News-Update vom 31. Juli 2026 - "Politik trifft Praxis": Die Sommerinterview-Serie von energate
Shownotes
Zum Amtsantritt hatte die Bundesregierung eine "neue Energiepolitik" angekündigt. Mit dem StromVKG, dem GModG und den Vorschlägen zur EEG-Reform und zum Netzpaket sind wesentliche neue Weichenstellungen inzwischen auch auf den Weg gebracht. In einer Sommerinterview-Serie spiegelt energate mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Stadtwerke, was diese Neuerungen in der Praxis bedeuten. Carsten Kloth und Michaela Tix berichten in dieser Folge über ihre Gespräche über die Zukunft der Strom- und der Gasnetze mit den Stadtwerken aus Trier, Warendorf und Osnabrück.
Link zur energate-Sommerinterviewserie
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Transkript anzeigen
00:00:00: Irgendwas mit Energie.
00:00:02: Der Energate-Podcast!
00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zum News Update von Energate, heute ist Freitag der einund dreißigste Juli und bei mir sind heute Michaela Tix und Carsten Klood.
00:00:20: Hallo, schön dass ihr da seid.
00:00:22: Ja, ich glaube in unserem Redaktionsalltag ist so ein klein bisschen das Sommerloch angekommen.
00:00:27: In dieser Woche gab es noch die Kabinettsbeschlüsse zur EEG-Reform und zum Netzanschlusspaket im Bundeskabinet.
00:00:35: Wir haben darüber berichtet hier schon häufig darüber gesprochen.
00:00:37: Das müssen wir nicht mehr tun.
00:00:39: Ansonsten bestimmt ja so die Sommedebatte momentan Die Personaldiskussion in der CDU, auch darüber wollen wir nicht reden.
00:00:47: Auch wenn es da zumindest eine Stelle gibt an der das Bundeswirtschaftsministerium betroffen ist mit dem Wechsel der parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Konopemann ins Digitalministerium.
00:00:57: Wir wollen aber eher passend zum Thema Sommer heute auf unsere Sommerinterview-Serie gucken.
00:01:03: Das ist ein Format, dass haben wir jeden Sommer bei NRG schon eine gewisse Tradition und in diesem Jahr haben mit unterschiedlichen Stadtwerken gesprochen unter dem Motto Politik trifft Praxis.
00:01:15: Wir sind also ausgeschwärmt, haben Stadtwerke besucht um mit ihnen zu erörtern so diskutieren wie sich aktuelle politische Entscheidungen vor Ort tatsächlich niederschlagen in der Praxis.
00:01:25: und Michaela lasst uns mal rein starten.
00:01:27: einige Interviews sind ja schon erschienen und vielleicht zwei von dir?
00:01:31: Du hast mir zwei Stadtwerker gesprochen über die geplanten Regelung zur Stilllegung von Gasnetzen im Zuge der anstehenden Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes, die noch nicht den offiziellen Weg ins Bundeskabinett und darüber hinaus gefunden hat.
00:01:48: Also vor der Sommerpause hat das nicht mehr geklappt.
00:01:50: Da finden nur Diskussionen statt.
00:01:51: Trotzdem sind Eckpunkte bekannt und die Branche guckt natürlich da drauf.
00:01:57: Du hast gesprochen einmal mit den Stadtwerten Trier und dann mit den Stadtwerten Warnendorf.
00:02:03: Da fragst du dich bestimmt, warum grausgerechnet die beiden?
00:02:06: Das ist natürlich schon mal eine gute Frage.
00:02:08: Damit können wir mal rein starten.
00:02:09: Tria ist ja klar, ich sage mein Heimatbundesland da muss man natürlich aber Warndorf.
00:02:13: dann müssen wir erstmal auf der Landkarte
00:02:15: gucken
00:02:15: wo ist das?
00:02:16: Aber erzähl uns mal, warum mit den Beiden.
00:02:18: Und
00:02:18: hier natürlich nicht nur, weil es dein aus seiner Heimat das Stadtwerk in der Nähe sich ansiedelt sondern auch weil die einen sehr interessanten Blick auf das Gasnetz haben.
00:02:27: Also ich habe mir wirklich explizit zwei Stadtwerke rausgelucht, die sehr unterschiedlich auf ihre Gasnetze schauen und auf die Zukunft ihrer Gasnetzen und ja zwei durchaus unterschiedliche Ansätze angehen.
00:02:39: Bei Trier ist es so, da ist die Wärmeplanung durch.
00:02:42: das ist ein große Stadt über hunderttausend Einwohner.
00:02:45: Da müssen sie natürlich auch schon fertig sein.
00:02:47: Das heißt der Weg ist schon relativ klar.
00:02:50: Auch Warendorf ist mit seiner kommunalen Wärmeplanung auf den Weg.
00:02:53: Da war ich auch schon mal vor Ort.
00:02:55: Die bauen halt mitten in einer historischen Altstadt einen Fernwärmenetz.
00:02:59: Das ist eher ungewöhnlich.
00:03:01: viele bauen ja nun aus und Die Aufgabe wirklich historisches Kopfsteinpflaster aufzureißen, um da im Gasnetz Konkurrenz zu machen ein Stück weit und das dann perspektivisch abzulösen ist schon eher eine Ausnahme kann man sagen.
00:03:13: Es macht natürlich trotzdem einige.
00:03:15: aber da ist man schon fleißig am Buddeln.
00:03:17: und mit beiden Stadtwerken habe ich halt über die ENWG-Novelle gesprochen.
00:03:22: Sprichst ja direkt schon mal einen interessanten Punkt an.
00:03:24: beides Städte mit einer historischen Altstadt Beide finden dann ganz anderen Weg.
00:03:31: Weil die Stadtwerke Trier, die wollen mit ihrer historischen Altstadt und der Wärmeversorgung ja ganz anders umgehen?
00:03:37: Da gibt es eine ganz klare Aussage.
00:03:38: ein schönes Zitat nur weil Wärmenetze hip sind bauen wir sie nicht im großflächlichen Bereich einfach aus kopsten Gründen.
00:03:45: also der Stadtwerkschef Vorstandschef Arndt Müller allein vorstand guckt da sehr skeptischer eher als andere Stadtwerker drauf schaut sich genau an wo machen Wärmenezze Sinn oder wo ihr geben sie auch wirtschaftlich Sinn.
00:03:59: Bei denen ist es einfach so.
00:04:00: in der Altstadt, sehen Sie das nicht.
00:04:02: und an einem zweiten Teil da gab's vor fünf Jahren noch eine Flugkatastrophe wurde auch nochmal fleißig ins Gasnetz investiert.
00:04:09: Das heißt beide Gebiete die ungefähr noch sagen wir auf ungefähr ein Drittel des Gasnetzes noch stehen sollen erhalten bleiben.
00:04:17: Die sind auch schon als biometanen Gebiete ausgewiesen.
00:04:21: Das ist dann in der kommunalen Wärmeplanung, macht man ja die farbige Karten auf.
00:04:25: Wo könnte die Fernwärme hinkommen?
00:04:27: Wo könnte das Gasnetz bleiben?
00:04:29: Bei vielen wird das Gasnetz nicht in so großer Dimensionen bleiben.
00:04:32: Der große Grund, warum das bei denen vielleicht anders betrachtet wird als bei anderen Stadtwerken, ist dass sie schon sehr viele Biometharnanlagen im Betrieb haben.
00:04:40: Ich glaube sieben wenn ich es mir richtig gemerkt habe sind im Betrieb weitere Säulen hinzukommen Und die Idee bei denen ist wirklich, ein Gasnetz auch als Speicher zu nutzen.
00:04:49: Das heißt Biometharn wird im Sommer sehr viel erzeugt.
00:04:53: Das Gasnetze wird als Speichern benutzt und im Winter wird das Biomethan ausgespeichert für die Kraftwerke, für die Blockheizkraftwerke.
00:05:02: Damit können die Stadtwerke sowohl Wärme erzeugen als auch Strom Und natürlich auch in den Bereichen, wo das Gasnetzinn natürlich noch liegt.
00:05:10: Natürlich die Kunden, die dann bei der Gasterme bleiben wollen also in der Innenstadt oder bleiben müssen weil da kommt ja kein Fernwärmen jetzt hin und da bietet sich auch die Wärmepumpe wahrscheinlich nicht an.
00:05:18: genau Das ist deren Lösung.
00:05:19: quasi ein Drittel des Gasnetzes schon viel Und sie brauchen auch große Biometharnmengen.
00:05:25: Das muss sich verdreifachen, das ist schon eine Ansage.
00:05:28: Ich habe natürlich auch gefragt was macht das mit den Kosten?
00:05:30: Es gibt ja sehr große Befürchtungen die Gasnetzentgelte explodieren, die Kosten für die grünen Gase laufen aus dem Ruder.
00:05:37: aber da hat Herr Müller ganz klar gesagt also der Vorstandschef ne das sieht er nicht so, er glaubt klar es gibt Kostensteigung.
00:05:43: Aber Sie stellen sich darauf ein und wollen selber erzeugen und diesen Sonderweg gehen.
00:05:49: Das
00:05:50: ist ein interessanter Punkt.
00:05:51: Vor drei, vier fünf Jahren wurde eher noch über Wasserstoff als Option für den Weiterbetrieb von Gasnetzen diskutiert.
00:05:57: das zeigt sich momentan zumindest dass es auch ein recht teures kompliziertes Unterfangen sein könnte.
00:06:03: der Wasserstoff hochlauf geht bei weitem nicht so voran wie ursprünglich mal erhofft.
00:06:08: Für viele ist jetzt das Thema Biomethan eben auch neu aufgekommenes Zukunftsthema.
00:06:14: aber du sagst in Trier eben nicht weil die haben schon ihre Erfahrung gemacht.
00:06:18: und Wenn wir jetzt auf die Debatte im gesamten Bundesgebiet schauen, wird ja gerade oft über die Kosten diskutiert.
00:06:24: Und wir haben auch mit anderen Stadtwerken gesprochen, die das Thema Biomethane eher kritisch sehen aus Kostengründen.
00:06:31: aber in Trier sagt an Müller auf Basis bereits getätigte Erfahrungen also eine Kostenexplosion sieht er nicht.
00:06:39: Genau!
00:06:39: Das kann man ganz klar so sagen.
00:06:41: Jetzt schwenken wir aufs andere Stadtwerk rüber, Warndorf in Nordrhein-Westfalen.
00:06:45: Auch das ist ein ländlicher Raum wo man denken könnte Biometharen könnte eine Rolle spielen aber da gibt es bisher noch keine Anlage und bis auf lose Anfragen tatsächlich dass sich Landwirke mal locker überlegt haben können wir vielleicht machen ist dann noch nicht viel passiert und deswegen isst er der Weg.
00:07:00: der Andere also sie wollen's nicht ausschließen aber es ist jetzt nicht der Plan A sondern der Plan a ist da ganz klar die Fernwärme erstmal im Innenstadtbereich.
00:07:08: also wir bauen ne große Flusswärmepumpe der dieses Netz hundert Prozent grün speisen wird.
00:07:14: Dafür wird ganz viel gebuddelt, das sorgt auch nicht nur für glückliche Zufriedenheit weil natürlich ist ja die Baustellenbelastung vor Ort enorm Die Gewerbegeschäfte vor Ort leiden unter den Bauställen.
00:07:26: Und die große Aufgabe jetzt nochmal auch den Fernwärmenvertrieb voranzubringen, dass sich wirklich Leute anschließen.
00:07:32: Weil auch für einen Anschlusszwang hat man sich dort trotz der großen Investition nicht entschieden.
00:07:37: Das heißt, die Wärme muss mit ihrem Preis überzeugen – das ist ungefähr sechzehn Cent wenn ich mir das richtig gemerkt habe – mit dem man da jetzt in den Vertrieb reingeht und versucht von der Gasheizung
00:07:47: wegzulocken.".
00:07:48: Auch bei der Wärmung?
00:07:49: haben wir natürlich bei den Fernwärmennetzen auch ein Kostenthema, das vielleicht manchmal sogar noch unterschätzt wird.
00:07:56: Weil die Decarbonisierung der Wärme wird auf jeden Fall ein kostspieliges Unterfangen und da muss ich ja erstmal erweisen dass das mit einem vernünftigen Kostenlevel überhaupt erreichbar ist.
00:08:10: Sechzehn Cent sagst du?
00:08:12: Das ist auf jeden fall schon mal einen Aufschlag im Vergleich zu dem was dort heute vermutlich gezahlt wird.
00:08:17: Das ist richtig.
00:08:18: Andererseits spart man sich natürlich die Gasterme, die man vielleicht selber reparieren muss.
00:08:23: Es ist ja immer so ein Rundumpaket tatsächlich das auch die Wartung, Schornsteinfegerkosten alles wegfallen.
00:08:28: Das muss man natürlich gegenrechnen und dass man vielleicht weniger Aufwand hat.
00:08:32: Aber natürlich ist es einen Betrag über den man erst mal nachdenken muss.
00:08:36: Es muss sich jetzt einfach im Wettbewerb behaupten, da ist man noch ganz zu physisch.
00:08:40: Ein bisschen was jetzt ein bisschen Bauchschmerzen macht das Gebäude Modernisierungsgesetz weil der Fahrrad war ja eigentlich klar.
00:08:45: Gasheizung ist ein Auslaufmodell.
00:08:47: wir brauchen sixty-fünf Prozent erneuerbarer klimaneutrale Wärme halt auch in den dezentralen Heizungen.
00:08:53: diese Vorgabe ist gefallen.
00:08:55: dadurch wird der Fernwärmeltbetrieb natürlich auch wieder ein Stück weit schwieriger.
00:08:59: Aber lassen mich auch noch kurz auf unser Thema kommen.
00:09:01: Wir wollten ja schauen, was macht der Gesetzentwurf mit dem Stadtwerken vor Ort?
00:09:06: Also in dem Gesetzentwurf sind ja so drei große Brocken drin.
00:09:09: im Endeffekt der Netzbetreiber darf es selber entscheiden oder soll das auch planen soll dafür regelmäßige Pläne aufstellen mindestens alle vier Jahre einen Plan zeichnen.
00:09:18: Was passiert mit dem Gasnetz?
00:09:20: wird's auf Biometer umgestellt wird stillgelegt kommt vielleicht ein Wasserstoff netz?
00:09:24: Auch dafür muss man Plänen erstellen.
00:09:26: Die zweite Sache, die auch sehr kontrovers diskutiert wurde.
00:09:29: Auch von vielen Stadtwerken ... Wir haben zum Beispiel in den Stadtwerkene Essen gesprochen und haben sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
00:09:36: Ich sag, wenn ich jetzt zehn Jahre im Voraus ankündigen muss, dass ich, wenn nicht ein Netz stilllegen muss, dann bindet mir das bei der Netzplanung so ein bisschen die Händen.
00:09:44: Weil ich muss ja jetzt
00:09:45: z.B.,
00:09:45: wenn ich einen Strang stilllegen müsste, schon die ersten Briefe verschicken.
00:09:50: Das ist natürlich für die Unternehmen schon schwierig in der Praxis umzusetzen.
00:09:55: Ich habe beide Stadtwerke gefragt, beide haben ja auch sehr unterschiedliche Perspektiven.
00:09:58: Aber von beiden kam so das Signal, sie könnten das im Sinne der Kunden schon durchaus verstehen.
00:10:05: Beide wollen auch sehr früh natürlich mit ihren Stadtwerken sprechen.
00:10:08: Tria macht das auch und die sagen auch selbst wenn ich jetzt irgendwo eine Netzerneuerung anstehe und ich muss noch Geld reinpumpen dann wäre ich ja ... Das wär ja natürlich fatal weil ich investiere nicht jetzt um in zehn Jahren diesen Streckenteil stillzulegen.
00:10:21: Und da ist man auch schon relativ weit mit dem Thema, wie kommuniziere ich gegenüber den Kunden?
00:10:26: Ich habe diese zehn Jahresfrist sicher.
00:10:29: Aber der Stadtwerk Getrieherschaft sagt er braucht eine Alternative.
00:10:32: Er kann nicht nur sagen so in zehn Jahren ist jetzt hier Schluss, sondern er möchte einen Plan B anbieten vor allem für die Haushalte, die es sich nicht leisten könne Wärmepumpe zu betreiben und dasselbst das Geld dafür in die Hand zu nehmen.
00:10:45: Die machen gerade ein großes Kooperationsprojekt mit Innungsbetrieben, mit dem Handwerk.
00:10:50: Und der große Plan ist, und das ist glaube ich eine Besonderheit.
00:10:53: Auf Kosten der Stadtwerke werden Energieberater dann in die Häuser gehen, die betroffen sind wo der Skas jetzt keine Rolle mehr spielen kann aus grundwirtschaftlichen Gründen.
00:11:02: Da wird ein Check gemacht.
00:11:03: Ist das, ist die Immobilie?
00:11:04: Kommt ihr dafür eine Frage auf eine Wärmepumpe umzurüsten?
00:11:08: was müsste man vielleicht auch vorher noch tun dass es überhaupt möglich wird?
00:11:11: reichen die Heizkörper aus um das Haus dann noch warm zu kriegen?
00:11:14: da muss man ja manchmal doch noch Geld in die Hand nehmen.
00:11:17: Und die Idee ist einfach, es gibt einen Plan B damit mir das ganze Thema nicht kommunikativ um die Ohren fliegt.
00:11:23: Weil wir erinnern uns alle in Augsburg kamen die ersten Driefe und da hat sich die Schlagzeile eine Großstadt dreht den Heizhahn ab wirklich in die Bildzeitung geschafft.
00:11:32: also da sind glaube ich die Stadtwerke schon vorgewarnt.
00:11:35: sie müssen vorsichtig kommunizieren Sie müssen vielleicht ein plan b anbieten.
00:11:39: Es muss viel gesprochen werden.
00:11:41: natürlich wird das auch nicht alles reibungslos über die Bühne gehen.
00:11:45: Die schönen Bürger, die sich da total gegen werden, die wird es auch immer geben.
00:11:48: Es gibt heute noch Leute, die auch eine Kohleheizung und Briketts tatsächlich in ihrer Heizung schaffen.
00:11:55: Aber im Endeffekt geht's darum gut zu kommunizieren.
00:11:58: Und das haben beide gesagt, sie kommen mit dieser zehn Jahresfrist.
00:12:01: Kommen Sie klar!
00:12:02: Vielleicht noch ein anderes interessantes Thema?
00:12:04: Die Rohre dürfen ja im Boden liegen bleiben... Völlige Beeinstimmung, alles andere wäre absoluter Nonsens gewesen.
00:12:11: Wir reisten ja nicht in Deutschland alle Straßen auf um da die Gasrohre wieder rauszunehmen.
00:12:17: und auch der Plan B ist es ja diese Rohre nicht nur einfach im Boden verrottend zu lassen sondern einfach damit noch was zu machen also zum Beispiel Glasfaserkabel dadurch zu legen.
00:12:26: das wird jetzt ein Vereinssett an Stellen schon gemacht aber das können sich auch beide vorstellen dass man dann auch eine gute Nachnutzung hinbekommt.
00:12:33: Drittes Thema vielleicht ganz noch kurz, um das aber auch abzuschließen.
00:12:36: Biometananschlüsse werden ja sehr heiß und kontrovers diskutiert.
00:12:42: Im EMWG-Entwurf ist es so dass nur eine Garantie besteht für Biometernallagen die dann zehn Jahre weiter zu betreiben wenn sie neu ans Netz kommen.
00:12:51: Da sind beide Stadtwerke nicht betroffen.
00:12:53: Also man nimmt das immer so wahr, dass in vielen Orten in Deutschland noch sehr viele Anträge kommen die dann auch die Stilllegung erschweren.
00:13:00: Wenn da sieben Leute Stange stehen um eine Biometeranlage ins Netz zu bekommen und ich möchte eigentlich als Netzbetreiber diesen Strang stilllegen, dann habe ich natürlich ein Problem.
00:13:07: Das ist bei beiden Stadtwerken aber nicht der Fall, weil sie halt selbst schon sehr viel betreiben und jetzt keine Konkurrenz natürlich und nochmal hinter der Tür schlimmert.
00:13:15: Und bei Warndorf wie gesagt ist es so, dass es bisher kein Interesse gibt für Biometer an Anlagen Thema das andere Stadtwerke wirklich betrifft, weil der Netzbetreiber in Deutschland und dabei berichten wir auch immer wieder im Energy Messenger.
00:13:27: Ja insgesamt natürlich... Das Thema Wärmetransformation ein sehr, sehr sensibles Thema.
00:13:32: Gerade auch vor dem Hintergrund des Gebäudeenergiegesetzes als das Stichwort Heizungs- oder Wärmepumpenzwang irgendwie aufkam.
00:13:41: Du hast es ja auch gerade gesagt die Stadtwerke verzichten auf einen Fernwärmeanschlusszwang.
00:13:46: Das hören wir auch ganz viel bei anderen Gesprächen.
00:13:49: natürlich dass die Stadt Werke da sehr vorsichtig sind und du hast auch das Gebäudemodellinsierungsgesetz ja grade noch mal angesprochen.
00:13:57: Mein Sommer-Interview ist noch nicht erschienen, das wird jetzt in den nächsten ein zwei Wochen dann auch passieren.
00:14:02: Ich habe mit der Energieversorgung Halle gesprochen über das Gebäudemodernisierungsgesetz aber auch über die Wärmeplanung und in Halle sind sie eher im Team Warendorf sozusagen sehr klarer Pfad, Fernwärmenetze und Wärmepumpe Und Gasnetzstilllegungsplan ist ganz eindeutig vorgesehen.
00:14:22: Im Prinzip fast keine Weiternutzung des Gasnetzes, die sind eben auch für diese Stilllegungen.
00:14:26: Ich glaube das wird jedes Stadtwerk sagen dass man natürlich die Rohre nicht aus dem Boden holt weil Lehrrohre in Städten natürlich ein kostbares Gut nutzen zu können.
00:14:37: gerade angesichts des bevorstehenden Glasfasernetzausbaus Und Tenor in Halle war vor allem mit Blick auf das Gebäudemodernisierungsgesetz, dass neue Verunsicherung entsteht.
00:14:48: Also wir haben ja einen riesen Aufschrei gehabt bei einem Gebäudeenergie-Gesetz und ich habe jetzt nicht nur aus Haller sondern auch von anderen Stadtwerken gehört mittlerweile.
00:14:57: Naja die Leute haben sich aber doch irgendwie ein Stück weit damit abgefunden und auch sich auf dem Pfad begeben und dieser Pfad wird jetzt wieder gestört weil eine neue Verunsicherung reinkommt.
00:15:06: Wir waren in dieser Woche auch beim neuen Entega-Chef vor Ort zum Interview, nicht im Unser Rahmen unserer Sommerserie.
00:15:14: Das Interview wird auch in den nächsten Tagen dann bei uns erscheinen.
00:15:17: Da haben wir das auch gehört.
00:15:18: Es ist viel Verunsicherung entstanden weil die Leute jetzt tatsächlich einfach nicht mehr wissen was mache ich denn?
00:15:24: Vorher war der Fahrt halt etwas klarer und es wird teilweise das Gebäudemonisierungsgesetz eher als etwas störend empfunden.
00:15:32: Vor allem auch, weil natürlich eine neue Grüngasquote kommt Fahrt gemacht haben.
00:15:39: Wir werden weitgehend aus der Nutzung des Gasnetzes ausstellen, kriegen natürlich jetzt trotzdem diese Last auf erlegt künftig grüne Gase ins Gasnetz einzuspeisen und ich habe da viel Unzufriedenheit vernommen.
00:15:52: aber wie gesagt das Interview erscheint dann noch.
00:15:55: Deine Interviews sind schon erschienen und bevor wir auf einen Interview mit Carsten gucken dass heute erscheinend geben wir einmal kurz ab für eine Marktinformation.
00:16:11: So dann sind wir wieder zurück.
00:16:14: Pause gesagt, ich habe ein Interview geführt zum Thema Gebäudemodernisierungsgesetz das eher sehr kritisch gesehen wurde.
00:16:23: Du warst bei den Stadtwerken Osnabrück du hast mit dem Vorstandsvorsitzenden Daniel Waschow gesprochen.
00:16:29: welches Gesetz war dein Thema?
00:16:31: Mein Thema war das Netzpaket vor allen Dingen.
00:16:35: wir haben auch generell über andere Themen gesprochen und vor allem über eine Studie die zusammen gerade erstellt wird über die Anbindung von Waltherin-Speichern im Netz, inwieweit diese dem Netz dienen können.
00:16:50: Deswegen war es im Prinzip ein Doppelinterview zusammen mit Olaf Geier vom ASADI LILL.
00:16:55: Aber ja, Aufhänger war das Netzpaket und da gab's jetzt gar nicht so große Unzufriedenheit kann man sagen.
00:17:03: also Daniel Wascher sagt dass geht alles grundsätzlich schon in die richtige Richtung.
00:17:08: Natürlich, aus seiner Sicht ist noch wichtiger das angekündigte Verteilnetzpaket der Bundesregierung.
00:17:14: Was uns dann auch dieses Jahr noch beschäftigen wird.
00:17:18: Aber auch das Netzpaket hatte ja sagen wir mal durchaus wohlwollend betrachtet.
00:17:23: klar es gäbe auch ein weines Auge hier und da.
00:17:26: aber grundsätzlich findet er es positiv dass die Anschlusskapazitäten auf Basis der maximalen Spitzen in den letzten drei Jahren quasi jetzt gedeckelt werden können.
00:17:38: Also er sagt, dass schon heute erhebliche Reserven und Puffa in Netzanschlussleistungen eingeplant sind von den Kunden.
00:17:45: Oft weil diese gar nicht wissen welche Leistung sie eigentlich bestellt haben und weil es eben kein wirkliche Engpass oder Kostentreiber war.
00:17:54: Und ja das in Zukunft sagen wir mal ungenutze Kapazitäten freigegeben werden können.
00:17:59: Das bewertet er durchaus positiv.
00:18:03: Wir haben, wie gesagt auch auf andere Themen gesprochen.
00:18:05: Es gab auch Parallelen zu den Interviews die wir vorhin besprochen haben.
00:18:10: Netzausbau also vielleicht noch der Hinweis Osterbrück investiert ins Stromnetz bis zwei tausend einen dreißig hundertzwanzig bis hundertdreißig Millionen Euro aber auch ins Wassernetz beispielsweise.
00:18:22: und diese Themen Akzeptanz in der Bevölkerung Bürokratie zusammenarbeit mit der Stadt das ist natürlich auch ein Thema.
00:18:30: was was dort umtreibt
00:18:31: finde ich auf jeden Fall einen interessanten Punkt, den du nochmal ansprichst.
00:18:34: Sozusagen wir gucken ja bei dem Netzanschlusspaket auch in unserer Berichterstattung ganz viel auf die Neuanschluss.
00:18:42: aber tatsächlich ist der Aspekt auch enthalten bestehender Anschlüsse effizienter zu nutzen und ich glaube das hat Daniel Waschow ziemlich deutlich gesagt dass es natürlich auch bei bestehenden Anschlüssen einfach Kapazitäten gibt, die gar nicht genutzt werden und die bisher nach aktueller Rechtsprechung eben auch nicht genutzt werden können.
00:19:01: und das wird mit dem Netzpaket dann entteilen, könnte es geändert werden.
00:19:07: Ungenutzte Kapazitäten würden wieder frei für andere Nutzer.
00:19:11: also durchaus ein sehr positiver Aspekt.
00:19:13: Klar, Osnabrück ist ein städtischer Netzbetreiber.
00:19:16: Der hat natürlich jetzt auch mit anderen Themen.
00:19:18: der Redis-Patchvorbehalt um den Anschluss von erneuerbaren Energienanlagen geht es in Osnablück wahrscheinlich weniger.
00:19:25: ein Thema wie es mit Rechenzentren ist weiß ich nicht aber Batterien sind für Osnabbrück ein Thema aber die haben auch einen besonderen Blick drauf geworfen weil Netzbetreibende über Batteriespeicher reden.
00:19:36: das ist meistens eher eine kritische Sichtweise.
00:19:40: Die Stadtwerke Osnabrück haben aber zusammen mit Arthur de Littl, du hast es gerade erwähnt, eine Studie erstellt wo die eher auf die Chancen gucken.
00:19:48: Inwiefern?
00:19:49: Genau!
00:19:50: Es ist eine Studi, die wird grade noch finalisiert und wir haben uns jetzt exklusiv einige erste Ergebnisse quasi genannt bekommen.
00:19:58: Sie haben sich zwei Use Cases betrachtet Einmal ein Spannungsproblem bei einer PV Anlage Wo der klassische Netzausbau von drei Komma acht Kilometer erforderlich wäre und das andere Lastprobleme.
00:20:12: beim LKW-Ladepark wären eigentlich auch fünf Kilometer Netzausbau erforderlich.
00:20:19: Und Ergebnis, oh Wunder.
00:20:21: es ist technisch möglich und wirtschaftliche Sinn dort auf Batteriespeicher zu setzen.
00:20:28: in den Fall bei Spielen lägen die Kosten zwischen Fünfzigund Achtzig Prozent unter den Kosten des klassischen Netzaussbaus.
00:20:36: und ebenfalls spannend Ein Batteriespeicher ist rund zwei bis drei Jahre schneller zu bauen als der Netzausbau.
00:20:45: Also das geht da in eine klare Richtung, dass man hier tatsächlich viel Netzauspau sich sparen könnte mit durch die Einbindung von Batteriespeichern.
00:20:54: Klingt super!
00:20:55: Also günstiger, schneller.
00:20:59: also eigentlich würde man sagen sofort machen.
00:21:01: aber es alles so ganz einfach.
00:21:03: oder gibt's auch Hürden?
00:21:04: Ja
00:21:04: wir haben vor allen Dingen noch die regulatorischen Hürde.
00:21:07: Batteriespeicher am Verteilnetz, die sind im Prinzip quasi noch nicht vorgesehen oder anerkannt und regulatorisch auch nicht gleichgestellt mit dem Netzausbau.
00:21:17: Die Vorschläge gehen ihnen in Richtung dass es einfach, das die Netzdienlichkeit vergütet werden müsste, honoriert werden müsste in irgendeiner Form.
00:21:24: also da haben wir Markt- und Netz... Da haben wir einfach noch unterschiedliche Logiken.
00:21:30: Und ja ist im Gespräch kristallisierten sich dann so zwei Vorschlräge heraus.
00:21:37: Einerseits könnte man sozusagen mit einem Multi-Use Ansatz Netzdienlichkeit bei jedem Batteriespeicher im Netz vorsehen und auch vergüten.
00:21:46: Und andererseits konnte man auch sagen, lieber Netzebetreiber, Bau einfach, Speicher investier da drin wenn du ihn rein netzdienlich betreiben darfst.
00:21:56: Du vermeidest damit dann die Kosten unter den zeitintensiven Netzausbau aber du darfst ihn noch nicht magisch einsetzen.
00:22:03: das müsste über einen zweiten Schritt erfolgen.
00:22:05: was man sagt, schreibt man aus.
00:22:07: Heute ist es einfach grundsätzlich vorgeschrieben das auszuschreiben Und da gibt es einige Hürden einfach in dem Punkt.
00:22:14: Okay, aber ist auf jeden Fall ein interessanter Angang?
00:22:17: Ich finde auch kann man nochmal draufgucken das heißt so zwei bis drei Jahre schneller ist der Batteriespeicher gebaut.
00:22:23: Da hätte ich vielleicht sogar noch mehr Zeitvorteil erwartet.
00:22:27: Aber ja die Studie erscheint dann demnächst ein Interview erscheinend heute und da lohnt es sich auf jeden fall reinzulesen.
00:22:36: Ja nicht glaub Dann sind wir schon am Ende unserer Sonderfolge.
00:22:40: im Prinzip zu unseren Sommerinterviews, aber momentan trotzdem mal noch erscheinen natürlich nicht nur Sommerintervues bei uns.
00:22:47: Und dann noch ein paar andere Themen.
00:22:48: habt ihr für unsere Hörerinnen und Hörern noch Leseempfehlungen mitgebracht?
00:22:52: Kann auf jeden Fall empfehlen, auf die Artikel meines Kollegen Trostin Tschechanowski draufzuschauen.
00:22:56: Der hat einfach mal geschaut.
00:22:58: Mehrere Markteilnehmer haben sich zu Wort gemeldet diese Woche noch einmal auf die leeren Gasspeicher in Deutschland geblickt.
00:23:04: Wie kriegen wir die noch voll?
00:23:05: Nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa!
00:23:07: Die Botschaft ist theoretisch geht das noch alles.
00:23:09: Auch wenn der Iran-Krieg uns weiter im Arten hält und den Gashandel vor allem in Artenhält und die Preise hochhält... Aber es wird ein Stück weit schwieriger.
00:23:17: Die Konkurrenz um LNG-Mengen ist durchaus hoch und die Einspeicherung wird teuer.
00:23:22: Da einfach mal reinlesen, lohnt sich!
00:23:24: Ja, lohnen sich auf jeden Fall trotz hoher Temperaturen den Winter nicht zu vergessen.
00:23:29: Das könnte ja durchaus noch eine herausfordernde Situation werden.
00:23:32: Karsten, welche Leseempfehlung hast du mitgebracht?
00:23:35: Naja, wer sozusagen die Schnauze noch nicht voll hat vom Thema der kann natürlich unsere komplette Berichterstattung über Netzpaket und EG-Novelle sich anschauen.
00:23:44: Das haben wir jetzt eng begleitet mit dem Kabinettsbeschluss Mit der Verbändeanhörungen, den Stellungnahmen bis hin zu einem Kommentar.
00:23:53: Es wird uns ja alles weiter beschäftigen.
00:23:54: das parlamentarische Verfahren fängt erst an.
00:23:57: aber ich denke auch dass ist ein Blick wert durchaus
00:24:00: Ja, und ein Blick wert es auch in einem Artikel von unserem Kollegen Ron Davidein der sich die verschiedenen Kapazitätsmärkte in der EU angeguckt hat.
00:24:07: Als Vorbild für Deutschland wird ja oft Belgien genannt aber es gibt eben auch andere Kapazitätsmärkte im Spanien, Tschechien, Frankreich, Niederlanden... ...und Ronald drauf geguckt hat mal analysiert was Deutschland daraus lernen kann.
00:24:19: Aber ich finde auch ein ganz interessanter Punkt.
00:24:22: er hat sich auch die Genehmigungsdauern durch die EU-Kommission mal angegückt.
00:24:27: Die sind sehr unterschiedlich.
00:24:29: Wenn man das liest, dann wird einem noch mal in Erinnerung gerufen.
00:24:33: Wir haben noch keine EU-rechtliche Genehmigung für das neue Stromvkg, dass die Kraftwerksausschreibungen in die Wege leiten sollen und in sechs Wochen soll schon die erste Ausschreibung stattfinden.
00:24:44: also das ist auf jeden Fall nochmal ein Thema, das uns im Sommer beschäftigen wird.
00:24:48: Und ich gebe gerne auch eine Hörempfehlung mit Denn in der kommenden Woche erscheint eine neue Nachgefragtfolge unseres Podcasts.
00:24:55: Ich habe gesprochen mit Florian Heise von Readwin Energy Das ist Analytics-Unternehmen, das Wirtschaftlichkeitsanalysen für Batteriespeicher.
00:25:03: Da sind wir wieder beim Thema Unternehmend mit Hilfe von digitalen Zwillingen.
00:25:08: Ein interessantes Gespräch erscheint in der kommenden Woche da.
00:25:11: gerne mal reinhören!
00:25:13: Und es lohnt sich, um so mehr da reinzuhören.
00:25:15: Weil wir mit der heutigen News Update-Folge in einer Sommerpause gehen.
00:25:19: das nächste News Update erscheint am einundzwanzigsten August.
00:25:24: Wir begeben uns teilweise in den Urlaub und dann erschein die nächste Folge im einund zwanzigste August.
00:25:31: Bis dahin wünschen wir einen ganz ganz schönen Sommer.
00:25:34: Wer in den urlaub fährt natürlich eine gute Erholung eine schöne Zeit und wir freuen uns dann wenn wir uns wieder hier hören Gut erholt und frisch.
00:25:42: bis dahin alles Gute.
00:25:43: Und Tschüss!
00:25:43: Bis dann,
00:25:56: tschüß!
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