, du hast es gerade gesagt diese Sachstandsanalyse der sogenannte Energiewende-Monitoringbericht da war noch mal klar drin dass dieser Weg der Vereinfachungsmieter nicht gegangen werden soll.
00:08:10: Wir haben ja auch selbst schon einige Diskussionen dazu geführt bei Veranstaltungen, die wir auch selbst ausgerichtet haben.
00:08:17: oder auch schon viele Diskussionen dazu verfolgt bei anderen Veranstaltungen.
00:08:21: Also die überwiegende Mehrheit in der Energiebranche hat diesen Smart Meter Lightweg eigentlich ausgeschlossen, es gibt eine Initiative Simplify Smart Metering, die sich dafür ausgesprochen hat.
00:08:33: da könnte man sagen das waren vor allem so die jungen Wilden mit Octopus Energy und Tibber und Digimondo Unternehmen aus dem Umfeld des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft aber nicht nur.
00:08:43: also da sind ein paar andere Akteure dabei wie aus Nürnberg, einer City aus Hannover oder Stadtwerke Duisburg die sich der Initiative angeschlossen haben.
00:08:52: Die das schon länger gefordert haben.
00:08:54: aber die sind ehrlicherweise bisher immer abgeprallt und auch im Bundeswirtschaftsministerium gab es bis hier überhaupt gar keine Neigungen dazu auf diesen Pfad Smart-Meter-Light-Initiative zu gehen.
00:09:06: Wir wissen jetzt nicht, welche Gespräche in den vergangenen Tagen stattgefunden haben aber was wir wissen ist eben das in dem Koalitionsausschuss die Fraktionsvorsitzenden Generalsekretäre Partei Vorsitzenden der Regierungsparteien drin sind aber keine Fachpolitiker.
00:09:20: also Katharina Reich als Bundeswirtschaftsministerin ist dann nicht dabei.
00:09:25: Und dann kommt am Ende des Koalitionsausschusses ein solches Papier heraus, ob mitwissen das BMW oder ohne wissen wir nicht kann spekulieren.
00:09:34: Ich würde doch vermuten da gab es sicherlich doch schon im Vorfeld irgendwie mal eine Abstimmung sonst wären diese überraschenden Punkte ja auch nicht ins Paket reingewandert?
00:09:42: Ja, also die Tibbers dieser Welt die freuen sich jetzt natürlich und die Reaktionen sind entsprechend.
00:09:47: Die machen ja ihr Geschäft mit dynamischen Stromtarifen unter anderem etwas verhaltener war in der Reaktion zum Beispiel vom VKU anderen, die eben dann auch mit dem Pflichtanbau usw.
00:09:58: zu tun haben.
00:10:00: Die waren so ein bisschen vor komplizierten regulatorischen Eingriffen der ZVEI und waren vor möglichen Doppelstrukturen.
00:10:10: Die normalen Smartmeter, jetzt die Smartmeter Light.
00:10:13: Nicht ganz unberechtigt würde ich sagen also es hört sich ein bisschen nach... Verkomplizierung an.
00:10:18: und gut, ja das NWE.
00:10:20: Das Wirtschaftsministerium bekommt das Ganze jetzt auf den
00:10:22: Tisch.".
00:10:23: Ja
00:10:23: ganz amisant eigentlich die Formulierungen in der Stellungnahme des VKUs, das Stadtwerkeverband ist, der sagt wir nehmen den Vorschlag zur Kenntnis.
00:10:32: Ich glaube die größtmögliche Distanz zu einem Vorschlag stärker aber kann man die nicht ausdrücken.
00:10:37: Aber es gab ja auch positive Nachrichten für die Netzbetreiber gerade für die Verteinheitsbetreber in dem Papier.
00:10:45: Denn der Netzausbau-Verteillenebene soll beschleunigt werden und da soll es bis zum Jahresende ein Verteillennetzpaket geben, heißt das in dem Papier zum Koalitionsausschuss.
00:10:59: Und da steckt auch noch ein bisschen abinzoniertes Ziel dahinter, denn Netzprojekte sollen Halbzeit künftig realisiert werden können, also der BDW spricht bisher von so einer typischen Realisierungszeit von zehn Jahren die dann auf fünf Jahre schrumpfen würde.
00:11:17: Das klingt ambitioniert aber es gibt ja eigentlich eine Blaupause aus dem Bereich der Übertragungsnetze.
00:11:23: da hatte die Vorgängerregierung mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz Ende twenty-zweiundzwanzig schon deutliche Beschleunigung auf den Weg gebracht, die auch gerade von den übertragenen Netzbetreibern sehr gelobt worden sind und das könnte ja eigentlich so ein Beispiel dafür sein, wie jetzt die Beschleunigung auch auf den Verteilnetzen schneller vorangehen kann.
00:11:44: Weil das hat die Branche massiv gefordert.
00:11:46: Ja also wir wissen zumindest dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits Vorschläge aus der Branche jetzt sammelt zu dieser Beschleumigung.
00:11:53: klar ist bei den Varteilnetzten muss sich was tun.
00:11:56: Die hinken noch mehr hinterher als der Netzaufbau insgesamt.
00:12:01: Und da geht es eben auch um die Digitalisierung, wir haben gerade schon gesprochen über Smart Mieter.
00:12:08: Aber auch die Verbesserung der Finanzierung, Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen vereinfacht werden und so weiter.
00:12:15: aber auch da gilt jetzt die Details müssen vom Wirtschaftsministerium jetzt dann ausgearbeitet werden.
00:12:21: Das ist, glaube ich generell so ein Punkt bisher an dem Papier.
00:12:23: Alles ist sehr, sehr wage egal was die Frage der Smart-Meter Light angeht.
00:12:29: auch das Verteilen jetzt Paket Da ist jetzt erstmal noch nicht so richtig Konkretes drin.
00:12:34: Man kann natürlich darauf gucken, was es bei den Übertragungsnetzen passiert?
00:12:37: Da lässt sich nicht alles kopieren.
00:12:39: Gab es zum Beispiel in dem Wegfall der Bundesfachplanung und Strafung von Planfeststellungsverfahren.
00:12:44: aber eben auch eine Digitalisierung der Beteiligungsverfahren.
00:12:47: Und ich glaube das sind auch Punkte, die sich jetzt die Verteilenetzbetreiberverbände anschließen und sagen ja natürlich.
00:12:54: also wir brauchen eine deutliche Beschleunigung der Genehmigungs verfahren zb durch eine Straffung von Umweltverträglichkeitsprüfungen durch Bürokratieabbau und die Erleichterung bei Ersatz- und Verstärkungsmaßnahmen, dass es bisher noch relativ komplex.
00:13:08: Also wenn man irgendwas am Strommast macht dann ist das quasi so komplex wie Neubau mit ewig langen Fristen.
00:13:15: also ich glaube da ist auf jeden Fall viel Luft drin.
00:13:18: Vorschläge werden eingeholt hast du gesagt gibt's quasi momentan ein informelles Verfahren.
00:13:23: hat sich das auch schon mal angekündigt?
00:13:24: deshalb kommt das nicht so ganz überraschend.
00:13:27: Für Kürzig war ja auch der große Jahreskongress vom Energieverband BDW.
00:13:31: Da war eigentlich das eines der zentralen Themen, dass jetzt Beschleunigung ... In den Verteilnetzausbau rein muss.
00:13:38: auch gerade im Zusammenhang mit diesem Thema Redis Patch vorbehalt, weil da geht es ja darum.
00:13:42: Da wo Netzkapazitäten eng sind heißt das, da können keine erneuerbaren mehr reingebaut werden.
00:13:48: nachvollziehbarer Vorschlag.
00:13:49: aber was auf der anderen Seite dann natürlich passieren muss ist dass es auch in Druck auf die Verteilennetze gibt schneller auszubauen.
00:13:56: viele Verteillenetzbetreiber sagen wir wollen ja aber es geht halt einfach nicht.
00:13:59: es gelingt nicht und hier ist die Politik gefragt Beschleunigung rein zu bringen und ich glaube das kommt jetzt auf jeden Fall.
00:14:06: Und ein anderer Punkt, den ja die Energiebranche immer wieder gefordert hat war auch bessere Finanzierungsbedingungen.
00:14:11: Weil das ist noch mal so ein zentraler Punkt.
00:14:14: Es geht nicht nur um das Wollen, es geht auch um das Können und sie brauchen die Mittel dafür.
00:14:19: Wir reden über gigantische Investitionen, die da vor der Tür stehen.
00:14:22: Das werden Zahlen im Raum von sechs bis siebenhundert Milliarden Euro allein bis zwanzig dreißig.
00:14:28: Um die überhaupt stemmen zu können... Das geht halt nicht kreditfinanziert.
00:14:33: Und darauf zielte der Deutschlandfonds bisher im Wesentlichen ab, also zu gucken wie können Unternehmen leichter Fremdkapital beschaffen?
00:14:42: und jetzt gibt es ja quasi so eine versteckte Ankündigung auch das ist alles noch sehr wage aber dass der Energie, dass der Deutschlandfort den nächsten Schritt geht und auch dabei unterstützt die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu stärken mehr Drittkapital in den Energiesektor reinzuholen.
00:15:00: Das ist ganz zentrale Forderung vieler Netzbetreiber.
00:15:05: und auch da deutet sich so ein bisschen etwas anders, was passiert?
00:15:08: Du hast das Thema Netzeinschlüsse ja auch angesprochen.
00:15:11: Da findet sich ein weiterer interessanter Punkt im Papier des Koalitionsausschusses und er betrifft die Industrie.
00:15:19: Die sollen eine Anschlussgarantie bekommen also eine verbindliche Frist für ihr Netzanschluss erhalten Aber auch da viele Fragezeichen.
00:15:28: Also wie soll diese Frist ausschauen?
00:15:31: Wie kann sie überhaupt eingehalten werden, was ist mit bestehenden Anschluss zu sagen?
00:15:38: Was ist mit, ich sage es mal ein bisschen flapsig, mit dem Krankenhaus, was genauso angeschlossen werden muss und soll das jetzt hinten anstehen... also da haben wir nämlich auch nochmal ein großes Thema.
00:15:51: Das ist ein bisschen auch deutlich geworden auf der Konferenz von Amprion, dem Übertragungsnetzbetreiber, auf der wir gestern beide waren zum Thema Versorgungssicherheit.
00:16:02: Da war es so ein bisschen tenor dass die natürlich politische gesetzliche Vorgaben eigentlich einfordern mit welcher Priorität sie ans Netz anschließen sollen käme dann natürlich.
00:16:16: aber wie gesagt ob sich das so durchhalten lässt Industrie immer vorne weg, da habe ich meine Zweifel.
00:16:24: Ja wir haben ja oft beim Industrieforum bei unserer eigenen Veranstaltung darüber gesprochen in Essen Wir hatten auch einen Vertreter der Bundesnetzeventur auf der Bühne.
00:16:31: Gibt es auch klare Forderungen, den Netzbetreiber die natürlich sagen schwierig für uns Strukturpolitik zu machen?
00:16:37: Wen schließen wir zuerst an?
00:16:38: dem Batteriespeicher das Rechenzentrum oder den Industriekunden, der schon jahrelang bei uns im Netz ist?
00:16:43: und natürlich wenn er dann irgendwie ein Standort ausbauen will und elektrizieren muss dafür weil er auch grüner werden muss und dass vielleicht über den Stromweg machen möchte Dann braucht ja schon eine kleine Privo Statt da irgendwelche Zombie-Anträge, wie es immer so schön genannt wird von Batteriespeichern den Vorrang zu lassen.
00:17:01: Das ist eine riesige politische Diskussion und die Frage natürlich wer entscheidet?
00:17:04: Kann der Netzbetreiber tatsächlich selbst priorisieren, möchte er das oder macht es die Politik?
00:17:09: Scheint jetzt ein Stück weit entschieden zu sein, dass anscheinend ein Aufgabenheft geschrieben wird, dass sich die Politik zumindest klare Kriterien überlegen
00:17:17: muss.".
00:17:17: Die Netzbettreiber sind ja klar verpflichtet einen diskriminierungsfreien Netzanschluss zu gewährleisten.
00:17:25: Das ist genau das Problem der Netzbetreiber bisher, dass sie eigentlich keine Möglichkeit zur Priorisierung haben weil sofort ein nicht berücksichtigtes Unternehmen dagegen klagen würde.
00:17:36: deshalb haben die Netzbettreiber immer darauf verwiesen, hier eine Regelung finden müssen und da muss man schon aussagen.
00:17:46: Bisher hat man da eher ein Wegdrucken gesehen, auch gerade aus Bonn von der Bundesnetzagentur hieß es häufig das müsste schon eigentlich eher vor Ort in den jeweiligen Netzen entschieden werden wie das geregelt wird weil die Bundesnetzagentur keinen allgemeinen Erlass festlegen kann wie das umzusetzen ist.
00:18:07: aber ich glaube für die Unternehmen Sicherheit und damit jetzt eine gesetzliche Basis total wichtig.
00:18:13: Und das ist ja auch angekündigt, also es ist quasi mit dieser ankündigen Koalitionsausschuss entschieden, wer dafür verantwortlich ist, nämlich der Gesetzgeber.
00:18:22: Es wird ein Gesetz geben, dass genau hier regelt welche Möglichkeiten die Netzbetreiber haben dann zu priorisieren In welcher Form das kommt, auch das wissen wir nicht.
00:18:33: Auch da ist es jetzt wieder im Koalitionsausschuss vage.
00:18:36: wenn man sich die zwölf Seiten anguckt und sieht was da alles drin steht liegt es vielleicht auch in der Natur der Sache dass die Dinge da nicht konkret ausgestaltet sind.
00:18:45: Das wird jetzt im Nachgang kommen, aber man sieht auf jeden Fall hier kommt jetzt Bewegung in die Sache rein.
00:18:51: Es gibt ja auch einzelne Netzbetreiber, die da schon mal vorgeprescht sind.
00:18:55: Bayernwerk ist einer der Netz Betreiber die sich schon auf dem Pfad einer gewissen Priorisierung eingelassen haben und natürlich zuckt sofort die Speicherbranche und sagt das werden wir uns nochmal genau angucken und gegebenenfalls wird es da auch Klagen geben dass sie eben genau diese Unsicherheit die die Unternehmen dann auf ihrer Seite haben sprich die Netzbettreiber.
00:19:14: deshalb glaube ich Wichtig, dass es hier zu einer Klarheit kommt.
00:19:17: Aber so richtig die Sektkorken in der Industrie sind deswegen nicht geknallt bei allem was wir so in den ersten Reaktionen gehört haben weil halt einfach viele Unsicherheiten bleiben wie das konkret umgesetzt werden soll innerhalb welcher Fristen.
00:19:31: Es gilt natürlich auch weiterhin die Sorge, naja ist das schön dass wir Vorrang haben aber die Kapazitäten sind ja nicht da.
00:19:37: Also es wird ja erstmal zu einem Gesetz kommen müssen und das dauert noch.
00:19:42: bis dahin liegen so viele Anträge auf dem Tisch.
00:19:44: Die haben wir jetzt ohnehin schon.
00:19:46: Das kann alles gar nicht realisiert werden und rückwirkende Eingriffe sind wahrscheinlich schwer vorstellbar.
00:19:51: deshalb wirklich unklar, wie das realisiert wird.
00:19:54: Genau!
00:19:55: Also Carsten Rolle vom BDE hat bei der gestrigen Amprion Veranstaltung sich zumindest positiv geäußert und Impulse für die Geschwindigkeit im Paket des Koalitionsausschusses ausgemacht.
00:20:07: aber in der Tat ist vieles offen und schwierig jetzt auch umzusetzen.
00:20:11: helfen soll eine zentrale Datenplattformenstandardisierten Informations- zu Netzausbau.
00:20:21: Da hat man sich ein paar Gedanken gemacht, aber auch das muss erst mal aufgebaut werden.
00:20:26: Ich habe selber einmal versucht bei dem Thema eine Diskussion anzustoßen ob die Bundesnetzagentur nicht gegeben falls ähnlich wie bei den EEG-Mengen Ausschreibungen durchführt.
00:20:37: ich hatte da bei einer Veranstaltung Bundesnetzagentur Klaus Müller dazu gefragt was er davon hält.
00:20:41: der hat geantwortet ja mit Ausschreibung kennt sich die Bundesnetzagenture gut aus.
00:20:46: also im Erneuerbaren Bereich passiert ja genau dass es gibt Ein Ausbauziel für erneuerbare Energien insgesamt, aber die werden ja runtergebrochen und dann werden Einzelmengen versteigert.
00:20:57: Und die Netzanschlüsse sind ein knappes Gut!
00:21:00: Die Netzentgelte sind Hochnetzkosten gelten immer als treibbar.
00:21:04: also warum nicht da auch Geld verdienen?
00:21:06: Nämlich gucken wer bietet denn?
00:21:08: Aber es gibt auch eine gewisse Zurückhaltung weil man natürlich sagt Dann setzen sich natürlich immer die Finanzstärksten durch.
00:21:14: bei den Erneuerbaren Energien Hat das niemanden davon abgehalten?
00:21:19: Es könnte eine Idee sein, die bisher noch nicht so ganz verfängt.
00:21:22: Ja, auf jeden Fall hat der Koalitionsausschuss eine intensive Debatte angestoßen.
00:21:27: Viele Fragen offen gelassen.
00:21:29: Hat uns auch irgendwie ein Stück weit überrascht.
00:21:32: nicht mit allen Themen über einzelne Themen, über die wir gerade gesprochen haben wurde ja im Vorfeld schon diskutiert sind auch klare Branchenforderungen.
00:21:39: das muss man einfach sagen.
00:21:41: da ist die Branche jetzt tatsächlich zu Gehör gekommen.
00:21:44: Auch das hatte Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche bei ihrem Besuch beim Energiekongress des BDEW Auch angekündigt.
00:21:52: Sie will zuhören, sie will auf Vorschläge der Branche eingehen.
00:21:56: Ich glaube insgesamt kann man schon sagen das ist jetzt gelungen.
00:21:59: nicht in allen Themen gibt es gleich starker Applaus aber auf jeden Fall sieht man auch hier Bewegung des Stillstands den es im Energiebereich jetzt doch über Monate gab.
00:22:10: Der scheint sich aufzulösen und es tut sich was.
00:22:12: Ist auf jeden fall interessant!
00:22:13: Gut und damit gehen wir eine kurze Pause und hören uns sofort wieder.
00:22:23: Gut und damit sind wir wieder zurück.
00:22:25: Und machen einen Themenschwenk, denn in dieser Woche gab es einen Stichtag den dreißigsten Juni.
00:22:35: bis zu diesem Datum mussten die großen Städte in Deutschland mit mehr als hunderttausend Einwohnern außer in Baden-Württemberg.
00:22:43: Die hatten das schon ihre kommunalen Wärmepläne vorlegen.
00:22:47: Michaela, du bist der Sache mal auf den Grund gegangen.
00:22:50: Hast verfolgt wie ist eigentlich der aktuelle Stand?
00:22:53: Was haben die großen Städte bisher erreicht?
00:22:55: Nicht alle.
00:22:56: Ich habe es pünktlich über die Nenien geschafft, nur um das einzueinander zu grenzen ist ja bei hunderttausend Einwohner.
00:23:01: Das sind nachzähle Art, je nachdem wie man es auslegt zum Stichtag oder nicht entweder achtzig- oder dreieinachtzig.
00:23:06: Also ich hab am Bundesinstitut für Baustadt und Raumforschung nachgefragt.
00:23:10: in Bonn sitzen die Und nach deren Lesart haben von den dreieinnachtzig Großstädten es elf nicht geschafft Sind aber schon doch weit vorne.
00:23:19: also die werden jetzt im Juli oder August werden die meisten noch hinbekommen.
00:23:24: Einzelne sind wohl noch für Dezember angekündigt, wollen dann aber auch keine Namen nennen weil die einfach keine schwarzen Schaf an den Pranger stellen wollen.
00:23:31: Auch verständlich es gibt ja vielleicht auch Themen die vielleicht auch vordringener sind oder es auch Gründe gibt.
00:23:38: warum gibt es so lange Verfahren?
00:23:40: tatsächlich also die Städte nennt komplexe Datenerhebung als Grund.
00:23:44: da muss man erst mal teilweise bei null anfangen je nachdem was davor liegt.
00:23:47: Personalprobleme ist natürlich immer ein großes Thema, aber auch ausgefallene Gremiensitzungen.
00:23:53: Also in NRW wurde dann auch teilweise die Kommunalwahl vorgeschoben, die dann einfach viel Zeit gebunden hat.
00:23:59: Wichtig ist aber alle sind auf dem Weg und die meisten werden es jetzt auch wirklich schaffen.
00:24:04: Es hat auch Robert Brückmann im Gespräch.
00:24:05: das ist der Leiter des Kompetenzzentrum-Kommunale-Wärme-Wende.
00:24:08: mit dem habe ich darüber gesprochen.
00:24:10: wie sieht er den Stand der Lage?
00:24:12: Sie sitzen in Halle sind also eines Großes.
00:24:15: Als Große in die Behörde kann man nicht sagen, aber als große Stelle, die in der Däner angesiedelt sind für das Thema zuschändigt.
00:24:21: Die haben auch immer eine große Tagung im Halle wo sie versuchen alle Parteien ein Tisch zu bringen für die Wärmewende zu plärieren Tipps auf den Weg zu geben Netzwerke zu schaffen.
00:24:34: also Sie haben dann großen guten Blick auf die Währmeplanung und er hat ganz klar gesagt Wir sind weiter, als wir gedacht haben.
00:24:41: Also es tut sich was bei der Wärmeplanung.
00:24:44: vieler haben sich auf den Weg gemacht nicht nur die großen auch bei den mittelgroßen also von zehntausend bis hunderttausend Einwohner da sind auch schon hat sich jeder Dritte, er hat sogar schon den Plan abgeschlossen.
00:24:55: Also es bewegt sich pas bei dem
00:24:57: Werner-Plan.".
00:24:58: Die
00:24:58: Kleineren haben ja noch zwei Jahre Zeit.
00:24:59: Bei denen ist dann der Stichtag der dreißigste Juni zwanzig achtundzwanzig.
00:25:04: Aber die größeren sind ja dann durchaus überraschend.
00:25:07: Überraschent ist da auch Berlin gehört dazu?
00:25:09: Also die haben das auch geschafft!
00:25:11: Das ist jetzt nicht unbedingt die Stärke und all die Gründe, die du gerade angeführt hast.
00:25:15: Die gegen eine fristgerechte Umsetzung sprachen – das klang alles total irgendwie nach Berliner Personalmangel.
00:25:21: und Datenprobleme und sonstiges, aber Berlin hat das geschafft.
00:25:26: Und gerade jetzt bei den größeren Städten geht es ja im Kern bei den kommunalen Wärmeplänen ja eigentlich auch darum zu gucken wo kommt die Fernwärme hin?
00:25:36: Ich denke mal, dass ist das Hauptthema in den Plänen.
00:25:39: Auf jeden Fall!
00:25:41: Das hat auch die Dänaschefin gesagt jüngst auf der Tahrung.
00:25:43: Es ist eine klare Frage der Prioritätensetzung.
00:25:46: Sie hat gesagt, es liegt an Ihnen Machen Sie sich auch im Weg?
00:25:49: Gucken Sie, dass sie das priorisieren.
00:25:51: Weil ganz klar ist, die großen Städte müssen sich am Weg machen.
00:25:55: Viele haben gute Voraussetzungen tatsächlich in den Städten weil da schon Fernwärmenetze liegen, die noch ausgebaut werden könnten.
00:26:02: Ist natürlich alles eine Geldfrage völlig klar!
00:26:05: Aber in vielen Großstädten ist Fernwärme eine gute Lösung, also nur um das nochmal klarzustellen.
00:26:11: Also ein Drittel der Gesamtbevölkerung leben in diesen großen Städten.
00:26:13: Das heißt werden wir jetzt Wärmepläne oder zumindest einen groben Plan wo die Reise hingehen soll für ein Dritte der Gesamtevölkerungen?
00:26:20: Es ist ja keine Pflicht tatsächlich.
00:26:21: aber die Einwohner und Einwunder der Städter können einfach in interaktiven Karten nachschauen.
00:26:25: Das ist meistens so ein buntes Wirrwahr von Straßenzügen.
00:26:29: kann man da rein zoomen als Bürgern und schauen kommt in meinem Straßenzug die Fernwärme infrage.
00:26:34: Oder aber muss ich mich um eine dezentrale Lösung selbst bemühen?
00:26:38: Dafür soll es einfach frühzeitig Klarheit geben, das ist auch der Ziel des Wärmeplanungsgesetzes.
00:26:43: zu sehen, kann nicht muss ich jetzt auf ne Wärmpumpe umsteigen oder kann nicht darauf vertrauen dass vielleicht in den nächsten Jahren Fernwörmen Anschluss zu mir kommt?
00:26:51: Das ist eigentlich der Sinn der Planung.
00:26:53: Es ist keine Pflicht.
00:26:54: Trotzdem und das sagt auch das Kompetenz KWW, das Kompetenzzentrum.
00:26:59: Es gibt eine Umsetzung, zumindest die Pflicht im Werner Planungsgesetz, eine Umsetzungsstrategie zu erarbeiten.
00:27:06: aber dass der Plan so eins-zu-eins umgesetzt wird?
00:27:08: Das ist halt nicht der Fall!
00:27:10: Der wird auch alle fünf Jahre aktualisiert weil man muss natürlich schrauben wo kommt das Geld her?
00:27:15: sind die Beschlüsse da kommt dann die Fernwärme doch.
00:27:18: und jetzt zweite große Thema Gebäude, Modernisierungsgesetz bringt jetzt nochmal wieder ein bisschen Unsicherheit da rein, also da hat der VKU jetzt zum Beispiel angemerkt.
00:27:27: Dass viele Stadtwerke jetzt darüber nachdenken ob sie jetzt die Wärmeplanung nochmal anpassen müssen weil ja so ein bisschen die Tür für die Gasheizung doch ein Stück weit weiter noch offen geht und da wird man nochmal schauen Wie halten die Pläne denn wirklich der Realität stand?
00:27:42: Ich
00:27:43: glaube, das ist ein total interessanter Punkt eigentlich.
00:27:45: Weil die Wärmepläne ja jetzt unter anderen Annahmen erst mal erstellt worden sind weil wir in den vergangenen Jahren doch eine Diskussion geführt haben unter der Annahme Die Gasnetze werden eine deutlich geringere Rolle spielen.
00:28:01: ich glaube niemand geht davon aus dass die Gasnetze unverändert komplett erhalten bleiben.
00:28:08: Die Unternehmen planen alle schon auch weiterhin mit einem Rückbau, aber das Gebäude- Modernisierungsgesetz gibt doch noch mal eine neue Perspektive für den Weiterbetrieb von Gasheizung und dadurch auch für den Erhalt der Gasnetz.
00:28:23: und das ist glaube ich ein total interessanter Punkt.
00:28:27: Nämlich die Frage was sind die Wärmepläne denn dann noch wert wenn durch politische Entscheidungen plötzlich wieder andere Richtung Weisung dazwischen kommen?
00:28:37: und von Baden-Württemberg habe ich kurz noch eine relativ kritische Stellungnahme auch gehört, dass die Wärmepläne dort ja schon länger erstellt werden mussten bis Ende zwanzig, dreinzwanzig aber sich seitdem in der Umsetzung eigentlich relativ wenig bis nichts getan hat.
00:28:54: Auf der anderen Seite ist das glaube ich nicht überall so.
00:28:56: es gibt ja die Vorreiter die massiv ihre Wärmeversorgung umbauen.
00:29:03: Ein Beispiel in der City aus Hannover, aber Michael, ich glaube da gibt es ja auch noch andere Beispiele.
00:29:07: Ja das ist richtig!
00:29:08: Also das KWB hat natürlich bei seiner großen Veranstaltung die immer eine Halle stattfindet Auch ein Vorzeigebeispiel auf die Bühne geholt.
00:29:16: Das ist Halle selbst Die Stadt die wirklich gesagt haben wir haben den Wärmeplan sehr sorgfältig erarbeiten.
00:29:21: Wir haben aber nicht erst gewartet Mein Gott kriegen wir jetzt den Beschluss wirklich auch zudem den Stichtag hin, sondern es war klar am gleichen Stichttag wie dieser Wärmeplan in der Gremium-Sitzung verabschiedet wurde.
00:29:33: Da wurde die Bestellungen für eine Großwärmepumpe an dem örtlichen Klärwerk ausgelöst.
00:29:38: Es gibt auch viele, die sagen Wir nehmen das als Planungsinstrument, aber wir machen da auch kein Papiertegrad raus, sondern wir versuchen klar deutlich in die Umsetzung zu kommen.
00:29:47: Aber auf der anderen Seite hast du gerade angesprochen Wärmepläne, da ist die Qualität ja sehr bescheiden.
00:29:53: Um das mal so auszudrücken.
00:29:54: der Bio und D ist auch ein großer Kritiker.
00:29:57: Da sind wenige Seiten, da wird es wenig konkret.
00:29:59: So Lücken wo man nicht so weiter weiß, dass wird mit Wasserstoff in der Wärmung aufgefüllt.
00:30:03: Da sitzt natürlich sehr viele Kritiker, die sagen, das ist total unrealistisch was sie kosten angeht.
00:30:08: Wasserstoff brauchen wir für die Industrie und nicht im Wärmbereich.
00:30:11: Ja also es gibt sehr unterschiedliche Qualitätsunterschiede Und es gibt auch glaube ich eine unterschiedliche Bereitschaft in den Städten tatsächlich daraus etwas zu machen.
00:30:19: aber Da ist der Appell mindestens in Halle klar gefallen, macht was draus.
00:30:23: Guckt in die Pläne rein, ihr müsst die E alle fünf Jahre aktualisieren.
00:30:29: Schaut, dass ihr euch auf den Weg macht.
00:30:30: Ich habe in den Berliner Wärmeplan schon reingeguckt und hab für meine Gegend, wo ich wohne im nördlichen Berlin gesehen, das die Fernwärme zwar nicht weit weg ist aber sie nicht zu mir kommt.
00:30:42: Carsten wie sieht es bei dir aus?
00:30:43: Hast du da mal reingeschaut?
00:30:44: weißt du schon was?
00:30:45: Ja ich hab tatsächlich auch da mal rein geschaut und sie sollts zu mir kommen war ein bisschen erwartbar weil Die entsprechenden Gullideckel, wo man erkennen kann hier läuft eine fernwärme Leitung.
00:31:01: Die sind nicht weit weg aber sie waren bislang zu weit weg einige Meter so weit weg um sozusagen in dieser Toleranz zu sein das man sich anschließen lassen kann.
00:31:11: Aber offenbar soll da noch ne Nebenleitung gelegt werden.
00:31:14: es bedeutet natürlich dass alles aufgerissen wird.
00:31:18: Da darf man sich nichts vormachen.
00:31:20: Das wird natürlich noch mal eine ganz neue Dimension, dass jetzt viele gerade im Zuge dieser sehr hitzigen Debatte um das alte Gebäudeenergie-Gesetz schon stark auf die Fernwärme geschielt haben und geguckt haben kommt sie zu mir.
00:31:34: Aber wenn sie kommt heißt es auch massive Einträchtigungen der Verkehrswege denn das sind richtige Großbaustellen.
00:31:43: Also da sind dann Straßen erstmal für längere Zeit außer Gefecht gesetzt, ich glaube auch darauf muss man sich einstellen.
00:31:50: Michaela du bist hier in Bergisch-Gladbach zu Hause.
00:31:53: jetzt offenbare ich gewisse geografische Lücken.
00:31:57: guckt Berge Schlattbach schon über die hunderttausender Grenze oder bist du drunter?
00:32:01: Ich habe keine Chance, dass die Fernwärme zu mir kommt.
00:32:04: Wir haben zwar auch ein Stadtgebiet wo einige Gewerbekunden sitzen aber es ist tatsächlich zu weit weg von mir.
00:32:09: das heißt ich muss mir Gedanken machen was mit meiner Gasheizung passiert war.
00:32:12: nicht auf die Wärmopompe umstelle die ist zehn Jahre alt.
00:32:15: ja mal schauen Es gibt in Baden-Württemberg den Trend immer alles noch weiter zu reparieren handelt tatsächlich im Ersatzteile besonders in Baden-Württemberg, die ja schon länger diese Wärmeplanungspflicht haben und auch ein erneuerbaren Wärmegesetz haben.
00:32:29: Mal schauen was sich so machen lässt.
00:32:31: Okay,
00:32:32: wir gucken ob du dich bei irgendwelchen schwäbischen Tüftlern dann noch versorgst oder ob du dann auch irgendwann deinen Heizsystem komplett umstellst.
00:32:41: das werden wir irgendwann erfahren.
00:32:42: auf jeden Fall ist da glaube ich erstmal noch ein bisschen Luft drin.
00:32:45: vielen Dank auf jeden fall für dieses Update.
00:32:48: auch nochmal zum Thema Wärmen Planung.
00:32:51: und lasst uns zum Schluss nochmal ganz kurz drauf gucken, was sonst noch so in der Woche los war.
00:32:57: Habt ihr Leseempfehlungen mitgebracht?
00:32:59: Ja ich hätte eine dabei.
00:33:01: Agnes haben wir im Podcast sehr viel und auch sehr hitzig und emotional drüber gesprochen.
00:33:06: das ist ja ein aufreger Thema der Branche.
00:33:08: Das ist die Netzendgeldsystematik im Strombereich, die die Bundesnetzagentur auf komplett neue Füße stellt.
00:33:15: Diese Woche kam ein Papier aus dem Hause der Bundesnetzeigentur zur der Schwester sozusagen, wenn es dann weiblich überhaupt ist.
00:33:22: Es ist Zückne das ist die Systematik Gas-Netzentgelte ein erstes Orientierungspapier.
00:33:27: Kollege Heil Koloman hat reingeschaut und herausgefunden es wird noch nicht mal einen Revolutionchen geben.
00:33:34: also es ist ein großes weiter so wahrscheinlich erstmal rauszulesen.
00:33:38: Trotzdem, einige interessante Punkte sind drin.
00:33:41: Sowohl für Biogas als auch für Industriekunden.
00:33:44: also lesen Sie gerne mal rein bei uns.
00:33:45: Karsten
00:33:46: was hast du uns für eine Leseempfehlung mitgebracht?
00:33:48: Ich habe eine Analyse des Fraunhofer Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE mitgebracht.
00:33:55: die ist erstellt worden im Auftrag des Bundesverbandenergien, Bundesverbandssollarwirtschaft und Winterenergie.
00:34:01: Die hat errechnet dass der Ausbau von Batteriespeichern und Flexibilität im Stromsystem Verbraucher und Bundeshaushalt um fast vier Milliarden Euro im Jahr entlasten kann.
00:34:12: Also wie genau das gehen soll, lesen Sie bei EnerGate.
00:34:16: in diesem Zusammenhang finde ich noch ganz interessant dass der BEE beide Netzanschlüssen auch immer wieder fordert, dass nicht an den Anlagen abgeregelt wird sondern dass die Netzbetreiber am Netzverknüpfungspunkt abregeln und damit die Anlagenbetreber dann letztlich selbst entscheiden können, was sie mit überschüssigen Strom machen.
00:34:35: Also ihnen beispielsweise dann einspeichern.
00:34:38: Ein interessanter Vorschlag wie ich finde.
00:34:40: in den Netzbetreuern sind natürlich nicht so begeistert denn das ist kompliziert und technisch aufwendig.
00:34:45: aber das ist ein interessanter Teil der Debatte wie ich finde.
00:34:48: Es
00:34:48: ist auf jeden Fall nachzulesen auf www.energet-messenger.de Und dort gibt es auch nochmal einen alternativen Vorschlag zum Thema Redis Patch vorbehalt.
00:34:59: Da haben wir schon einige Vorschläge diskutiert.
00:35:02: für die Fans dieses Themas und die Lust haben auf nördigen Content, die können sich nochmal neuen Vorschlag angucken von Nervus der sozusagen ein Mix aus einer systemdienlichen Anschlussleistung und regionalen Baukostenzuschlüssen vorschlägt.
00:35:18: Es ist schon wirklich ein Thema für Feinschmecker, aber durchaus lohnswert für die Debatte weil es einfach nochmal eine zusätzliche Alternative zum Redis-Patch Vorbehalt gibt und da wird das in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch noch mal.
00:35:34: sehr konkret wird gemunkelt, dass das Netzpaket noch vor der parlamentarischen Sommerpause ins Kabinett kommt.
00:35:43: Könnte eng werden?
00:35:44: Vielleicht ist der Zeitpunkt auch gar nicht so gut!
00:35:45: weil dann die Politik in die Ferien geht und die Debatte darüber freie Bahnen hat.
00:35:51: Vielleicht kommt es doch erst nach den Sommerferien, das werden wir auf jeden Fall weiterhin verfolgen.
00:35:56: Viele andere Themen, die wir natürlich in dieser Woche wieder bearbeitet haben sind bei uns nachzulesen auf www.energiert-messenscha.de oder auch bei den Kollegen Österreich an der Schweiz mit den dortigen Themen.
00:36:08: Vielen Dank fürs Zuhören für diese Woche!
00:36:11: Über Fußball müssen wir jetzt nicht mehr so viel reden.
00:36:14: Nee,
00:36:14: lieber nicht!
00:36:16: Die Deutschen haben sich glorreich verabschiedet.
00:36:18: das Turnier geht trotzdem munter weiter.
00:36:20: Wir sind gespannt was da passiert.
00:36:22: und ja Jetzt genießen wir erst mal weiterhin den Sommer mit auf und ab Mit hitzigen Temperaturen Und dann wieder ein bisschen frischer.
00:36:28: Wir bleiben auf jeden Fall bei allen Energiethemen am Ball.
00:36:31: Bis
00:36:31: zum nächsten
00:36:32: Mal Tschüss
00:36:35: Das
00:36:35: war irgendwas mit Energie Der EnerGate Podcast.
00:36:40: Tägliche Infos zur Energiewende
00:36:42: liefern wir auf www.energate-messenger.de.
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