Nachgefragt bei Sebastian Schaule: Wie viel Flexibilität wäre möglich?
Shownotes
Mit dieser Ausgabe kehrt das Format "Nachgefragt" aus der Sommerpause zurück. Zu Gast ist Sebastian Schaule, Head of Political & Public Affairs bei Octopus Energy. Host Christian Seelos sprach mit ihm im Rahmen eines energate-Deep-Dives live in Berlin über die wachsende Bedeutung von Wetterdaten für die Energiewende. Im Gespräch erläutert Schaule, wie groß die Flexibilitätspotenziale in Deutschland sind, welche regulatorischen Hürden ihrer Nutzung noch im Weg stehen und welche Daten neben Wetterprognosen helfen können, diese Potenziale besser auszuschöpfen.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:00: Irgendwas mit Energie, der Energate-Podcast.
00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Energate Podcasts!
00:00:14: Mit der heutigen Ausgabe kehrt auch unser Format nachgefragt aus der Sommerpause
00:00:18: zurück
00:00:19: und zu Gast bei mir ist Sebastian Schaule.
00:00:21: Er is head of political and public affairs by Octopus Energy.
00:00:25: Ich hab mit Sebastian Schaule beim Energate Deep Dive live in Berlin gesprochen.
00:00:29: Bei der Veranstaltung ging es um die steigende Relevanz von Wetterdaten
00:00:33: für den
00:00:33: Betrieb der Stromnetze, für den Energiehandel aber eben auch für Flexibilitätsmärkte und genau in diesem Feld ist Octopus Energy aktiv.
00:00:42: Ich wünsche viel Spaß beim Zuhören!
00:00:49: Flexibilität ist unser übergeordnetes Thema.
00:00:51: natürlich reden wir hier auch irgendwie über die Relevance von Wettainformationen aber lass uns vielleicht erst mal rein beim Thema Flexibilitet einsteigen.
00:01:02: Worüber reden wir da überhaupt?
00:01:04: Also Flexibilität gibt es aus unserer Perspektive zwei Dimensionen.
00:01:08: Zum einen Verbrauchspflexibilität, zum anderen auch Einspeise-Flexibilität.
00:01:13: Wir bei Octopus kommen vor allem von der Verbrauchsseite also wir sind Stromlieferant und Gaslieferante aber der Fokus ist ganz klar auf Strom.
00:01:22: Und was wir versucht mit verschiedenen Tarifen und auch anderen Angeboten ist diese Preisvorteile die man heute sieht an der Strombörse, wenn Preise besonders günstig sind durch die volatile Erzeugung weiterzugeben an unsere Kunden und Kunden über verschiedene Modelle.
00:01:39: Also wir haben zum Beispiel dynamische Tarife auch weil sie regulatorisch vorgestiegen sind.
00:01:43: Wir haben Tarife, die verschiedene Preis-Stufen haben.
00:01:46: Wir habe Tarife speziell für E-Autos, wir haben Tarif speziale für Wärmenpumpen und bieten auch andere Sachen an teilweise vor allem in Großbritannien.
00:01:56: Da kommen wir her, dass zum Beispiel auch Verbrauchsreduzierung von Haushalten von Wärme-Pumpen-E Autos eingesetzt wird und z.B.
00:02:04: das Netz zu entlasten.
00:02:06: Sind wir eigentlich genau an der Stelle wo wir gerade aus der Diskussion auch rausgegangen sind?
00:02:10: Die dynamischen Tarife senden natürlich auch Signale um auf bestimmte Situationen reagieren zu können und auch um ja gewisse Problemsituation gegeben falls lindern zu können.
00:02:23: Ist das ja noch ein relativ junger Markt?
00:02:27: Wie stark wird es heute beansprucht, wie groß wären die Potenziale.
00:02:31: Also wenn wir über Deutschland sprechen ist tatsächlich noch relativ klein im Ausland.
00:02:36: Wir sind ja als Octopus Energy in vielen Ländern und merken aktiv.
00:02:41: Da es schon deutlich größer in Deutschland fehlt uns tatsächlich die Infrastruktur SmartMeter.
00:02:46: Es ist die Grundvoraussetzung um all das anzubieten was wir im Portfolio haben Und wir sehen tatsächlich auch in Deutschland, ja also es gibt vielleicht noch nicht das Bewusstsein auch was man einsparen kann wenn man solche Möglichkeiten nutzt wie in anderen Ländern.
00:03:03: Aber ist es stetig wachsend und ihr seht jetzt auch dass diese hohen Preise die wir haben für Benzin natürlich dazu führen dass die Nachfrage auch nochmal deutlich zunimmt weil am Ende entscheiden die Leute mit dem Geldbeutel.
00:03:17: Jetzt haben wir ja relativ viele, vermutlich viele Energie-Expertinnen und Experten im Raum sitzen.
00:03:22: Da würden mich doch mal tatsächlich kurz interessieren wer hat denn so einen dynamischen Tarif?
00:03:27: Überschauboval.
00:03:28: Also, ja...
00:03:30: Aber ich muss ganz kurz auch sagen, also dynamischer Tarif ist immer so.
00:03:33: in der öffentlichen Diskussion wird er so vorangestellt.
00:03:37: Ganz ehrlich es ist auch nicht für jeden was weil natürlich die Preisspitzen auch nachteilige Effekte haben können.
00:03:42: wir sehen das größte Potenzial eigentlich viel mehr zum einen in den Tarifen mit festen Preisstufen weil natürlich Menschen eine gewisse Sicherheit auch haben möchten und dann perspektivisch in der vollen Automation des Stromverbrauchs.
00:03:55: Also dass zum Beispiel ein Algorithmus entscheidet, wann lädt das Auto?
00:04:00: Wann läuft die Klimaanlage basierend auf Daten im Hintergrund und dann muss der Kunde nun noch Präferenzen angeben.
00:04:07: Zum Beispiel eine App eingeben ja da und da soll das E-Auto so in so viel Prozent geladen sein und alles andere übernehmen wir im Hintergrund.
00:04:13: also das ist uns eigentlich wichtiger als das Thema dynamische Tarife.
00:04:20: Ich hätte auch gerade noch ne Hand geben können wenn man zumindest zu zweit oder vielleicht irgendwie zu dritt gewesen Diese Preisstufen, die du gerade angesprochen hast.
00:04:28: Worauf basieren die?
00:04:30: Was ist da die Quelle?
00:04:31: wie funktionieren die dann?
00:04:33: Also wir schauen uns natürlich Daten an.
00:04:36: Wir rechnen da einem Preisstufen basierend auf einer möglichen Preisentwicklung, die wir versuchen so gut wie möglich vorher zu sagen.
00:04:44: Und dann kommt natürlich noch ein bisschen Marge mit dazu und wir wissen, dass zum Beispiel die Preise nachts deutlich günstiger sind.
00:04:51: Wir wissen, das die Preisen im Sommer mittags oft deutlich negativ sind.
00:04:55: Und all dieses Wissen – und wir werden gleich wahrscheinlich auch irgendwann zu den Wetterdaten kommen – fies dann in die Berechnung dieser Tarife ein.
00:05:03: Je mehr wir solche Tarife auch im Markt haben, spielt uns auch in die Karten, dass wir ein internationales Unternehmen sind.
00:05:10: können wir dann auch immer besser werden bei der Vorhersage und da die Tarife eben optimieren.
00:05:17: Dann nutze ich diese Vorlage.
00:05:19: sozusagen Bei den Preisstufen ist das Wetter jetzt wahrscheinlich nicht so relevant, weil das sind längerfristige Erfahrungen die man da aufnimmt.
00:05:29: Tag und Nacht hast du angesprochen.
00:05:31: aber wie ist es dann bei den echten dynamischen Tarifen?
00:05:34: Ich meine die orientieren sich ja erst mal an den Börsenstrompreisen.
00:05:38: Da fließen natürlich die Wetterdaten rein.
00:05:41: also da sind sie.
00:05:41: aber welche Bedeutung haben für euch auch nochmal die Wettardaten?
00:05:45: Also schon eine sehr wichtige Bedeutung zum einen für die dynamischen Tarife, zum anderen natürlich auch für so Tarife für ein E-Auto.
00:05:54: Wenn der Algorithmus da automatisch lädt dann passiert das meistens auch über eine Day Ahead Beschaffung bei uns und ihr besser natürlich die Wetterdaten sind, je besser wir diesen Verbrauch vorhersagen können.
00:06:05: Das spielt dann nochmal eine Stärkerolle bei Wärmepumpen oder auch bei Speichern oder perspektivisch bei Klimaanlagen.
00:06:10: Wir sehen jetzt z.B in anderen Ländern in den USA wo wir auch aktiv sind dass Klimaanlage ein riesiges Flexibilitätspotenzial haben.
00:06:17: Je besser wir diesen Verbrauch vorhersagen können, desto weniger Ausgleichsenergie müssen wir am Ende mit dazukaufen und desto besser funktionieren die Talife dann und eigentlich auch in letzter Konsequenzen desto günstiger können wir sie auch
00:06:28: anbieten.".
00:06:28: Bei den Anlagen spielen ja gleichzeitig zwei Faktoren eine Rolle – die Strompreise und natürlich irgendwie die Temperatur kommt mit rein.
00:06:36: Der Markt ist ja noch überschaubar aber... lässt sich sagen, wie stark die Leute das annehmen.
00:06:42: Weil du hast ja gerade schon so ein bisschen den Blick vorausgesagt eigentlich müssen wir zur automatischen Steuerung kommen sind noch nicht in Deutschland auch ein bisschen schwieriger.
00:06:49: Regulatory können wir vielleicht gleich nochmal drauf eingehen.
00:06:52: aber reagieren die Leute dann bisher schon oder ist es für viele eher eine Spielerei aktuell?
00:06:58: Wir kommen ja aus Großbritannien, wir sind da der größte Stromanbieter in Großbrитannien und da sehen wir schon dass das durchaus etwas ist für die breite Masse.
00:07:07: Dann vielleicht nicht diese dynamischen Tarife wie ich gerade gesagt habe aber wirklich zum Beispiel Verbrauchsreduzierung im Winter zu bestimmten Stunden wenn viel Last am Netz ist und da machen wir so ein bisschen die Erfahrung Ja, es ist immer schwer zu sagen aber dass vielleicht zum Drittel aller Haushaltskunden durchaus Interesse hat an solchen Sachen und ihren Verbrauch dann auch entsprechend zu reduzieren.
00:07:30: Und E-Autos und Wärmepumpen da ist der Anteil natürlich noch viel größer und da sehen wir wenn das wächst dann wächst er auch die absolute Zahl der Kunden.
00:07:38: In Großbritannien ist dieses Modell ja schon viel weiter ausgerollt.
00:07:42: Auch macht ihr dort eben auch schon länger, gibt sicherlich noch andere Gründe dafür warum das dort auch stärker gelebt werden kann.
00:07:50: auf welche Zahlen kommt man da?
00:07:51: Welche Flexibilität könnt ihr im britischen Markt mittlerweile anbieten?
00:07:56: Also
00:07:56: wir fahren verschiedene Projekte namens Saving Sessions, nennt sich das und da kommen wir so ungefähr auf die Zahl dass zweihundertfünfzigtausend Haushalte die zu einer bestimmten Zeit ihren Verbrauch reduzieren.
00:08:08: So ungefähr die Kapazität von einem Gaskraftwerk einsparen können.
00:08:13: ich glaube es waren wir waren bei so zweihundert mw Und das ist tatsächlich dann auch mit haushalten In Großbritannien, wo auch heute die Verbreitung von E-Autos und Wärmenpompen noch lange nicht so hoch ist wie wahrscheinlich oder hoffentlich in zwanzig Jahren.
00:08:29: Die Wetterdaten sind natürlich ein Teil der Daten, die dafür benötigt werden.
00:08:37: welche Daten braucht es noch um solche Modelle gut ausholen zu können?
00:08:41: Also wenn wir natürlich überlegen zum Beispiel E-Autos ganz wichtig, wann ist das angestecktes Auto?
00:08:48: Wann ist es abgesteckt?
00:08:50: wie oft also z.B.
00:08:52: bei diesen Tarifen wo wir mit Algorithmen das E-Autoladen da ist für uns dann auch ganz wichtig.
00:08:58: wir geben da quasi eine Voreinstellung vor.
00:09:00: Also E-auto morgen um acht, achtzig Prozent geladen.
00:09:04: Ganz wichtig für uns zu wissen oft wird das von den kunden noch manuell angepasst.
00:09:09: in welche richtung wird es angepasst oder übernehmen die meisten Kunden tatsächlich unsere einstellung tatsächlich übernehmen, die meisten da unsere unsere voreinstellungen und ja dann auch wie schnell muss so eine auto normalerweise wieder zur verfügung stehen?
00:09:22: Es sieht auch die Präferenz aus, ist es den Kunden wichtiger Geld zu sparen oder einen gewissen Mindestlade-Stand zu haben und so weiter.
00:09:30: Also da fließt wahnsinnig viel mit rein!
00:09:32: Und wenn wir das weiterdenken beim Pumpen?
00:09:35: Da wäre die Prärferenz dann natürlich eine entsprechende Temperatur.
00:09:38: was ist etwas was die Kunden akzeptieren an Temperatur, Spanne.
00:09:43: Wo gehen Sie mit?
00:09:44: Was ist ein Mindestwert den wir immer einhalten müssen und wann ist es dann vielleicht auch einen Punkt erreicht wo viele unserer Kunden sagen ja nee ich will jetzt hier eigene Einstellungen machen weil das ist immer das was am Ende dann auch zählt.
00:09:55: die individuelle Einstellung des Kunden ist immer dass wonach wir uns richten.
00:10:00: da kommen dann definitiv die Wetterdaten natürlich auch wieder ins Spiel gerade beim Thema Temperaturen.
00:10:06: Also Temperaturen natürlich super wichtig, vor allem weil wir vom Klimaanlagen mit der beste Indikator sind für den Verbrauch.
00:10:14: Wie viel Flexibilität hat man da eigentlich bei der Steuerung?
00:10:17: Also wie präzise müssen die Prognosen auch sein?
00:10:22: Also Flexibilität sozusagen, weil der andere Begriff in Richtung der Steuerungen gedacht... Hat man da viel Spiel oder muss es ja genau sein?
00:10:30: Also das ist natürlich etwas, was wir dann im Zusammenspiel auch mit den Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern uns anschauen.
00:10:37: Man braucht schon eine gewisse Verlässlichkeit aber dafür gibt es D-Rating Faktoren.
00:10:42: also Flexibilität ist dann natürlich weniger verlässlich als zum Beispiel ein Kraftwerk.
00:10:46: Aber auch da helfen einfach die Datenpunkte je besser die Daten sind.
00:10:51: Je mehr Erfahrungen wir sammeln, desto besser können wir das voraussagen.
00:10:53: und wir hatten jetzt in Deutschland haben wir ein Projekt gehabt oder beziehungsweise gibt es ein Nachfolgeprojekt Octoflex BW wo wir E-Autos für den Redis Patch drei Punkt Null einsetzen zusammen mit Transnet BW.
00:11:05: und da hat sich tatsächlich gezeigt dass die Vorhersage bei der Last-Flexibilität von Eheautos sehr, sehr gut ist.
00:11:13: Wir sind da bei über neunzig Prozent Verlässlichkeit am Ende
00:11:16: gewesen.".
00:11:16: Wie stehen die Chancen, die Entscheidung zu laden im Eheauto zu überlassen?
00:11:20: Es gibt ja die Möglichkeit per Software Update dass das der Ladecomputer weiß wie das Auto genutzt wird im Laufe der Woche er weiß ab die Uhrzeit er weiß ob draußen Licht ist um die Scheinwerfer einzustellen.
00:11:33: Der merkt also auch wenn eine Wolke kommt.
00:11:36: Über die Luftdrucksensoren im Reifen kann er feststellen, ob ein Tiefdrogebiet unterwegs ist.
00:11:39: Dass also Wind zu erwarten ist.
00:11:42: und er kann über den Ladestrom, den er hat, feststellen.
00:11:45: Einerseits Frequenz im Netz und andererseits aus dem Ladezustand, den der hat und dem fließenden Strom wie die Spannung im Ortsnetz ist, dass er das abschätzen kann.
00:11:55: Dass er also auch den Daten, die der Sensor, um den das Auto vor Ort hat denn feststellt, wie viel es laden darf aus dem Nutzungsprofil weiß wie das gebraucht wird.
00:12:06: und im Sonderfall, der kommt ja praktisch abends nach Hause, steckt das ein.
00:12:11: Und das Auto entscheidet, wann es im Laufe der Nacht lädt.
00:12:13: Wenn er jetzt mal extra fahren will, dann weiß er, dass er zweimal den Atomladestecker reinsteckt wieder rausnimmt und zweitens mal einsteckt.
00:12:20: Dann weiß das Auto.
00:12:21: Er beginnt gleich wieder los und wird sofort vorladen.
00:12:23: Dass also softwaremäßig nichts angestellt wird.
00:12:25: am nächsten Tag läuft das so wie sonst auch?
00:12:28: Also ich würde sagen, das ist noch ein bisschen Zukunftsmusik Und wir verfolgen eigentlich den Ansatz, dass schon derjenige, der den Strom bezieht.
00:12:36: Also der Versorger am Ende entscheidend sollte wann das Auto lädt natürlich mit entsprechenden Signalen auch vom Netz weil natürlich auch so dieses ungesteuerte Laden von vielen verschiedenen E-Autos zum Problem werden kann fürs Netz und was wir zB können wenn wir das alles aggregieren und eine Softwareplattform im Hintergrund arbeiten ist, dann können die Autos eben auch gestaffelt zum Laden schicken und es werde hier vielleicht etwas was man noch bedenken müsste, aber alle Daten die sie genannt haben.
00:13:04: Die fließen natürlich dann auch in so eine Berechnung von dem Ladezyklus mal
00:13:08: ein.".
00:13:08: So jetzt sehe ich ganz viele Fragen... Ich muss ein bisschen sortieren jetzt damit wir im Zeitfenster bleiben und ich fange mal ihr an weil Sie haben doch keine Frage gestellt.
00:13:16: Wunderbar!
00:13:17: Dominic Schmidt freischaffend.
00:13:19: Sie hatten gerade auch das Thema Schulung des Netzes angesprochen.
00:13:25: also ich sage mal der Verbraucher, also Ihr Kunde Dem dürfte das eigentlich ziemlich egal sein.
00:13:30: Also dem ist ja eigentlich nur interessiert, möglichst günstigen Preis dann am Ende zu realisieren.
00:13:37: Da würde mich mal interessieren also inwieweit gibt es da tatsächlich auch Zielkonflikte gegebenenfalls?
00:13:43: Ohne hätte ich noch eine kleine Zeitfrage wie viel ihrer Kunden haben denn sonst Smart Mieter dass sozusagen sie da Real Time die Daten verfügbar haben?
00:13:53: Ja, also beim Netz ist es natürlich so.
00:13:55: Also zum Beispiel bei diesen E-Auto Tarifen wird vor allem der Nacht geladen und wir wissen natürlich ganz ehrlich oder aus meiner Perspektive vielleicht sieht das etwas anders aus dem Netz.
00:14:05: aber heute haben wir noch nicht die großen Überlastungsprobleme durch E- Autos im Netz.
00:14:08: Das ist eher was für die Zukunft Und es gibt dann durchaus längere Zeitfenster nachts, wo's dann auch besonders günstig ist und wo wir einfach den Ladevorgang hinverschieben.
00:14:18: Am Ende ist natürlich das beste Preis-Signal aus dem Netz während dynamischer Netzentgelte.
00:14:22: die Bundesnetzagentur macht da gerade Stitte in die Richtung noch nicht für der Niederspannung aber wenn wir irgendwann dynamische Netzentgelte hätten also teure Preise fürs Netz, wenns voll ist, günstige Preise beim Netz wenn Platz ist, dann hätte man nochmal Preissignale, die man direkt einspeisen könnte basierend dann den Ladezyklus optimieren könnte.
00:14:43: Und zu den Zweitmitteln, also der Rollout in Deutschland liegt bei sechs Prozent ganz aktuelle Zahlen.
00:14:48: wir haben eine Quote die ein bisschen höher ist bei unseren Kunden aber auch nicht viel höher.
00:14:54: das heißt die meisten unsere Kunden sind immer noch auf Standard-Lastprofilen Tarifen einfach weil die Durchdringung immer noch so gering ist.
00:15:01: Jan-Ment Giller, Quadra Energy, Direktvermarkter.
00:15:04: Wir kommen gleich nochmal zu dem Thema Flexibilisierung des Netzes und so weiter was ja in aller Munde ist.
00:15:10: Vielleicht zwei Fragen.
00:15:10: eine Stimmungsfrage schlagen die Briten die Hände überm Kopf zusammen wie das in Deutschland läuft mit dem Smart Meter Rollout?
00:15:17: Und die zweite Frage wäre Wie ist es mit ihrer Möglichkeit hier vielleicht auch über Pilotprojekte entgegen denn mit das zu gestalten oder zu befeuern Und ein positiv Beispiel auch zu bringen, dass eben diese Tarife wirklich mit einer gewissen Intelligenz deutsche Vergünstigungen bringen selbst für den einzelnen Einzelverbraucher.
00:15:39: Ja also die Bliten schlagen schon bisschen die Hände tatsächlich über dem Kopf zusammen.
00:15:43: das war auch.
00:15:44: ich bin so octopus gekommen als ihr frisch am deutschen Markt waren.
00:15:47: es war wirklich einen Ein Prozess, würde ich sagen auch meinem britischen Kollegen zu erklären dass das wirklich so läuft und hier uns das nicht ausgedacht haben.
00:15:56: Aber inzwischen ist die Akzeptanz da und wir installieren jetzt selber das Mantemieter haben selbst einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber aufgebaut.
00:16:02: Inzwischen haben wir glaube ich ganz gut kapiert auch wie es halt zu laufen hat in Deutschland.
00:16:07: Und ja bei Pilotprojekten Wir sind mit der Transnet zum Beispiel im Pilotprojekt würden gerne auch mehr am Verteinets machen.
00:16:15: aber was ihr halt immer sehen ist So ein einzelnes Pilotprojekt ist schön und gut, aber was wir wollen ist deutschlandweit zu skalieren.
00:16:23: Und da sind wir schnell einfach bei der Hürde.
00:16:24: Markprozesse, Markkonvikationen, achthundert sechsensechzig verschiedene V&Bs.
00:16:29: und wenn man das mit einem V& B mal durchgespielt hat heißt es noch lange nicht dass man's dann auch in ganz Deutschland anbieten kann.
00:16:35: Ich bin froh, dass wir ja heute nicht über den Smart Meter Rollout in Deutschland reden müssen.
00:16:40: machen wir oft genug?
00:16:42: Aber ich bin froh, Sebastian, dass du bei uns warst.
00:16:45: Dass wir über das Thema Flexibilisierung sprechen konnten!
00:16:53: Das war irgendwas mit Energie der EnerGate Podcast.
00:16:58: Tägliche Infos zur Energiewende liefern wir auf www.energate-messenger.de.
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