News-Update vom 8. Mai 2026 - Über eine fehlende Stufe der Bio-Treppe und (Un-)Redlichkeiten der Kraftwerksstrategie

Shownotes

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Eckpunkte für die neue Bio-Treppe veröffentlicht – und siehe da: Für 2045 fehlt eine Zielmarke. Logisch, weil Deutschland dann klimaneutral sein will? Oder bemerkenswert, weil genau das nicht alle Regierungsvertreter*innen wirklich wollen? Wir wagen eine Annäherung.

Außerdem berichten wir von den Berliner Energietagen, wo wir mit Kraftwerks- und Speicherbetreibern, Stadtwerken und Wissenschaft über die bevorstehenden Kapazitätsauktionen gesprochen haben. Schnell zeigte sich: Hinter vielen Gemeinsamkeiten stecken erhebliche Konflikte. Zudem berichtet Ron Heinen von der Göttinger Energietagung, dem Klassentreffen der Regulierungsexperten.

Und es gibt Neuigkeiten aus dem Podcast-Kosmos: Im neuen Format „Nachgefragt“ sprechen wir künftig mit Gästen über aktuelle Energiethemen. Zum Auftakt erklärt Silke Borgstedt, warum die Zustimmung zur Klimapolitik schon lange vor der Debatte über das Gebäudeenergiegesetz gesunken ist. Die erste Folge hören Sie hier: https://irgendwas-mit-energie-energate.podigee.io/212-nachgefragt-bei-silke-borgstedt

Veranstaltungshinweis: Industry meets Energy Das energate Industrieforum am 20. Mai in Essen widmet sich in hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen und Praxisbeispielen Themen an der Schnittstelle zwischen Industrie und Energiewirtschaft. Weitere Infos und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.energate-events.de/p/energate-forum

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:00: Irgendwas mit Energie,

00:00:02: der EnerGate Podcast.

00:00:04: Wir sprechen mit den Menschen hinter der Energiewende.

00:00:10: Herzlich willkommen zum EnerGates News Update!

00:00:13: Wir zeichnen mal wieder an einem Donnerstagnachmittag auf am siebten Mai und Ehe Folge erscheint am achten Mai also am Freitag.

00:00:22: Mein Name ist Christian Silus und bei mir sind heute Ron Heinen und Karsten Kloth, hallo jetzt mal!

00:00:27: Hallo

00:00:28: zusammen!

00:00:29: Schön dass ihr mit dabei seid und ja eigentlich wie auch in den letzten Folgen gucken wir mal wieder drauf was die Bundesregierung so treibt.

00:00:37: Wir haben einige Monate gewartet bis verschiedene Gesetzgebungsverfahren endlich richtig angestoßen sind und jetzt geht es aber Schlag auf Schlag.

00:00:46: Wir haben letzte Woche schon ein schönes Update dazu geliefert und wir haben unter anderem über die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz gesprochen.

00:00:53: Seit dieser Woche liegt jetzt einen Referenten-Entwurf

00:00:57: vor.

00:00:58: Carsten, der bringt vor allem eines mit sich was vorher noch lückenhaft war nämlich es gibt jetzt Zahlen zur Biotreppe.

00:01:06: Endlich hat man da was Konkretes in der Hand und so richtig überraschend ist es gar nicht, weil eigentlich sind's gar keine neuen Zahlen.

00:01:12: Eigentlich

00:01:12: nicht!

00:01:13: Eigentlich sind das bekannte Zahlen wenn man sich das ehemalige Gesetz anschaut also die Biotreppe.

00:01:20: bekannt war ja bislang dass sie starten sollen mit zehn Prozent klimafreundliche Brennstoffe ab im Jahr-Zwischen.

00:01:28: Danach – und das wussten eben bislange noch nicht – soll es ab dem Jahr-zwischen bis zu einem Jahr später schon auf fünfzehn Prozent gehen?

00:01:37: Das sind die Zahlen, die kennen man aus dem alten Heizungsgesetz.

00:01:52: Da waren es genau dieselben Vorgaben nur mit einem Unterschied.

00:01:56: Der Einstieg bei dem alten Gesetz lag was?

00:01:59: Fünfzehn Prozent ist also nun niedriger Aber wie gesagt, dann im Jahr auch schon bei den Jahren.

00:02:05: Also diese alte Biotreppe muss man dazu sagen die war nur als Übergangsphase für Öl- und Gasheizung gedacht.

00:02:11: Die Vorabschluss der kommunalen Wärmeplanungen erbaut werden also betraf eben nun Teil des Ganzen.

00:02:18: jetzt ist es ja ein fester Bestandteil dieses neuen Gebäudemodernisierungsgesetz mit der neuen Abkürzung GmodG.

00:02:28: Ansonsten wussten wir ja, viel ist schon aus den Eckpunkten zu dem Gesetz.

00:02:32: Aber ich finde es spannend tatsächlich dass du noch mal darauf verweist das es diese Zahlen auch schon im vorhergehenden Gebäude-Energiegesetz gab weil... Ich kann ehrlich zugeben, ich hatte das gar nicht aufm Schirm.

00:02:42: also es ist jetzt gar kein großer Unterschied.

00:02:44: genau diese Pfade diesen Aufwuchs Fünfzehn Prozent, dreißig Prozent, sechszig Prozent die an grünen Gasen dann beigemischt sein muss oder im Tarif integriert sein muss wer künftig noch eine Gasheizung betreiben will.

00:03:01: Mir war es gar nicht so klar dass das noch im Gebäudeenergiegesetz auch geregelt war.

00:03:05: dort wie du sagst natürlich als Ausnahme für einen ganz speziellen Fall jetzt soll es ja eigentlich zum großen Regelfall werden steht natürlich auch noch ein großes Fragezeichen dahinter, ob das wirklich passiert.

00:03:16: Weil wir wissen natürlich überhaupt gar nicht was diese Tarife dann kosten werden und die ganze Sache hat ja aus Sicht derjenigen, die gerne eine neue Gasheizung einbauen wollen großen Haken nämlich zumindest dort wo Vermieter und Mieter aufeinandertreffen dass sie sich dann die Kosten für netzentgelte CO-Zwei und diesen Bio Anteile eben teilen müssen.

00:03:36: da hattest du ja auch schon darüber berichtet, dass die Wohnungswirtschaft das ganz schön kritisch sieht.

00:03:41: Genau, also das sind die Sachen, die wir ja schon aus den Neckpunkten kennen oder beziehungsweise, die kurz danach noch geeint wurden zwischen SPD und Union.

00:03:50: Die Kostenregelung für Mieter- und Vermieter.

00:03:52: Eigentümer tragen künftig fünfzig Prozent der Mehrkosten an den Gasnetz entgelten, an den CO²-Kosten und an den Kosten der Biotreppe.

00:04:00: Diese Regel gilt aber nur bis maximal dreißig Prozent der biogenen Brennstoffanteiler, so da auch schon wieder eine Einschränkung.

00:04:09: Die Immobilienwirtschaft ist da gespalten, darüber wie man das Ganze so findet.

00:04:14: Ansonsten haben wir die Regelung, die vorgesehen waren, die bisherige fünfundsechzehnt Prozentregelung für erneuerbare Wärme, die entfällt vollständig.

00:04:26: also das Heizungsgesetz wird abgeschafft.

00:04:29: unter diesem Label läuft es ja.

00:04:31: Das Betriebsverbot für Gasheizkessel, die älter als dreißig Jahre sind, das wird gekippt Und der Paragraf, der wird zurückgenommen.

00:04:40: Also die Vorgabe des Heizkett-Kesselnurbes enden in den Jahr zwei Tausendvierzig überhaupt mit fossilen Brennstoffe betrieben werden.

00:04:49: also es aus vom Aus für fossile Heizungen steht drin.

00:04:52: Ansonsten haben wir dann noch die Grüngersquote oder Grünger und Grünheizölquote für die Inverkehrbringer von Erdgas und Heizöl mit einem Prozent ab zwei tausend achtundzwanzig.

00:05:04: da wissen wir auch nicht mehr über den Aufwuchs.

00:05:07: Das ist natürlich auch ein interessanter Punkt, also es wird jetzt einen Gesetz auf den Weg gebracht und das Gesetz soll ja dann demnächst auch schon im Bundeskabinett sein allerdings eben ohne einen ganz wesentlichen Bestandteil – auch das war zwar schon bekannt dass die Regelung zur Grüngasquote erst dann bis zum Sommer hin geregelt werden sollen.

00:05:27: aber man muss es noch mal erwähnen, dass es natürlich irgendwie ein Gesetz ist, dem eine wesentliche Stellschraube fehlt.

00:05:35: In der jetzigen Form schon irgendwie eine Zielsetzung für das Jahr zwanzigvierzig bei der Biotreper.

00:05:41: Du hast es gerade schon angedeutet, dass ist dann nochmal ein Unterschied zu dem vorherigen Gebäude-Energiegesetz.

00:05:48: Da war klar geregelt.

00:05:49: Zwanzig vierzig sind wir dann im Prinzip bei hundert Prozent grünen Gasen weil das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden will.

00:05:58: Von zwanzigvorm vierzig steht jetzt im Referenten ein Wurf nichts mehr.

00:06:02: Nee, das fehlt an der Stelle und es fehlt ja im Prinzip auch dadurch dass der Paragraf zweiundsiebzig den ich vorhin erwähnt habe gestrichen wurde.

00:06:11: Das aus für fossile Heizung gibt es in dieser Form nicht.

00:06:14: Jetzt haben wir natürlich das Ziel der Klimaneutralität.

00:06:17: zweitausendfünfvierzig explizitem Klimaschutzgesetz und das gilt Da fragt man sich aber trotzdem, warum wird das jetzt so rausgenommen?

00:06:27: Muss man ja quasi sagen aus dem neuen Entwurf.

00:06:30: Ist da nicht plötzlich ein Widerspruch zum Klimaschutzgesetz?

00:06:35: Das Bundeswirtschaftsministerium betont immer nein!

00:06:38: Wir stehen zu den Klimazielen und zur Klimaneutralität, Aber irgendwie erscheint das trotzdem.

00:06:45: Seltsam hat entsprechend auch sofort Kritiker vorgerufen und dieses Narrativ, dass dort hier gegen die Klimaschutzziele gearbeitet wird unterstützt sowas natürlich.

00:07:00: Also man muss ja zusagen Das Gesetz ist in der Länder- und Verbändeanhörung aber auch noch in der Ressortabstimmung also regierungsintern noch nicht komplett geeint.

00:07:12: Da kann auch was passieren, deswegen ist es spannend jetzt dann zu gucken wenn der endgültige Kabinettsbeschluss vorliegt ob das tatsächlich dabei bleibt oder ob die SPD sagt nee im Moment mal soll angeblich nächste Woche dann im Kabinett sein.

00:07:26: da müssen wir nochmal genau drauf

00:07:27: schauen.

00:07:28: aber also man kann natürlich aus zwei Richtungen darauf gucken.

00:07:30: einerseits wenn man sich jetzt Ziele für die Biotreppe anguckt, geht es dann von zwanzig dreißig auf fünfundreißig also innerhalb von fünf Jahren von fünfzehn auf dreißzig Prozent.

00:07:42: Dann fünf Jahre später von dreizig auf sechzig Prozent ist natürlich schon ein Riesensprung könnte man natürlich sagen.

00:07:48: naja zwanzichfünfvierzig kommt da nochmal vierzig Prozent dazu oder setzt sich irgendwie dieses Wachstum zwar irgendwie fort aber Trotzdem, es ist so ein Schäum der Böses dabei denkt.

00:07:59: Dass da nichts drinsteht?

00:08:00: Du hast gerade gesagt naja das Bundeswirtschaftsministerium hat ja jetzt wiederholt betont dass man sich zum Ziel der Klima Neutralität bekennt.

00:08:07: aber Es ist eigentlich schön formuliert weil du sagst das Ministerium Weil die handelnden Personen im Ministerium also Staatssekretärin Gitta Konnemann oder eben auch die Ministerin Katharina Reiche Die haben in den letzten Wochen und Monaten immer wieder deutlich gemacht dass sie das Ziel der Klima Neutralität zu persönlich anders sehen.

00:08:26: Da gibt es ja verschiedene Vorschläge entweder auf das Jahr zwanzig fünfzig zu gehen, so wie es auch auf EU-Ebene geregelt ist oder dass man vielleicht sogar sagt Klimaneutralität, das sind auch neunzig Prozent, das muss doch irgendwie ausreichen.

00:08:39: und auch der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion Andreas Lenz bei uns beim Energeldforum klargemacht, dass er das Ziel der Klimaneutralität zwanzivvierzig für völlig unrealistisch hält.

00:08:50: also Von der Unionsseite wird da schon massiv dran gerüttelt.

00:08:53: Ja, dazu passt eine kleine, eine kleine Dote oder ein bekanntes Detail.

00:08:58: in der ersten Version dieses neuen Entwurfs stand noch der Satz Klimaneutraler Gebäude bestand bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig wird angestrebt also zweitausendfünfzig statt zweitaussendfünftig.

00:09:12: wie kann das denn jetzt passieren?

00:09:14: laut Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums war das ein Versehen Und es war einfach ein Satz, der aus einem alten Entwurf von zwei tausend neunzehn stammt.

00:09:23: Zwei Tausend Neunzehnt also das ist die vorletzte Regierung.

00:09:27: Ein bisschen seltsam.

00:09:28: Das wurde natürlich korrigiert.

00:09:30: in der Version jetzt sind die Länder und Verbände in Hörung.

00:09:32: gegangen ist aber ja ein Schelm wäre böses dabei denkt wenn Frau Reicheparallel auf irgendwelchen Konferenzen.

00:09:38: Zweiteinfünfzig in den Mund nimmt.

00:09:41: dazu habe ich eine ganz kleine Anekdote.

00:09:44: Ich war diese Woche in Göttingen, bei der Götlinge Energietagen und dazu werden wir gleich auch noch was sprechen.

00:09:49: Aber genau zu diesem Punkt gab es dann unter vorgehaltener Hand den kleinen Spruch.

00:09:55: Es gäbe dann den Rückfall in die energiewirtschaftliche Steinzeit alter.

00:10:00: also ich glaube das Thema ist ganz akut und wird sehr kontrovers diskutiert und ich glaube da gibt's schon sehr viele Vorbehalte ob das denn alles so aus Versehen passiert.

00:10:14: Es gibt ja auch einige andere Beispiele in der vergangenen Zeit, wo solche Sachen zurückgenommen wurden.

00:10:20: ich möchte anders aus vom Verbrenner aus erinnern und so also sich an Ziele halten das ist ja nicht immer so gegeben dass es dann auch wirklich eingehalten wird

00:10:28: Zumal bis zum Jahr zwanzigvierzig Jahre noch ein paar Bundestagswahlen stattfinden werden.

00:10:34: Also da darf man tatsächlich gespannt sein, wie diese Diskussion dann im gesamtwirtschaftlichen und politischen Kontext dann auch weiter geführt wird?

00:10:41: Eine kleine Anekdote möchte ich auch noch dazu

00:10:45: führen.

00:10:45: Tag der Anek-Doten heute!

00:10:46: Tag

00:10:46: der Anek-Doden.

00:10:48: oder ein kleines Detail von den Berliner Energietagen und einer Veranstaltung mit der Heizungswirtschaft.

00:10:56: Die haben ein bisschen rumgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass auch beim optimistischen Szenario mit einem sehr starken Wärme-Pumpenausbau im Jahr zwei Tausendfünf wird sich noch fünf Millionen Gasheizungen laufen werden.

00:11:10: So oder so!

00:11:12: Die müssten dann ja eigentlich Klimaneutralität Klimafronten, Gas und Biomethane betrieben werden.

00:11:18: Das ist dann wiederum die Frage haben wir genug?

00:11:20: Und so weiter schließt sich alles an.

00:11:22: aber jetzt passt eben dazu dass das wird da an dieser Stelle eine Aufweichung sehen.

00:11:29: ein ja ganz so streng schaffen wollen wir es vielleicht nicht halten vielleicht schaffen das einfach nicht.

00:11:35: man darf gespannt sein ob fünf vierzig bleibt.

00:11:38: Das ist eine Diskussion, die uns hier sicherlich noch öfter beschäftigen wird und du gibst das Stichwort Berliner Energietage.

00:11:45: Da wollen wir gleich auch nochmal darüber berichten weil wir haben dort auch eine Veranstaltung gemacht.

00:11:50: aber bevor wir über unsere Veranstaltungen bei den Berliner energietagen sprechen geben wir nochmal ab für eine Information zu einer anderen Energieveranstaltung.

00:12:05: Dann sind wir wieder zurück.

00:12:07: ganz gerade gesagt in dieser Woche fanden die Berliner energie Tage statt ein großes energiewirtschaftliches und auch energiepolitisches Treffen in der City West von Berlin.

00:12:19: Und wir haben dort auch eine Veranstaltung gemacht, und zwar zum neuen Kraftwerksstrategiegesetz das auch den Kapazitätsmarkt einleitet.

00:12:30: Es hat einen komplizierten Namen machen was einfach kurz Strom VKG Und wir haben dort Gäste von Juniper, von EcoStore vom VKU und von Aurora Energy Research da gehabt.

00:12:42: Wir haben diskutiert wo geht die Reise hin bei der Erzeugung?

00:12:47: Kassen ich habe moderiert war auf der Bühne ordentlich involviert du warst im Publikum hast zugehört.

00:12:53: Es gab ja vorher wirklich eine heftige Auseinandersetzung zwischen eigentlicher Kraftwerks- und Speicherbranche.

00:13:01: Wir hatten jetzt sowohl ein Vertreter der Kraftwerksbetreiber, als auch der Speicherbranche auf der Bühne.

00:13:08: Es ging nicht ganz so hitzig zu weil in einzelnen Punkten war man sich auch einig aber in manchen auch nicht.

00:13:14: Ja es war eigentlich erstaunlich einig an Stellenweise Vielleicht auch dadurch, dass Felix Mattes vom Öko-Institut mit seiner Keynote am Anfang den Ton gesetzt hat.

00:13:26: Aus seiner Sicht gibt es weitestgehend Konsens – wir brauchen Versorgungssicherheit, wir müssen Spitzenlastabdeckungen gewährleisten und trotz Flexibilität und Speichern brauchen wir langfristig eine gewisse Anzahl von steuerbaren Kraftwerken.

00:13:42: unter Bezeichnete er die jetzt auszuschreibenden Zehen gewählte neue Gaskraftwerke eigentlich als No-Regret-Maßnahme.

00:13:50: Also damit kann man dann mal nichts falsch machen.

00:13:53: und diesen Disboot, den wir in der Vergangenheit hatten... Jetzt in jüngster Zeit ist ein erneuerbarer Speicher-Branche auf der einen Seite, auf der anderen Seite eher die Gasfreunde.

00:14:05: Um es mal so zuzuspitzen bezeichnete als Kulturkampf und von dem müsse man jetzt mal wegkommen.

00:14:11: Da gab's relativ viel Zustimmung hatte ich das Gefühl dass eigentlich alle sagen okay jetzt mal die zehn GW und das is ja auch in Ordnung wenn jetzt einmal die Batterie speichert da noch nicht dabei sind und danach wird es ja geöffnet.

00:14:23: Eigentlich

00:14:23: gab es auch relativ viele Nicken.

00:14:25: Auch Georg Gallmetzer, der Geschäftsführer des Speicherbetreibers EcoStore legt an dieser Stelle Pragmatismus an den Tag und sagt Es ist klar zu einem gewissen Maß brauchen wir auch Kraftwerke.

00:14:39: allerdings wurde es dann glaube ich doch schon auch so ein bisschen hitzig schon auf einer sehr sachlichen Basis, aber man hat schon auch gemerkt dass es geile Metzer wormt wie vielleicht die reise weitergeht weil da gibt's glaube ich einige faktoren die schon in die richtung gehen das man zwar sagt okay die ersten zehn gigawatt vielleicht dann auch nochmal einen nächster schub an kraftwerten die werden schon kommen.

00:15:07: Aber in der perspektive brauchen speicher faire chancen um sich durchsetzen zu können.

00:15:12: und Mein Eindruck war schon, dass er deutlich gemacht hat.

00:15:15: Das sieht er eben nicht und er sagt ganz einfach wir die Speicher kommen sowieso.

00:15:20: Wir haben ja diesen Speicherboom und der sagt die Speichern werden gebaut aber wir haben natürlich die Möglichkeit in die Kapazitätsausschreibung reinzugehen und da relativ niedrige Kosten dafür aufzurufen und Felix Mattes hat in seinem in seiner Keynote gesagt Also, wir müssen uns mal bei dem ganzen Thema Kosten der Kraftwerkstrategie vielleicht auch ein bisschen beruhigen.

00:15:43: Er hat das irgendwie vorgerechnet.

00:15:45: wenn man jetzt mal auf schon stattgefundene Kapazitätsausschreibung in anderen Ländern eingeht oder guckt was kam dabei rum?

00:15:52: und man hat so eine Größenordnung von fünfzig Euro pro Kilowatt.

00:15:56: Wenn man das mal hochrechnen auf die ersten zehn Gigawatt die in Deutschland dann ausgeschrieben werden sollen Dann sind dass jährliche Kosten von fünfhundert Millionen Euro.

00:16:07: Er hat das also eigentlich relativ klein geredet, da war aber Georg Geilmetz überhaupt nicht damit einverstanden weil er eigentlich klar gemacht hat naja also auch fünfhundert Millionen Euro sind ja irgendwie Kosten auch wenn der Gesamtstrommarkt dann viel größeres Volumen hat und wir haben die Möglichkeit mit einer Technologie wie speichern diese Kosten runter zu drücken.

00:16:25: Aber so wie das bisher angelegt ist wird es halt höchstwahrscheinlich gar nicht stattfinden können.

00:16:31: und das macht er an den sogenannten derating faktoren auch fest.

00:16:34: über die haben wir hier im podcast auch schon mal gesprochen.

00:16:37: also dass es in prinzip ein maßstab für versorgungssicherheit und denen setzt der gesetz entwurf bei gaskraftwerken relativ hoch weil auch in einer dunkel flaute können gaskraftwerke strom liefern.

00:16:52: Speicher haben natürlich einfach eine zeitliche Begrenzung und Geokalmetze hat sich vor allem darüber geärgert, dass in Deutschland Batteriespeicher bei fünf bei achtundfünfzig Prozent angesetzt werden.

00:17:04: Und das gilt dann auch für einen Zehn-Stunden-Speicher der auch mal in einer Dunkel-Flaute helfen kann weil er auch gesagt hat im den vergangenen Jahren waren ninety fünf Prozent der dunkel flauten waren gar nicht länger als zehn Stunden.

00:17:16: und er sagt was ist so ein Wert?

00:17:17: Der wird in anderen Ländern eher bei vier stunden speichern angesetzt also bei Anlagen, die weitaus weniger zur Versorgungssicherheit beitragen können.

00:17:25: Und das ist natürlich einfach ein Nachteil in den künftigen Auktionen und das hat er mir dann auch im Nachgang zu Veranstaltungen nochmal dargelegt, dass er sagt, das ist echter Nachteile und wir produzieren hier unnötige Kosten und der verweist auch so ein bisschen darauf.

00:17:41: Wir diskutieren noch über die Bezahlbarkeit der Energieversorgung aber hier bei diesem Thema, bei den Kraftwerksausschreibungen Steht die Versorgungssicherheit überall und die Bezahlbarkeit fehlt aus seiner Sicht so ein bisschen hinten runter?

00:17:53: Ja, und was so ein bis hin hinten runterfällt da hat er ja auch recht.

00:17:56: Dann werden wir vielleicht gleich nochmal im Zusammenhang mit dem Bundeskartell dann drauf eingehen ist das Thema Technologieoffenheit was natürlich gerade von Unionseite immer so hochgehalten wird.

00:18:07: Er sagte singe mails, die dürfe nicht nur gelten wenn es passt und man E-Fuels für den einen Porsche Fahrer noch irgendwie haben möchte.

00:18:17: Ich musste dann direkt an einen ehemaligen Finanzminister denken an der Stelle.

00:18:22: Das ist natürlich ein Argument.

00:18:24: entweder man macht das grundsätzlich technologie offen oder man trägt es zumindest nicht ständig vor sich her.

00:18:31: Absoluten Punkt.

00:18:32: Ich glaube, dieses Gesetz enthält so viele Detailregelungen das es von Technologieaufneid wirklich weit entfernt ist.

00:18:38: Es gab noch mal eine leichte Verbesserung jetzt.

00:18:40: Das hatte auch Kai Lobo vom Stadtwerkeverband VKU nochmal angemerkt.

00:18:45: Der VKUs hat vorbeklagt dass Gasmotoren bei den ersten Option gar keine Rolle spielen sollten.

00:18:52: Das hat sich tatsächlich nochmal geändert.

00:18:54: da ist das Gesetz nochmal etwas weicher kann man sagen an der Stelle geworden, sodass auch kleinere Anlagen mit reinkommen.

00:19:02: Trotzdem der VKU, auch andere Verbände wie der BDW oder eben das Bundeskartellamt was du gerade angesprochen hast die befürchten schon dass die Ergebnisse der Auktionen im Erzeugungsbereich zu einer verstärkten Oligopolisierung oder sogar Monopolisierung führen könnten weil so wie die Bedingungen momentan sind sich relativ spitze auf möglicherweise einzelne Akteure und einzelne Standorte zugeschrieben, da der Wettbewerb am Ende ziemlich hinten runterfallen wird.

00:19:30: Genau, der VKU erwarnt ja jetzt schon länger vor Makrozentration und bordert eine Begrenzung der Zuschlagsmenge.

00:19:38: Vielleicht noch ganz kurz am Rande eine gute Nachricht gab es auf den Berliner Energietagen.

00:19:43: Dennoch für den VKu und zwar KWKG Verlängerungen sollen im zweiten Halbjahr dann endlich kommen.

00:19:50: Das hat der Chef der Stromabteilung vom Bundeswirtschaftsministerium Christian Schmidt bekannt gegeben, er kündigte auch ein neues Förderprogramm für Wasserstoffumrüstungen von Gaskraftwerken dann für kommende Jahre an.

00:20:02: Also das kommt im VKU entgegen.

00:20:04: aber grundsätzlich ja fürchtet der Stadtwerteverband du sagst es einen Oligopol bei neuen Kraftwerken mit möglichen Folgen für höhere Strompreise.

00:20:14: und das befürchtete auch das Bundeskartellamt dass jetzt in einer Stellungnahme erneut den Entwurf in dieser Hinsicht kritisiert hat.

00:20:23: Also dem fehlen einfach die Maßnahmen gegen Marktkonzentration, das Kartellamt hat ja bereits Ende des Jahrzehnten vorgeschlagen, die Zuschlagsmenge pro Anbieter auf zehn Prozent zu begrenzen um eben bestehende Erzeugungsmonopole nicht weiterzuverfestigen.

00:20:40: und da sieht es jetzt keine wirklichen Verbesserungen, leichtere Verbesserung also.

00:20:44: die Teilnahmebedingungen sind etwas weniger restriktiv Es gibt etwas größeren kreislandpotenziellen Bietern, aber so richtig durchschlagen ihn noch nicht.

00:20:54: Also faktisch gebe es unter anderem auch eine Bevorzugung bestehender Kraftwerkstandorte und das passiert eben dadurch dass Bewerber bereits bei Ausschreibungen einen bestehenden oder zugesagten Netzanschluss nachweisen müssen.

00:21:11: und das ist halt meist bei Kohle- und Atomkraftwerksstandorten der Fall.

00:21:16: Das heißt, die etablierten Stromkonzerne erhalten einen strategischen Vorteil und neuem Aktein immer werden tendenziell benachteiligt.

00:21:25: Das betrifft insbesondere Batteriespeicher.

00:21:27: Wenn man dem Vorschlag des Bundeskartellamts noch mal folgt und auf die ersten beiden Aktionen drauf guckt da geht es ja jeweils um Vier, fünf Gigawatt.

00:21:36: wenn davon ein Unternehmen nur zehn Prozent haben dürfte dann wären das vierhundertfünfzig Megawatt.

00:21:41: das wäre im Prinzip so die die Größe eines mittelgroßen Gas- und Dampfturbinkraftwerks.

00:21:48: Und das würde dann bedeuten, dass zum Beispiel ein Unternehmen wie RWE oder ENBW mit einem Zuschlag auch bedient wäre und mehr würde da nicht passieren.

00:22:00: Genau das fordert das Bundeskartellamt aber genau das ist eben im Gesetzentwurf so nicht drin.

00:22:05: Das heißt also diese Unternehmen Könnten im Extremfall sogar sich die kompletten Vier-Kommer fünf Gigawatt sichern?

00:22:11: Auch das

00:22:11: Bundeskarteilamt möchte mehr Technologieoffenheit nicht nur für Porsche Facher.

00:22:16: Okay,

00:22:16: dann haben wir das auch geklärt.

00:22:18: aber es gibt natürlich noch einen weiteren Streitpunkt der auch weiter anhält und das ist die sogenannte Südquote, die durchaus auch eher Westquote heißen sollte.

00:22:28: also es geht und eine Bevorzugung von Kraftwerksstandorten in diesem sogenannten netztechnischen Süden, der für sich genommen ein Fehlbegriff ist.

00:22:38: Weil er auch quasi gesamt Nordrhein-Westfalen mit abdeckt.

00:22:43: Auch da wird weiter und drum gestritten – auch da melden sich die Energieverbände und sagen wir brauchen natürlich auch neuer Kraftwerksstandorte im Norden und Osten, das haben auch die Übertragungsnetzbetreiber durch zahlreiche Berechnungen klar gemacht.

00:23:01: Wir haben empfohlen es sollte eine Aufteilung zwischen zwei Dritteln, die eher im Süden und Westen dann verortet sein sollten und einem Drittel in Norden oder Osten.

00:23:10: aber genau dass ist auch wiederum so nicht im Gesetz enthalten.

00:23:14: Es gibt zwar Das heißt ein Bonus für zwei Drittel der Ausschreibungsmenge, für Anlagen im Süden und Westen.

00:23:23: Aber darüber hinaus.

00:23:24: das letzte Drittel ist eben dann nicht für den Nord- und Osten reserviert sondern da kommt wieder ein freier Wettbewerb einerseits gut für möglicherweise für die Kosten, die das Ganze verursacht aber vielleicht gar nicht so gut für die Versorgungssicherheit denn auch im Norden und Oßen werden neue Kraftwerke gebraucht.

00:23:41: Genau, also nach der derzeitigen Regelung könnte es eben passieren dass dann Südbonus zwei Drittel in den netztechnischen Süden gehen und das letzte Drittel aber auch noch.

00:23:52: Das heißt die Norden und Osten gehen können theoretisch recht schnell leer ausgehen.

00:23:57: Kei Logo vom VKU fordert deswegen einen Nord- und Ostbonus Und das wäre wohl auch ganz im Sinne der Leag, die schon leftige Briefe schreibt.

00:24:07: Deswegen war es für andere Zusagen gegeben hat.

00:24:10: Der ostdeutsche Kraftwerksbetreiber geht ganz schön auf die Barrikaden jetzt in den letzten Tagen.

00:24:16: Das hat natürlich auch eine Vorgeschichte nämlich... Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche war im vergangenen August an einem Kraftwerksstandort der Leag in der Lausitz und hat dort relativ klar gemacht, dass sie dafür sorgen möchte.

00:24:30: Dass die Ausschreibungsbedingungen so ausgestaltet sind, dass auch Kraftwerke in den Osten kommen.

00:24:36: Das hat sie dem Unternehmenschef Ady Rösch damals vor den Journalisten und ich war einer davon eigentlich deutlich versichert.

00:24:44: Und jetzt kommt es anders und das stößt bei der Leak ganz schön auf.

00:24:48: Es soll ja Podcasts geben, wo Menschen Papiere in die Höhe halten – ich mache das auch gerade!

00:24:54: Wir haben hier nämlich einen Brief der Leaks an das Bundeswirtschaftsministerium aber auch an die Ministerpräsidenten und auch an Kanzler Friedrich Merz Und der hat das schon in sich, würde ich mal sagen.

00:25:05: Weil da steht schwarz auf weiß geschrieben unsere Geduld ist am Ende und wir erwarten Redlichkeit.

00:25:11: Das ist natürlich schon echt ein harter Vorwurf wenn man die Redlichkeit abspricht.

00:25:16: und sie verweisen eben darauf dass Katharina Reiche vor Ort war und eigentlich klar gemacht hat es werden auch Kraftwerke in den Osten kommen und die sehen jetzt tatsächlich ihre Fälle davon schwimmen.

00:25:28: Und sie verbinden das Implicit auch vielleicht mit so einer gewissen Drohung, weil Sie verweisen dann nochmal darauf, dass die Ministerin ja früher auch Mitglied war in der sogenannten Kohlekommission.

00:25:38: Die ja auch ein Endpunkt für die Kohleverstromung gesetzt hat und es ist so in dem Brief nicht geschrieben.

00:25:43: aber man kann durchaus daraus lesen wenn wir keine Gaskraftwerke im Osten haben Dann müssen wir halt die Kohlekraftwerker weiter betreiben und damit steht der Kohleausstieg infrage.

00:25:53: Das war ja auch ganz kurz sein Wien Thema.

00:25:56: dann auf den Berliner Energietagen in der Veranstaltung zur Kraftwerkstrategie stand die These im Raum, dass wir auch nochmal eine Diskussion um Kohle bekommen

00:26:06: werden.

00:26:06: Da dürfen wir gespannt sein ob wir sie kriegen!

00:26:09: Dann beenden wir erstmal den Blick auf unsere Veranstaltung bei den Berliner Energietagen und kommen zu einer anderen Veranstaltungen mit einem ganz ähnlichen Namen.

00:26:18: Ron, dafür bist du heute eigentlich ja auch mit dabei nämlich zu den Göttinger Energietagern nicht Tagen sondern zur Götdinger Energittagung.

00:26:26: so ist es richtig.

00:26:27: Genau.

00:26:27: Man

00:26:27: könnte so ein bisschen als Klassentreffender Bundesnetzagentur mit vielen Regulierungsentusiasten vielleicht bezeichnen.

00:26:34: und wer dem Podcast hier verfolgt Der weiß, du bist eigentlich mittlerweile auch zu so einer Art Regulierungsentusiast geworden.

00:26:41: Du hast es dir auf jeden Fall nicht nehmen lassen bei der Veranstaltung dabei zu sein.

00:26:45: die Bundesnetzagentur steht ja gerade mitten in der großen Netzendgeldreform.

00:26:52: ich vermute es gab richtig viel zu diskutieren aber es ging eben nicht nur um Netzentgelte sondern noch weitere Themen.

00:27:00: Was haben die Cracks der Regulierung denn so diskutiert in Göttingen?

00:27:04: Es

00:27:04: ist eigentlich ganz spannend, wie du schon gesagt hast.

00:27:08: gerade zwei große Regulierungsvorhaben, der Nestprozess, der im Grunde schon jetzt am Ende angelangt ist und Agnes wo wir immer noch mit drin sind.

00:27:19: Das stand aber gar nicht im Vordergrund.

00:27:21: also eigentlich wurde die Regulierung auf dem Regulierungs-Kongress komplett außen vorgelassen und es wurde auch seitens der Bundesnetzzagentur immer wieder darauf hingewiesen dass es darum gar nicht gehen soll denn die siebzehnte Götzlinger Energietahrung hatte zum Thema Schlüssel zum Erfolg, was macht Stromnetze Energiewende tauglich?

00:27:41: Das war die Frage.

00:27:42: Es ging darum wie bekommen wir es denn hin dass unsere Strommetze für die Energiewände aufgestellt sind?

00:27:49: und das sind erstmal keine Regulierungsthemen auch wenn sich dann während der Diskussion immer wieder gezeigt hat das ist natürlich alles zusammen hängt aber tatsächlich gings relativ wenig um Regulierungen.

00:28:00: Worum ging's dann also?

00:28:02: das ganz große Problem Bleiben die Netzanschlussbegehren.

00:28:06: darüber haben wir ja gerade auch schon besprochen.

00:28:08: das ist Thema Nummer eins.

00:28:10: um diese Situation haben wir hier im podcast und.

00:28:13: Auch im EnerGate Messenger schon wirklich sehr oft besprochen, aber es gibt diese riesige Menge an den Anstoßbegehren.

00:28:18: Da tut sich ja gerade was!

00:28:20: Es gibt das Reifegradverfahren der Übertrags-Netzbetreiber also die man ein bisschen entgegenwirken soll.

00:28:24: Es gibt jetzt mittlerweile doch auch ein paar Verteilnetzbetreber, die versuchen das Verfahren umzustellen.

00:28:32: Aber es wurde ganz deutlich dass bleibt das größte Problem für alle Anschlusspetitenten einfach ans Netz kommen.

00:28:41: Das ist das Problem, es gibt den Andrang, es wollen ganz viele ans Netz.

00:28:45: aber das zu organisieren wie es fair und diskriminierungsfrei geregelt wird, dass ist eine Riesenherausforderung.

00:28:52: und es gab da jetzt auch keine Lösungen die gefunden wurde wo alle gesagt haben, das ist die Lösung dann können wir alle leben.

00:28:58: sondern das Fazit war ganz klar Austausch bleiben, wir müssen reden.

00:29:03: Wir müssen diskutieren und koordinieren.

00:29:06: Und die Dreamlösung mit der alle dann happy sind, gibt es einfach stand jetzt gerade nicht.

00:29:10: Auf Ebene der Übertragungsnetzbetreiber hat sich ja zur Ablösungen des bisherigen Windhundverfahrens das einfach eine quasi schlange Bierstand im Stadion gleich.

00:29:23: Alle stellen sich hintereinander an, obwohl das ist dann glaube ich eher ein englisches Stadio als ein deutsches.

00:29:27: Da steht eher ne bunte Haufe, ne Traube.

00:29:29: aber das Windhuntverfahren soll abgelöst werden durch dieses Reifegradverfahren, was natürlich aufwendiger ist.

00:29:35: Weil die Netzbetreiber tatsächlich eben in die Projekte wirklich reingucken müssen und dann tatsächlich Entscheidungen treffen müssen anhand des Status.

00:29:43: wie weit sind die Projkte?

00:29:44: Was haben diese schon gesichert?

00:29:45: Wie wahrscheinlich ist die Realisierung dieser Projekten?

00:29:50: Das Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums schlägt ja vor, dass das auch auf die Verteilenezbetreiber übertragen werden könnte.

00:29:57: Aber die sind da immer noch ein bisschen kritisch, also so richtig richtige Fans davon sind sie noch nicht.

00:30:02: Ja,

00:30:03: das war vielleicht einer der... Arha-Momente, die für mich auf dieser Tagung mitgegangen sind.

00:30:08: Es war auch ein Vertreter vom BMW EDA und der hat das Netzpaket oder so wie er es nennt, das Netzanschlusspaket.

00:30:14: Das hat ja nochmal sehr betont dass ist nicht das Netz Paket ist sondern das Netz Anschlusspaket ist vorgestellt und da ging es unter anderem ob darum das Verteilnetzbetreiber priorisieren oder auch de-priorisieren dürfen.

00:30:25: Und das war der Punkt, der bei der Vorstellung eigentlich am meisten auf Widerstand gestoßen ist.

00:30:30: Also der Videspatch Vorbehalt, er wollte das Wort gar nicht in den Mund nehmen und hat damit gerechnet dass jetzt ganz viel Kritik auf ihn einprasseln würde.

00:30:40: Das war aber relativ überraschend.

00:30:41: also da gab es gar nicht so viele Kritik obwohl auch relativ viele Teilnehmer aus dem Umfeld Anschlussnehmer dabei waren, also es waren nicht nur Netzbetreiber auf dieser Veranstaltung.

00:30:52: Da gab's aber relativ wenig Widerstand beim Rütespatch Vorbehalt.

00:30:56: Aber diese Priorisierungsforderungen an die Verteilnetzbetreber, das stießt durchaus auf Widerstände.

00:31:03: vor allem eine Vertreterin vom B&E hat da gesagt dass sie der ganz große Bauchschmerzen hat und auch der BMW-Vertreter dessen Name mir gerade entfallen ist, das tut mir sehr leid.

00:31:13: Er hat gesagt ja das is natürlich ne Lösung Man nicht unbedingt haben möchte.

00:31:19: aber er hat dann auch gefragt wer soll es denn sonst machen?

00:31:21: also wer hat das nur hau dass überhaupt zu machen?

00:31:23: wer soll denn darüber entscheiden wenn ich die netzbetreiber?

00:31:27: und da hat sich dann auch so ein bisschen wieder der raum gelegt die stürmung hatte sich da so ein bißchen gelöst weil jetzt konnte dann noch keiner einen besseren vorschlag machen.

00:31:36: sehr viel diskutiertes Thema, auch am Abend ging es nochmal darum.

00:31:39: Aber ich hatte dann nur das Gefühl ja so die Traumlösung gibt's nicht.

00:31:42: also wie ich es für ihn schon gesagt habe ist es kompliziert.

00:31:45: Das ist ja so ein heiße Kartoffelspiel wenn man ehrlich ist oder?

00:31:48: Also ich sehe wirklich bei dieser Diskussion die heiße Kartoffel immer durch den Raum fliegen.

00:31:52: zumindest bei den Veranstaltungen die ich da bisher begleiten durfte war das doch durchaus immer so dass die Netzbetreiber gesagt haben naja irgendjemand muss es ja irgendwie festlegen wir können das nicht festlegen.

00:32:03: sie wünschen sich im Prinzip eine Art Priorisierungsliste.

00:32:07: Und so wie du gerade wiederum gesagt hast, dann gucken das BMW in Berlin und die Bundesnetzagentur in Bonn sich an.

00:32:14: Aber keiner ist doch so nah an den Projekten wie ihr, müsst ihr euch damit beschäftigen.

00:32:19: Wir können auch keine Standard-Lösung für alle vorschlagen weil die Netzen natürlich auch sehr unterschiedliche Eigenschaften vor sich genommen haben.

00:32:26: ein städtisches Netz das vielleicht mit Rechenzentren konfrontiert ist ganz anders als ein ländliches Projekt dass viel erneuerbare Energien hat und es gibt ja nicht überall die Engpässe.

00:32:36: aber das ist immer noch so'n Prozess Der wirklich schon irgendwie nach einer Festlegung verlangt, denn wenn sich dann mal ein Unternehmen vorwagt wie das Bayernwerk zum Ehrenkonzern gehören die jetzt irgendwie vorgeschlagen haben naja also wir machen eine Priorisierung.

00:32:53: Wir könnten uns vorstellen an der erste Stelle die Industrie zu setzen.

00:32:56: in den Rechenzentren und dahinter die Speicher gibt es sofort auch einen Aufschrei.

00:33:02: Zurecht kann man vielleicht auch sagen, was rechtfertigt das?

00:33:06: und andererseits ist es natürlich auch mit einem großen Klagerisiko verbunden weil es gibt eben eine klare Anforderung an die Netzanschlussverfahren.

00:33:16: sie müssen nämlich diskriminierungsfrei sein.

00:33:18: Und in dem Moment wo ein Netzbetreiber willkönig festlegt ich bediene zuerst mal nur die Industrie Es ist sofort ein großes Klagerisiko, also deshalb sehe ich dann schon auch eigentlich die heiße Kartoffel wieder Richtung Berlin und Bonn fliegen.

00:33:32: Irgendjemand muss es festsetzen!

00:33:33: Auch deswegen weil wir über achtunderte Verteilungsbetreiber haben, jeder da seinen eigenen Regulierungsrahmen setzt... Also ein paar Leitblanken wären schön oder?

00:33:44: Das ist natürlich auch so ein großes Thema.

00:33:45: ne, achtundfünfzig Netzbetreber alle machen ihr eigenes Ding.

00:33:50: Es gibt den großen Wunsch nach Standardisierung, Vereinheitlichung und Kooperation.

00:33:55: Das war auch so eines der Themen was ich mitgenommen habe von dieser Tagung.

00:33:59: Da gibt es ganz viele Rufen dass man doch untereinander besser zusammenarbeiten soll das man sich besser austauschen soll.

00:34:05: Dass man Technik untereinander austauscht, dass man technikvereinheitlich... ...dass man halt nicht irgendwie in Deutschland hundert verschiedene Ortsnetzstationen hat.

00:34:13: Und da gab's dann eine BDEW-Vertreterin die gesagt hat dass es ein Projekt gibt wo man identifizieren konnte dass man eigentlich nur sechs Ortsnetzstationen in Deutschland braucht.

00:34:22: Sechs braucht man dann schon, weil die halt verschiedene Funktionen haben.

00:34:25: Eine ländliche Ortstättsstation was anderes als eine städtische Ortstädtsstation.

00:34:30: aber sechs wäre ja schon mal deutlich besser als hundert und da gibt es ganz viele verschiedene Varianten die man halt durchspielen kann.

00:34:37: Und in einer gewissen Standardisierung und Normierung wäre auch nötig um endlich auch die Digitalisierung der Netze weiter voranzubringen.

00:34:44: Weil auch da gucken wir wieder.

00:34:47: Strom verteilen als Betreiber.

00:34:49: Wenn da jeder sein eigenes Süppchen macht, dann mangelt das natürlich... An allem, an Dienstleistern die da unterstützen.

00:34:56: An verfügbarer Technologie möglicherweise auch.

00:35:00: Also auch da würde natürlich eine Kooperation und Zusammenarbeit vielleicht einiges beschleunigen weil auch da haben wir immer noch große Defizite.

00:35:08: Ja definitiv.

00:35:09: Achim Seris von der Bundesratsagentur hat da sehr ernüchterne Zahlen mitgebracht.

00:35:13: Die Bundesrats-Agentur ist ja gerade im Prozess auf die Qualitätsregulierung neu aufzustellen Und da geht es ja unter anderem den Aspekt die Energiewende Kompetenz abzufragen.

00:35:23: Da sind jetzt die Ergebnisse für das Jahr zwanzig vierundzwanzig zurückgekommen und eine Zahl, die mich da doch ein bisschen erschrocken habe war zum Beispiel dass vierhundertfünf Verteilnetzbetreiber angegeben haben in der Niederspannung noch überhaupt keine Netzzustandsdaten echt zeitnah einen Zentralachstelle zu erheben.

00:35:40: Also das ist, glaube ich schon so eine Zahl die einen so ein bisschen Sorgen machen muss.

00:35:44: In der Hochspannung sieht es ein bisschen besser aus da waren Stacksnetzbetreiber aber da reden wir halt auch trotzdem noch von null Prozent.

00:35:50: also dass ist wirklich sehr wenig.

00:35:53: Eine andere Zahl die auch für so ein leichtes Raunen gesorgt hat war das auf allen Spannungsebenen und jetzt nicht nur auf der Niederspannung.

00:36:10: Also ich glaube, da sieht man was die Digitalisierung angeht.

00:36:13: Da ist noch viel Luft nach oben und da muss sich auch etwas tun!

00:36:17: Und das Spannende ist eigentlich... Wir haben dann auch gesehen es gibt ja schon ganz viele Projekte, ganz viel Software, ganz viele Unternehmen, die genau das anbieten.

00:36:27: Es mangelt nicht an Möglichkeiten das zu lösen sondern es mangelt Umsetzung der Zeit noch.

00:36:33: Okay, darin versteckt sich dann immerhin doch wenigstens eine kleine positive Nachricht.

00:36:38: und mit positiven Nachrichten gehen wir eigentlich einmal ganz gerne aus dem Podcast.

00:36:42: und da habe ich vielleicht noch eine zu verkünden denn wir haben es eingangs gesagt die heutige Podcastfolge erscheint am achten Mai und an diesem Tag davor und danach erscheinen noch weitere Folgendes Energie Podcast, nämlich in einem neuen Format im Format nachgefragt.

00:36:58: Wir haben bei den Berliner Energietagen zusammen mit den Berler Energietag eine Interview-Serie im Podcast gestartet.

00:37:06: Wir hatten mehrere Gäste zu Gast, mit denen wir über sehr unterschiedliche Themen gesprochen haben.

00:37:12: Den Auftakt hat Silke Bockstedt gemacht vom SINUS Institute, mit der wir über die Meinungsveränderung zur Klimapolitik und zur Bedeutung des Klimawandels der Wichtigkeit in der Bevölkerung gesprochen haben.

00:37:26: und es werden noch weitere... Folgen erscheinen bis zum Wochenende und das ist der Auftakt für ein neues Format.

00:37:33: Wir werden also künftig zusätzlich zum News Update, wir werden das News Update nicht ersetzen immer mal wieder vereinzelter Gäste bei uns im Podcast haben zu einem Gesprächs-Podcast und wer glaubt dass er ein gutes Thema hat das unbedingt bei uns Podcast mal erscheiden kann da darf sich natürlich auch gerne bei uns melden.

00:37:51: und ja künftig gibt es dann eben den Energet Podcast noch häufiger als bisher.

00:37:57: nicht nur einmal Weil die Woche sind dann zusätzlich vorerst noch alle zwei Wochen im Gesprächsformat nachgefragt.

00:38:03: Ich freue mich sehr darauf!

00:38:04: Dann ihr zwei, vielen lieben Dank dass Ihr heute dabei wart hat Spaß gemacht in dieser Konstellation wieder über die aktuellen Themen zu sprechen und ich freue mich schon auf die nächste Folge in der kommenden Woche.

00:38:15: Vielen dank fürs Zuhören.

00:38:25: Tägliche Infos zur Energiewende liefern wir auf www.energate-messenger.de.

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