Nachgefragt bei Gerhard Radtke - Was bringt der Smart Meter light?
Shownotes
Smart Meter light? Die Idee, den Rollout digitaler Messtechnik mit einer technologisch weniger komplexen Variante zu beschleunigen, fand politisch lange keinen Anklang. Doch nach dem letzten Koalitionsausschuss hat sich das Blatt gewendet. Der Smart Meter light soll nun doch kommen. Was das konkret bedeutet, welchen Nutzen Smart Meter light bringen und warum das Konzept kein Widerspruch zum bisherigen Rollout-Plan ist, darüber spricht Host Christian Seelos in dieser Folge mit Gerhard Radtke, einem der Initiatoren der Initiative Simplify Smart Metering.
Koalitionsausschuss will "Smart Meter light" einführen
Link zur Initiative Simplify Smart Metering
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00:00:02: Herzlich willkommen zu irgendwas mit Energie, dem EnerGate Podcast heute.
00:00:15: Mit einer neuen Folge unseres Gesprächsformats nachgefragt und bei mir zu Gast ist Gerhard Radke.
00:00:20: Er ist einer der Initiatoren, der Initiative Simplify Smart Meetering.
00:00:25: Herzlich willkommen Herr Ratke!
00:00:26: Ja hallo und guten Tag!
00:00:28: Herr Ratka das Thema ist schon gesetzt.
00:00:30: es geht um smart meeter.
00:00:31: da gibt's glaube ich auch einiges zu diskutieren.
00:00:33: bevor wir aber in die Tiefen und Untiefen des Smart Meetings in Deutschland einsteigen holen sie uns doch ganz kurz mal ab was sollten wir über Sie wissen?
00:00:43: ja was sollte man über mich wissen?
00:00:45: Ich versuche das mal in einem Schnelldurchgang.
00:00:48: meine wichtigsten Stationen.
00:00:49: kurz dazu Ich bin mittlerweile siebensechzig Jahre, habe vor vielen Jahren mal angefangen und haben Elektriker gelernt bei einem Energiefersorger namens VIV.
00:00:59: Dann hab ich mich aber noch einmal entschlossen zu studieren, hab dann Elektrotechnik studiert, bin danach nicht zurück in die Energiebranche, wir haben früher gesagt in eine Ingenieurbude heute würde man Startup sagen, ich hab mich dann vermitteln lassen von meinem Professor, von meinem damaligen und beim dort auch sehr viel programmiert Hardware und Software gemacht.
00:01:25: Und diese Startup-Gene die habe ich mitgenommen.
00:01:28: dann, bin ich wieder zurück in die Energiebranche gewechselt zu VIV damals als Planungsingenieur hab mich dann zweitausend mit der RWE, sind wird fusioniert.
00:01:40: Bin dann dort auch in Erzähltechnik gelandet und im Prinzip habe ich von zwei tausend an bis zwanzig neunzehn mich mit ZMZL-und Messwesen beschäftigt.
00:01:52: Ich selber komme aus Bochum, bin Urbochuma Und fühle mich da sehr wohl.
00:01:57: Sie haben gerade so quasi fast schon beiläufig gesagt, sie sind dann irgendwie zur Zähltechnik gekommen.
00:02:02: wie ist das passiert?
00:02:04: was hat sich in diesem Bereich geführt den se ja jetzt mittlerweile ja über zwei Jahrzehnte begleiten?
00:02:10: Ja wenn ich ehrlich bin muss ich sagen als ich eingestiegen bin als Planungsingenieur von einem Start-up mit Quirligen.
00:02:17: Also da waren wir wirklich quirlig unterwegs, bin ich dann zu einer Branche gekommen wo es naja nicht ganz so quirlich war.
00:02:24: also die Planung das war... Ich musste mich an die neuen Takte erst mal ein bisschen gewöhnen, gebe ich ehrlich zu und ich bin dann zu meinem Oberingenieur gegangen und habe gesagt, ich würde gerne noch für meine alte Firma arbeiten weil so ein bisschen brauche ich das noch.
00:02:41: Das hat er mir dann auch erlaubt und six neunzig bin ich denn allerdings.
00:02:44: nach knapp sechs Jahren hatte ich dann die Gelegenheit, in die Zehntechnik zu wechseln.
00:02:49: Und ab da drehte sich so ein bisschen das Blatt.
00:02:52: Damals waren auch schon die ersten elektronischen Zähler, RLM-Zähler und Lastgangzähler.
00:02:58: Die Experten werden es wissen.
00:02:59: Im Sondervertragskundenbereich haben wir also schon mit Viertelstundenwerten gearbeitet.
00:03:04: Die mussten fernabgefragt werden.
00:03:06: Das war damals superinteressant und ich habe zu der Zeit eine Abteilung übernommen, war relativ junger Abteilungsleiter Und habe meinen Kollegen damals gesagt, passt auf Leute.
00:03:18: Die Mechanik und wir hatten noch viel Mechanik auch in der Zählerei da kümmere ich mich nicht drum, da seid ihr die besten.
00:03:24: aber was die Elektronik und was die neuen Zähler angeht, da steige ich voll ein und so hab' ich damals schon, neunzehnt sechsenneinzig so um die elektronische Seite oder um die IT-Seite der C-Technik gekümmert und das ist dann bis zwanzig neunzen so geblieben.
00:03:41: Sie haben einen großen Erfahrungsschatz, was das Thema angeht.
00:03:46: Sie haben auch so ein bisschen gerade angedeutet.
00:03:49: der Wechsel in die Energiewirtschaft war dann erstmal vielleicht auch ein bisschen ernüchternd weil alles nicht so massiv vorangetrieben worden ist vielleicht nicht ganz so innovativ aber es gab ja doch für sie auch ein innovatives Betätigungsfeld im Laufe der zweitausender Jahre mehrere Modellregionen gab, die eigentlich genau diese modernen Zähltechnik erproben sollten.
00:04:12: Das lief damals unter dem Namen E-Energy und sie waren auch an einem Projekt beteiligt?
00:04:16: Das ist richtig!
00:04:18: Das E-Nergy-Projekt war vom Bund ein gefördertes Projekt und sollte den Smart Meter Rollout und die Digitalisierung in diesem Segment sehr stark vorantreiben.
00:04:31: von der RWE-Seite dazu beworben.
00:04:35: Jetzt muss ich im Prinzip sogar noch zwei Jahre vorher, haben wir allerdings schon den Grundstein für das heutige intelligente Messsystem gelegt.
00:04:44: Das darf ich bei aller Bescheidenheit so sagen.
00:04:47: Wir haben ein System entwickelt nannte sich damals MOOC Multi Utility Controller und haben ein modulares Zielsystem entwickelt wo wir die Messtechnik von der Kommunikationstechnik getrennt haben und das war für den Haushaltsbereich gedacht.
00:05:04: Dieses System haben wir from the scratch, also von null an entwickelt in knapp vier Jahren und haben damals in Mühlheim an der Ruhe hundertzehntausend Zähler ausgewechselt und haben quasi die Stadt Mühlheimer mit Smart Metering ausgestattet Und ein Teil davon haben wir mit ins E-Energieprojekt genommen.
00:05:28: Unser Projekt hieß damals EDEMA.
00:05:31: Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß jetzt die Abkürzung nicht mehr aufzulösen.
00:05:36: Man könnte es googeln und haben damals dieses EDEMA-Projekt mit einer Insel in Mühlheim also noch weiter elektrifiziert.
00:05:44: wir haben dann weiße Ware kommunikativ gemacht und konnten direkt in den Haushalten steuern und regeln.
00:05:51: alles das Was heute ja im Prinzip auch in aller Munde ist, haben wir damals, zw.
00:05:57: zw.
00:05:57: aufwärts schon nicht nur wir eben auch andere Verteilnitz- oder Netzbetreiber in diesem Projekt gemacht.
00:06:04: Müllheim an der Ruhr war damals die erste Großstadt in Deutschland, die fast flächendeckend mit elektronischen Zählern und digitalen Zähler, die zum Teil sogar eine Steuerfunktion hatten ausgestattet, liegt schon eine ganze Weile zurück, wissen Sie was daraus eigentlich geworden ist?
00:06:21: Ja natürlich, also das war ja ehrlich gesagt mein Baby und der mit den Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir das gemacht haben.
00:06:30: Haben wir natürlich sehr viel Herzblut in dieses Projekt gestellt.
00:06:34: Also wir konnten innerhalb wie gesagt von vier Jahren hundertsechzehntausend Zählpunkte umrüsten.
00:06:40: zu der damaligen Zeit hatten wir die Erlaubnis einen Zählerstand pro Tag zu erfassen.
00:06:47: Das durften wir tun.
00:06:48: Wir durften Versuchsweise auch mal Viertelstundenwerte erfassen, aber aus Datenschutzgründen weil wir dann die individuelle Einverständniserklärung aller Kunden benötigt hätten hat man uns gesagt das machen wir nicht.
00:07:03: also ihr könnt das mal versuchsweise testen.
00:07:06: Aber diesen einen Zählerstand pro Tag den durften abfragen.
00:07:09: das haben wir auch sehr erfolgreich gemacht.
00:07:11: Ehrlich gesagt hatten wir da auch eine Lernkurve, am Anfang hat es nicht so gut geklappt.
00:07:15: Wir haben das mit einem Powerline-System gemacht und einen Teil haben wir auch mit der Telekom zusammen abgefragt.
00:07:21: die haben dann etwas andere Kommunikationstechnik eingesetzt aber letztendlich war's sehr erfolgreich.
00:07:27: Aber am Ende des Projektes kamen für uns die ernüchternde Nachricht genau so machen was dann eher nicht?
00:07:36: Dann haben sich also BSI, Bnetz A Und die Bitkom zusammengetan und haben ja die Grundsteine für dieses intelligente Messsystem, für dieses Smart Meter Gateway gelegt.
00:07:52: Das hatte für uns zur Konsequenz dass wir das Projekt Müllheim zählt noch eine Raumezeit betreiben durften.
00:07:59: Wir mussten es dann aber wieder zurückbauen!
00:08:02: Und das haben wir auch gemacht, kam jetzt mal gar nicht ganz so gut an weil Verbraucher ja einen gewissen Komfort hatten.
00:08:10: Es kam kein Ableser mehr, sie hatten auch Zugriff auf ihre Zähler-Daten und das mussten wir dann sukzessive wieder zurückbauen.
00:08:19: Die Artikel in der Mühleimer Zeitung waren nicht ganz so schön zu lesen für uns aber wir hatten keine andere Wahl.
00:08:26: Okay also im Prinzip kann man festhalten damals war man in Mühlehem schon soweit wo wir heute eigentlich gerne hin wollen würden Klar, mit einer anderen Technologie.
00:08:38: Zwischenzeitlich wurde dann für Deutschland entschieden, dass man ein Smart-Meter Rollout macht aber nicht so wie in Müllheim, sondern eher ausgewählt für die großen Verbraucher, die steuerbare Lasten und Erneuerbaren Anlagen haben.
00:08:55: Das ist weit weg von flächendeckend!
00:08:58: Wie gucken Sie denn heute auf den Smart-meter Rollouts?
00:09:03: Ich muss ehrlich sagen, wir hatten natürlich diesen flächendeckenden Ansatz und waren damals relativ enttäuscht.
00:09:12: Dass es dann doch eine zwei-Klassengesellschaft im Prinzip gegeben hat.
00:09:16: Man hat ja eine Kostennutzenanalyse in der Zeit gemacht.
00:09:20: die EU hat zu derzeit vorgeschrieben dass man im Prinzip hundert Prozent seiner Zielpunkte fern auslesbar machen muss.
00:09:29: Da gab es auch bestimmte zeitliche Vorgaben, ehrlich gesagt habe ich die jetzt nicht mehr so ganz auf dem Schirm und diese Hundert Prozent waren im Prinzip alle Zählpunkte Es sei denn man machte eine Kosten-Nutzenanalyse Und damit konnte man die hundert prozent Grenze frei definieren, sage ich jetzt mal ganz salopp Die meisten Länder in Europa haben das nicht gemacht und haben quasi aufgrund dieser EU-Vorgabe einen flächendeckenden Rollout durchgeführt.
00:10:01: Italien war relativ schnell, ja Frankreich war relativ schnell.
00:10:06: in Deutschland hat man diese berühmte Kostennutzenanalyse gemacht und am Ende dieser Kostenutzanalyse stand fest es macht nur Sinn ab sechstausend Kilowatt Stunden unter und oder sieben KW PV Einspeiseleistung oder PV Leistung macht es Sinn diesen diesen Rollout so zu umzusetzen, wie man ihn in Deutschland definiert hat mit diesem intelligenten Messsystem.
00:10:32: Mit diesem Smart Meter Gateway weil das eine relativ kostspielige Sache war und auch immer noch ist, hat man eben diese hundert Prozent eingegrenzt.
00:10:42: Und daraus resultiert diese wie sie es gerade genannt haben zwei Klassengesellschaft.
00:10:46: also.
00:10:47: wir haben einmal dieses sogenannten Pflichteinbauffälle wo relativ technologisch komplexe Systeme verbaut werden die auch verhältnismäßig teuer sind und auf der anderen Seite ja haben wir eigentlich Wir haben eigentlich einen Rückschritt hinter das, was vor Mülheim zählt war.
00:11:05: Also man kommt nicht mal auf dieses Level, dass sie damals dort erreicht haben.
00:11:11: im Ergebnis stehen wir heute in Deutschland bei einer Sma-Meterquote von fünf Prozent und auch gerade die haben wir nur geschafft weil jetzt zuletzt sich einiges getan hat.
00:11:20: und wenn man dann ins benachbarte Ausland guckt ja da wird andere Technik teilweise verbaut aber die sind eben sehr viel weiter.
00:11:28: Sie haben mit initiiert die Initiative Simplify Smart Metering, die eigentlich genau daran auch was ändern will.
00:11:35: Also Sie wollen dafür sorgen dass Smart Meter Technologie wenn wir sie mal so nennen und vielleicht müssen wir gleich noch auf das ganze Boarding was um dieses Thema so rumkostet nochmal ganz kurz darauf eingehen.
00:11:46: aber Sie wollen auf jeden Fall dafür sorgen, dass richtig Tempo in diese Sache reinkommt?
00:11:50: Was ist die Idee konkret dahinter?
00:11:52: Naja, die Idee ist durchaus bei uns in meinem Team damals noch bei RWE und später bei Enoji nach dem Rückbau von Mühlheim zählt entstanden.
00:12:04: Weil dann haben wir ja damals schon erkannt also es gibt dieses Smart-Meter so wie man sie von der Regierung fordert nur für einen begrenzten Teil.
00:12:15: Und dann haben Wir uns damals schon überlegt und haben gesagt naja Dann machen wir diesen einfachen Zähler auch kommunikativ damit letztendlich alle zählpunkte ja kommunikativ sind und dass kein ableser mehr kommen muss.
00:12:33: also uns war es damals schon zwei tausend vierzehn zweitausend fünfzehn graus zu sagen das kann doch nicht sein dass jetzt da auf der einen Seite heissophistikated intelligente Messsysteme reinkommen, aber dann ein Großteil weit über fünfzig Prozent, also sechszig-sechzig-siebzig Prozent der Endkunden nach wie vor Postkarten schreiben müssen oder den Ableser ins Haus lassen müssen.
00:12:57: Und so haben wir damals schon einen Zähler entwickelt mit drei Zählherstellern, der die Zählersstände in das Heimnetz der Endkründen gefunkt hat.
00:13:07: Das war ein etwas anderer Ansatz, als den wir gleich vom Smart-Meter-Light vielleicht noch mal etwas näher beleuchten.
00:13:13: Aber die Idee war dieselbe!
00:13:15: Wir wollten alle Zähler kommunikativ machen.
00:13:18: Das haben wir auch geschafft.
00:13:20: Allerdings war das dann wieder also die gleiche Erfahrung dass es ist... Also das lassen wir so nicht zu in einen Kommunikationsnetz eingebundener Zählern.
00:13:32: So stand es im Gesetz muss über ein Smart-Meter Gateway abgefragt werden und ihr habt ja gerade keins.
00:13:40: Und deshalb dürfte das so nicht tun!
00:13:42: Insofern haben wir da auch einen durchaus erfolgreichen technologischen, technologisches Pilotprojekt wieder zurückfahren müssen.
00:13:51: Das war schade aber wir haben viel gelernt und ich bin an im Jahr die Alterszeit gegangen habe mich selbstständig gemacht hab immer noch in diesen Themen weiter mich engagiert.
00:14:04: Der Kontakt zu den Kollegen aus der SimplifySmart Meter Gruppe entstanden, Marcelinemann Lukas Ebert, Felix Zösch und Andreas Fabry und meine Wenigkeit haben sich dann zusammengetan und haben diesen Full Rollout Ansatz nochmal aufleben lassen.
00:14:20: Und haben gesagt Mensch lass uns doch die einfachen Zähler auch kommunikativ machen um dann letztendlich einen Full Roll Out zu haben!
00:14:29: Vielleicht gehen wir da an der Stelle nochmal kurz rein.
00:14:31: Wir haben einen Vorgespräch geführt, da haben Sie mir berichtet trotz all Ihrer Begeisterung für das Smart-Metering dreht sich bei Ihnen noch der sogenannte Ferrariszähler also sozusagen die analoge Uhr.
00:14:42: und gut standardmäßig wird dann heute eher die sogenannte moderne Messeinrichtungen verbaut.
00:14:48: aber das ist eigentlich auch nichts anderes als der Umstieg auf die Casio-Uhr, die halt einfach die Uhrzeit digital anzeigt Weil weiten keine Smartwatch, also wir sind da weiterhin ohne Kommunikation was eben genau dazu führt.
00:15:01: Was Sie gerade sagen es wird immer noch abgelesen mit Hilfe von Postkarten im schlechtesten Fall.
00:15:07: ja man kann Fotos machen und kann das irgendwo auf einer Webseite eintragen aber es gibt eben diese Fernauslesbarkeit nicht und auch andere mögliche Anwendungsfälle.
00:15:17: Also wir tappen da technologisch noch so ein bisschen durch die durch die neunziger Jahre, wenn man nicht in der Smart-Meter Gateway Welt angekommen ist.
00:15:26: Was ist Ihre Idee wie man daran was ändern sollte?
00:15:29: Ja also nochmal die Idee ist eigentlich zu sagen Wenn wir schon elektronische Zähler einbauen und da führt ja jetzt kein Weg dran vorbei.
00:15:37: Es wird keinen Ferrari zähler mehr eingebaut es wird kein Ferrari zäler mehr gebaut.
00:15:41: Die alten schwarzen Kisten haben ihren Dienst getan, sie sind zum Teil älter als ich und funktionieren immer noch.
00:15:47: Das müssen die elektronischen Zähler erst mal nachmachen.
00:15:49: aber nichtsdestotrotz diese Technologie wird nicht mehr weiter eingebaut.
00:15:55: so wenn man aber schon elektronische zähler hat ja dann liegt es doch nah im zeitalter der digitalisierung diese elektronen zähle nicht einfach konventionell mit einem blatt papier oder mit einer ablesekarte abzulesen und den zählersstand dann traditionell aufs Faxgerät oder per Mail, oder per Anruf zu dem Versorger hinzufunkten.
00:16:20: Das passt doch irgendwie alles gar nicht zusammen und deshalb war die Idee zu sagen Wenn es nur um abrechnungsrelevante Daten geht das muss man ja auch noch mal trennen.
00:16:30: wenn es also wirklich darum geht Die Postkarte zu ersetzen brauchen wir dann wirklich ein so Ja so ein Hightech Messsystem wie ist jetzt in den Pflichteinbauffällen eingebaut wird.
00:16:44: Das ist super secure, weil man damit auch steuern möchte und ich halte das auch für richtig.
00:16:49: wenn man Anlagen steuert, abschaltet oder leistungsmäßig dimmt sollte man sehr sehr sichere Kommunikationswege wählen.
00:16:59: Das weiß heute jeder dass da auch irgendwie Bösebogen unterwegs sind die versuchen sich in solche Systeme einzuhäcken.
00:17:07: Da kann sich jeder ausmachen, was passiert wenn die solche Steuerungen übernehmen.
00:17:11: Gibt ein schönes Buch Blackout von Mike Elsberg der das mal vorgedacht hat und das gilt es natürlich unter allen Umständen zu vermeiden.
00:17:20: deshalb bin ich sehr dafür dass man damit mit einer sicheren Technik arbeitet.
00:17:25: Wenn es aber nur darum geht Zählerstände zu übertragen dann weiß ich nicht ob dieses Argument Die unsere Kommunikation ist sicherer als Elektronik Banking.
00:17:36: Das war so das Schlagwort, wie man unseren Smart-Meter Rollout erklärt hat.
00:17:41: wir sind sicherer Als elektronik banking.
00:17:44: mit unserem smartmeter gateway habe ich nur immer so für mich gedacht naja also mein Abrechnungsdatum vom zähler Ob das sicherer sein muss als elektroni banken Da würde Ich mir erwünschen dass meine bankdaten sicherer sind als mein abrechnungswert den ich ins back entschiebe.
00:18:02: Und von daher haben wir gesagt, Mensch das müsste mit einer einfacheren Technik gehen und unsere Nachbarländer machen das ja auch alle vor.
00:18:11: Unsere Nachbar Länder haben getrennt die Strategie Steuerung der abrechnungsrelevanten Datenerfassung und sie haben angefangen erstmal die Abrechnungs relevanten Daten fernabfrachbar zu machen.
00:18:26: Wir haben den zweiten Schritt mein ich vorm Ersten gemacht haben gesagt Ein super Secure-System bauen, weil wir damit perspektivisch steuern.
00:18:35: Wir steueren aber nur in knapp dreißig Prozent aller Fälle.
00:18:39: In den anderen siebzig Prozent geht es lediglich darum, Tarifinformationen bzw.
00:18:45: Abrechnungsinformation zu übertragen.
00:18:48: Das muss man jetzt auch nicht im Klartext machen.
00:18:50: da gibt's heute genug sichere Verfahren um das also verschlüsselt und signiert Also fälschungssicher von a nach b zu üvertragen.
00:18:58: Aber man braucht nicht Diese kryptografische Höchstleistung, die wir da mit dem Gateway umgesetzt haben.
00:19:07: Die halte ich fürs Steuern für sinnvoll und den Rest aber für zu überdimensioniert.
00:19:13: Das ist ein Thema, das mittlerweile jetzt eben unter dem Stichwort Smart Meter Light geführt wird.
00:19:20: Da gab es in der Vergangenheit schon viele Diskussionen darüber und das gab oftmals auch viel Ablehnung weil es immer hieß naja wir haben uns für einen Technologiefahrt entschieden Der ist schon holprig genug und es läuft sowieso nicht so.
00:19:34: Jetzt lasst uns bitte noch mit einer Alternative anfangen.
00:19:37: aber bei allem was sie ausführen reden wir ja gar nicht über eine alternative sondern Sie sagen ja auch Wahrscheinlich kann man an dem ganzen Gateway-Fahrt, also SmartMeter Gateway Rollout auch Kritik üben.
00:19:49: Aber sie sagen da wollen wir gar nicht ran sondern wir gucken auf die Seite wo bisher eben noch gar keine kommunikationsfähigen Zähler verbaut sind.
00:19:59: Sagen wir mal das eine ist der Porsche und Sie sagen lasst uns doch mal einen Golf daneben stellen damit nicht alle in den Porsche einsteigen müssen weil er ist ja auch relativ teuer.
00:20:09: Genau!
00:20:09: Das ist genau unsere Idee.
00:20:12: Wir haben ja zum Glück ein modulares System, bestehend aus einem elektronischen Zähler.
00:20:19: Das ergänzt werden kann durch ein super sicheres Gateway das dann Kommunikationsaufgaben übernimmt aber auch noch einige andere technische Aufgaben.
00:20:30: da möchte ich jetzt gar nicht im einzelnen drauf eingehen.
00:20:32: Aber in Summe ist das der Porsche und den braucht man.
00:20:37: wenn Ja, was weiß ich?
00:20:39: Schnell von A nach B oder in den Urlaub.
00:20:41: Oder weite Strecken fährt aber vom... Von zu Hause bis zur nächsten Pommesbude braucht man keinen Porsche da ist das auch gar nicht so gut fürs Auto auch nicht.
00:20:50: der braucht dann immens viel Sprit für die zweieinhalb Meter.
00:20:54: Das geht mit dem Golf genauso gut und das ist halt eben unser Ansatz.
00:21:00: wir nehmen diesen Zähler diesen einfachen zähler machen ihn etwas etwas schlauer Und schon können wir auch diesen einfachen Zähler kommunikativ anbinden.
00:21:11: Das heißt aber nicht, dass wir ihn nicht.
00:21:14: sobald ein Gateway in die Nähe dieses Zählers kommt, können wir diesen Zählern auch an das Gateway anschließen.
00:21:20: also wir wollen gar nicht eine zweite Parallelinfrastruktur aufbauen.
00:21:25: Wir wollen erstmal nur eine Möglichkeit schaffen wenn der zähler alleine im Zähleanschlusskasten verbaut wurde dass er eben auch schon seine Abrechnungsdaten in irgendeiner Form nach außen kommunizieren kann.
00:21:40: Und sobald der Satzsehler, sobalt in diesen Zählerschrank ein Gateway reinkommt dann windet man ihn an das Gateway an und gut ist!
00:21:49: Also überhaupt kein Parallelwelt in dem Sinne sondern es ergänzt sich aus meiner Sicht, aus unserer Sicht optimal.
00:21:58: Was
00:21:58: wäre denn technisch notwendig, um aus dem einfachen elektronischen Zähler ins Landmieter leidzumachen?
00:22:05: Da
00:22:05: gibt es jetzt unterschiedliche Möglichkeiten und das wird ja dann auch an vielen Stellen vielleicht auch manchmal ein bisschen bewusstnisverstanden.
00:22:14: Die einen sagen da gibt's noch gar nix.
00:22:16: die anderen sagen wir brauchen noch zehn Jahre bis wir das entwickelt haben.
00:22:20: Vielleicht vertun sie sich da so'n bisschen weil wir fürs Geld für so lange gebraucht haben.
00:22:24: Es gibt heute schon Zähle, die in der Lage sind für Wasser und für Gas, für Wasser- und für Wärme ihre Zählerstände per Funk in ein Beckensystem zu funken oder zu einem Datensammler zu funkten.
00:22:40: Wenn es jetzt technisch wird dann sind das zum Beispiel Lora Technologien, Majority Technologen.
00:22:46: die sind heute schon am Markt verfügbar und in den sparten Wärmen und Wasser durchaus auch schon gebräuchlich.
00:22:52: da gibt es auch schon dafür erforderliche Infrastruktur Und viele Netzbetreiber, insbesondere kleinere mittlere Stadtwerke haben schon ein funktionierendes Lohranetz.
00:23:03: Ein Flunkfunktionierendes Mayotinetz machen damit Smart City und smarte Parkplatzbewirtschaftung usw.
00:23:12: Diese Netze könnte man eben auch diese einfachen elektronischen Zähler einbinden mit der Einschränkung dass man damit nur Abrechnungswerte übertragen kann.
00:23:25: wie gesagt Ich wiederhole das jetzt immer wieder keine Steuern.
00:23:29: Nichts abschalten, nichts einschalten!
00:23:31: Nichts Leistungsbegrenzen... Das machen wir alles nicht.
00:23:35: aber für die siebzig Prozent der Fälle wo wir nur Daten brauchen um die Abrechnung zu erstellen wird sowas funktionieren.
00:23:42: also die Technologie ist da und nicht muss nicht erfunden werden.
00:23:47: Die Spielregel müssen vielleicht noch ein bisschen geschärft werden.
00:23:50: okay dass das so Aber die Technologie ist vorhanden Und Lora und Mayoti ist nur eine Technologie.
00:23:58: Man könnte was mit Weyles M-Bus machen, man könnte etwas mit NBIOT machen... Also es gibt verschiedenste Möglichkeiten immer mit dem Ziel diesen einfachen Zähler kommunikativ zu machen.
00:24:09: Es ist keine Raketentechnik notwendig um neue Anwendungsfelder zu generieren.
00:24:14: im Abrechnungsbereich die Fernauslesbarkeit haben Sie jetzt schon ein paar Mal erwähnt es so naheliegender Anwendungfall.
00:24:21: Was wäre denn darüber hinaus noch denkbar?
00:24:23: Naja, also sagen wir mal so.
00:24:25: Die Fernauslesbarkeit ist die Grundvoraussetzung.
00:24:28: Wofür braucht man sie?
00:24:30: Dann wird ja heute ganz oft gesagt naja wir brauchen die für dynamische Tarife da braucht man dann die vierte Stundenwerte.
00:24:37: das richtig aber für brauchen die die die Zählerstände auch noch für fiebernalere Dinge.
00:24:43: Man stelle sich vor man macht einen Lieferantenwechsel.
00:24:46: den müssen wir heutzutage in Vierundzwanzigstunden abwickeln.
00:24:50: Wenn man das mit zugerufenen und geschätzten Zählerständen macht, dann ist die Katastrophe vorprogrammiert.
00:24:57: Also dann hat der Kunde den Zählersstand falsch abgelesen oder in der Übermittlung ist was schief gegangen da hat man die Postkarte falsch gelesen oder... Was auch immer!
00:25:08: Und dann muss man irgendwas wieder rückabwickeln.
00:25:10: Es ist nur ein einziger Zählerstand dem man dafür bräuchte und mit diesem einen Zählarstand könnte ich schon ganz viel Prozesseffizienzen heben.
00:25:19: Das ist wie gesagt ein Lieferantenwechsel, das ist ein Auszuchen Einzug.
00:25:23: Man ist immer dasselbe Spiel wenn der Mieter auszieht muss er einen Zählerstand wechseln.
00:25:31: Wenn der Miete einzieht, muss er auch den Zählernstand nennen.
00:25:35: Das geht oft der eine vergisst es, der andere schummelt ein bisschen in die eine Richtung Der andere schummelt etwas in die andere Richtung.
00:25:42: Könnte man sich alles sparen wenn man auf Knopfdruck einen Zälerstand hat?
00:25:48: Und das ist so eine Lieblingsfrage, die ich gerne stell wenn nicht mit Netzbetreibern oder Stadtwerken spreche.
00:25:55: Wenn ich denen sage was wäre wenn du einen Zählerstand auf Knopfdruck hättest?
00:26:01: und dann fangen die immer an zu lachen und zu grinsen und sagen ja das wär super!
00:26:06: Weil ich dann ganz viele einfache Prozesse oder Prozisse bei uns viel deutlich, viel mehr vereinfachen könnte als das heute der Fall ist.
00:26:13: Ich muss nicht nach recherchieren, ich muss keinen hinschicken und ich muss nichts korrigieren.
00:26:17: Ich habe den Zählerstand auf Knopfdruck.
00:26:20: Ganz banale Beispiele würden aber extrem viel vereinfachend.
00:26:25: Es
00:26:25: gibt da diverse Stadtwerke die auch in ihrer Initiative mit dabei sind Das Stützen und auch sagen wir würden profitieren.
00:26:36: Auf der anderen Seite hat man aber den Eindruck, dass doch auch ein größerer Teil der Stadtwerke und auch anderer Energieunternehmen skeptisch ist.
00:26:45: Wir reden ja jetzt auch hier heute über das Thema Smart Meter Light weil der Koalitionsausschuss jüngst genau dieses Thema wieder aufgemacht hat.
00:26:53: Das war eigentlich so ein bisschen, ja die Diskussion darüber war schwergängig weil man viel Ablehnung gehört hat.
00:27:00: jetzt kommt die Politik und sagt wir halten das für einen sinnvollen Weg obwohl von einem knappen Jahr im Energiewende-Monitoringbericht, das Bundeswirtschaftsministerium ist da noch andere Sätze zu dem Thema zu lesen waren.
00:27:13: Aber jetzt kommt es offensichtlich zu einem Sinneswandel womöglich auch weil die EU-Kommission dabei ist den Druck auf den Rollout nochmal zu erhöhen.
00:27:22: und trotzdem war dann eine erste Reaktion des Stadtwerkes Verbandes VKU die lautete wir nehmen das zur Kenntnis Das ist ja relativ deutlich weil das heißt so viel wie davon halten wir überhaupt nichts.
00:27:34: Warum eigentlich?
00:27:35: Sie haben doch gerade Gründe genannt.
00:27:38: Wie erklären sie sich das, dass es immer noch so viel Skepsis gibt?
00:27:40: Ja, das ist eine gute Frage!
00:27:42: Also erst mal muss ich auch sagen wir haben von unserer Initiative aus schon vor einiger Zeit durch mit Reipositionspapieren auf dieses Thema aufmerksam gemacht.
00:27:54: Wir haben mit der Bnetz A gesprochen.
00:27:57: Wir haben damals glaube ich mit dem BWMI gesprochen und haben für unser System geworben.
00:28:06: Es waren aber oftmals eben auch Einzelaktionen, so wie wir das gemacht haben hat es auch die SMI, die Smart Meter Initiative, SMI Simplify Smart Mietering.
00:28:15: SSM wurden auch oft verwechselt und das hat vielleicht auch ein bisschen zu Verwirrungen geführt weil da das noch nicht so richtig koordiniert haben.
00:28:25: Das hat sich dann alles ein bisschen geändert.
00:28:27: Wir haben die Köpfe zusammengesteckt Ja, zusammengetan gesagt.
00:28:34: Mensch wir müssen da gemeinsam was auf die Beine stellen und das ist uns auch ganz gut gelungen.
00:28:41: nichtsdestotrotz kam immer wieder und kommen jetzt noch britische Stimmen wo ich mein Ich kann das verstehen dass Leute die Jetzt also sehr viel Geld in die Entwicklung des smart meter der gateways reingesteckt haben Die wollen das zurück erlösen.
00:28:59: völlig völlig legitimes Geschäft, nur nochmal.
00:29:04: Wir wollen ja gar nicht diesen Smart-Meter ersetzen oder dieses intelligente Messsystem ersetzen.
00:29:09: wir glauben nur dass man eine weitere Option zur Verfügung stellen sollte.
00:29:16: denn jetzt träumen die ein oder anderen ja auch schon von einem Full Rollout mit intelligenten Messsystemen.
00:29:24: möglicherweise haben manche Häuser auch diese Strategie.
00:29:29: das will ich gar nicht ausschließen.
00:29:31: Dann kommt in dem Zusammenhang, wird ja ganz schnell dieses Stichwort N zu eins.
00:29:36: In den Ringgeworfen N zu Eins heißt das intelligente Messsystem ist so designed dass man mehrere Zähler an ein Gateway anschließen kann wenn die Voraussetzungen dafür vorhanden sind.
00:29:49: Also erstmal müssen es mehrere Zähler geben, dann müssen die also auch technisch verdrahtet werden oder per Punkt.
00:29:56: Das kann funktionieren muss aber nicht immer funktionieren, aber es ist durchaus eine Möglichkeit dieses System effizienter zu nutzen und mehrere Zäler an ein Gateway anzuschließen.
00:30:05: Ob das alleine genügt um einen Full Rollout mit diesem genau mit diesem System durchzubringen ja das soll jeder für sich entscheiden.
00:30:16: Es gibt genügend Leute, die sagen das ist dann immer noch zu teuer und es ist auch in manchen Fällen einfach nicht machbar.
00:30:22: Diesen Endfaktor den kann ich mich beliebig hoch mal schrauben.
00:30:25: also bleib' ich doch beim Pflichtrollout und mache vielleicht noch ein paar optionale Einbauffälle.
00:30:30: aber Full-Rollout wird schwierig Und deshalb sagen wir ja dann nehmen wir noch diese Option dazu und wir verpflichten keinen.
00:30:40: Also der Pflicht oder dieses Imsel ist ja verpflichtend für diese genannten Fälle.
00:30:46: N zu eins ist nicht verpflichtend, ist freiwillig.
00:30:49: kann man so machen muss man nicht.
00:30:51: es gibt auch die Möglichkeit optional sich ein Smart-Meter Gateway einbauen zu lassen.
00:30:56: jeder Kunde kann sich einen beliebigen Messsternbetreiber suchen und es gibt genügend am Markt.
00:31:04: die bauen einem Kunden ein Gateway ein also ein intelligentes Messsystem obwohl sie Obwohl es gar nicht gesetzlich erforderlich ist.
00:31:16: Dann muss der Kunde den Preis dafür bezahlen, wenn er dazu bereit ist?
00:31:20: Alles gut!
00:31:22: Was wir wollen, ist lediglich eine zusätzliche Option für optionale Einbauffälle.
00:31:30: Das kann man nehmen, muss man nicht und deshalb verstehen wir diese Aversion überhaupt gar nicht denn alle die das gar nicht wollen brauchen's ja nicht nehmen.
00:31:41: Aber wir möchten den Stadtwerken, die vielleicht schon einen LP-Warnnetz betreiben.
00:31:48: Den möchten wir die Möglichkeit eröffnen zusätzlich zu der N plus N zu eins Version noch eine andere Option installieren zu können und da verstehe ich jetzt ehrlich gesagt die Aversion überhaupt nicht gegen kann ich nicht nachvollziehen.
00:32:09: immer noch deutlich herauszuarbeiten, dass wir das nicht verpflichtend vorschreiben.
00:32:15: Das ist lediglich die Option.
00:32:17: Wer meint er kann es anders besser?
00:32:19: Wirtschaftlicher soll es doch so machen und dann kann man doch in zwei drei Jahren mal gucken wie sich der Markt entwickelt hat.
00:32:28: also der Markt ist brutal ehrlich.
00:32:30: wenn das nicht funktioniert dann wird sich das nicht durchsetzen.
00:32:37: Was spricht dann dagegen?
00:32:39: Das ist eben, deshalb verstehe ich die Kritik.
00:32:43: Ich kann die nachvollziehen.
00:32:44: oder ich kann nachvollziehen wenn die Leute sagen wir brauchen das nicht.
00:32:48: Das ist für uns nicht interessant.
00:32:49: Wir haben kein LPW-Netz.
00:32:51: Das habe ich auch schon von Netzbetreibern gehört.
00:32:53: Das brauchen wir alles nicht.
00:32:54: Ja gut!
00:32:56: Dann nehmt ihr es einfach nicht.
00:32:57: aber warum verbietet er es anderen dies vielleicht brauchen und sinnvoll einsetzen können?
00:33:03: Das verstehen wir nicht.
00:33:05: Vielleicht hilft jetzt der Koalitionsausschuss, dieser Beitrag noch mal diese Diskussion so zu führen.
00:33:15: Dass man sie offen und ehrlich führt und dass man nicht gegeneinander das eine System gegen das andere ausspielt sondern dass man letztendlich dem Netzbetreibern, dem Stadtwerk die Option lässt Und dann wird sich für das eine Stadtwerk dafür, das andere dafür entscheiden und alles ist gut.
00:33:34: Der Vorschlag findet sich ja auch unter der Überschrift Digitalisierung der Verteilennetz.
00:33:39: Und Sie haben gerade gesagt, vielleicht gibt es hin ein oder anderen Netzbetreuungen mit dem wir reden, da sagt man, wir brauchen das alles nicht.
00:33:44: und dann würde ich mal in Frage stellen denn wir sind ja auf dem Weg eines Systems wo wir früher einige zentrale Kraftwerke hatten und wir haben jetzt Millionen von Einzelkomponenten im gemeinsamen System.
00:33:58: Da braucht man erstmal eine gewisse Transparenz um überhaupt zu wissen, was ist da los?
00:34:03: Da würde ja kommunikationsfähige Zähler auf jeden Fall helfen.
00:34:08: Und im anderen Schritt braucht man dann sicherlich für manche eben die Steuerung das Thema abgehakt werden verstanden, für welchen Bereich man das braucht und für welche nicht aber... müsste es dann nicht auch einen Eigenantrieb geben bei Netzbetreibern, aber eben auch bei Energielieferanten zu sagen ich will wissen was da los ist und er hilft mir diese Technologie.
00:34:26: Und sie hilft mir im Zweifelsfall eben auch noch Prozesskosten die ich heute habe die umständlich sind wenn ich ableser mit Autos durch die Gegend fahren lasse das könnte ich mir alles sparen
00:34:36: Ja.
00:34:37: Ist das schon eine rhetorische Frage, aber ich verstehe es an der Stelle eher nicht.
00:34:40: gesagt auch nicht?
00:34:41: Ne, das ist schwierig!
00:34:42: Wenn zwei sich darüber unterhalten, die es beide nicht verstehen... Ich versteh's auch nicht und ich kann mich wiederholen da.
00:34:51: Wir möchten nichts aufzwingen, wir möchten lediglich Optionen bereitstellen.
00:34:57: Und ich kenne wirklich Stadtwerke, ich muss ja keine Namen nennen, die sagen ne für uns kommt das nicht in Frage.
00:35:05: Und ist das so?
00:35:06: Finde ich jetzt überhaupt nicht tragisch.
00:35:09: Ob die am Ende des Tages dann einen Full-Rollout in ihrer Strategie haben oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
00:35:16: Nicht jeder lächer seine Strategie gleich offen und diskutiert den dann mit mir.
00:35:22: Das kann ich nicht beurteilen.
00:35:24: Jetzt sind ja erstmal alle dabei, die Pflichteinbauquoten zu erfüllen Und die, die das nicht machen, die kriegen dann einen blauen Brief.
00:35:33: Also da wird ja schon ein bisschen Druck aufgebaut.
00:35:36: aber an der Stelle stelle ich zum Beispiel fest dass dann Messsysteme eingebaut werden an Stellen wo sie funktionieren.
00:35:44: Ja, das ist nicht jedes Messsystem funktioniert an jeder Stelle.
00:35:49: Das sind Kommunikationsprobleme.
00:35:51: Die kennen wir aus anderen Bereichen auch.
00:35:54: Und wenn ich jetzt die Quote erfülle, dann hänge ich ein Messsystem dahin wo es funktioniert.
00:35:58: Ob ich's da zwingend brauche oder weil ich dann überhaupt gar nicht steuern muss steht auf einem ganz anderen Blatt.
00:36:04: und da denke ich mir auch das reine Installieren um Quoten zu erfüllen macht wenig Sinn.
00:36:11: also eigentlich haben wir uns doch auf einen Steuerungsrollout fokussiert.
00:36:16: Wir haben gesagt und ich wiederhole mich da jetzt auch diese Technik ist ideal geeignet zu steuern, also würde ich doch die Dinger jetzt überall da einbauen wo ich unbedingt Steuern muss und wird auch schon versuchen dort die Steuerung zu Implementieren.
00:36:30: Also an den TV Anlagen, an den Wallboxen die ich ein- und ausschalten kann oder dimmen kann Ich schalte sie ja nicht komplett aus aber es wird im Moment Wenn die dinge eingebaut Hauptsache die Quote stimmt das ist doch eigentlich.
00:36:45: Ja, ich kann das nachvollziehen.
00:36:47: Man will ja keinen blauen Brief kriegen.
00:36:48: aber ist das jetzt die richtige Strategie?
00:36:51: Aus meiner Sicht nicht.
00:36:52: aus meiner Sicht wäre die richtige strategie Die dort einzubauen und sofort versuchen auch die steuerung mit zu Implementieren weil dafür sind sie gedacht dafür sind Sie gebaut.
00:37:04: Und die anderen fälle wo ich das nicht brauche ja die baue ich halt mit.
00:37:10: Die sind etwas einfacher mit diesen Golfzählern.
00:37:12: Dann nehme ich halt kein Porsche-Zähler, ich nehm den Golfzähler und wenn ich dann hinterher steuern muss baue ich das Modul dazu.
00:37:20: Also so würde ich es machen.
00:37:21: und dass erhoffen wir uns ja jetzt von der Neuausrichtung Dass man sich in diese Richtung bewegt.
00:37:31: ob uns das gelingt oder Ob die Zweifler sich am Ende des Tages durchsetzen weil dann auch an vielen Stellen gesagt wird So lange gebraucht, jetzt müssen wir das auch überall einbauen.
00:37:44: Egal wo.
00:37:45: also ich weiß nicht ob das Argument Das schlagkräftigste ist.
00:37:52: Also Ich würde es da Einbauen Wo's wirklich Gebraucht Ist Wo Es Wirklich Sinn macht und die Andere Option Eröffnet Dann noch Weitere Möglichkeiten.
00:38:01: Ich habe vorhin gesagt, bei fünf Prozent Roll-out Quote stehen wir heute.
00:38:07: Selbst wenn dann der Flichtroll out vollständig abgeschlossen wäre, da würden wir uns wahrscheinlich irgendwo beim Drittel bewegen.
00:38:14: Es bleibt noch ganz viel übrig und die Eurokommission verlangt genau das Gegenteil.
00:38:20: Die sagt bis Ende zwanzig dreißig sollen mindestens fünftig Prozent der Entkunden mit intelligenten Messsystem ausgestattet sein oder drei Jahre später bis Ende drein dreißzigfünfzehntig Prozent also eigentlich zwei Drittel.
00:38:30: Da sind wir noch ein ordentliches Stück davon entfernt.
00:38:34: Vielleicht ist das auch die Hauptursache, warum die Politik jetzt umlenkt?
00:38:39: Das ist das natürlich bisher nur... Es sind ein paar Zeilen, ein paar Sätze in einem Papier des Koalitionsausschusses da es zum Beispiel die Bundeswirtschaftsministerin nicht mit drin, die aber dann ja maßgeblich für die Umsetzung zuständig ist, im zweiten Halbjahr ist so wie wir hören eine Novelle das zugehörigen Messstellenbetriebsgesetzes dann geplant.
00:39:03: Wie wahrscheinlich halten Sie es stand heute mittlerweile?
00:39:07: Ich denke mal die Chancen sind gestiegen dass dann tatsächlich in der nächsten Novelle des zuständigen Gesetzes das Wort Smart Meter Light vorkommt und da die Tür geöffnet wird.
00:39:17: Ja Schwierig also.
00:39:20: ich habe die Glaskugel Ich habe sie nicht oder wenn ich so hätte, die ist ziemlich vernebelt.
00:39:25: Ich würde es mir wirklich wünschen dass es dort drin steht Nicht verpflichtend Sodass jeder das so machen kann wie er's gerne möchte.
00:39:35: ich glaube dass Es auf jeden fall zur Beschleunigung beiträgt dass es auf keinen Fall den rollout verlangsamen würde Sondern das eben und Das musste doch das erklärte ziel sein.
00:39:47: dann kommen wir der eu forderung näher.
00:39:51: Ich glaube auch dieser Paradigmenwechsel, dass wir sagen also wir machen nur noch für ein bestimmtes Klientel fernabfragbarer Zähler.
00:40:01: Also wenn ich mich jetzt in unseren Nachbarländer das macht kein anderes Landmacht das so?
00:40:07: Vielleicht sollte man dann auch mal fragen fahren wir auf der falschen Spur?
00:40:12: oder dass man da nochmal drüber nachdenkt ob das wirklich die Der Königsweg war den wir jetzt als einziges Land, ich glaube es gibt noch eins.
00:40:22: Ich bin mir gar nicht ganz sicher aber wir sind wirklich in der Minderheit.
00:40:26: alle machen Full Rollout alle machen fernabfragbare Zähler.
00:40:30: vielleicht sollten wir da nochmal umdenken und wenn wir dann umdenkten Dann kann ich mir eben vorstellen und das würde ich mir dann auch aus dieser von dieser Novelle erhoffen dass man dann diesen Smart-Meter Leitansatz mit einbringt Nicht zwingend vorgibt, aber ihn mit einbringt.
00:40:50: Ja dann hoffen wir mal dass Deutschland vom Schlingerkurs beim Smart Meter Rollout vielleicht doch noch in die richtige Spur kommt.
00:40:59: Lieber Herr Ratke vielen herzlichen Dank für das sehr informative Gespräch bei dem wir die Geschichte des Smart Meter Rings in Deutschland von den frühen zweitausender Jahren bis Bis in den Juni, bis zu einem Koalitionsausschuss, der das Wortsmetallight erwähnt durchgegangen sind.
00:41:16: Ich habe einiges dabei auch gelernt und ich hoffe unsere Hörerinnen und Hörere auch klasse und herzlichen Dank dass sie hier waren!
00:41:23: Ja danke Danke.
00:41:24: mir hat es auch viel Spaß gemacht vielen Dank
00:41:26: Ja, vielen Dank fürs Zuhören.
00:41:27: Wir hören uns jederzeit wieder auch in den regulären Folgen des News Updates.
00:41:32: In der letzten Folge haben wir auch genau über diesen Koalitionsausschuss und die Smart-Meterleit ein Thematik gesprochen.
00:41:38: Hören Sie da auch gerne noch mal rein!
00:41:40: Und wir sagen dann bis dahin alles Gute und Tschüss!
Sebastian H
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