News-Update vom 6. November 2026 - Kraftwerksauktion: Ein Coup für die Leag - ein Problem für das Stromsystem?

Shownotes

Die erste Kraftwerksausschreibung nach dem StromVKG sorgt für intensive Diskussionen. Dem ostdeutschen Kraftwerksbetreiber Leag ist mit der Umrüstung bestehender Kohlekraftwerke auf Erdgas ein echter Coup gelungen. Gemeinsam mit RWE sicherte sich das Unternehmen mehr als 99 Prozent der bezuschlagten Leistung. Doch das Ergebnis wirft Fragen auf: Hat der Gesetzgeber beim Auktionsdesign Fehler gemacht? Warum kamen vor allem Projekte im Norden zum Zuge, obwohl neue Kraftwerke insbesondere im Süden gebraucht werden? Und drohen nun zusätzliche Kosten für das Stromsystem statt der erhofften Einsparungen? Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge des energate-Podcasts.

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00:00:00: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.

00:00:10: Herzlich willkommen zum wöchentlichen News Update von EnerGate!

00:00:13: Mein Name ist Christian Sielos und bei mir sind Stefanie Derx und Ruben Bartke, hallo!

00:00:17: Hallo!

00:00:19: Schön dass ihr dabei seid in dieser Woche.

00:00:22: Und ja wir haben in dieser Woche ein ganz großes Thema.

00:00:25: Wir gucken immer in unserem Podcast zurück auf die Themen der Woche.

00:00:28: Diese Woche war es Tatsächlich glaube ich das Thema der Woche, dass auch dann viele Gespräche die bei weiteren Veranstaltungen, Abend-Events und sonstigen in Berlin sehr prägend waren.

00:00:39: Und nicht nur in Berlin sondern ja wahrscheinlich im gesamten Energiemarkt an allen Orten.

00:00:43: Die Bundesnetzagentur hat die ersten Ergebnisse der Ausschreibungsrunde nach dem StromVKG also dem Kraftwerksicherheitsgesetz könnte man also sagen bekannt gegeben.

00:00:58: Es war recht überraschend.

00:01:00: Wieso, weshalb warum?

00:01:01: Das wollen wir heute vor allem in diesem Podcast klären.

00:01:03: am Ende noch auf ein paar andere Themen gucken.

00:01:05: Stefanie lass uns mal einsteigen.

00:01:07: das war Dienstagmorgen natürlich der Renner der Aufreger.

00:01:13: du hast bei uns in der Redaktion dir als erstes die Ergebnisse angeguckt.

00:01:18: lasst uns mal mit einer allgemeinen Einordnung erstmal starten wer erfolgreich welche Projekte sind bezuschlagt worden?

00:01:26: Lass uns mal mit dem groben Überblick rein starten.

00:01:29: Ja, also ich würde dir zwar recht geben dass es Überraschungen gab aber wer gewonnen hat war jetzt gar nicht so groß die Überraschnung denn das waren die Leag und RWE und genau das war eigentlich schon im Vorhinein wirklich absehbar.

00:01:45: Großer Gewinner ist tatsächlich die Learg die mit Kraftwerken vor allen Dingen in Ostdeutschland ins Rennen gegangen ist.

00:01:52: Die haben insgesamt fast dreitausend MW-Bezugschlag bekommen.

00:01:58: und jetzt kommt die Überraschung!

00:02:00: Und die war nämlich, dass dass diese Kraftwerke, zumindest diese ostdeutschen Kraftwerken nicht neu gebaut werden sollen.

00:02:08: Sondern die Leak will da eine Fuel-Switch machen.

00:02:11: Das heißt das sind alte Braunkohlekraftwerke und diese braunkohlekrafwerke möchte sie umbauen zu Gaskraftwerken Was deutlich günstiger ist natürlich als in Neubau eines Kraftwerks.

00:02:24: Ja, da hat die Lehr glaube ich tatsächlich viele Mitbewerber mit überrumpelt weil womöglich auch viele Wettbewerbs davon ausgegangen sind dass man mit dieser Technologie vielleicht nicht ins Rennen gehen kann oder dass die bestimmte Bedingung nicht erfüllen.

00:02:42: Die Bundesnetzagentur hat aber natürlich alles geprüft, hat diese Kraftwerke zugelassen und du hast es gesagt der Umbau eines bestehenden Kraftwerks bringt erstmal ganz viele Vorteile mit sich weil eben wichtige Komponenten schon stehen.

00:02:57: Der Stromanschluss ist auch schon da.

00:02:59: Also die Investitionen, die in die Umrüstung einer solchen Anlage gesteckt werden müssen sind halt viel geringer als wenn man einen Kraftwerk komplett neu baut und damit haben sie sich natürlich im Wettbewerb automatisch durchgesetzt.

00:03:13: Ja dadurch war auch der durchschnittliche Zuschlagswert deutlich geringerer als der Höchstzuschlagswert.

00:03:22: Man durfte höchstens mit Euro pro Mega Watt ins Rennen gehen.

00:03:27: Die Zuschläge lagen nachher wohl so zwischen Hundertdreißigtausend und Hundertneunzigtausende Euro pro Megawatt, was natürlich auch eine riesige Spannbreite ist, die wahrscheinlich dadurch zustande kamen weil halt die Leak so günstig bieten konnte durch diese Umbauten.

00:03:46: Es gab aber natürlich neben der Leak noch zwei andere Gewinner.

00:03:49: das waren halt RWE

00:03:53: Du hast gerade erwähnt, fast dreitausend Megawatt sind von den eigentlich ursprünglich geplant war die Vergabe von viertausend fünfhundert megawatt vergeben hat.

00:04:02: Die Bundesnetzagentur aber über fünftausendeinhunderte noch was megawatte.

00:04:08: Was daran liegt dass das letzte Bezuschlagte Kraftwerk vollständig bezuschlagt wird und dadurch kommt quasi diese Übermenge raus.

00:04:17: Aber die Leag hat deutlich mehr als die Hälfte abgesahnt.

00:04:21: RWE war auch erfolgreich mit drei Standorten, die Leag insgesamt mit sieben Standortens.

00:04:27: Wobei ein kleinerer sich in Bayern befindet, Leipheim und dann kommen noch die Stadtwerke Karlsruhe dazu.

00:04:34: Das sind diesen Konzert der Großen.

00:04:36: Dann doch noch so einen kleinen Akteur.

00:04:38: dabei ist es ja auch durchaus überraschend!

00:04:41: Ja, das stimmt.

00:04:42: Das ist überraschend und die konnten erfolgreich werden weil sie halt mit einem Kraftwerk ins Rennen gegangen sind was eigentlich gedacht war für ihre Wärmeversorgung.

00:04:55: also wollen dieses Kraftwerk eigentlich bauen um Ihre Wärmeversorgung auf zukunftsrechtige Füße zu stellen Und haben das jetzt im Rahmen dieser Ausschreibungen getan.

00:05:07: Also diese Anlage hat eine Leistung von elektrisch und thermisch.

00:05:13: Und die Stadtwerke Karlsruhe wollen die Anlage jetzt halt genau unsere Zeiten einsetzen, in denen die Strompreise hoch sind.

00:05:20: dann können sie einerseits jetzt dann Strom produzieren und den teuer verkaufen bzw.

00:05:24: müssen Sie denn ja auch teilweise?

00:05:26: Und gleichzeitig können sie wärmer produzieren oder verkaufen.

00:05:32: Ich hatte mit Vertretern der Stadtwerker Karls Ruhe gesprochen.

00:05:36: Die haben sich natürlich gefreut, dass sie gewonnen haben.

00:05:37: Haben aber gleichzeitig gesagt, das ist natürlich schade!

00:05:39: Ist es nicht noch mehr Stadtwerke oder kleinere Player gewonnen?

00:05:43: Sie sehen sich da so ein bisschen wie das gallische Dorf bei Asterix und Oblex.

00:05:48: Ja wahrscheinlich auch zu Recht weil tatsächlich sind ja nur mit forty-fünf megawatt Bezuschlag worden.

00:05:54: also es ist nicht mal einen Prozent der ganzen Zuschlagsmenge.

00:05:57: ich glaube für Das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzeagentur ist es gut, dass sie dabei sind.

00:06:03: Dass der Name jetzt auch fällt und wir auch gerade darüber sprechen.

00:06:07: wenn man aber trotzdem drauf guckt sind über neunneinzig Prozent der Zuschlagsmenge eben an nur zwei Akteure gegangen Und genau das ist im Vorfeld auch befürchtet worden.

00:06:14: Du hast das Eingangs auch direkt erwähnt.

00:06:16: Es gab ja auch Hinweise des Bundeskartellamens das darauf hingewiesen hat.

00:06:21: Man könnte doch auch die Ausschreibungsbedingungen so gestalten, dass nur zehn Prozent der gesamten Losmenge an einen Akteur gehen dürfte.

00:06:33: Das ist eben jetzt nicht passiert.

00:06:34: Tatsächlich ist es schon eine ordentliche Marktkonzentration die hier im Ergebnis steht.

00:06:40: Ja genau und ich hatte mich sogar vertan bei der Zahl diese knapp dreitausend MW die ich genannt habe das sind nur diese Kraftwerke von der Leak in Ostdeutschland.

00:06:49: Wenn man das im Süden noch hinzunimmt, kommt man halt auf drei tausend siebenhundert MW.

00:06:56: Und ja also das ist natürlich eine wahnsinnige Menge es mehr als die Hälfte und dass ist natürlich schon äußerst bedenklich gerade auch weil die Leag-und RWE jetzt nur in Anführungsstrichen zweitausend MW ungefähr abgesahnt haben hier schon vorher zu den Unternehmen gehören Bundeskartellamt schon unter verstärkte Beobachtung gesetzt hat, weil die ohnehin so viele Erzeugungskapazitäten haben.

00:07:24: Und was natürlich dazu kommt wenn man sich nochmal an die ganze Debatte rund um diese Kraftwerksaktionen erinnert das ganze Konzept soll ja vor allem dem Umstand dienen den starken Ausbau der erneuerbaren Energien im Norden, im Süden Kraftwerkskapazitäten entgegenzusetzen.

00:07:43: Dort wo die Kernkraftwerke jetzt zuletzt eben auch aus dem Markt gegangen sind und wenn wir da noch mal drauf gucken also die Lehrg mit Standorten vor allem in Sachsen und Brandenburg also in der Lausitz dann Nordrhein-Westfalen RWE tatsächlich Kraftwerk im echten Süden, wobei man hier direkt auch irgendwie mit erläutern muss.

00:08:07: Dass es diesen energiewirtschaftlichen Begriff des netztechnischen Südens gibt der sich von dem Südosten Bayerns bis nach Osnabrück also irgendwie bis Nordrhein-Westfalen hineinzieht.

00:08:19: das ist ein regional ziemlich weit verbreiteter Süden.

00:08:22: Also in Nordrhen-Westferalen zählt dazu aber Bayern und Baden-Württemberg sind eben bis auf dieses eine Kraftwerk Laubheim.

00:08:31: Und wirklich diesen kleinen Anlagen in Karlsruhe komplett leer ausgegangen, das ist ja auch sehr nüchtern eigentlich.

00:08:38: Ja, das is tatsächlich so!

00:08:41: Also RWE hat Kraftwerke jetzt nur in Nordrhein-Westfalen die Bezuschlagt wurden... Also ist es schon gut, dass nach Nordrhein-Westfalen Kraftwerke gekommen.

00:08:51: Denn da wird durch den Kohleausstieg natürlich auch eine große Lücke entstehen.

00:08:55: tatsächlich deshalb braucht man da auch Leistung aber man braucht natürlich auch Leistungen im Süden und das ist jetzt nicht gegeben.

00:09:03: also dieses Kraftwerk Leipheim hat so dreihundertzwanzig mw naja gut und in Karlsruhe halt fünfzig.

00:09:11: Das ist ja nicht viel auf die gesamte Menge gesehen das muss man einfach mal so sagen.

00:09:16: Und die Frage ist, ob das die nächste Ausschreibung heilen könnte.

00:09:23: Weil es wird ja noch eine zweite Ausschreiben geben und da ist es so dass die komplett ablaufen wird mit dem sogenannten Südbonus.

00:09:36: Der SüdBonus bedeutet man nimmt Gebote von den Kraftwerken, die sich im Netzteilchenischen Süden befinden und zieht von den Geboten jeweils sechzehntausend Euro megawatt

00:09:54: ab.

00:09:55: Jetzt haben wir aber gesehen es ist ja eine riesige Spannweite da machen Sechzehntausend Euro gar nicht so viel aus.

00:10:02: also da hätte der Gesetzgeber wenn er jetzt wirklich gewollt hätte das Ausreichen Kraftwerke in Süden entstehen Lieber eine viel, viel höhere Summe gewählt.

00:10:12: Also vielleicht hunderttausend.

00:10:14: Es ist ja nicht so dass sie dann auch soviel mehr Geld bekommen sondern das ist rein um es auszuwerten.

00:10:21: Das ist aber nicht passiert.

00:10:22: deshalb besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Ziel und war, wie ich verstanden habe immer politische Ziel zwei Drittel der Kapazitäten in den Netztechnischen Süden zu bekommen.

00:10:33: Dass das einfach verfehlt wird!

00:10:35: Und da sieht man auch durchaus ein Manko in der Gesetzgebung weil offensichtlich nicht damit gerechnet worden ist dass ja doch so sehr ungleiche Anlagen miteinander in den Wettbewerb gehen.

00:10:48: es wurde im Vorfeld sehr viel Mühe darauf verwendet Batteriespeicher weitestgehend rauszuhalten Was in Teilen gelungen ist, also es hat kein Batteriespeicher einen Zuschlag gekriegt.

00:11:00: Aber es waren wohl trotzdem Batterie Speicher mit im Rennen.

00:11:04: Also es gab tatsächlich Batterie-Speicherprojekte die die Ausschreibungsbedingung erfüllt haben, die dann aber in Summe zu teuer waren.

00:11:11: Wir haben also keinen Zuschlag bekommen und offensichtlich zu wenig darauf geachtet worden welches Wettbewerbsumfeld im Kraftwerksbereich entstehen könnte.

00:11:23: Offensichtlich war damit nicht gerechnet worden, dass eben genau solche Anlagen wie die Leak sie jetzt einbringt da ins Rennen gehen.

00:11:32: und bei allem was man hört.

00:11:34: Bei Kraftwerksbetreibern ist der Unterschied enorm.

00:11:38: also was ich gehört habe das ist ein umgerüstetes Kraftwerk Kohlekraftwerk im Vergleich zum Neubau nur zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der Kosten hat.

00:11:50: Wobei, man muss da nochmal darauf achten ein wesentlicher Kostentreiber ist tatsächlich die Frage des Gasanschlusses.

00:11:58: also bei den Bezuschlagenden Lehrkraftwerken in Sachsen und Brandenburg besteht bisher kein Gasanschluß.

00:12:04: das heißt er muss jetzt auch erstmal verlegt werden.

00:12:07: Da entstehen dann auch noch mal Kosten, aber das ist soweit ich gehört habe ja auch glaube ich bei RWE Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen der Fall.

00:12:16: Das ganze Thema der unterschiedlichen Kraftwerkstechnologien ist hier am Ende auch kostenrelevant muss man vielleicht nochmal ergänzen.

00:12:24: denn die Kraftwerke der Leak die umgerüstet werden die sind vielleicht im Bau kostengünstig aber gar nicht so sehr in der Stromproduktion Das heißt, die haben noch an einem ganz anderen Ende einen Effekt.

00:12:39: Weil wir können ja davon ausgehen dass das am Ende die preis setzenden Kraftwerke am Strommarkt sein werden wenn es die sind, die die Lücken im Strommarkt füllen sollen.

00:12:50: D.h.,

00:12:51: die ziehen die Strompreise womöglich sobald sie in Betrieb sind auch in den Stunden mit einer geringen erneuerbaren Produktion in der Höhe.

00:13:00: da ist also nochmal ein versteckter Kosteneffekt der sich in den Ausschreibungsergebnissen selbst gar nicht widerspiegelt, die uns aber auch noch mal auf die Füße fallen könnte.

00:13:08: Das ist natürlich jetzt eine Frage wie lange werden sie laufen?

00:13:12: Also eigentlich ist das ja nur so als Backup vorgesehen für Phasen von Dunkelflauten also wenn wirklich zwei Wochen lang kaum Solar- und Hühneinspeisung.

00:13:25: Das muss man genau durchrechnen.

00:13:27: Aber der Kostenaspekt, das ist ein wichtiger Punkt oben.

00:13:30: Das ist natürlich was womit auch die Leag argumentiert und einige andere Argumentieren, die sagen jetzt doch eigentlich super dass sie gewonnen haben weil dann wird es nicht so teuer für den Stromverbraucher!

00:13:40: Das ist definitiv ein Punkt.

00:13:41: wir können ja dran mal drauf gucken und jetzt zu uns fragen war das Ganze jetzt ein Erfolg oder eher nicht?

00:13:47: Es gibt tatsächlich sehr unterschiedliche Stimmen im Markt dazu Wenn wir jetzt erst mal ganz nüchtern drauf gucken.

00:13:55: Stefanie, du hast es erwähnt der mögliche Höchstzuschlagswert lag bei zweihundertvierzigtausend Euro pro Megawatt und ja rausgekommen sind wir bei rund hundertfünfzig tausend.

00:14:08: das heißt wir liegen da deutlich drunter.

00:14:10: unter dem Gesichtspunkt könnte man also erstmal sagen ein guter Erfolg.

00:14:15: Das hat genau so eigentlich auch diesen Schwerpunkt Katharina Reiche auch in ihrer Stellungnahme direkt herausgestellt.

00:14:23: Sie spricht von einem großen Erfolg dieser Ausschreibungen und führt da vor allem an, es gab Wettbewerb und zwar ausreichend Wett- bzw sogar sehr viel Wett Bewerb.

00:14:34: Es gab glaube ich Gebote über zwölf tausend Megawatt.

00:14:39: Am Ende sind fünftausend bezuschlagt worden.

00:14:41: das heißt wir hätten doppelt so viele Kraftwerke eigentlich bauen können wie wir es bauen wollten.

00:14:46: Ja, also Wettbewerb war da.

00:14:48: Die Preise waren günstig wenn man sie bemisst an dem Höchstpreis den in Klammern muss man das dazu sagen die Branche im Handlungsprozess zum Strom VKG aber auch noch mal nach oben verhandelt hat.

00:15:01: ursprünglich war auch ein gar nicht so hoher höchst preis vorgesehen Aber er hat die branche gute Lobbyarbeit gemacht.

00:15:08: der wurde hochgesetzt auf zwei tausend vierhundert viertzig Tausend Euro pro megawatt.

00:15:14: Aber an der Stelle lohnt sich vielleicht auch nochmal eine Einordnung des deutschen Systems verglichen mit anderen europäischen Ländern, die zu deutlich niedrigeren Preisen gekommen sind bei ihren Kapazitätsausschreibungen.

00:15:30: Es gibt ja in vielen anderen europäischen Ländern schon länger Kapazitätenmärkte und muss vorsichtig sein dass man vergleicht relativ schnell Äpfel mit Birnen, weil kein Kapazitätsmarkt ist gleich dem anderen und noch die Marktbedingungen sind natürlich anders.

00:15:46: Und auch die Zeitpunkte wann eine Ausschreibung stattfindet spielt auch nochmal mit einer Rolle.

00:15:52: aber wenn man beispielsweise nach Belgien guckt oder nach UK haben beide Länder schon länger Kapazitätmechanismen da liegen die Preise deutlich drunter.

00:16:03: ich habe mal versucht das zu recherchieren wegen Umrechnung gar nicht so leicht.

00:16:07: Aber was ich gefunden habe, aus UK ist beispielsweise das für das Lieferjahr.

00:16:14: Das sind Ergebnisse rausgekommen um die dreißigtausend Euro pro megawatt in Belgien.

00:16:21: Habe ich auch mal versucht zu recherchieren.

00:16:24: Da war es übrigens so dass es spannend, dass in den letzten Runden da auch Batteriespeicher ein Großteil der Kapazitäten die Bezuschlag bekommen haben.

00:16:32: aber da waren die Preise sogar noch idriger gesehen für das Lieferjahr, zwanzig, achtundzwanzig.

00:16:39: Zweiundzwansichttausend Euro pro megawatt pro Jahr.

00:16:43: also im europäischen Konzert muss man sagen sind die Ergebnisse jetzt gar nicht so günstig wie mancher glauben lassen möchte?

00:16:50: ja dann nennt es auf jeden fall interessante zahlen was man natürlich festhalten muss.

00:16:54: wir haben jetzt den durch das lange Verzögern der ursprünglich einmal Kraftwerks genannten, Kraftwerkstrategie genannte Absicht die Kraftwerke auszuschreiben.

00:17:06: sind wir jetzt tatsächlich beim Peak der Gasturbinenpreise.

00:17:09: Also sie haben sich natürlich massiv verteuert.

00:17:11: das spielt natürlich rein.

00:17:13: dass es sicherlich einer der Gründe warum es teurer ist ob es die gesamte Spanne abdeckt war ich eher zu bezweifeln aber es ist sicherlich ein Faktor den man warten sollte.

00:17:22: Ja, und was du ja auch eigentlich schon selber gesagt hast, Ruben.

00:17:25: In Belgien zum Beispiel ist es so dass die Batteriespeicher mitbieten durften und sie machen das Ganze viel günstiger.

00:17:32: also es ist einfach viel günster in Batterie Speicher zu bauen als Gaskraftwerk.

00:17:37: Okay, das ist also ein Aspekt den man zumindest ein bisschen differenziert betrachten muss aber immerhin können wir festhalten deutlich unter dem Maximalgebotswert.

00:17:45: hoher Wettbewerb Positiv, aber der andere Punkt ist natürlich Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche nennt ja auch immer die hohen Redis Patch Kosten.

00:17:58: Die wir haben und aus diesem Grunde sollten ja die Ausschreibung stattfinden.

00:18:05: um dem entgegenwirken zu können Und da muss man eigentlich sagen hat das auktionsdesign in der ersten Runde einfach versagt.

00:18:12: Da würde ich mich mal so aus dem Fenster lehnen und dass sehr deutlich sagen Da sind wir deutlich am Ziel vorbeigeschossen, weil das Ergebnis erfüllt diesen Zweck eigentlich gar nicht.

00:18:21: Ja also man muss sagen diese erste Kraftwerksausschreibung ist ja wirklich gedacht für so lange Dunkelflauten.

00:18:30: im Netz wurde auch vielfach spekuliert ob die so umgebauten braun Kohlekraftwerke die dann zu Gaskraft werken werden überhaupt die Rampen schaffen.

00:18:40: dazu muss man sagen also so eine lange dunkel flaute die kommt jetzt nicht von jetzt auf gleich sondern Die Wettervorherhersagen sind ja mittlerweile wirklich super und dafür reichen die Rampen bei so einer umgebauten braunen Kohleanlage auf jeden Fall.

00:18:55: Das ist ein superspannender Punkt, finde ich auch nochmals der zur Bewertung auf jeden fall dazu gehört denn diese Technologien sind natürlich günstig aber sie haben das bringt es nun mal mit sich eben auch ihre Nachteile.

00:19:08: also gerade jetzt in der Lausitz Das sind Anlagen, die noch zu DDR-Zeiten gebaut wurden.

00:19:15: Also da ist noch ganz viel Sowjettechnik, stinkt da erst mal drin auch wenn man dort jetzt wesentliche Komponenten erneuert.

00:19:22: Klar natürlich, die Turbine sind dort trotzdem noch sehr viele Komponente, die alt sind, die vielleicht auch nochmal erneut werden aber diese Kraftwerke bringen es mit sich dass sie erstmal eine relativ lange Kaltstartphase haben.

00:19:37: Da ist die Rede von mehreren Stunden, sogar von fünf bis zehn Stunden.

00:19:42: Ob das dann tatsächlich realistisch ist?

00:19:44: Das wird man erst sehen weil das Konzept der Leak ist noch nicht im Detail bekannt und das werden wir dann wahrscheinlich irgendwann in den nächsten Wochenmonaten nochmal genauer erfahren.

00:19:53: Die Anlagen haben einen geringeren Wirkungsgrad was ja dazu führen wird dass sie erstmal in der Married Order nicht abgefragt werden.

00:19:59: Das heißt es sind wirklich die Anlagen die als allerletztes zugeschaltet werden.

00:20:04: also bei einer Bei einer angekündigten Dunkelflaute werden erst mal andere Kraftwerke zum Einsatz kommen.

00:20:11: Und dann ist tatsächlich die Frage, brauchen wir alle dieser Kraftwerken?

00:20:15: Wenn wir nicht alle Kraftwerker gebrauchen und gegebenenfalls eben noch Leeranlagen stillstehen kann es sein dass sie auch gar nicht mehr zum Einsatz kommt weil das wäre dann eher während einer Dunkel-Flaute.

00:20:27: wenn dann nochmal ein zusätzlicher Bedarf entsteht kurzfristig bei dem was man bisher gehört hat, könnte es tatsächlich sein dass diese Anlagen gar nicht in der Lage sind schnell genug einzuspringen und dann hätten wir wirklich diese Anlage oft rumstehen ohne dass sie zum Einsatz kommen.

00:20:43: aber das Geld verdienen Sie dann über die Ausschreibung trotzdem.

00:20:46: Ja also wie gesagt die haben ja eine Vorlaufzeit durch.

00:20:50: tatsächlich die Wettervorhersage.

00:20:54: Also für klassischen Redispatch nimmt man ja tatsächlich eher.

00:20:58: Aber trotzdem was jetzt natürlich gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass die Lehrg aufgrund ihrer preislichen Situation bei der nächsten Ausschreibung nochmal abrollen.

00:21:09: Und dann haben wir jede Menge von diesen Kraftwerken in Osten-Deutschland und da brauchen sie ehrlicherweise ja gar nicht.

00:21:18: Also wo für ihr Eherbrauchen ist?

00:21:20: im Süden?

00:21:22: Also das, was man so im normalen Sprachgebrauch unter Süden versteht.

00:21:27: Nämlich nicht nur in netstechnischen Süden ja da brauchen wir die auch.

00:21:30: aber vor allen Dingen auch in Bayern und Baden-Württemberg.

00:21:34: Und da sehe ich jetzt also ich glaube der gibt wird es in der nächsten Ausschreibung schon noch mehr Bieter geben die dafür bieten.

00:21:45: Ich glaube, es wird nicht so sehr viele geben die da so große Kapazitäten bieten.

00:21:50: Also dass ich vor allen Dingen ihren BWE und AWE könnte mit Grundremmingen da nochmal reingehen.

00:21:58: Die waren glaube ich mit Grundremming wahrscheinlich... Da kann man jetzt aber nur spekulieren auch bei dieser Ausschreibung schon dabei!

00:22:05: Das wäre gut für den Süden tatsächlich wenn diese Anlagen mit Zustimmung schlagt werden.

00:22:10: Ansonsten gibt es noch ein paar Kandidaten, MVV Stadtwerke München.

00:22:14: Das ist aber jetzt in die Glaskugel geguckt, das ist jetzt einfach so.

00:22:17: Spekulation von mir Kraftwerke meins Wiesbaden gut Elektrizitätswerk Mittel baden Die haben aber dann auch nur ganz kleine Menge.

00:22:26: Aber dass sind so Player die da nochmal Von Relevanz sein könnten wenn sie denn Zuschlag bekommen was ich sehr hoffe weil Ich glaube einfach Bayern Baden-Württemberg braucht diese anlagen.

00:22:36: das heißt wir können bei dem Thema regionale Streuung, wenn wir noch mal darüber sprechen Erfolg oder Misserfolg sagen.

00:22:44: das ist nicht so gut ausgegangen.

00:22:46: So wie wir uns das gedacht haben.

00:22:47: Das andere Thema Marktkonzentration hatten wir auch schon.

00:22:52: Auch dass es glaube ich nicht unbedingt als Erfolg zu werten.

00:22:56: eine Akteursvielfalt haben wir nicht erreicht.

00:22:58: übrigens als kleine Fußnote vor zwei drei Wochen gab es ein Investitionsgipfel von Bundeskanzler Friedrich Merz.

00:23:08: Da war es der Energiewirtschaft RWE dabei, RWE war sehr gönnerhaft hat fünfzehn Milliarden Euro Investitionen in Deutschland angekündigt.

00:23:17: Friedrich-Merz war sehr zufrieden und zwei drei Wochen später kriegt dieses Unternehmen Zuschläge.

00:23:23: eben als einer von zwei Unternehmen teilten sie sich da die Zuschlage auf.

00:23:28: ein Schelm, der böses dabei denkt ja aber das wirklich nur als kleine gut gelaunte Fußnote hier Fast schon bemerkenswert, dass das zumindest auf den Social Media-Kennel noch niemand aufgegriffen hat.

00:23:43: Vielleicht ja jetzt!

00:23:44: Vielleicht ja auch zurecht.

00:23:46: Da würde ich auf der Bundesnetzagentur nicht unterstellen, dass sie da irgendwas gemauschelt hat damit Herr Mert sich freut.

00:23:53: So weit würde ich jetzt auch tatsächlich... Wir wollen

00:23:54: es nicht

00:23:55: hoffen!

00:23:56: Okay lasst uns aber dann mal auf die nächste Ausschreibung gucken.

00:23:58: schon am zehnten November gibt die Bundesnetzagentur da die Ausschreibungsbedingungen nochmal neu bekannt.

00:24:06: Es wurde schon in den letzten Tagen die Forderung laut die Bundesnetzagenturen müsste hier noch etwas anpassen.

00:24:14: realistisch, weil die Ausschreibung ja auf Basis das Strom-VKG also der gesetzlichen Regelungen aufgesetzt worden sind.

00:24:22: Also dass hier jetzt nochmal eine Anpassung passiert ist unwahrscheinlich was man auch gehört hat.

00:24:26: naja mal gucken ob jetzt nicht vielleicht noch mehr unternehmen solche Coal to Gas Ideen aus aus der Schublade ziehen.

00:24:35: Interessanterweise hat, ich glaube es ist zwei Jahre her da hat uns ja damalige CEO das Kraftwerksbetreiber Steak Alkeny in Berlin in der Redaktion besucht.

00:24:45: wir haben damals auch schon über die Kraftwerksausschreibung gesprochen weil wir ja schon sehr lange über die kraftwerksausschreiben sprechen und er ist genau mit diesem Konzept damals auch in unserem Gespräch an uns herangetreten und hat eben gesagt naja also Die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Gaskraftwerke, die ist deutlich günstiger und das sollte doch im Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden.

00:25:07: Das verfing unter der Ampel nicht aber die Ampel ist zerbrochen es gab keine Ausschreibungen mehr.

00:25:12: dann gab's den neuen Anlauf und davon eigentlich nichts mehr zu hören bis zum Tag der Bekanntgabe der ersten Auktionsergebnisse.

00:25:19: uns hier da Koltogas tauchte auf aber eben nicht von Stereo Geigeni sondern eben von der Leak.

00:25:26: Und da ist jetzt die Frage, ist es tatsächlich möglich jetzt vielleicht dann doch noch Projekte anzupassen?

00:25:34: Sowas aus dem Hut zu zaubern.

00:25:37: Schwere Frage ich schätze eher nicht weil das sind natürlich ja wirklich große Investitionsprojekte bei denen Unternehmen Also wirklich viel Geld in die Hand nehmen, Gremienentscheidungen stehen dahinter.

00:25:52: Das wäre wirklich nur vermutlich möglich wenn ein Unternehmen das vielleicht als Variante B so wie schon vorbereitet hat.

00:25:58: Trotzdem werden viele noch mal drauf gucken und sagen haben wir da noch irgendwas?

00:26:02: Geht da noch was?

00:26:03: Ja wobei es natürlich auch so viele Kohlekraftwerksbetreiber gar nicht gibt.

00:26:07: tatsächlich und wie du sagst ist sie müssen dann auch schon sowas in den Schubladen haben Sonst funktioniert es nicht.

00:26:15: Und was ich jetzt auch gehört habe, man braucht hier für so ein Kraftwerk eine BIMS-Genehmigung, also eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

00:26:24: Man muss die jetzt vielleicht nicht unbedingt vorliegen haben wenn man damit in die Ausschreibung geht aber man sollte schon eine feste Zusage haben dass man sie bekommt weil nachher wenn man den Zuschlag hat und man kriegt die Genehmigungen nicht ist es auch schwierig.

00:26:37: dann hat man nämlich ein Problem ja dass da jetzt jemand noch mal so komplett umschwängt und ein komplett neues Projekt innerhalb von zwei Monaten aus dem Hut zaubert.

00:26:49: Es ist nicht komplett unmöglich, aber ich würde sagen also wenn er das schafft Schapo, das würde schon einiges an Kraft kosten

00:26:57: Also nicht unbedingt damit zu rechnen.

00:27:00: Die Frage ist natürlich auch kommen in der zweiten runde mehr Kraftwerke in den Süden?

00:27:06: Da ist natürlich schonmal der Umstand festzuhalten Nur noch einen Zuschlag geben wird, der ohne Südbonus stattfindet.

00:27:14: Dann wird in der Gesamtmenge der Ausschreibungen das Drittel im Norden schon bezuschragt worden sein.

00:27:24: Das heißt ab dem zweiten Zuschlag greift immer der SüdBonus.

00:27:28: aber das hast du ja vorhin Stefan hier auch ausgeführt.

00:27:32: Der kann natürlich nur eine Effekt erzielen wenn gleiche Technologie gegen gleiche technologie antritt.

00:27:38: Da bleibt noch mal abzuwarten.

00:27:39: Was hat die Leag vielleicht nach im Köcher?

00:27:41: Wir können ja nur mal drauf gucken, welche Kraftwerke betreibt die Leak noch.

00:27:45: Die hatten nochmal zwei Blöcke in Boxberg.

00:27:47: Da sind zwei schon positiv bezuschlagt worden.

00:27:50: Zwei gibt es dort noch!

00:27:52: Die allerdings erst später einen Dreißigerjahr an vom Netz gehen würden.

00:27:56: Das heißt zumindest wenn sie bezusklagt werden würde... dass ein vorgezogener Kohleausstieg in der Lausitz auch noch mal ein interessanter Aspekt, über den wir vielleicht dann auch bei anderer Gelegenheit nochmal sprechen können.

00:28:08: Ja und die EPH, die ja die Muttergesellschaft von der Leak ist, hat durchaus auch noch einen Shop-Pau und in Meerum Kraftwerke angemeldet.

00:28:17: Das sind auch jetzige Braunkohlestandorte.

00:28:21: Und bei der Gelegenkeit auch noch einmal erwähnt Nestsichencher Süden schließt er NRW mit ein wo es hier viele Kraftwerke gibt, Kraftwerkstandorte vor allem die jetzt auch in der Lusttrommel sind über die wir heute noch nicht gesprochen haben.

00:28:37: Die aber nicht tatsächlich uns im richtigen geografischen Süden helfen.

00:28:46: das heißt Südbonus ist an der Stelle ja auch mit Vorsicht zu genießen.

00:28:50: Ja, also viele Aspekte die da auf jeden Fall zu beachten sind.

00:28:55: Wir haben auch mit den Übertragungsnetzbetreibern gesprochen, die ja auch maßgeblich daran beteiligt waren ein Vorschlag auszuarbeiten zur regionalen Verteilung und ich habe in dieser Woche noch einen Interview geführt mit Dr.

00:29:13: Werner Götz von TransNet-BW das in Kürze erscheint klar geworden, die Verteilung so wie wir sie jetzt haben.

00:29:23: Das ist nicht im Sinne des Erfinders eigentlich gewesen und man macht sich bei TranscentBW durchaus Sorge dass man jetzt im Nachgang wenn das tatsächlich weiterhin bei einer starken Übergewichtung im Norden und Osten bleibt, dass man dann zusätzlich nochmal Geld in die Hand nehmen muss für die Richtung Netz- und technischer Betriebsmittel im Netz.

00:29:44: Das heißt, werden noch mal neue Anlagen errichtet die dann auch wieder bezahlt werden müssen.

00:29:48: Also da kann auch die gesamte volkswirtschaftliche Bilanz am Ende des Tages doch relativ negativ ausfallen.

00:29:55: und Ruben ihr hattet am Standort in Essen kürzlich Besuch von Christoph Müller dem CEO von Armbion, dem westdeutschen Übertragungsnetzbetreiber.

00:30:06: Auch bei dem war das Thema Kraftwerksausschreibung ein Bestandteil des Gesprächs.

00:30:12: Allerdings muss man sagen, dass Gespräche hat noch stattgefunden bevor die Ausschreibungsergebnisse bekannt geworden sind.

00:30:18: Genau wir hatten also keine Gelegenheit auf die Ergebnisse gemeinsam zu gucken.

00:30:22: Die gab es schlicht noch nicht und deswegen haben wir zu dem Zeitpunkt das Thema auch recht kurz halten können.

00:30:31: Christoph Müller hat bei der Gelegenheit aber etwas gesagt, was ich sehr passend finde.

00:30:36: Was die Diskussion auch schön zusammenfasst.

00:30:39: Gebote und Ausschreibungsergebnisse und auch ein Podcast produzieren keinen Strom sondern das machen die Kraftwerke erst wenn sie am Netz sind und bis dahin vergeht ihr jetzt noch ordentlich Zeit von RWEs zu hören dass Sie relativ bald einladen wollen zu einem sparten Stich nach Weisweiler.

00:30:59: Das ist meines Wissens auch das Kraftwerksprojekt, was jetzt so genehmigungstechnisch mit am weitesten ist.

00:31:06: Also da können wir ja – das wissen wir drei Jahre drauf rechnen bis diese Kraftwerke dann tatsächlich Strom produzieren.

00:31:12: und dann erst hat er gesagt, dann entspannter sich auch ein bisschen, was das Thema Versorgungssicherheit angeht.

00:31:18: denn es sollten nicht vergessen, wir bauen diese Kraft Werke um Versorgungssicherheit zu gewährleisten Und das ist schon ein Thema, was die UNB jetzt seit längerem umtreibt.

00:31:32: Wir sprachen auch kurz über Prognosen von den europäischen Übertragungsnetzbetreibern und dass wir nach aktuellen Modellierungen Mitte der dreißiger Jahre auf eine Unterdeckung im europäischen Strommarkt hinauslaufen.

00:31:45: Von daher brauchen wir diese Kraftwerke auch einfach!

00:31:47: Das Thema Lücke in der Erzeugung treibt die Übertragungs-Betreiber natürlich um.

00:31:53: Aber wir haben ja auch eine große Lücke bei den Netzkapazitäten, das Netzpaket der Bundesregierung wird diesen Tagen im Bundestag weiter verhandelt, Ergebnis offen.

00:32:06: aber auch dazu hat Christoph Müller ja Stellung bezogen weil ihn das natürlich auch massiv umtreibt.

00:32:11: Ja, absolut genau.

00:32:13: Da kann man glaube ich zwei Punkte rausarbeiten.

00:32:16: A hatte sich verärgert gezeigt über die Debatten, die es teilweise zu dem Netzpaket gibt.

00:32:24: Die erscheinen ihm etwas unsachlich und das ärgert ihn deswegen weil wir gerade bei so einem schwierigen Thema eine sachliche faktenbasierte Debatte und Auseinandersetzung mit dem Thema brauchen.

00:32:37: Also da würde ich wünschen, dass wir doch auch mal wegkommen davon alles immer zu verteufeln.

00:32:44: Was von einer vermeintlichen Gaslobby ist denn aus dem Bundeswirtschaftsministerium?

00:32:49: Da kommt sondern muss sich damit sachlich auseinandersetzen.

00:32:54: Wir können glaube ich sagen das haben wir auch getan Das tun wir ja auch regelmäßig die Vorschläge zum Redis Patch Vorbehalt beispielsweise da hat die Branche mit sachlichen Gegenargumenten gearbeitet und gegen Vorschlägen.

00:33:08: Aber sein Thema mit Blick auf das Netzpaket war vor allem noch mal die Frage zu den Netzanschlüssen, du hast es gesagt Chris Und da war er nicht ganz zufrieden mit dem was aus dem Bundeswirtschaftsministerium kommt weil ihm da klare Vorgaben Aus Sicht eines Netzbetreibers geben wie man denn bei diesem Zuteilungsverfahren vorgehen soll wie man priorisieren soll.

00:33:32: Da hatte Nicht wörtlich, aber paraphrasiert ausgedrückt gesagt.

00:33:37: Da zieht sich so ein Stück weit das Bundeswirtschaftsministerium aus der Verantwortung und überlässt diese dann den Netzbetreibern.

00:33:45: Die Netzbettreiber wollen da aber gar nicht die Entscheidung sozusagen eine gesamtgesellschaftliche Entscheidung treffen was priorisiert ans Netz kommen soll.

00:33:53: Er hat das Beispiel gemacht einen Industriebetrieb an dem Arbeitsplätze dranhängen oder ein beliebiger Batteriespeicher konkurrieren um einem Netzanschluss.

00:34:03: Da gibt es glaube ich schon gesamtgesellschaftlich einen Konsens, was wohl sinnvoller wäre.

00:34:09: Und diese Vorgaben hätte er sich von der Politik gewünscht weil die möchte ein Netzbetreiber, der ja nun mal ein Netz betreibt und nicht mehr, die möchte er nicht treffen.

00:34:18: Da gibts natürlich nochmal um die Priorisierung innerhalb der Unternehmen, die jetzt einen Netzanstoß wollen.

00:34:27: Geht man da nach Arbeitsplätzen oder Nach Wirtschaftskraft, das ist natürlich eine spannende Frage.

00:34:33: Ja er hat genau auch eingeräumt dass es jetzt sicherlich noch alles ausdiskutiert werden muss.

00:34:42: Er nimmt sich da gar nicht... Und dann sagt ja das können wir als Branche durchaus auch alles feintunen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium, mit der Bundesnetzagentur.

00:34:52: Aber die Leitlinien müssen aus der Politik kommen und die Vermisste aktuell.

00:34:57: Ich glaube wir haben das hier in der Vergangenheit im Podcast schon mal heiße Kartoffel bezeichnet, die immer von links nach rechts fliegt weil die Netzbetreiber sagen Wir brauchen gewisse Entscheidungen von der Bundesebene oder eben aus Bonn, von der Bundesnetzagentur.

00:35:15: Und von dort halte es immer zurück.

00:35:17: Wir können nicht für jedes Netz, die alle sehr unterschiedliche Situationen haben eine Einheitsregel rausgeben.

00:35:26: Natürlich sitzt bei der Gesetzgebung Berlin und dann in der Folge die Bundesnetzagentur an der Umsetzung.

00:35:31: Die sitzen natürlich ein Stück weit am längeren Hebel und haben bisher die Wünsche der Nessbetreiber noch nicht erfüllt.

00:35:37: Eine sehr klare Regel einfordern hat ja auch den Hintergrund, dass sie ein diskriminierungsfreies Verfahren gewährleisten müssen.

00:35:46: Sonst sind Sie relativ schnell Klagen von Unternehmen oder von Speicherbetreibern oder anderen Akteuren ausgesetzt die sich hier benachteiligt fühlen.

00:35:55: Deshalb ist es glaube ich durchaus verständlich das die Netzbetreber auf Klarheit drängen aber sie ist noch nicht da.

00:36:02: Es gibt jetzt eins eine Netz Betreiber die auch mit eigenen Vorschlägen starten und loslegen, hier eine Priorisierung stattfinden.

00:36:11: Aber da darf man natürlich gespannt sein, wie schnell die Klagen kommen.

00:36:16: Jüngst in dieser Woche gab es ja auch eine Entscheidung in einer Klage gegen das Repartierungsverfahren in Berlin.

00:36:24: Auch eben ein Verfahren, das neu entwickelt worden ist zur Ablösung des Windhund-Verfahrens.

00:36:31: Ja, erstmal alle in einer Schlange stehen und jeder der neu dazu kommt sich hinten anstellen muss.

00:36:35: beim Reparatierungsverfahren werden Freien Netzkapazitäten.

00:36:39: Anteilig vergeben.

00:36:40: da gab es eine Klage und die ist erst mal abgewiesen worden.

00:36:43: also insofern erstmal eine positive Nachricht in dem Fall für Stromnetz Berlin aber ganz allen gemeinten für das Reparaturungsverfahren dass auch in anderen größeren Städten vor allem Frankfurt Hamburg und Co.

00:36:53: angewendet wird.

00:36:55: Gut jetzt weit dann lass uns noch zum Schluss ganz kurz auf andere Themen dieser Woche gucken.

00:37:01: Ruben, ich gehe mal davon aus das Interview mit Christoph Müller.

00:37:06: Das ist sicherlich deine Leseempfehlung?

00:37:08: Ja, das kann man genauso sagen.

00:37:10: also der Redaktionsbesuch von Christoph Möller ist für uns natürlich ein Highlight wie alle Redaktion Besucher die wir regelmäßig durchführen.

00:37:18: da freuen wir uns immer wenn wir größtender Branche bei uns in Essen begrüßen dürfen Und man sieht auch, wer immer da dann kommt durch die Tür.

00:37:29: Die Diskussionsbereitschaft ist groß und was dann da bei rumkommt als Interview nachher veröffentlicht, dass es in der Regel eigentlich immer lesenswert.

00:37:38: Okay, Stephanie!

00:37:40: Was war sonst noch lesenswert?

00:37:41: Ja, die Bundesnetzagentur hat den Gasnetzbetreibern eine höhere Gesamtkapitalverzinsung zugestanden.

00:37:50: Es ist ja so dass für die Verzinsungen immer die letzten sieben Jahre glaube ich zur Rate gezogen werden und die werden jetzt quasi nach vorne verschoben sodass sich eine bessere Verzinnung ergibt.

00:38:03: das es ganz spannend.

00:38:04: das könnte sogar auch auf dem Strombereich ausstrahlen.

00:38:07: also ruhig mal reingucken

00:38:09: Lohnt sich auf jeden Fall.

00:38:10: Und ich glaube, es lohnt sich auch in unserem Vorbericht von Carsten Kloth zur anstehenden Kopf der Weltklimakonferenz in der Türkei zu blinken.

00:38:19: Carsten hat dort nochmal die wesentlichen Streitpunkte, Eckpunkte Themen der Kopp aufgelistet.

00:38:26: Lohn sich auf jedem Fall!

00:38:27: Und an dieser Stelle noch relativ neu, aber auch das soll nicht unerwähnt bleiben.

00:38:32: Wir haben natürlich jetzt eine neue Hör-Empfehlung, nämlich jeden Tag können Abonnenten des Enagate Messenger die wichtigsten News des Tages als Podcast hören.

00:38:42: in unserem neuen Enagite Messenger Audio Briefing ist in unserem Newsletter enthalten Dort einfach reinklicken.

00:38:50: Die wichtigsten Meldungen des Tages werden dort als Podcast ausgespielt.

00:38:54: also Auch eine Hör-Empfehlung, bitte reinhören ist noch gar nicht so bekannt.

00:38:59: Deshalb ist es schön wenn sich's weiterum spricht.

00:39:02: Ja und das lohnt sich auf jeden Fall!

00:39:04: Gut jetzt zwei.

00:39:04: vielen lieben Dank dass ihr dabei war.

00:39:05: danke Stephanier Danke Ruben.

00:39:07: wir wünschen erst mal allen die uns Relativ schnell hören schönes Wochenende, auf jeden Fall jetzt erst mal gute Tage.

00:39:14: Ganz ganz viele energiepolitische Themen stehen noch auf der Agenda des Bundestages.

00:39:17: da bleiben wir natürlich am Ball.

00:39:19: es ist noch einiges los im Laufe des nächsten Jahres.

00:39:21: Wir hören uns hier in der kommenden Woche wieder an gleicher Stelle.

00:39:24: bis dann Tschüss!

00:39:28: Das war irgendwas mit Energie Der EnerGate Podcast.

00:39:33: tägliche Infos zur Energiewendel liefern wir auch www.energate-messenger.de.

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